Medikamente in der Kunst

Kunst und Medikamente? Seltsame und seltene Kombination. Aber es gibt Künstler, die damit arbeiten. Einer davon ist Ben Frost (aus Australien). Laut Wikipedia „Ein visueller Künstler, dessen Arbeit versucht, aktuelle Normen und Werte der westlichen Kultur und Gesellschaft herauszufordern. Frosts visuelle Arbeit setzt gemeinsame ikonische Bilder aus Werbung, Unterhaltung und Politik auf verblüfende Weise gegenüber in Kombinationen, die oft konfrontiert und umstritten sind.“

Mir gefällt das: Die Kombinationen der Medikamentenschachteln mit den Pop-Art (Comics) Bildern passen irgendwie … wie die Faust aufs Auge :-)

Botox-Spritze und Gummimaske des Bösewichtes:

botoxmanfrost

Potenzmittel und starker Mann (Tarzan):

levitraliontarzan

(starkes) Schmerzmittel und weinendes Mädchen:

oxypopfrost

(starkes) Beruhigungsmittel und emotionale Frau:

valium_lover-ben_frost

Little People

Kleine Leute – ist ein Kunstprojekt von Slinkachu.

Er schreibt darüber: Das Projekt „Little People“ begann 2006. Es beinhaltet das remodellieren und bemalen von Miniatur Figuren von Modell-Zügen, die ich dann platziere und auf der Strasse lasse. Es ist ein Strassenkunst und Fotographie Projekt. Die Strassen-Seite meiner Arbeit spielt mit dem Element der Überraschung und ich ziele darauf ab, dass die Stadtbewohner sich ihrer Umgebung bewusster werden. Die Szenen, die ich aufbaue – noch mehr durch die Fotographie und die Titel, die ich den Szenen gebe – zielen darauf die Einsamkeit und Melancholie des Lebens in einer grossen Stadt zu reflektieren – fast verloren zu sein und überwältigt. Aber darunter liegt immer etwas Humor. Ich möchte, dass die Leute mit den winzigen Leuten in meiner Arbeit sympathisieren.

Dieses Bild nennt sich: „Balancing Act“: Bildquelle: 

BalancingAct

 

This installation was left in Khayelitsha, a township in Cape Town, last year. The settlement is home to around 500,000 people and experiences many problems such as poverty, crime and a high rate of HIV infection – an estimated 16% of the population. Life can be tough, especially for children.

Mann kann die Bilder auch kaufen – Ein Teil des Erlöses von diesem Bild geht an eine Stiftung für HIV Waisen.

Ich finde die Bilder und die Idee toll – man muss sich mal anschauen, was diese kleinen Leute alles „machen“ :-) Und sie sind wirklich winzig – ich würde so gerne die Reaktion der Leute sehen, wenn sie zufällig auf diese winzigen Installationen stossen. Denn der Künstler lässt sie dort zurück.

Malen mit Mikroben (2)

 Das sieht vielleicht nicht nach sehr viel aus – aber: das sind Bilder „gemalt“ mit verschiedenen Mikroben. Das hatten wir hier zwar schon einmal – aber die hier sind in dem Sinn speziell: sie wurden nämlich von Alexander Flemming gemalt.

Sagt Dir nichts? Das war der Fleming, der das Penicillin gefunden hat, praktisch der „Vater“ unserer Antibiotika. Der Geschichte nach war das mehr oder weniger durch Zufall: eine seiner Bakterienkulturen wurde durch einen Pilz infiltriert, der die Bakterien am Rand zurückdrängte.

Fleming hatte also Erfahrung mit verschiedenen Bakterienkulturen und benutzte sie offenbar auch zum malen. Nicht eine ganz so einfache Sache – zuerst musste er Kulturen finden, die verschiedene Farben hervorbrachten und dann diese so auf der Agarplatte anbringen, dass sie gleichzeitig reifen würden und dann das Bild zeigen.

Kreativität und Wissenschaft gehen sehr gut zusammen, wie man sieht! :-)

Quelle:

Emptyful

Oh, das ist Kunst, die mir gefällt.

Im Stadtzentrum von Winnipeg (Kanada) steht diese Stahlskulptur – ein Erlenmeyerkolben, gleichzeitig voll und leer. Mit Wasservorhang unten und Wassernebel oben und das alles von Farben wechselnden LEDs beleuchtet bietet das ein ziemliches Schauspiel.

Foto: Gabe Daly

mehr Fotos und Info über das Projekt hier:

 

Kunst: Apotheke

Apotheken in der Kunst? Erbärmlich wenig. Aber als ich über dieses Bild gestolpert bin,da dachte ich… *das* kommt mir jetzt bekannt vor.

Es ist „Drug store“ von Edward Hopper. Gemalt 1927

Beschreibung: Um die Apotheke ist eine Leere, sind ausgeblichene Farben, aber das hell beleuchtete Schaufenster hat rote und blaue Dekoration und die traditionellen grossen Gefässe mit farbiger Lösung, die aussehen wie Portwein und Crème de Menthe. Ein Idealer Platz für einen Alkoholschmuggler (es ist die Zeit der Prohibition). Oben am Fenster ist Werbung für Ex Lax – nötig für viele Amerikaner, deren Diät zu wenig Ballaststoffe enthielt und für die es enorm wichtig ist regelmässig zu können …

Das Bild hängt in einem Museum in Boston – das habe ich also noch nicht direkt gesehen, aber … an was erinnert es mich? Ach ja, genau. An dies:

Und kein Wunder, das Bild ist vom selben Maler (Hopper): „Night Hawks“ (1942) und wohl eines seiner bekanntesten – und meist kopierten.

Nacht. Dieselbe Art Beleuchtung … irgendwie … magisch.

Sonnenlicht auf Rezept

Und man kann aussuchen, welche man will: Seychellen, Bahamas oder BoraBora gefällig?

Stimmungsschwankungen, schlaffe Haut, eine Tendenz zu Depressionen. Ganz offensichtlich fehlt Ihnen Sonnenschein. Unsere Auswahl an Supplement „Kelvin Lumen“ stellt Ihre Vitalität wieder her. Sunset Laboratorien bieten eine weite Auswahl an Sonnenstrahlen: Borabora, die Malediven, Haiti und die Bahamas – fragen Sie Ihren Apotheker. Lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig. Gehen Sie nicht über die empfohlene Tagesdosis. Diese zusätzliche Sonnenstrahlung sollte ihre natürliche Sonnenexposition nicht total ersetzen. Vermeiden Sie Missbrauch.

Ach, das wäre doch schön, nicht? Sonnenlicht vom Apotheker. Leider handelt es sich bei dem Produkt um ein Mini-Kunstwerk, eines von vielen von der MINIFLUX, einer Ausstellung anhand des „Festival of Lights“ in Lyon vom 8. bis 11. Dezember 2011. In Schaufenstern von Geschäften waren kleine Boxen (Mini-Galerien) ausgestellt mit den Werken von Künstlern und Designern. Passenderweise fanden sich oben gezeigte Licht-Kapseln im Schaufenster einer Apotheke :-)

Quelle: