pädiatrische Intimpflege?

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Ich weiss nicht, wie ihr das seht, aber für das neue Produkt, das mir in der Apotheke letztens vorgestellt wurde, würde ich am liebsten eine neue Blogsparte eröffnen: Unsinnprodukt der Woche (oder des Monats):

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Echt jetzt? Intimwaschlotion für Mädchen ab 3 Jahren? Ja. Laut Vertreter ist das „vom Markt gewünscht!“

Kann ich so nicht bestätigen. Tatsächlich hatte ich das gerade einmal in all den Jahren: (das habe ich hier beschrieben) … und fand das damals schon … fraglich. Ist das wirklich nötig? Und: hinterlässt das bei anderen auch so einen … äh …seltsamen Nachgeschmack? (Vielleicht liegt das auch nur am Pfirsich-Geruch, den das auch noch hat … es kommt übrigens im Girly-Rosa Spender).

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Vertreterbesuch in der Apotheke (Sampler)

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Ich gebe zu, ich habe es nicht so mit den Vertretern der Pharmafirmen (oder Vertretern überhaupt). Die Qualität ihrer „Besuche“ in der Apotheke sind auch sehr unterschiedlich. Einerseits bin ich froh um die Informationen über neue Medikamente, Generika oder OTC-Produkte, die sie bringen, andererseits muss man ihre Ausagen und auch die schönen Hochglanzbroschüren mit „einem Körnchen Salz“ nehmen – also kritisch hinterfragen.

Andererseits gibt es solche, die ganz offenbar Druck von oben bekommen, ihre Produkte (in dem Fall vor allem OTC, also die freiverkäuflichen) an den Mann oder die Frau zu bringen. Und manche versuchen dann fast alles.

Ein paar Vertreter mag ich aber: diejenigen, die sich anmelden, so dass man sich Zeit nehmen kann, die das Wissen haben und einem die wichtigen Informationen geben (und mehr liefern können, wenn man nachfragt), die Muster bringen, die man auch brauchen kann und die nicht zu sehr „drücken“.

Vertreterbesuch – wie geht das im Normalfall vor sich

Was bist Du? – Da „Vertreter“ ja nicht wirklich die Berufsbezeichnung ist heute

Nur für die Bestellung da: noch mehr nervige Vertreter

Kein Vertreterbesuch – auch die Apothekerin darf mal zu Mittag essen.

Nervige Vertreter: das schlechteste „Exemplar“ das mir bisher untergekommen ist

.. und das hatte eine Fortsetzung!

Nervige Vertreter zum Dritten – Methoden, die bei mir nicht ankommen

Nicht mein Job – wenn man mal etwas von der Firma braucht

Geht doch – mit leider ein wenig Druck.

Ein Beispiel dafür, was einem der Vertreter so erzählt: Ein wirkliches Problem

Defekte Produkte und Reaktionen – der Pharmafirmen können sehr unterschiedlich sein.

Weil das indirekt hier auch hingehört: Damit schlagen sich Mitarbeiter der Pharmafirmen auch herum: Lieferunfähig (hat manchmal seltsame Gründe)

Von Vertretern bekommt man Medikamentenmuster

und früher gelegentlich „Goodies“ wie diese nette Sammlung eines Arztes zeigt.

Mein Essen zahle ich selbst ist eine Gegenreaktion der Ärzte – gegen die (auch unbewusste) Beeinflussung durch Vertretergeschenke.

Nicht mein Job

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Gewinner letzte Woche des „Nicht mein Job-Awards“: der Vertreter einer Pharmafirma, dem ich ein Fax mit einer Bestellung für Spritzen-entsorgungs-behälter geschickt habe (das, nachdem das Fax an die Firma direkt nicht durchging und er nicht ans Telefon ging).

Am nächsten Tag hat er mir via meine Kollegin die Nachricht hinterlassen:

Das kann man nicht bei ihm bestellen, das muss man an anderer Stelle in der Firma tun.

Das war’s. Keine Angaben bei wem oder gar eine Faxnummer oder sowas.

Nur: „Nicht mein Job.“

Wieviel Mehraufwand wäre das wohl für ihn gewesen noch die richtige Nummer dafür mitzuschicken, ich meine: als Vertreter von der Firma dürfte die für ihn einfacher herauszufinden sein als für mich? Oder gar sie zu bestellen und mir mitzuteilen, wo ich sie das nächste Mal richtig herbekomme?

Was war Euer letzter Gewinner des „Nicht-mein-Job“-Awards?

Was bist Du?

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In einem ruhigeren Moment habe ich bei mir in der Apotheke die Schublade im Büro ausgeräumt. Offenbar habe ich die auch als Ablageplatz für Visitenkarten von unseren Vertretern benutzt … da hat sich ziemlich was angesammelt.

Ich glaube ich habe das schon irgendwo geschrieben: ich sage „Vertreter“, aber eigentlich – auf den Visitenkarten steht was anderes drauf.

Das zum Beispiel:

  • Aussendienst-Mitarbeiter (Bayer)
  • Pharmaberater (Drossa, Galderma Iomedica, LEO, Spirig)
  • Regional Manager (Meda) (Janssen)
  • Gebietsleiterin (Advance)
  • Medical Sales Representative (Sandoz)
  • Verkauf Aussendienst Fachhandel (Medela)
  • Verkaufsberater (Vifor, Pharmamedica)
  • Zertifizierter Pharmaberater (mundipharma)
  • Regionalleiter Deutschschweiz (Servier)
  • Verkaufsleiter Deutschschweiz (Streuli)
  • Customer Service Associate (Astra Zeneca)
  • Regionaler Verkaufsleiter (3M)
  • Eidg dipl Pharmaberater (Spirig)
  • Gebietsverantwortlicher (Sigvaris)
  • Pharma-Vertreterin (Interdelta)
  • Aussendienst OTC (Pfizer, Axapharm)
  • External Sales Representative (Sandoz)
  • Commercial Retail Soecialist (Pfizer)
  • Aussendienstberater (Mavena)
  • Sales Manager Pharma (Pharmamedica)
  • Beratung und Verkauf (Advance)
  • Fachberaterin Consumer Care (Merz)
  • Apotheken-Besucherin (Gebro)
  • Sales Representative (Berlis, Servier)
  • Verkaufsberaterin (Novartis)
  • Key account Manager Pharmacies (Pfizer)
  • Area sales Manager (Swissmedicalsolution)
  • Beratung OTC (Gebro)
  • Gebietsverkaufsleiterin (Doetsch Grether)
  • Area Manager OTC (Boehringer)
  • Verkauf Apotheken Drogerien (Sanofi)
  • Sales Representative (MSD)
  • Pharmareferent OTC (IBSA)

Ziemlich kreativ, nicht?

Aber jetzt „gwundert“ es mich: Was steht auf Eurer Visitenkarte drauf (wenn Ihr eine habt) … oder: was würdet ihr als Jobbezeichnung drauf machen?

Und was bedeutet es?

Bei mir würde „eidg. dipl. Apothekerin“ drauf stehen. Wobei ich jetzt ja noch „Schriftstellerin“ anfügen könnte 🙂

P.S: ich habe versucht die Namen und Nummern auf den Karten im Bild unkenntlich zu machen. Aber selbst wenn ihr das lesen könntet: die sind teils so alt, dass sie ziemlich sicher nicht mehr stimmen. Das ist ja auch der Grund, weshalb ich die aussortiert habe.

Geht doch.

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Ich telefoniere der Bestellung von Dekorationsmaterial nach, die auch nach 2 Wochen noch nicht angekommen ist. Und in 2 Tagen ist der Termin für einen Aktionstag im Geschäft, wofür ich sie eigentlich brauche.

Der Vertreter verspricht das abzuklären und zurückzurufen, was er aber an dem Tag nicht mehr macht.

Dafür am nächsten.

Die Bestellung wurde (aus was für einem Grund auch immer – das erfahre ich nicht) nicht verschickt. Angekommen ist sie aber, was das ganze etwas seltsam macht. Der Vertreter entschuldigt sich, er meint „Ich kann das heute noch auf die Post geben, dann dürfte es in2 , 3 Tagen bei uns sein.“

Pharmama: „Okay, aber dann bringt es das nicht mehr. Wir haben morgen die Aktion.“

Der Vertreter Hmmt und Ääht, bis man erwähnt, „Ach, das ist eigentlich kein Problem. Wir haben noch einen Steller von der Konkurrenz da, wir können auch den benutzen.“

Vertreter: „Ich schicke es ihnen express, dann haben sie es morgen früh.“

Geht doch.

Danke sehr.

Nette Sammlung!

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Quelle:

Das sind die Kugelschreiber, die in Amerika innert 10 Jahren von Vertretern der Pharmaindustrie bekommen hat. Kugelschreiber sind beliebte Mitbringsel – ganz offensichtlich.

Heute ist es so, dass die Vertreter den Ärzten eigentlich keine solchen Geschenke mehr machen dürfen (und die nichts mehr annehmen). Was sie noch geben dürfen ist Demo- und Anschauungsmaterial.

Auch bei uns sind die „guten Zeiten“ was Werbegeschenke angeht längst vorbei. Selbst die Muster zum abgeben an die Kunden werden inzwischen rarer – das hat einerseits mit den Beschaffungskosten zu tun, andererseits aber auch mit den gesetzlichen Vorlagen, die immer strenger werden. So brauchen selbst Muster hierzulande einen vollständigen Beipackzettel!

Fundstück in den Medikamentenretouren

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*Das* sieht man wirklich nicht alle Tage. Ein Starter Pack (lies: Muster) von Levitra.

Irgendwie … lässt mich das denken, dass sich seit Viagra nicht viel geändert hat an den Promotionsmethoden … – dass der Film „“  gar nicht so weit weg von der Realität, was das angeht.

Vertreterbesuch

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„Meine“ Apotheke liegt nicht in einer besonders feinen Gegend, und wenn jemand im Anzug mit Aktenkoffer hereinkommt, ist die Chance, dass das ein Vertreter ist grösser, als dass es ein Businessman ist.
… Apropos: Kann ich eigentlich noch Vertreter sagen? Auf den meisten Vistitenkarten, die ich heutzutage bekomme, stehen so hochtrabende Bezeichnungen wie Gebiets-Manager, Regionaler Pharmazeutischer Manager etc. Wie auch immer, ich bleibe hier mal bei der Bezeichnung Vertreter.

Ich versuche hier mal so einen Vertreterbesuch in der Apotheke zu beschreiben.

Meist fängt so ein Gespräch leicht an: der Vertreter erkundigt sich danach, wie das Geschäft läuft, ob es einem gut geht – wie es der Familie geht etc.

Er scannt mehr oder weniger unauffällig die Regale, um zu sehen, ob etwas von ihrem Sortiment zu sehen ist, je nachdem fragt er auch, ob man es schon an Lager hat … und wie es läuft? Dazu gebe ich eigentlich nicht gross Informationen heraus. Ein einfaches „gut“, oder „wenig“ muss genügen – unsere Zahlen gehen ihn nichts an.

Wenn es rezeptpflichtig ist, kommt manchmal auch: „verschreiben es die Ärzte ?“ – manchmal gefolgt von „Dr. XY (in der Nähe) hat versprochen es vor den Konkurrenzprodukten zu berücksichtigen.“ Das mag so sein, oder nicht – meist ist es so, dass unterschiedliche Vertreter die Apotheken und die Ärzte besuchen. Und wenn … höchstwahrscheinlich hat der Arzt auch nur genickt um seine Kugelschreiber und Ärztemuster zu bekommen.

Dann kommen wir zum Märchenerzählen. Warum ihr Produkt X besser ist als Produkt Y. – Ja, manchmal ist es tatsächlich ein innovatives, neues Produkt, in letzter Zeit sehe ich jedoch häufiger „Ich-auch“-Präparate. Noch ein Magensäureblocker, noch ein Antidepressivum mit Retard Formulierung, schon wieder ein Schmerzpflaster, noch ein Generikum mehr. Vielleicht ist ihres im Moment ein paar Rappen günstiger.

Dann kommen die harten Fakten – auch die sind mit einem Körnchen Salz zu geniessen: Mit was haben sie ihr Produkt verglichen? Wieviele Leute haben sie tatsächlich getestet (wow. Kleine Studie), die bunten Grafiken: sie gehen oft nicht bis Null oder haben ziemlich interessante Skalen. Ich bin vielleicht ein Zyniker – aber jedem sollte klar sein, dass sie ihre Ergebnisse möglichst gut aussehen lassen wollen (auch wenn der Unterschied der Wirksamkeit zum Placebo minimal ist…).

Und dann kommen die aktuellen Aktionen. Heute ist das meist so, dass man doch schon eine Menge nehmen muss, um bessere Einkaufsbedingungen zu erzielen … und dann muss man die Vergünstigungen vom Gesetz her auf die eine oder andere Weise dem Kunden weitergeben – worauf man auch immer schön hingewiesen wird 🙂

Wenn man Glück hat, nimmt der Vertreter dann noch Retouren entgegen und man bekommt etwas dafür – aber auch das kommt heute immer seltener vor. Viele Firmen haben dermassen restriktive Retourenreglemente, dass man es grad vergessen kann. Umso dankbarer bin ich den Firmen (und Vertretern) bei denen das nicht der Fall ist.


Nein, ich habe nichts gegen Vertreter. Das sind normalerweise nette Leute, die auch Geld zum Leben verdienen müssen. Ich gebe einfach nicht übermässig viel auf die Info, die sie liefern – da ändern auch die Werbegeschenke wie Kugelschreiber und Notizblöcke nichts dran. Zu manchen habe ich ein besseres Verhältnis als zu anderen – das ist abhängig von der Persönlichkeit, aber auch, wie sehr sie versuchen, mich zu manipulieren oder Druck auszuüben. Und manche von denen bekommen ziemlich Druck, damit „ihre“ Verkaufszahlen stimmen.

Noch mehr nervige Vertreter

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Da war letzthin ein Vertreter, der tatsächlich ein Besuchs-Avis geschickt hat, zusammen mit (wie üblich) den Bestellzetteln … und als er dann in die Apotheke kommt sagt er nur:

Wo ist die Bestellung? Ich bin nur hier, um die Bestellung entgegen zu nehmen!“

Nun, die Bestellung, die mache ich normalerweise nachdem der Vertreter hier war und mir gezeigt hat, was es Neues gibt, wo es vielleicht Aktionen gibt und wenn ich die Retouren mit ihm angeschaut habe etc.

Ich brauche ihn auch nicht zwingend damit er die Bestellung entgegen nimmt – die hat nämlich (s)eine Faxnummer drauf, an die ich sie schicken kann.

Und wenn er ohne Info zu geben wieder abrauscht … nun, dann brauche ich ihn wohl gar nicht mehr. Aber die Bestellung, die werde ich jetzt noch besser anschauen, ob ich davon wirklich etwas brauche.

Es gibt gute Vertreter. Das war keiner von denen.

Kein Vertreterbesuch

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Findet es irgendwer angemessen, dass der Vertreter von einer Firma, die wir nicht im Sortiment haben in der Mittagszeit (12.30 Uhr) unangekündigt ankommt, den Geschäftsleiter verlangt und dann stinkig ist, wenn man ihm sagt, dass wir:

  1. Vor dem Besuch ein Telefon haben wollen – zwecks Planung.
  2. Zwischen 12 und 2 Uhr grundsätzlich keine Vertreter empfangen – weil wir da auch Mittagszeit und reduziertes Personal haben.
  3. Jetzt sicher niemanden empfangen, weil ich nämlich am Mittagessen bin.

Pech. Bis nächstes Mal.