Verschieden grosse … was?

Der Patient bekommt auf Rezept Zäpfchen verschrieben.
Patient (schaut die Packung an): „Das sind die Dinger, die man sich in den Arsch schiebt, richtig?“
Pharmama: „Ja, das sind Zäpfchen.“
Patient: „Gibt es die in verschiedenen Grössen?“
Pharmama: „… Nein …“

Das ist nicht so wie bei den Tampons … :-)

Image via Wikipedia

Naja, je nachdem, ob es für Kinder oder Erwachsene ist, gibt es teilweise schon verschiedene Grössen, aber dann ist auch entsprechend weniger oder mehr Wirkstoff drin.

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Auspacken, Anwenden

Aus Amerika:

Telefon.
Kundin: „Das Zäpfchen, das sie mir gestern gegeben haben, funktioniert nicht wie es soll. Ich glaube sie haben mir etwas falsches gegeben.“
Apothekerin: „Lassen sie mich das kontrollieren: Nun, es sieht aus, als ob wir ihnen ein Prontolax Zäpfchen gegeben haben … wie der Arzt aufgeschrieben hat. Haben sie es richtig angewendet?“
Kundin: „Natürlich! Denken sie ich bin blöd? Ich habe genau das gemacht, was aufgeschrieben steht: es eingeführt.“
Apothekerin: „Was für eine Farbe hatte das Zäpfchen?“
Kundin: „Silber. Warum? Haben sie mir doch etwas falsches gegeben?“
Apothekerin: „Nein, aber man muss es auspacken, bevor man es einführt.“
Kundin: *Klick*

Das muss nicht Amerika sein. Das kommt auch bei uns vor.

Eins hinterher-schieben?

Abends nach 6 Uhr kommt ein junger Vater in die Apotheke und fragt nach dem Rezept, das der Arzt gefaxt haben soll für sein 3 jähriges Kind: Mefenacid Zäpfchen gegen Fieber und Schmerzen.
Der Arzt hat das Rezept aber nicht gefaxt und erreichbar ist er auch nicht mehr.
Ich entscheide mich für einen Vorbezug, unter anderem auch, weil das Kind die Mefenacid 125mg Zäpfchen schon gehabt hat. Das Rezept soll er morgen nochmal vom Arzt verlangen.
Alles abgeklärt und das Medikament abgegeben, der Vater ist zufrieden und geht.

Wenig später kommt das Telefon vom Vater: „Der Arzt hat aber 250mg Zäpfchen gesagt, die 125er hatte er ja, als er 1 Jahr alt war und jetzt ist er älter!“
Pharmama: „Tut mir leid, aber die Stärke gibt es nicht. Bei diesen Zäpfchen gibt es nur die Dosierung 125mg und dann springt es gleich auf die Erwachsenen-Stärke 500mg.“
Vater: „… Ja, soll ich dann einfach 2 Zäpfchen reinschieben?“
Pharmama: „Nein!“ (man stelle sich vor, wie unangenehm *das* ist) „– die Dosierung für 3 jährige ist bis maximal 4 x täglich 1 Zäpfchen – einfach etwas häufiger als früher.“ (2-3x täglich).“
Vater: „Ah, ok, gut.“

(Glück gehabt, Kleiner)

Auf Toast

Kundin in der Apotheke: „Haben sie eine Idee, wie ich meine Primperan besser einnehmbar machen kann?“

Im Verlauf des Gesprächs fand man dann heraus, dass sie Primperan Zäpfchen hatte – und sie auf warmen Toast strich !

Also das … ist neu.

P.S. Primperan ist ein Mittel gegen Übelkeit, rezeptpflichtig. Davon gibt’s auch Tropfen und Tabletten.

Kreativität …

… braucht nicht viel. Etwas Draht und ein paar Alltagsgegenstände. Voilà!

Bei dem habe ich aber einen laaangen Moment gebraucht: das sind Zäpfchen, die Strohhalme ziehen – wer ist als nächstes dran?

Viel mehr solche .

Preparation H sind übrigens Hämorrhoiden-zäpfchen. Die gab es bei uns auch lange. Dabei habe ich mich immer gefragt: Was ist mit den Präparationen A-G passiert? :-)