VITUP – Vitamine persönlich und verblistert

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Ihr kennt das: es kann ein Problem sein, wenn man regelmässig verschiedene Tabletten (oder Kapseln etc.) nehmen muss. Es ist auch durchaus nicht so, dass man die alle zur gleichen Tageszeit nehmen muss. Die einen Morgens, die anderen Mittags, abends oder gar vor dem Schlafen. Gut, wer da die Übersicht behält. Hilfsmittel … helfen. Dosette zum Beispiel, da gibt es auch welche, wo man die Tagesdosen einzeln mitnehmen kann.
Aber wie macht ihr das mit den Vitaminen und Mineralstoffen und Spurenelementen?
Man weiss ja heute, dass es gar nicht gut sein kann, unkontrolliert und vor allem in hohen Dosen diese Stoffe einzunehmen – und das, obwohl sie eigentlich lebenswichtig und essentiell für eine Vielzahl Prozesse in unserem Körper sind. Gewissen Untersuchungen nach ist zudem in unseren Nahrungsmitteln immer weniger davon drin – von den hochgradig prozessierten Fertigprodukten und vom Fast Food will ich gar nicht anfangen.
Das stellt einen gesundheitsbewussten Menschen heute vor diverse Probleme:
Wenn es besser ist gezielt für verschiedene Problembereiche die Vitalstoffe einzunehmen, als ungezielt und breit gestreut und vielleicht auch zu hoch dosiert welche zu sich zu nehmen – Welche sind das?
Diese Vitalstoffe gibt aber häufig nur in Kombinationen mit einer (unnötigen) Vielzahl anderer. Das ist unnötig und nicht wirklich optimal.
Und wenn man die Vitalstoffe einzeln erwirbt, hat man dann diverse Packungen, von denen man am besten die einen am morgen, die anderen besser mittags oder gar abends nehmen sollte – das ist kompliziert und unpraktisch zum mitnehmen.

Aber dafür gibt es neu eine Lösung auf dem Schweizer Markt:

Die VITUP Vitalbox
Sie wird auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten zusammengestellt – anhand eines einfachen . Alter, Geschlecht, Lebensumstände, Aktivität, spezifische Problematiken wie Hautprobleme, Schlafprobleme, erhöhter Bedarf von Sportlern, Ernährungsstand … all das wird erhoben und anhand von den Resultaten die Vitalstoffe ausgesucht.
Diese Vitalstoffe sind alles Nahrungsergänzungsmittel und als solche bei der empfohlenen täglichen Einnahme problemlos.
Und der Clou an der Box: die Vitalstoffe (Tabletten und Kapseln und Ölkapseln) werden fertig verblistert für die richtigen Einnahmezeitpunkte geliefert. So hat man alles zusammen und in einer Form, die sich auch sehr einfach mitnehmen lässt – zum Beispiel zur Arbeit oder in den Ausgang. Damit lässt man keine Dosis mehr aus.

So sieht die Box aus:

Vitup_Box

Die Firma weiss, womit sie handelt: sie arbeiten mit Apotheken und Drogerien zusammen, die Auswahl wurde von Gesundheitsfachpersonen gemacht und nur hochwertige Produkte ausgesucht. Die Verblisterung findet in der Schweiz statt – übrigens in der schweizweit einzigen Firma, die im Reinraum professionell verblistert: siehe hier:

Zusätzlich, dass ich über die Box berichten darf, darf ich noch eine 4 Wochen-Boxen verlosen. Sie wird dem Gewinner gratis zugeschickt – der Inhalt bestimmt er/sie selber mit dem Fragebogen.
Interessenten hinterlassen hier unter dem Post einen Kommentar, dass sie gerne eine Box gewinnen möchten, am 15. November lose ich den Gewinner aus und benachrichtige ihn per mail (bitte korrekte Mailadresse angeben).

Wer kein Glück hat bei der Verlosung hat, kann sich auf trotzdem selber eine Box zusammenstellen und bekommt sie mit diesem PROMOCODE CHF 5.- günstiger: VITAL2017  (gültig bis 30. November).

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Am Rande(nsaft)

Am Ende eines laaangen Arbeitstages hatte ich noch diese Kundin:

Kundin (eine Frau jüngeren Alters): „Ich hätte da noch eine Frage. – Was ist in Rote Beete Saft drin?“

Pharmama: „Äh … Rote Beete?“

Kundin: „Ja – was ist das und wofür?“

Pharmama: „Das ist ein Gemüse … ich nehme an, das pressen sie für Saft einfach aus?“

Kundin: „Ah. Und was ist da drin?“

Pharmama: „In Rote Beete?“

Kundin: „Ja – ist da viel Vitamin D drin oder Eisen?“

Pharmama: „Ah, das muss ich nachschauen gehen.“

Ehrlich – keine Ahnung. Für sowas gibt es google und Co.

Also komme ich mit dem Ausdruck aus dem Internet zurück, worauf steht, was da so durchschnittlich enthalten ist.

Pharmama: „Also: Rote Beete – und dementsprechend der Saft daraus enthält relativ viel Kalium und Eisen, dazu B-Vitamine und Folsäure und Flavonoide (das ist das, was die Beete rot macht) – aber Null Vitamin D.“

Kundin: „Kein Vitamin D?“

Pharmama: „Nein. Weshalb fragen Sie denn?“

Kundin: „Nun, meine Freundin hat mir das empfohlen. Wissen Sie, ich bin immer so müde. Gibt es da nichts, das ich nehmen könnte?“

Pharmama: „Nun, es kommt darauf an, weshalb sie müde sind. Möglich ist das schon wegen Vitamin D- oder Eisenmangel. Ernähren Sie sich denn ausgewogen?“

Sie wedelt mit der Hand ab.

Pharmama: „Nun, Vitamin D können Sie versuchen zu nehmen. Das ist allgemein gut – ob das Eisen niedrig ist, dafür würde sich vielleicht ein Bluttest beim Arzt lohnen, wenn das damit nicht besser wird.“

Kundin: „Aber Randensaft hat kein Vitamin D drin?“

Pharmama: „Nein, aber ich habe Tropfen mit Vitamin D, die Sie nehmen könnten …“

Kundin: „Weshalb empfiehlt mir meine Freundin dann Rote Beete-saft?“

Pharmama: „Keine Ahnung.“

Kundin: „Aber Sie haben das?“

Pharmama: „Ja – hier.“ (Zeige ihr die Flasche von Biotta)

Kundin: „Da steht drauf Randensaft.“

Pharmama: „Das ist Rote Beete.“

Kundin: „Ah. Haben sie denn noch irgend einen anderen Saft, den ich nehmen könnte?“

Wohlgemerkt, wir stehen vor dem Regal mit allen Biotta Säften

Pharmama: „Ja – all das hier. Bei Müdigkeit wäre vielleicht der Vita 7 etwas für Sie oder auch Powerberry? Das hat diverse Vitamine und Mineralstoffe, aber auch kein Vitamin D – das ist ein fettlösliches Vitamin, das ist eher nicht in Frucht- und Gemüsesäften.“

Kundin: „Hmm … ich nehme den Rote Beete Saft. Sie sind sicher, dass das Randensaft ist?“

Pharmama: „Ziemlich.“

Sie kauft ihn dann.

Die Empfehlung der Freundlin steht offensichtlich höher als die der Apothekerin, aber das kennen wir ja schon.

Genug für heute!

Was sich hinter „neue Formel“ so verbirgt …

supradynneueformel

Was erkennt das geübte Auge? Auf dem Supradyn links steht „neue Formel“. Das ist (aus Erfahrung) leider meist kein Grund zur Freude. Hier auch nicht. Die neue Formel enthält nämlich kein Chrom und Molybdän mehr – was im alten Multivitaminpräparat mit Mineralstoffen und Spurenelementen noch drin war.

Nach dem Grund gefragt, haben wir von Bayer erfahren, dass sie die Ausgangsstoffe nicht mehr in der erforderlichen Qualität bekommen können. Deshalb mussten sie es herausnehmen.

Das wäre übrigens kein Problem gewesen, wenn das Mittel nicht eine Zulassung bei der Swissmedic hätte (was man in der Schweiz am Buchstaben – in dem Fall „D“ für ‚auch in Drogerien erhältlich‘- auf der Packung sehen kann). Die Zulassungsstelle für Heilmittel stellt (hohe) Ansprüche an Qualität und die Hersteller müssen die GMP (Good Manufactoring practices) befolgen. Zur GMP gehört auch die Qualitätskontrolle der Ausgangsstoffe – und wenn es da happert … eben. In dem Fall dürfen sie es nicht mehr mit dem minderwertigen Stoff herstellen und müssen für die „neue Formel“ neue Unterlagen einreichen zur Zulassung. Die haben sie bekommen – das alte Supradyn darf allerdings nur noch bis Februar nächstes Jahr verkauft werden, dann hat es die Zulassung verloren und muss vom Markt. (Präzision mit Dank an Bayer für das nette mail:  Nur die Supradyn energy Brausetabletten mit Zitronengeschmack mit der alten Formulierung, die aus dem Sortiment genommen werden, dürfen noch bis Ende Februar verkauft werden. Die Supradyn energy Brausetabletten mit Orangengeschmack und die Filmtabletten mit der alten Formulierung dürfen bis zum Ablauf des Verfalldatums noch verkauft werden.)

Wenn das Supradyn (wie viele neue Multivitaminpräparate) allerdings nicht als Heilmittel zugelassen wäre, sondern als Nahrungsergänzungsmittel … dann würde es das weiterhin in der alten Form geben. Denn Nahrungsergänzungsmitteln unterstehen nicht der gleichen Kontrolle der Qualität.

Was dann eigentlich bedeutet, dass in den in den Supermarkt erhältlichen Multivitaminpräparaten weiterhin Chrom und Molybdän drin sein kann. Dort interessiert das keinen, woher das kommt oder wie „rein“ das ist …

(Brrr.)

An der Stelle erinnere ich auch an den Artikel Falsche Supplemente in den Regalen über  pflanzlichen Mittel in Amerikas Supermarkt, worin sich teils keine der angegebenen Wirkstoffe nachweisen liessen …

B und D …

Es ist Samstag morgen und eine Frau möchte von Kollegin Donna (ihres Zeichens kompetente Pharmaassistentin) wissen, was Vitamin B6 und B12 macht und wofür man es braucht.

Donna gibt ihr bereitwillig Auskunft.

Frau: „Dann hätte ich gerne etwas mit Vitamin B6 und B12 drin.“

Donna zeigt ihr, was wir haben – hauptsächlich Kombinationsprodukte mit den anderen B-Vitaminen zusammen und erklärt, was man bestellen kann.

„Nein, nein!“ – sagt die Frau. „Sie haben ja keine Ahnung davon. Ich möchte die von Schüssler.“

Donna: „Äh Schüssler Salze sind homöopatisch verdünnte Mineralstoffe. Da hat es nirgends Vitamine drin.“

„Sie wissen ja gar nichts!“ Ruft die Frau aus. „Ich habe mich im Internet informiert. Und da habe ich auch gesehen, dass die D6 drin haben. Seltsamerweise so ziemlich alle. Oder D12. Also gibt es sicher welche, wo auch B6 drin ist!“

Diejenigen mit auch nur ansatzweise Ahnung von Homöopathie und Schüssler Salzen fassen sich jetzt alle an den Kopf (egal, ob man daran glaubt oder nicht …. darum geht es hier jetzt nicht.)

Donna erklärt ihr noch einmal, wie das mit den homöopatischen Mitteln, dem Verdünnen / Potenzieren funktioniert und dass das D hier kein Vitamin, sondern eine Angabe der „Stärke“ ist.

Frau: „Das ist nicht wahr – offensichtlich haben sie nicht was ich will und wissen auch nicht was es gibt.“

Und geht.

Ehrlich? Ihr Internet–nicht–mal-halbwissen gegen Donnas 4 Jahre Ausbildung als Pharmaassistentin auf dem Gebiet und ihre fast 20 jährige Erfahrung?

Ob es was hilft, wenn sie in den anderen Apotheken dasselbe hört, oder hält sie uns dann einfach durch die Bank für inkompetent?

Vitamine – Überdosis

Viel hilft nicht viel oder: Mehr heisst nicht unbedingt besser.

Schon Paracelsus hat gesagt:

„All Ding’ sind Gift und nichts ohn’ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

Das gilt auch für Vitamine

Vorsicht ist speziell bei den fettlöslichen Vitaminen A, D und E geboten, denn sie können nicht einfach über die Nieren ausgeschieden werden, sondern werden in der Leber gespeichert.
Wird beispielsweise Vitamin A in hohen Dosen konsumiert, kann dies zu Leberschäden, Veränderungen des Blutbilds oder teilweise schweren psychiatrischen Symptomen führen. Werdende Mütter können unter Umständen mit einer hohen Dosis Vitamin A ihr ungeborenes Kind schädigen.
Aber auch die wasserlöslichen sind nicht ohne: die Einnahme grosser Mengen an Vitamin C gibt Durchfall und selten können sich Nierensteine bilden. Auch können sich Erkrankungen verschlechtern, welche die Speicherung von Eisen im Körper betreffen.
Und Spurenelemente: Selen wird oft angepriesen als Schutz gegen Krebs, was eine irreführende Heilanpreisung darstellt. Der Überkonsum von Selen kann gesundheitliche Schäden verursachen. Zu den Symptomen zählen brüchiges Haar, deformierte Nägel, Ausschläge, Hitzewallungen, Hautschwellungen oder starke Schmerzen. Selenvergiftungen können sogar zum Tod führen.

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Wenn man Raucher ist, oder schwanger, sollte man überhaupt keine Vitamine ohne Rücksprache mit dem Arzt schlucken.

Früchte und Gemüse

Eine Kundin vor dem Vitaminregal.

Drogistin: „Kann ich ihnen helfen?“,

Sie: „Ja, ich suche nach einem Antioxidans das mir der Arzt empfohlen hat. Es heisst ‚Früchte und Gemüse’“

–und dann glaubt sie es nicht, dass der Doktor höchstwahrscheinlich will, dass sie mehr Früchte und Gemüse isst.

Merke: Nicht alles kommt in Medikamentenschachteln!

Interessanterweise habe ich vor ein paar Tagen aber tatsächlich Werbung gesehen für Kapseln mit pulverisierten Früchten oder Gemüsen drin – offensichtlich besteht da Bedarf … zumindest ist es etwas, was man der Frau oben hätte abgeben können :-)