Fragebogen zur Homöopathie in der Apotheke (für Apotheker)

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Am Wochenende erreichte mich die folgende Bitte eines Pharmaziestudenten:
ich studiere Pharmazie in London und schreibe meine Masterarbeit zum Thema „Ansichten und Erfahrungen von Offizinpharmazeuten in der Homöopathie“. Es ist eine vergleichende Studie zwischen Apothekern im Großraum London und Bayern (Deutschland). Jedoch, aus persönlichem Interesse, wäre mir sehr viel daran gelegen, wenn Sie meinen Onlinefragebogen in Ihrem Blog veröffentlichen würden. Je nachdem wie viele Ihrer Approbierten-Follower teilnehmen, kann ich meine Supervisorin vielleicht dazu bewegen die Daten zu verwenden, gerade weil Ihr „Publikum“international ist!

Weitere Informationen zur Studie als auch zum Datenschutz werden auf der ersten Seite des Fragebogens erklärt.

Das ist die Chance für Apotheker ihre Meinung (wie auch immer) zur Homöopathie in der Offizin abzugeben.

Das ist aber keine Aufforderung hier und jetzt eine Diskussion über die Homöopathie in der Apotheke loszutreten!

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Aus dem Pharmaziestudium: Im Labor

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Ich muss zugeben – ich hatte es nicht so mit Labor. Vor allem am Anfang. Vom Chemiepraktikum am Gymnasium her hatte ich noch einen gesunden Respekt … das wurde noch verstärkt von der ersten Stunde – die praktischerweise eine Einführung in die Sicherheit war. Die wichtigsten Aussagen, die man für’s überleben im Labor braucht.

  • Du sollst eine Schutzbrille tragen – und dazu als Anschauungsmaterial einmal Laborunfall ohne Brille (üble Augenverätzung) und einmal mit Brille (wie ein umgekehrter Panda: wo die Brille war weiss, sonst schwarz)
  • Du sollst einen Laborschurz tragen – je länger, je besser.
  • Du darfst NIE mit dem Mund Flüssigkeiten ansaugen mit Pipetten – auch das mit Anschauungsbild: schön, wie man die Mundschleimhaut gleich am Stück abziehen kann …
  • Dann Säuren verdünnen: „Erst das Wasser, dann die Säure, sonst passiert das ungeheure!“ … wobei das Ungeheure eine Explosion des Säuregefässes ist.
  • Kein Essen und trinken im Labor. Man greift nur einmal daneben.
  • Wenn Du an etwas riechen musst, dann wedel es dir zu. Niemals sollte man die Nase direkt darüber halten. Wer es trotzdem mal probieren will – Eisessig eignet sich als Test, ob man das richtig macht. Vorsicht: hinter einem sollte dafür nichts stehen.
  • Achtung vor dem Siedeverzug! In Bechergläser und Reagenzglas, die über dem Bunsenbrenner erhitzt werden gehören Siedesteine.

Mit diesen Kurzinstruktionen wurden wir auch schon ins Labor gelassen. Jeder durfte sich einen eigenen Laborplatz aussuchen und anfangen, sich dort häuslich – äh, arbeitsmässig einzurichten. Das bedeutete als erstes, mit einer laaaangen Liste auf dem Labormaterial stand zu kontrollieren, ob alles vorhanden ist und falls nicht, das gegebenenfalls zu besorgen. Jetzt … das ist nicht ganz so einfach, denn als blutiger Anfänger kennt man die Namen der Gefässe und Geräte noch nicht. Becherglas und Reagenzglas – das ist noch einfach, aber Erlenmeyerkolben? Uhrglas? Exsiccator? Magnesiumstäbchen?… und was zum Geier ist eine Nutsche? (unreifes Kichern in den Ecken: hat das was mit Knutschen zu tun?) Mit etwas Hilfe vom Assistent schaffen wir es schliesslich alle durch die Liste.

Labor hat man viel im Pharmaziestudium. Man fängt bei den wirklich grundsätzlichen Sachen an und arbeitet sich durch die Jahre hoch. Man fängt mal an mit der Analyse von Einzelsubstanzen (anorganischen), dann organischen, dann Mischungen, dann Arzneiformen. Dann Synthese und und und …

Anfangs ist man noch unglaublich vorsichtig. Alles wird möglichst weit weg von einem gehalten, Handschuhe angezogen, die Brille natürlich (in Gedanken immer noch die netten Bilder aus der Einführung) … mit der Zeit, wenn nichts schlimmes passiert, wird man mutiger – manche tatsächlich ein bisschen übermutig.

Das mit dem verdünnen von Säure zum Beispiel: Wasser und konzentrierte Salzsäure … ja, es dampft ein bisschen – na und? Wasser und konzentrierte Schwefelsäure  – oh, das wird ja warm! Interessant.
Und irgendwann hat es dann tatsächlich die Kollegin direkt mir gegenüber geschafft, erst die Schwefelsäure in den Messkolben zu füllen und dann das Wasser reinzugeben … das wird dann nicht nur warm. Das wird heiss! Heiss genug, den Kolben zu sprengen und explosiv reichlich konzentrierte Säure durch die Gegend zu spritzen. Ein Glück für Labormäntel – die Spritzer verteilten sich wegen Labortisch unten und Chemikalienablage zwischen den Arbeitsplätzen oben alle auf Bauchhöhe – aber da hatten wir nachher in der Umgebung alle kleine Säurelöcher in den Schürzen. Diese Löcher haben übrigens die Angewohnheit mit jedem Waschen etwas grösser zu werden, so dass auch anfangs kaum sichtbare später einen Schurz wie ein Sieb erscheinen lassen.

Man kann sich vorstellen, dass wir nicht sehr erpicht waren, das Säureexperiment zu wiederholen und die unvorsichtige Kollegin noch Jahre den „ungeheuren“ Spruch anhören musste.

Die Chemikalien sind die eine Gefahrenquelle im Labor, Feuer ist die andere. Oft muss man etwas erwärmen, oder man muss die Flammenfarbe bestimmen – dafür braucht man den Bunsenbrenner. Der läuft mit Gas. Das kommt aus einem Hahnen an der Wand – der sieht ähnlich aus wie der Wasserhahn. Nur hat er eine andere Farbe vom Griff. Bunsenbrenner die Wasser sprühen sieht man nur am Anfang, das begreifen die Leute noch rasch.

Es ist aber keine gute Idee, erst das Gas einzuschalten und DANN auf die Suche nach Zündhölzern zu gehen. Oder den Gashahn aufzudrehen aber den Gummischlauch nicht oder nicht richtig fest befestigt zu haben … gleich daneben arbeitet nämlich sicher der Kollege auch mit brennender Flamme. Meine Erfahrungen aus der Feuerwehr konnte ich doch ein paar Mal einsetzen.

mehr lesen könnt ihr hier: Labor,  Labor ist gefährlichLabor und Darwins Theorie

Ja,  So war das bei uns.

Was habt ihr denn für Erfahrungen im Labor gemacht?

Aus dem Pharmazie-Studium … der allererste Tag

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Der allerersten Tag, die erste Stunde – und uns wird vom Chef der Pharmazie der Uni erklärt, wie das so abläuft.

In kurz: morgens Studium, mittags Labor – und wenn wir nach Hause kommen, gibt es je nachdem noch einiges nachzubearbeiten, oder zu lernen. Allein 42 Stunden sind mit Studium und Labor verplant …

Ich höre meinen ehemaliger Klassenkameraden der sich für dasselbe Studium entschlossen hat, laut und ungläubig sagen: „Waas?“ bevor er sich hinter einem Buch versteckt–das hat er wohl nicht erwartet.

Ich habe eigentlich ihn nicht hier erwartet. Keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat, als er sich für Pharmazie entschieden hat – ich wusste, was auf mich zukommt. Immerhin habe ich da schon einen Tag in der Apotheke, wo meine Mutter arbeitete geschnuppert und hatte die Möglichkeit die Apothekerin auszufragen.

Was sie mir damals sagte: Es ist ein hartes Studium, es bedeutet viel Arbeit, viel Lernen. Es braucht ein Interesse an Naturwissenschaften und Durchhaltevermögen. Aber es lohnt sich, auch weil man danach eine Menge Möglichkeiten hat, was man machen kann.

Sie hatte recht. Weshalb mein Schulkollege – nennen wir ihn Richard – fand, das wäre etwas für ihn, wenn sein (erklärter) Berufswunsch „Sportartikelverkäufer – nur bräuchte ich dafür keine Matur … ach ich weiss nicht …“  war …  ich weiss es auch nicht.

Er hat dann auch nur knapp 3 Wochen durchgehalten. Danach ging er (klassisch) Jus studieren.

In den ersten 2 Monaten hatten wir die höchste Ausfallquote – etwa 30 Prozent, danach blieb unsere Zahl durch das Studium durch konstant. Etwa 10% fielen jeweils durch die ersten Prüfungen. Ein Teil davon schaffte es im zweiten Versuch, ein Teil bekamen wir von anderen Unis oder von oberen Jahren wieder dazu.

Es waren anstrengende Zeiten. Es ist im Winter nicht speziell gut für’s Gemüt, wenn so etwa das einzige Mal, wenn man die Sonne wirklich sieht ist, wenn man von den Vorlesungen zum Mittagessen in der Mensa hastet und danach von der Mensa zum Labor. Morgens und Abends ist es noch/schon dunkel, wenn man unterwegs ist – und in den Vorlesungen und im Labor ist man oft zu beschäftigt um das überhaupt richtig wahrzunehmen.

Trotzdem waren es auch schöne Zeiten. Man lernt viel, entwickelt mit den anderen Mitstudierenden einen Zusammenhalt … speziell das Labor eignet sich sehr dafür … aber davon später mehr.

Leistungssteigernde Mittel an der Uni

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Laut einer Umfrage in Deutschlands Unis haben etwa 4% der befragten (1547) Studenten schon einmal versucht, ihre Konzentration oder Wachheit mit Hilfe von legalen oder illegalen Substanzen zu steigern. Illegalen meistens: Amphetamine, Kokain oder Ecstasy.  Etwa 5% greifen zu Mitteln, um die Anforderungen der Uni besser bewältigen zu können: Drogen oder verschreibungspflichtiges, weitere 5% zu weicheren Sachen wie pflanzliche, homöopathische oder Vitaminpräparate – oder einfach zu Kaffee oder Schwarztee.

An Rezeptpflichtigem wird folgendes (miss)braucht: Schmerz- und Schlafmittel. Antidepressiva, Betablocker, Ritalin, Modafinil …

Ob das auch wirklich Auswirkungen nicht nur momentan auf den Körper, sondern auch auf die schulische Leistung hat, ist bisher nicht bekannt. Lernen muss man nämlich trotzdem noch,.

In der Apotheke haben wir schon Probleme gehabt, weil manche Leute diese Mittel wollen – und zwar nicht die weichen Sachen. Speziell Medizinstudenten …

Dazu ist zu sagen: Auch ein Medizinstudent im letzten Semester darf noch keine rezeptpflichtigen Sachen ohne Aufsicht verschreiben. Dementsprechend hat er (entgegen der Meinung mancher) auch kein Recht darauf, in der Apotheke etwas rezeptpflichtiges einfach so zu bekommen.

Wer trotzdem mit solchem experimentiert: hier noch eine Warnung aus meiner persönlichen Erfahrung. Die Dozenten und die Leute, die Prüfungen abnehmen, die achten auf so etwas. Also: ob der Student vielleicht vorher etwas genommen hat …

Betablocker zum Beispiel nehmen manche wegen der Angstlösenden Wirkung. Nur … das kann auch ein bisschen zuviel des Guten sein. Dann ist nicht nur die Prüfungsangst weg, sondern gelegentlich auch der Respekt vor den Dozenten … oder das Bewusstsein, dass das jetzt eine Prüfung ist, und man sich entsprechend verhalten sollte. Also … auch Antworten auf die gestellten Fragen gibt, zum Beispiel … und sich nicht nur freundlich lächelnd über dies und das unterhält.

Nach einer Prüfung kam einmal der eine Prüfer zu uns wartenden heraus und fragte uns über die Studentin, die grad dran war aus: „Die hat doch etwas genommen, oder? Die ist so seltsam ruhig, antwortet kaum …“

Wir mussten ihn dann gemeinsam davon abbringen, denn: „Nein, die ist eigentlich immer so.“

Das stimmte auch. Echt.

 

Student der Pharmazie

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Ach, das waren noch Zeiten …. bin ich froh, dass die vorbei sind 🙂

Das Bild hat was. Als Pharmaziestudent hat man weit weniger Freizeit, als andere Studenten – und wenn man welche hat, tut man gut daran, sie für Lernen einzusetzen, sonst passiert es gelegentlich, dass die Anforderungen (zum Beispiel im Labor) den aktuellen Wissensstand überholen …

A tale of two … (2)

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Der zweite Fall – nennen wir ihn Beat – kam zu uns im 3. Studienjahr. Er war Asylant aus einem afrikanischen Staat und ebenfalls politischer Flüchtling. Er hatte offenbar zumindest den Nachweis einer Ausbildung, sonst wäre er kaum direkt in das 3. Jahr gekommen.

Das Problem war nur, dass ganz offensichtlich riesige Wissenslücken vorhanden waren – soweit, dass ihm schliesslich nicht erlaubt wurde im Labor zu arbeiten. Zu gefährlich: er ist 3 x durch die obligatorische Prüfung zur „Sicherheit im Labor“ gefallen. Weil auch seine Muttersprache nicht deutsch war gab man ihm schliesslich noch die Möglichkeit die Prüfung mündlich (im Zweifelsfall auf englisch oder französisch) abzulegen, aber auch da scheiterte er. Man legte ihm schliesslich nahe im Jahr untendran anzufangen und die Grundlagen wieder aufzuarbeiten.

Was mir bei ihm in Erinnerung bleibt ist seine „Ich bin hier, gebt mir…“, respektive „ich habe das Recht auf…“ Einstellung. Am besten kommt das vielleicht darin zur Geltung, dass er sich bei uns Mitstudenten einmal beklagt hat, er habe kein Auto bekommen. Auto? – Ja, er müsse schliesslich mobil sein. Die Behörden haben ihm auf seine Eingabe nur ein GA-Jahresabo gegeben. Waaas? – Ein GA ist ein Generalabonnement: Damit kann man in der ganzen Schweiz jegliche Öffentliche Verkehrsmittel benutzen: Bus, Tram, Bahn, sogar Schiffe und Privatbahnen …  So ein GA kostet im Jahr um die 2000-3000 Franken. Aber: Er will ein Auto. Auch gratis natürlich. Er hat schliesslich ein „Recht“ drauf.

Er fiel dann aus oben genannten Gründen aus unserem Jahreskurs wieder raus … dass er weiterstudiert hätte, habe ich nicht mitbekommen. Für den Apothekerberuf war das in meinen Augen aber auch kein Verlust.

A tale of two …… (1)

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Auch an Schweizer Unis studieren Ausländer – obwohl bei uns ja Studiengebühren erhoben werden. Apropos: wie hoch sind die eigentlich inzwischen? Ich habe angefangen mit (nur) 350 Franken pro Semester, das wurde dann langsam gesteigert auf 700 Franken pro Semester … darin ist allerdings Verbrauchsmaterial vom Labor und die (teuren) Bücher noch nicht enthalten.
Jedenfalls kommt es auch vor, dass wir Asylanten haben, die studieren. An 2 erinnere ich mich speziell. Ich entschuldige mich für Fehler in der Darstellung – so habe ich es erlebt und so erinnere ich mich daran.

Nummer eins, Sandra (Name geändert) kam zu uns im 2. Studien-Jahr. Sie stammt aus dem ehemaligen Yugoslawien, wo sie schon fertig ausgebildete Apothekerin war. Sie wohnte ursprünglich in Sarajewo in einer kleinen Wohnung, arbeitete in einer Apotheke. Eines Tages im Jahr 1992 ging sie ihre Eltern im benachbarten Montenegro besuchen. Sie fuhr mit dem Bus. Obwohl sie vorher die Unruhen des beginnenden Bürgerkrieges mitbekommen hatte, war sie nicht sehr beunruhigt – doch sie sollte eine der letzten sein, die die Stadt verlassen konnten. Ihr Bus passierte eine bewaffnete Strassensperre. Hinter ihr wurde die Stadt praktisch abgeriegelt – so dass sie keine Chance bekam wieder zurückzukehren. Ihre Wohnung mit all ihren Sachen, Unterlagen, Erinnerungen sah sie nie wieder. Sie hörte später, dass sie von Flüchtlingen in Beschlag genommen wurde.

In Montenegro bekam sie keine Arbeit, und wegen der weiteren Unruhen flüchtete sie zu Verwandten in die Schweiz. Sie bekam nur eine vorübergehende Aufenthaltsbewilligung – mit der man eigentlich auch nicht arbeiten gehen kann. Ausserdem wurde ihre Ausbildung nicht anerkannt – und sie hatte natürlich auch ihre Unterlagen nicht dabei, als sie ihre Eltern „kurz“ besuchen ging. Mit viel Energie hat sie es aber schliesslich doch geschafft, dass sie studieren durfte, dazu musste sie zuerst auch noch Deutsch lernen. Sie machte dann mit uns zusammen die Abschlussprüfungen.
Heute ist sie auch in der Schweiz anerkannte Apothekerin und lebt und arbeitet hier.
Bei ihr beeindruckte mich ihr Arbeitswille und Einsatz, ihr Engagement gegen die doch manchmal störrische Bürokratie, ihr Kampf darum, studieren zu dürfen.

Eine Erfolgsgeschichte würde ich sagen. Im Gegensatz dazu der zweite Fall …

Was ist das denn?

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Ha  / He

Liebe Berta, bitte komm nicht ohne frische Nelken nach Madagaskar. Alle sieben Pfadfinder sind clevere Arbeiter. Karl Carlson schiesst tiefe Vögel krumm. Man feiert Cobolde nie kurze Zeit.

Was ist das?

Die Auflösung folgt später heute an dieser Stelle. Wer eine Theorie hat, soll sie posten 🙂

Kleiner Tipp:

Wie ihr richtig erkannt habt (wow, habe ich intelligente Leser hier!) handelt es sich um die Eselsleiter, die wir im Studium erstellt haben, um das Periodensystem auswendig zu lernen. Es handelt sich um die ersten 30 Atome:

H (Wasserstoff), He (Helium)

Li (Lithium), Be (Beryllium), B (Bor), C (Kohlenstoff), N (Stickstoff), O (Sauerstoff), F (Fluor), Ne (Neon), Na (Natrium), Mg (Magnesium), Al (Aluminium), Si (Silikon), P (Phosphor), S (Schwefel), Cl (Chlor), Ar (Argon), K (Kalium), Ca (Calcium), Sc (Scandium), Ti (Titan), V (Vanadium), Cr (Chrom), Mn (Mangan), Fe (Eisen), Co (Cobalt), Ni (Nickel), Cu (Kupfer), Zn (Zink).

Die Reihenfolge entspricht der Ordnungszahl, die ja die Anzahl Protonen im Zellkern ist und der Elektronen in der Hülle … Wenn man das im Kopf hat, kann man ganz viel ableiten und das hilft bei den Prüfungsfragen. Ansonsten gehört das zu den (vielen) Dingen, die ich gelernt habe und heute kaum mehr brauche.

Warum ich Apothekerin wurde

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Wer -wie ich- im Studium etwas herumfragt, wird bald merken, dass viele der angehenden Apotheker einen Bezug zum Beruf haben, im Sinne von: jemand von der Familie arbeitet schon dort oder in einem verwandten Beruf.

So war es auch bei mir. Meine Mutter ist Drogistin und arbeitete lange in der Reformabteilung einer Apotheke. Als ich anfing mir ernsthaft zu überlegen, was ich werden wollte, ging ich zur Berufsberatung und fragte natürlich auch ein bisschen herum.

Interessant fand ich Grafiker und dann Apotheker. Für Grafiker müsste ich aber nicht die Matura haben – und da war ich ja schon auf dem besten Weg dazu. Ausserdem hiess es in der Jobbeschreibung etwas in Richtung von: man müsse auch Werbung machen können für Dinge von denen man nicht überzeugt ist.

Da gefiel mir Apotheker doch besser – ausser dem hatte ich die Idee, dass das wohl auch etwas besser bezahlt wäre. Interesse an Naturwissenschaften hatte ich auch immer – eine der Voraussetzungen für das Studium. Der Schnuppertag in der Apotheke gefiel mir sehr – erstmal hatte ich Einblick, dass es um mehr ging als nur Medikamente herauszugeben. Ich konnte selbst eine Handsalbe herstellen, erfuhr etwas von den verschiedenen Anwendungsformen und sah wie die Kunden beraten wurden bei Gesundheitsproblemen.

Also studierte ich Pharmazie, sehr zur Freude meiner Grossmutter, die prompt erklärte, dass einer unserer Vorfahren in Lausanne auch Apotheker studiert habe! … Leider ist er ein paar Tage nach dem Abschluss des Studiums von einem Mäuerchen gefallen und verstorben. – Ich überlegte mir, ob das wohl ein schlechtes Omen sei, studierte aber trotzdem fertig.

Es war ein hartes Studium, aber ich habe es bis heute nicht bereut. Meine Arbeit ist abwechslungsreich, fordernd, befriedigend – weil man doch einigen Leuten helfen kann, man kommt mit vielen interessanten Menschen in Kontakt, ist anständig bezahlt, auch in Teilzeit mit einer Familie möglich.

Für mich: perfekt.

Ein Einblick in das Pharmaziestudium

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Das wird jetzt vielleicht etwas trocken.

Trotzdem ist das eventuell interessant als Einblick für Ärzte und andere, die gerne wissen wollen, was die Apothekerin so gelernt hat.

Kurz gesagt studiert man in der Schweiz 5 Jahre lang um Apotheker/in zu werden. Man kann das noch in Basel, Zürich und Genf tun – in Bern kann man nur die ersten beiden Jahre absolvieren.

Zum Studium gehört sehr viel Chemie, viel Biologie und typisch medizinische Fächer wie Anatomie und Physiologie und dann typisch pharmazeutische wie Arzneiformenlehre…  Neben den Lektionen gibt es immer viel praktische Arbeit im Labor und mehr.

Was folgt ist der Stand vor 10-15 Jahren, inzwischen hat es ein paar Wechsel/Anpassungen gegeben, v.a, das Praktikumsjahr ist jetzt ganz am Schluss – und man kann wählen, ob man sich auf die Offizin oder die Wissenschaft spezialisieren will. ()

1. Jahr  – 1. Semester (in Klammer die Wochenstunden)

Einführung in die Physik (5)

Physikalisches Praktikum für Anfänger (6)

Mathematik für Studierende der Pharmazie (3)

Allgemeine Chemie (6)

Analytische Chemie für Studierende der Pharmazie (2)

Organische Chemie I (6)

Anorganisches chemisches Grundpraktikum (25)

Allgemeine Biologie (8)

Praktikum Biologie für Pharmazeuten (2)

Repetitorium der Allgemeinen Chemie (2)

1. Jahr  – 2. Semester

Einführung in die Physik (5)

Allgemeine Chemie (2)

Anorganisches chemisches Grundpraktikum (25)

Organische Chemie II (6)

Biologie für Pharmazeuten (4)

Praktikum Biologie (3)

Physikalisches Praktikum für Pharmazeuten (3)

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2. Jahr – 3. Semester

Biochemie (3)

Grundlagen der klinisch-chemischen Analyse (2)

Praktikum klinische Chemie

Medizinische Mikrobiologie und Immunologie (2)

Praktikum pharmazeutische Biologie (4)

Anatomie für Studierende der Pharmazie (2)

Physiologie für Studierende der Pharmazie (2)

Praktischer Kurs in Physiologie

Einführung in die praktiscge Pharmazie

Übungen organische Chemie (1)

2. Jahr – 4. Semester

Organische Chemie Praktikum (20)

Kolloquium zum organischen Chemie Praktikum (1)

Biochemie mit Demonstrationen (3)

Grundlagen der klinischen Analyse (2)

Mikrobiologie Kurs (2)

Anatomie (2)

Physiologie (2)

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3. Jahr : 2 Semester obligatorisches Praktikum Pharmazie – d.h. Arbeit in einer Offizin Apotheke

Plus:

– 5. Semester

Pharmazeutische Chemie (3)

Praktikum 1 und 2: Analyse (16)

Einführung in die analytische Prozedur (1)

Einführung in die Benutzung von Literatur

Analytische Pharmazeutische Chemie I (1)

Metabolismus von Arzneistoffen I (1)

Arzneiformenlehre (2)

Pharmazeutische Biologie (2)

Pharmazeutische Biologie Praktikum (2)

Arzneimittelanwendung und – sicherheit (3)

Pharmakologie

– 6. Semester

Medizinische Propädeutik (2)

Pathophysiologie für Medizinier (3)

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4. Jahr  – 7. Semester

Organische Pharmazeutische Chemie (3)

Praktikum 1 und 2: Analyse einfacher und zusammengesetzter Stoffe

Metabolismus von Arzneistoffen II (1)

Analytische Pharmazeutische Chemie II (1)

Arzneiformenlehre II (2)

Pharmazeutische Biologie (2)

Pharmazeutische Biologie Praktikum Pharmakognosie (2)

Pharmazeutische Biologie Praktikum Phytochemie

Sozial und Präventivmedizin (2)

Pharmakologie (4)

Medizinische Propädeutik

4. Jahr – 8. Semester

Pathophysiologie für Mediziner(3)

Arneimittelanwendung und – sicherheit II (2)

Einführung in das analytische Praktikum

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5. Jahr – 9. Semester

Pharmazeutische Chemie (3)

Arzneimittelanwendung und Sicherheit III (3)

Biopharmazie I (1)

Praktikum Biopharmazie (1)

Arzneiformenlehre III (2)

Praktikum pharm. Technolopgie feste/flüssige/disperse Formen (12)

Seminar Arzneiformenlehre (2)

Pharmazeutische Biologie (2)

Praktische Pharmazie (2)

Pharmakotherapie (1)

5. Jahr – 10. Semester

Pharmazeutische Chemie (3)

Arzneimittelanwendung und Sicherheit IV (3)

Biopharmazie II (1)

Praktikum Biopharmazie (1)

Arzneiformenlehre IV (2)

Praktikum pharm. Technolopgie feste/flüssige/disperse Formen (12)

Seminar Arzneiformenlehre (2)

Pharmazeutische Biologie (2)

Ernährungslehre und Diätetik (2)

Pharmakotherapie (1)

(11. Semester: Prüfungen)

Es gilt nicht ganz umsonst als eins der aufwändigsten und strengsten Studien, die man aussuchen kann … Lektionen auslassen liegt hier nicht drin, daneben arbeiten gehen genausowenig.

Trotzdem war es eine schöne Zeit.