Weshalb das Zäpfchen nicht wirkt …

Der Kunde beklagt sich, dass er schon X Paspertin Zäpfchen genommen hat und es ihm immer noch übel ist.

Ja, er schluckt sie nicht, er führt sie ein. (Nicht lachen: Das gibt es immer wieder, dass die Leute nicht wissen, wie man Zäpfchen anwendet. Das ist auch der Grund, weshalb auf der Dosierungsetikette steht „einführen“ und „NICHT EINNEHMEN“)

Es könnte natürlich sein, dass das Medikament bei ihm nicht wirkt. Non-responder sind nicht wirklich auszuschliessen. Aber es könnte auch sein … Man führt ihn nochmals durch den Prozess der Anwendung.

Was war der Fehler? Er hat die Folie um das Zäpfchen nicht entfernt. Dann kommt der Wirkstoff natürlich auch nicht raus.

Offenbar muss ich jetzt auch noch auf die Etikette schreiben: „Vor Anwendung Folie entfernen“?

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Bäh, Zäpfchen!

Dem Patienten der die Anwendung seiner Zäpfchen erklärt bekommen hat, ist das zu gruusig – darum … hat er sie offenbar doch eingenommen.

Und jetzt beschwert er sich über den Geschmack und die Grösse …

Platzhalter

Ein Mann kommt zurück in die Apotheke. Er hat Zäpfchen verschrieben bekommen und ist trotz Dosierungsetikette (x mal täglich ein Zäpfchen einführen) noch unsicher.

„Drücke ich die ganz rein oder halte ich die dort am Platz?“

Naja, in der Packungsbeilage steht:

Die Zäpfchen werden von der Umhüllung befreit und in den entleerten Enddarm tief eingeführt.

Das ist schon ziemlich deutlich. Tief heisst in dem Fall: bis hinter den Schliessmuskel. Man merkt das, wenn das Zäpfchen nicht mehr die Tendenz zeigt wieder herauszurutschen. Festhalten muss man sie nicht (wie sähe das auch aus für die 20 Minuten oder so, die sie zum schmelzen brauchen?).

 

Haben sie Zäpfchen?

Ein älteres Pärchen kommt in die Apotheke.

alte Frau (kurz angebunden und irgendwie … unwirsch): „Haben sie Zäpfchen?“

Pharmaassistentin (PA): „Ja, nach was suchen sie denn?“

Alte Frau:  „So was. Der Service hier hat wirklich abgenommen. Früher war es so viel besser. Ich kann es nicht glauben!“

Mann der alten Frau- macht so als ob er sich ein Zäpfchen in den Hintern steckt: „Na, die Sorte!“

Neee … schon klar, oder?

PA: „Es würde mir helfen, wenn sie mir sagen, für was sie es brauchen? Gegen Hämorrhoiden oder bei Verstopfung oder …?“

Alte Frau: (winkt ab): „Das ist lächerlich. Sie sind wirklich nicht sehr hilfsbereit. Der Service heute ist einfach nicht mehr das, was er mal war…“

Und beide laufen immer noch miteinander über unseren furchtbaren Service schimpfend aus der Apotheke.

Die PA steht am Platz festgewurzelt, ich glaube, sie weiss immer noch nicht, was da genau geschehen ist.

Ich eigentlich auch nicht.

Huh?

Zu gut um wahr zu sein …

„Dieses Zäpfchen schmecken komisch und gewirkt haben sie üüüberhaupt nix.

Das hätte ich mir sonst wohin stecken können!“

… (Stimmt genau) …

Obwohl ich schon einiges gehört habe, was Zäpfchen angeht – und *wie* man die falsch anwenden kann, ja auch einnehmen – die Formulierung oben ist einfach zu … perfekt :-)

Beratung mangelhaft?

Kunde mit einer Packung Zäpfchen in der Hand: „Ich habe die hier gekauft, aber man hat mir nicht gesagt, ob ich sie vor oder nach dem Essen nehmen muss?“

Erstens: nicht nehmen, sondern einführen (nur für den Fall erwähnen wir das wieder einmal), Zweitens: weil das nicht über den Magen geht für die Aufnahme in den Körper ist das egal.