So gar nicht vermisst.

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Warnung: dies ist kein Blogbeitrag für Männer! Ihr wurdet gewarnt!

Heute habe ich meine Periode bekommen. Das tönt nicht nach etwas speziellem und eigentlich – ist es das auch nicht.

Aber: Die letzte richtige Periode ist schon ein ganzes Weilchen her: das war vor 2 Jahren im März. Dann wurde ich schwanger – das fand ich super: keine Monatsblutungen mehr für 9 Monate. Dann stillte ich – das reichte anscheinend anfangs auch aus, dass ich keinen Besuch von Tante Rosa bekam. Dann fing ich wieder an die Pille zu nehmen – eine, die man beim Stillen nehmen darf. Der angenehme Nebeneffekt davon ist, dass man sie durchgehend nimmt und bei einem Teil der Benutzerinnen bleibt die Regel auch aus. So auch bei mir, jedenfalls am Anfang. Dann hörte ich auf zu stillen und hatte gelegentlich Zwischenblutungen. Nicht heftig, aber häufiger als die einmal im Monat. Das wurde schliesslich so unberechenbar, dass ich beschloss, wieder zu meiner alten Pille – und damit zu den monatlichen Abbruchblutungen zurückzukehren.

Seufz. Es waren so schöne 2 Jahre (oder eher 1.5, auch Zwischenblutungen sind nicht lustig).

Ich kann es spüren: das Ziehen und die Schmerzen im Unterleib, die Krämpfe, die unterschwellige Übelkeit. Meine Gemütsverfassung, die dank hormoneller Schwankungen am Tiefpunkt ist (sorry Kuschelbär).

Eine Periode ist keine Krankheit – das hat meine Mama schon früher immer gesagt, wenn ich wieder litt.

… Irgendwie wird diese Aussage jedoch relativiert, wenn sie erzählt, wie sie früher einmal die Pille (damals noch eine viel grössere Hormonbombe als heute) eine Zeitlang durchgehend nehmen musste – wegen der starken Periodenbeschwerden (Blutklumpen von der Grösse von Pingpongbällen und so …).

Aha! Hallo?! Aber ich darf still leiden?

Mit Schmerzmitteln finde ich es gerade so auszuhalten, Medikamente wie Prefemin helfen zwar, allerdings muss man die sehr langfristig einnehmen, damit sie wirken.

Das erinnert mich daran, dass ich als gute Pharmazeutin einmal an einer Studie teilgenommen habe, die den Zusammenhang des Prolactin Spiegel mit Regelbeschwerden untersuchte. Prolactin ist ein Hormon – und anscheinend ist es bei mir während der Zeit, wie bei vielen anderen Frauen mit starken Beschwerden, erhöht. Ich sag’s ja ungern, aber gelegentlich sind wir Frauen halt doch … äh, hormongesteuert.

In dem Sinne schiebe ich es jetzt halt auf die Hormone, wenn ich heute nichts mehr schreibe.

Nein, das habe ich gar nicht vermisst!

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