Umteilungs-Panikmache

Vorgestern habe ich mich aufgeregt, als mich eine Kollegin auf diesen Artikel in der 20-Minuten aufmerksam gemacht hat:

Auszugsweise daraus:

Apotheken sollen bisher rund 100 frei verkäufliche Medikamente nur noch auf Verschreibung abgeben dürfen. Der Krankenkassenverband warnt vor steigenden Kosten.

Erkältungs- und Hustenzeit … Bisher ging man dafür in die Apotheke und holte sich ein Erkältungsmittel oder einen Hustensirup. Künftig wird das nicht mehr so einfach sein:

der Bund … sollte … die Spezialitätenliste für Arzneimittel bereinigen und sie nicht noch weiter ausbauen. «Denn die Ärzte und Apotheken werden so immer die teureren, von der Krankenkasse bezahlten Medikamente verschreiben, weil sie eine höhere Marge haben und mehr daran verdienen.

Ich weiss fast nicht, wo anfangen das Durcheinander, die Halbwahrheiten und die totalen Falschaussagen auseinanderzubeineln.

Fangen wir mal an mit der Umteilung der Medikamente. Es stimmt, mit dem neuen Heilmittelgesetz (HMG) wird es eine Umverteilung geben. Bisher sah das so aus in der Schweiz: die Medikamente waren in Listen eingeteilt: A – verschärft rezeptpflichtig, B- rezeptpflichtig, C-in Apotheken erhältlich, D-auch in Drogerien erhältlich. Nun wird auf Anfang 2019 die Liste C praktisch aufgelöst. Ein grosser Teil wird in die Liste D kommen, also in Drogerien erhältlich sein. Da dort in der Schweiz auch fachlich ausgebildetes Personal arbeitet, finde ich das durchaus okay. Ein paar Anpassungen wie zusätzliche Warnhinweise auf Medikamentenpackungen wird es ausserdem noch geben, aber solange die Sachen nicht im Supermarkt landen wo gar keine Beratung und Kontrolle ob das wirklich geht stattfindet, ist das auch für mich als Apothekerin in Ordnung.

Worum es im Artikel aber geht ist der Teil der Liste C, der praktisch „heraufgestuft“ wird in die Rezeptpflicht. Dazu gehört (auch wenn diese „Liste“ noch nicht bekannt ist) ziemlich sicher Medikamente wie der Hustensirup mit Codein. Ein Trend in den letzten Jahren zeigte wie der gerne missbraucht wird – für ein günstiges High. Das hat schon schon dazu geführt, dass er nicht nur erst ab 18 Jahren erhältlich ist (wie auf der Packung angeschrieben), sondern dass die Apotheken ihn einem gewissen Klientel nur noch auf Rezept abgegeben haben. Es gibt so einen Passus im Gesundheitsgesetz vieler Kantone, da steht „Missbrauch ist entgegenzutreten“ und die Abgabe wird deshalb verweigert. Es gibt noch andere wirksame Hustensirups, die auch missbrauchgefährdete Personen problemlos bekommen konnten. In anderen Ländern haben sie diese Hustenmittel grad wirklich durchgehend rezeptpflichtig gemacht und damit nicht mehr erhältlich für die Bevölkerung ohne Rezept. Aber … selbst wenn Codein mit der Umteilung ab 2019 in die Liste B kommt – das neue HMG vergrössert im gleichen Zug die Kompetenzen der Apotheker rezeptpflichtige Medikamente ohne Rezept abzugeben. Schon jetzt ist das „in begründeten Ausnahmefällen“ möglich. Mit dem neuen HMG kommt nämlich dieser Passus:

Die unter der Abgabekategorie B zugelassenen Arzneimittel dürfen wie bisher normalerweise nur durch eine Medizinalperson abgegeben werden, wenn eine ärztliche Verschreibung vorliegt. Allerdings können Apothekerinnen und Apotheker ab dem 1. Januar 2019 in folgenden Fällen Arzneimittel der Abgabekategorie B ohne ärztliche Verschreibung abgeben: Das Arzneimittel war vor dem 1. Januar 2019 in der Abgabekategorie C eingestuft

Quelle: BAG

Also: Für die Leute, die das brauchen, werden auch Codeinhaltige Hustenmittel weiterhin ohne Rezept erhältlich sein. In der Apotheke. Neu wird aber kommen, dass wir die Abgabe dokumentieren müssen – also ein Patientendossier anlegen, analog der Abgabe auf Arztrezept bisher.

Nun zu den steigenden Kosten für das Gesundheitssystem? Bisher ist es so gewesen, dass die Medikamente, die von der Krankenkasse bezahlt werden eher günstiger geworden sind, da die Preisbestimmung gesetzlich geregelt ist. Die Medikamente auf Spezialitätenliste (SL) werden von der Grundversicherung übernommen. Da sind Medikamente mit den gleichen Wirkstoffen (und Dosierungen) drauf, die auch freiverkäuflich (over-the-counter =OTC) sind. Die freiverkäuflichen sind grundsätzlich teurer! Die Marge ist bei denen höher. – Vergleicht mal die Preise von Voltaren Dolo gel und Voltaren gel – oder noch besser ein Generikum: Ecofenac.

Ausserdem: Eine Umteilung in die Rezeptpflicht bedeutet nicht gleichzeitig eine Umteilung auf die Liste der von der Grundversicherung übernommenen Medikamente (SL). Dass auf der SL (trotzdem) einiges drauf ist, was da nicht hingehört (wie die Homöopathie), will ich hier nicht einmal abstreiten.

Was sein könnte ist aber, dass ein Medikament nach der Umteilung neu unter die LOA fällt. Der Vertrag zwischen der Krankenkasse und den Apotheken über die Abgeltung der Arbeit der Apotheken – die LeistungsOrientierte Abgabe. Das würde im Falle eines schon bisher SL-Medikamentes bedeuten, das neu rezeptpflichtig wird, dass dann die Pauschalen dazu kommen. Das sind (maximal) CHF 7.20.-  Dafür müssen wir die Abgabe dann ja aber auch neu dokumentieren, was wir vorher nicht mussten. Ich wage aber sehr zu bezweifeln, dass das zusätzlich Kosten in „dreistelliger Millionenhöhe“ verursacht für die Krankenkassen, wie SVP-Nationalrat Frehner im Artikel zitiert wird. Für 100 Millionen müssten ja 14 Millionen Packungen Hustensirup (o.ä.) abgerechnet werden (nicht selber bezahlt). Aber vielleicht redet er ja vom zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Krankenkassen … ich bin sicher, dass die das gerne als weiterer Vorwand für Prämienerhöhungen nehmen.

Nebenbei. Hier ein nicht freigeschalteter Kommentar von letzter Woche zum Blog-Artikel „Hustensirup-Hoch„:

Wow, da durch, dass der Hustensaft Makatussin, jetzt in zwischen überall Rezeptpflichtig wurde, ist der Schwarzmarkt am boomen. Hat das was gebracht? Ein Maka kostet jetzt einfach 60.- anstatt 6.85.- wie noch vor 3 Jahren. Jeder der Syrup will bekommt ihn auch.

Zeigt mir: die Apotheken nehmen ihre Aufgabe (das richtige Medikament für den richtigen Patient) schon ziemlich ernst, dass sie das nicht einfach verkaufen. Ausserdem: Angebot und Nachfrage :-) – Die Marge möchte ich mal haben … der Sirup kostet in der Apotheke nämlich immer noch knapp 7 Franken.

Von Codein und Nasentropfen und ändernden Empfehlungen

Ausmisten ist wichtig. Auch in der Apotheke. Man glaubt manchmal nicht, was sich so alles ansammelt – und manchmal noch weniger, wie schnell etwas auf einmal obsolet ist.

Das Wissen um die Anwendung der Medikamente ist im ständigen Wandel. Was gestern korrekt war und von allem gemacht wurde, kann heute tatsächlich als überholt und schlecht gelten.

Beispiel über das ich vorhin gestolpert bin: Codein bei Kindern. Bis 2015 (2016?) war das usus, auch Kindern ab 3 Jahren ohne Rezept (und darunter mit Rezept) Codein bei hartnäckigem Husten zu geben. Das ist die Broschüre, die ich von einer Firma noch bei uns gefunden habe:

makatussintropfen

Die kann ich definitiv wegwerfen. Heute steht in der Packungsbeilage deutlich:

Kontrainduziert bei Kindern unter 12 Jahren

und bei 12-18 Jährigen steht seitdem auch die Einschränkung, dass es bei Atembeschwerden (wie Asthma) nicht angewendet werden darf.

Grund ist die bekannte (und gefürchtete) Atemdepression – man atmet weniger und kann ganz aufhören, was gerade im Schlaf gefährlich ist. Das war vorher schon bekannt, nur ist das Risiko bei Kindern höher / schwer vorhersehbar. Deshalb ist man lieber vorsichtig.

Immerhin ist Husten ja auch ein Reflex des Körpers, etwas, das eigentlich Sinn macht und gut ist – auch wenn es lästig sein kann. Den muss man nicht zwingend unterdrücken.

Momentan sehen wir einen (ähnlichen) Wechsel bei den Nasensprays und der Anwendung bei Kindern. Abschwellende Nasensprays mit Xylometazolin können (auch in Kinderdosierung) bei Säuglingen und Kleinkindern Kreislaufprobleme machen – und verlieren nun teils die Zulassung unter einem bestimmten Alter. Ich beobachte das noch, wo und welche alles.  Aber wir empfehlen da wir bei Kindern sowieso in erster Linie die Salzlösungen zum spülen und die abschwellenden Tropfen erst ab 2 Jahren, nur kurzfristig und im Akutfall so wenig wie möglich – auch wegen des Gewöhnungseffekts.

Geschmack(muster)los

Der Mann fragt mir in der Apotheke Löcher in den Bauch über den Bexin Hustensaft, den er für sich will. Über Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen … Und dann fragt er, ob er dran RIECHEN kann.

Äh, nein. Das ist kein Gourmetshop … und wir bekommen von den wenigsten Medikamenten Muster. Ich kann ihnen sagen, nach was es schmeckt, aber ich kann die Packung nicht für Sie öffnen.

Er wollte ihn dann nicht und meinte, er versucht es noch woanders. Wenn es davon schon keine Muster gäbe, macht ihm sicher eine (bessere) Apotheke den Sirup auf, damit er schauen kann, ob er ihm passt.

Und wenn er ihm nicht passt, dann macht die die Flasche wieder zu und probiert es dem nächsten weiterzuverkaufen? Oder verteilt den Hustensirup mit Dextrometorphan in der Erkältungszeit in kleine Shot-Gläser für die trocken hüstelnden Kunden?

Makker&tussi&n – Es ist nicht „Husten“

Dass der Makatussin-Sirup missbraucht wird, scheint sich wirklich auszubreiten. Der Sirup mit Codein ist eigentlich OTC, aber inzwischen sind wir (und eine Menge anderer Apotheken) deshalb dazu übergegangen, dafür unter einem bestimmten Alter ein Rezept zu verlangen. An Kinder und Jugendliche soll er ja auch laut Packung nicht abgegeben werden, ab 18 Jahren ist das Ermessenssache. Es gäbe ja auch genug Alternativen bei Reizhusten. Nur funktioniert das mit dem „High“ dann halt nicht.

Die Nachfrage nach dem Sirup ist dementsprechend immer noch hoch und wir haben täglich hauptsächlich junge Männer die danach Nachfragen. Letzte Woche waren an einem Tag fast hintereinender drei junge Männer, zwei davon typischerweise mit Dächlikappe, alle leicht hüstelnd und verlangten „Makatussin Sirup gegen Reizhusten“. Und Alternativen kommen da nicht in Frage. Das fällt sowas von gar nicht auf. (Ironie aus).

Tja.

Aber sie werden wirklich kreativer. Der letzte Versuch war der vierte junge Mann, (Alter wahrscheinlich noch unter 18) der meiner Kollegin das Smartphone mit der Whatsapp-Nachricht drauf hinstreckt. Unter dem Absender „Mama“ ist das zu lesen:

Könntest Du mir Makatussin Sirup gegen Reizhusten mitbringen, es wird immer schlimmer. Danke. Mama

Kollegin: „Oh, die Arme. Aber ich muss rasch abklären, ob der Sirup wirklich das richtige für sie ist … wie ist die Telefonnummer?“

junger Mann: „Oh – sie liegt im Bett und kann das Telefon nicht abnehmen.“

Kollegin: „Oh, das ist schlecht, dann kann ich ihnen den Sirup leider nicht mitgeben. Vielleicht der XY? Der wirkt auch gut bei Reizhusten.“

junger Mann: „Nein, sie will nur den.“

Tja.

Dass die Apotheken dafür im Zweifelsfall ein Rezept verlangen hat inzwischen dazu geführt, dass wir wöchentlich Meldungen wegen gefälschter Rezepte für Makatussin erhalten. Ja – auch die werden dann nicht ausgeführt.

Es gibt sicher noch Apotheken, die das trotzdem verkaufen … ich meine, es ist ja nicht so, dass es wirtschaftlich Sinn macht für uns eine Abgabe zu verweigern – auch wenn ich wegen der nicht mal 8 Franken auch nicht gerade das Leuchten in den Augen bekomme. Und dann gibt es natürlich die Leute, die diese Apotheken suchen. Für das gibt es praktischerweise das Telefon. Dann muss man nicht einmal laufen. Ich glaube am Samstag mittag hatte ich so jemanden.

Die der Stimme nach junge Frau erkundigte sich: „Haben Sie Makatussin Hustensirup?“

… und noch bevor ich dazu etwas sagen konnte, erzählt sie mir: „Ich habe seit etwa einer Woche Husten, so ein trockener Reizhusten und sonst nichts und in der Apotheke habe ich dafür Makatussin Tropfen bekommen – aber die wirken nicht so richtig bei mir und der Hustensirup ist doch stärker? Deshalb will ich es mit dem versuchen.“

Ich erkläre ihr dann, dass es mehr Sinn machen würde, wenn sie den Wirkstoff wechselt, anstatt einfach „mehr desselben“ zu nehmen.

Das will sie nicht.

„Ich habe schon einmal den Sirup gehabt, und der hat besser gewirkt, und Sirup ist sowieso besser bei Husten.“

Dann kläre ich sie über unsere Alterseinschränkung auf und frage sie nach ihrem Alter – 19 Jahre ist sie. (Und hört sich möglicherweise noch jünger an) die Abgabe wäre also gesetzlich erlaubt … wenn da nicht das zunehmend nagende Gefühl wäre, dass sie den nicht wegen ihrem Husten will … am Wochenende.

Deshalb erkläre ich ihr, dass wir dafür, wenn sie den will, ein Rezept vom Arzt haben möchten.

„Aber es ist Samstag mittag!“

Ja – dessen bin ich mir auch bewusst. Aber wenn sie den will, kann sie am Montag zum Arzt – falls das bis dann nicht sowieso besser geworden ist. Ansonsten bekommt sie bei uns einen anderen Sirup, wenn sie denn einen Sirup will.

Wollte sie auch nicht.

Tja.

Dann bekomme ich das hier nicht?

Der junge Mann mit Basketballmütze in der Apotheke verlangt Makatussin Sirup.

Jetzt … weil das bei uns in der Gegend leider stark missbraucht wird, sind wir dazu übergegangen den Sirup nur noch auf Rezept an jüngere abzugeben, (Altersgrenze ca. 25 Jahre) den Rest verweisen wir auf die (zahlreichen) Alternativen ohne Codein.

Bei dem hier bin ich etwas unschlüssig – Alter … an der Grenze zu dem, wo wir es wieder abgeben. Trotzdem. Ich erkläre ihm, was Sache ist und die Alternativen.

Er: „Nein, ich will den Makatussin Sirup. Dann bekomme ich das hier nicht?“

Pharmama: „Nein.“

Er: „Na – ich weiss, wo ich das herbekomme.“

Sagt’s, bleibt noch einen Moment stehen, als ob ich es mir jetzt vielleicht anders überlege und geht, als ich keine derartigen Anstalten mache.

Gut – mir ist dann auch klar, dass das die richtige Entscheidung bei ihm war. Sowas ist unangenehm, aber ich denke, wenn wir das nicht machen (und wir sind bei weitem nicht die einzige Apotheke in der Gegend, die das so handhabt), werden die Codeinhaltigen Sirupe bei uns irgendwann auch alle rezeptpflichtig … und das wäre doof für diejenigen Patienten, die das wirklich brauchen können.

Interessant ist, dass die Jungen hier das mit dem Makatussin anscheinend mitbekommen haben – jetzt versuchen sie dasselbe einfach mit dem Benylin. Und es ist immer dieselbe Geschichte, die wir dann hören: „Ich hatte Kontakt mit dem Arzt und er meinte, ich soll den XXX Sirup nehmen.“ – Seltsamerweise wollen sie aber nicht, dass wir dann den Arzt anrufen um das zu bestätigen …

Wie husten Sie denn?

Ohne Apotheke_r(3)

Ein Beitrag von nicole:

Damals war ich in einem Sprachaufenthalt (frisch nach der Matur) in London und hatte mir einen hartnäckigen Husten geholt, der mich auch nachts wach behielt. So suchte ich nach einer schlaflosen Nacht eine „richtige“ Apotheke, sprich für mich damals als Laie, eine mit grünem Kreuz und die nicht zur Kette „Boots“ gehörte. Dort ging ich sofort zur Theke und sagte der Bedienung, dass ich gerne einen Hustensirup hätte. Die Bedienung zeigte unmotiviert zur Seite auf das eine Regal und meinte: „Hier haben wir alles voll mit Hustensirup. Suchen Sie sich einen aus.“ Ich war völlig perplex, denn ich dachte woher ich wissen sollte, was für einen Sirup ich brauche?!

Aber ich gab nicht auf und fragte, ob sie mir dann einen empfehlen könne. Sie erkundigte sich darauf hin, was für einen Husten ich habe und ich dachte woher soll ich das wissen, ich war ja nicht beim Arzt! Emoji Ok, damals wusste ich noch nicht, dass es einen trockenen Husten gibt oder der mit Auswurf. Nach genauerer Nachfrage (doch noch) Ihrerseits bekam ich dann einen passenden Hustensirup (ich glaube für Reizhusten. Das weiss ich heute leider nicht mehr).

Heute bin ich selber Apothekerin und muss  immer insgeheim über mich lachen, wenn ich meine Kunden frage, was für einen Husten sie haben und sie mit dieser Frage nichts anfangen können. Ich erkläre immer gerne den Unterschied, weil ich wusste es ja früher auch nicht :-) Allerdings finde ich auch die Bedienung aus dieser Apotheke lustig. Mit der Antwort: Suchen Sie sich selber einen Sirup aus. Das ist mal eine Superberatung, denn die hat das wirklich ernst gemeint.
Übrigens dazumal wusste ich noch nicht, dass ich Pharmazie studieren würde.

Nach so Erlebnissen verstehe ich unseren Dozenten im Studium, der im 4. Jahr (damals nach dem Praktikum in der Apotheke) gemeint hat: „In England könntet Ihr jetzt in jede Apotheke stehen. Die würden Euch mit Handkuss nehmen.“ :-)

Husten ist nicht einfach – und es ist gut, wenn man so ein Erlebnis hatte – oder sich auch so gut einfühlen kann, dass man weiss, dass dem Gegenüber oft nicht klar ist, was genau wir wissen sollen / müssen, damit wir (zum Beispiel) einen geeigneten Hustensirup auswählen können. Was heisst schon „Produktiv“? Oder „Reizhusten“? Natürlich reizt es, sonst würde ich ja nicht husten!