Geschlechterverwirrung (die zweite)

49

Hmmm, schwierig.

Gestern fragt mich meine Mit-Apothekerin, was sie im Dossier unter „Ansprache“ und „Geschlecht“ bei einem speziellen Fall eingeben soll.

Sie hatte am morgen den Fall, dass zwei gut aussehende, anscheinend weibliche Personen in die Apotheke gekommen sind.

‚Anscheinend‘ schreibe ich, denn der Schein kann trügen.

Eine der beiden reicht meiner Kollegin das Rezept – für Cialis. (Das ist ein Potenzmittel – für Männer)

Ausgestellt auf sich.

Oookay. Doch keine Frau. Auch nicht unbedingt Transsexuell – Transgender vielleicht? Oder „nur“ Crossdresser?

Aber … wie / was gebe ich da im PC ein? Ganz offenbar hat er (sie?)  ja noch die Ausrüstung, die einen als Mann definiert und benutzt sie auch.

Und ich habe im System nur die Wahl zwischen der Anrede Herr / Frau respektive männlich / weiblich beim Geschlecht.

ein ähnliches Problem hatten wir schon einmal: siehe Geschlechterverwirrung. Da haben wir das gelassen, was noch auf der Krankenkassenkarte stand. Die haben wir aber in dem Fall nicht.

Gehe ich jetzt nach dem, was er/sie wohl gerne hätte? Oder nach den biologischen Gegebenheiten?

Advertisements

Herzklopfen oder: die verschwendete Viagra

19

Am Freitag hat ein Mann mit Rezept eine Packung Viagra in der Apotheke abgeholt.

Am Montag kommt er zurück wegen einem anderen Rezept und erwähnt dabei: „Hatte ich ein anstrengendes Wochenende!“.

Die Pharmaassistentin (die das am Freitag nicht mitbekommen hat) fragt unschuldig: „Warum denn?“

– und er:

„Freitag, nachdem ich mein Viagra genommen habe, ruft mich meine Freundin an und sagt, es ginge heute nicht, ihr Mann komme früher von der Geschäftsreise retour. Nicht nur, dass ich da eine ganze Tablette Viagra verschwendet habe … in der Nacht konnte ich kaum schlafen – ich habe jeden Herzschlag gespürt. Die ganze Nacht lang!“

Der arme Mann …

Belauscht (5)

6

Quelle: – Deutschland im O-Ton

Paderborn. In einer Apotheke.

Ein Kunde (ca. 50) betritt die Apotheke und überreicht der Apothekerin sein Rezept. Sie geht damit in den hinteren Teil der Apotheke und kommt mit einem Medikament, diskret in einer Tüte verpackt, zurück.
Apothekerin: “120 Euro bitte.”
Kunde: “Wie bitte? 120 Euro?”
Die Apothekerin erklärt freundlich, dass es sich um ein sogenanntes Lifestyle-Medikament handelt und dieses leider keine Kassenleistung ist.
Kunde: “Ach so okay. Nee, dann lasse ich das. Mit der Geliebten klappt’s auch so und mit meiner Frau ist es mir eh egal.”

Danke an aliblabla für den Link.

Fundstück in den Medikamentenretouren

2

*Das* sieht man wirklich nicht alle Tage. Ein Starter Pack (lies: Muster) von Levitra.

Irgendwie … lässt mich das denken, dass sich seit Viagra nicht viel geändert hat an den Promotionsmethoden … – dass der Film „“  gar nicht so weit weg von der Realität, was das angeht.

Woher kommen unsere Medikamente? Am Beispiel Viagra

11

Image via Wikipedia

Es würde doch kein neues Mittel gegen Herz-Krankheiten werden, seufzten die Forscher bei Pfizer in in Sandwich, England. Jahrelang hatten sie an Sildenafil gearbeitet, einem Hemmer des Enzyms PDE5 – von dem sie hofften, dass es effektiv darin sein würde Herz-Arterien zu entspannen und Brustschmerzen und Angina pectoris zu mildern.

Ihre Hoffnung wurde 1992 zerstört.

Nur einer von 10 Wirkstoffen, die in klinische Untersuchungen eintreten, ist erfolgreich und erreicht schliesslich auch die Patienten – Aber Statistik ist kein Trost für diejenigen, die an den 9 übrigen gearbeitet haben.

Unzufrieden beendeten die Forscher die Studie und wiesen die Teilnehmer an, die ungebrauchten Tabletten zurückzugeben. Aber viele Männer weigerten sich und hielten am Medikament fest, als sei es aus Gold.

Anfangs verloren die Forscher über das Verhalten nicht viele Gedanken – Ungereimtheiten kommen in manchen Studien vor – aber dann hörten sie Gerüchte über den Nebeneffekt des Medikamentes auf das Sexleben und … wichtiger – lasen eine Veröffentlichung über die Rolle von PDE5 beim Entstehen einer Erektion.

Hoppla! Die Unzufriedenheit machte rasch Aufregung Platz … Sildenafil könnte doch ein Blockbuster werden! Und dieses Mal bestätigte eine neue Studie die Anwendung bei impotenten Männern.
Sie waren über ein Medikament gestolpert zur Behandlung der erektilen Dysfunktion – Pfizer vermarktete es ab 1998 als Viagra.

Die Bezeichnung Viagra ist ein rechtlich geschütztes Kunstwort. Angeblich setzt sie sich aus den Begriffen vigor (lateinisch für „Stärke“) und Niagara zusammen. Nebenbei ist „Viagra“ lautgleich zu vyaghra, dem Sanskrit-Wort für Tiger.

Nebenwirkungen: Rot anlaufende Gesichter oder ein Blaustich beim Sehen sind nur einige davon. Weitere sind Schwindel, laufende Nase, Muskelschmerzen, und (gefährlich) Priapismus – das ist eine Dauererektion. Schlagzeilen machen die Runde in denen von über einhundert Toten durch Viagra berichtet wird. Alles das hält aber mehr oder weniger potenzschwache Männer nicht davon ab, mit der Pille ein normales Sexualleben zu führen. Aber die doch heftigeren Nebenwirkungen sorgen auch dafür, dass Viagra wohl auch weiterhin rezeptpflichtig bleibt.

Sildenafil war der erste Arzneistoff der Wirkstoffklasse der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer ).Umgangssprachlich wird der Name Viagra gelegentlich auch als Sammelbegriff für andere Medikamente dieser Wirkstoffgruppe, beispielsweise Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) verwendet. Die Medikamente bewirken eine Vasodilatation – also eine Erweiterung der Blutgefässe – auch im Penis, dadurch entsteht – bei entsprechender sexueller Stimulation (nur dann!) – eine Erektion.

Viagra gilt als dasjenige Medikament, das als erstes nachweislich zu einer Verbesserung des internationalen Artenschutzes beigetragen hat: Vor allem in asiatischenLändern werden traditionell von seltenen Tieren gewonnene Stoffe als Aphrodisiaka verwendet (Nashornhorn, Schlangenblut …). Durch die weltweite Verbreitung von Sildenafil ist die Jagd auf bedrohte Tierarten zum Zweck der Potenzmittel-Gewinnung mittlerweile zurückgegangen.

Neben der auch bei Laien bekannten Wirkung gegen die erektile Disfunktion, wird Sildenafil auch in der Therapie der pulmonalen Hypertonie (Bluthochdruck im Lungenkreislauf) angewendet. Bevor das Medikament aber 2006 seine Indikation dafür bekam, hatten wir auch schon eine Kundin mit Viagra auf Dauerrezept deswegen. Ziemlich teure Angelegenheit. Heute gibt es dafür das Revatio. Selber Wirkstoff, Anwendung: 20mg 3 x täglich.

Auf Frauen hat es übrigens keinen Luststeigernden Effekt – das nachzuweisen hat man nämlich auch schon versucht.

Von der Krankenkasse wird das Viagra in unseren Gegenden nicht übernommen, unter anderem, weil es kein lebenswichtiges Medikament ist, sondern nur der Steigerung der Lebensqualität dient. Ein Life-style Produkt sozusagen.

Aber … wem das im Moment zu teuer ist – das Patent läuft demnächst aus und ich bin sicher, die ersten Generika stehen dafür schon in den Startlöchern. – und Pfizer versucht mit neuen Darreichungsformen auf dem Markt zu bleiben: Viagra als Kaubonbon zum Beispiel.

Schöne neue Welt.

Freigang …

13

Mann kommt in die Apotheke.

Mann: „He, habt Ihr Viagra?“
Pharmama: „Ja, haben sie ein Rezept dafür?“
Mann: „Nein. Ich komme gerade aus dem Gefängnis, wo ich ein paar Jahre war. Ich brauche das wirklich.“
Pharmama: (Oh!): „Entschuldigung, aber ich kann ihnen nicht helfen – vielleicht könnten sie vom Notfall ein Rezept bekommen, wenn sie keinen Hausarzt haben?“
Mann: „Ich bin nur für 6 Stunden draussen. Helfen sie mir!“
Pharmama: „Entschuldigung, aber … das geht so nicht.“

Können die Ärzte im Gefängnis das nicht auch verschreiben?

Valentinstag ist vorbei, oder?

12

Eine Packung Viagra auf Rezept.

Und danach (also das hatte ich noch nie):

„Könnten sie es bitte als Geschenk einpacken?“

 

Potenzmittel ohne Rezept

14

Junger Mann kommt in die Apotheke und fragt: „Habt ihr Viagra?“
Pharmama: „Ja.“
Mann: „Ok, ich nehme welches.“
Pharmama: „Dafür brauchen sie aber ein Rezept.“
Mann: „Ookay …“
Ich denke, er läuft wieder raus, aber:
Mann: „Und was ist mit Cialis?“
Pharmama: „Das ist auch rezeptpflichtig.“
Mann: „Gibt es irgendetwas, das für das gleiche ist, das ich ohne Rezept kaufen kann?“

Ah, Nöö… ausser man nimmt das

Das enthält Yohimbin, das als Aphrodisiakum verwendet wird (in der Schweiz gibt es übrigens sonst keine Produkte mit Yohimbin mehr im Handel) und ausserdem enthält der Spray Steinbockhorn als Spagyrische Essenz.

Innovativ, aber was ich über die Idee, da Steinbock-Horn reinzutun (auch wenn das nicht eine gefährdete Tierart ist) denke … das zensiere ich hier lieber. Sowas!

Quicky (13)

1

Kunde mit Rezept für Potenzmit

„Was soll das heissen: ‚Meine Versicherung übernimmt die Cialis nicht‘?!? Na kommt schon, Leute!“


mehr Quickys

Das Viagra hat nicht gewirkt!

19

Es ist zu Anfang der Viagra Area und es kommt in die Apotheke ein älterer Herr (weit über 80jährig), im Geschäft gut bekannt, Akademiker, immer freundlich und praktisch ein Freund des Apothekers:

älterer Herr: „Ich habe vor einiger Zeit Viagra verschrieben bekommen. Jetzt: Ich will wissen, warum das einmal wirkt und das nächstemal nicht mehr.“
Apotheker: „Was ist denn genau passiert?“
älterer Herr: „Ja, das war so. Meine Frau und ich, wir haben dieses Jahr den 50. Hochzeitstag … und dafür haben wir eine Kreuzfahrt gebucht. Naja, Sex war schon lange kein Thema mehr …. sie wissen schon, da war diese und jene Krankheit und dann halt auch das Alter …. jedenfalls im Moment geht es uns beiden gesundheitlich gut und da wollte ich sie damit überraschen und darum habe ich mir vom Arzt vorher das Viagra verschreiben lassen.“
Apotheker: „Ja, ich erinnere mich, dass Du das geholt hast.“
älterer Herr: „Nun, um sicherzugehen, dass das Mittelchen auch funktioniert … bin ich ins Puff gegangen.“
Apotheker: „ …“
älterer Herr: „Ja und da habe ich mir eine Dame ausgesucht, die aussieht wie meine Frau … ok, mehr als 50 Jahre früher. Das war toll, mit der Dame, mit der hat man sogar ein wenig plaudern können, weil …. mir war das doch etwas unheimlich, weißt Du? Aber die hat das verstanden … und dort hat das mit dem Viagra auch gut funktioniert.“
Apotheker: „Okee?“
älterer Herr: „Da habe ich gedacht, da kann nichts mehr schief laufen … aber dann auf der Kreuzfahrt … mit der Frau … Fehlanzeige! Wieso??
Der Apotheker druckst ein wenig hin und her, und erwähnt dann vorsichtig den Passus mit nur bei sexueller Stimulation“ …
älterer Herr: „Oh“.
und dann, nach einer Pause: „Na ja, das erklärt die Sache natürlich. Also eigentlich, das erklärt alles. Aber mein Arzt kennt doch meine Frau, warum hat er mir das Viagra dann trotzdem verschrieben?“
Und zum Apotheker gewandt: „Und Du, Du hast mir das auch nicht sagen können? Und ich dachte, Du bist mein Freund!“.