Sind Drogisten süss?

Unser Drogist Urs hat noch ein paar Nachwehen vom alten Geschäft.

Heute habe ich so halb mitbekommen, wie er einen Kunden wie einen Kollegen begrüsst hat – offenbar war das so. Er hat mir nachher erzählt, wie das abgelaufen ist. Anscheinend hat der junge Mann auch im Kaufhaus gearbeitet, in einer anderen Abteilung allerdings. Wie Urs meinte, war er sich nie ganz sicher, ob er … naja, eher vom gleichen Geschlecht angezogen wird. Jedenfalls hat der Kollege ihn heute erkannt und da haben sie neben dem Einkauf noch ein bisschen geplaudert, wie es Urs so geht, was der Kollege jetzt so macht  … bis zu dem Moment, wo ein junger Mann zur Türe hereinschaut und ziemlich aggressiv ruft: „Was dauert da so lange? Du wolltest doch nur rasch was kaufen?!“

Kollege pikiert: „Ja, schon gut, ich habe hier nur den Urs getroffen, der hat doch früher mit mir gearbeitet.“
Worauf der junge Mann hereinkam, sich demonstrativ neben den Kollegen stellte und Urs sehr misstrauisch musterte: „Ah ja?“

Am liebsten (meinte Urs zu mir) hätte er ihm gesagt, dass er sich keine Sorgen zu machen brauche. Da sei er keine Konkurrenz. Auch wenn es ungewöhnlich ist heute als Mann in einer Drogerie arbeitend …

Was mich zu der Frage inspiriert:
Habt ihr das Gefühl, dass man heute Männer, die in der Drogerie, Parfümerie arbeiten als homosexuell ansieht?
Ist nicht meine Erfahrung, also: weder dass sie es sind, noch dass man sie so ansieht. Oder irre ich mich da?

Was bleibt.

clouds

Bei dem Regen, den wir in der letzten Zeit hatten, merkte ich wieder einmal, wie gut mein Regenzeug ist. Und das brachte mich daran zu denken, was ich denn so von meinen Ex-Freunden behalten habe – materiell nicht sehr viel auch wenn das Regenzeug noch von meinem letzten Freund kommt, und ich habe es damals in Schottland auf dem Tandem ausgiebig erproben können. Aber bei einer richtigen Beziehung bleibt meist noch anderes hängen …

Aber von vorne.

Meinen ersten Freund hatte ich mit 18 (Ja, ich bin ein Spätzünder). Und von ihm habe ich meine Liebe zu Comics wie Calvin and Hobbes und Elfquest. Ausserdem hat er mir seine Abneigung für Windows und Vorliebe zu Apple mitgegeben und ein Interesse an Science fiction und alles Nerdige. Und obwohl wir nicht mehr so zusammen sind, ist er mir doch als guter Freund erhalten geblieben.

Meinen zweiten Freund hatte ich mit 22. Von ihm habe ich die tolle Regenausrüstung fürs Velo (nur der Tip, was gut ist, gekauft habe ich es selbst), dass ich gerne im Labor stehe und Sachen mische  … und eine tiefe Abneigung dagegen, mich zu entschuldigen für Dinge, für die ich nichts kann. Ausserdem hat er mir einen seiner Kollegen „vererbt“, der heute noch einer meiner besten Freunde ist – von ihm selbst habe ich allerdings schon seit über 10 Jahren nichts mehr gehört.

Meinen dritten Freund – den habe ich heute noch, das ist nämlich mein Mann, hier im Blog Kuschelbär genannt. Wir teilen das Interesse an der Feuerwehr (wo wir uns kennengelernt haben) und er ergänzt mich kopflastiges Produkt mit seiner Handfertigkeit. Von (mit) ihm habe ich Junior und er muss meine Launen und Doppelbelastung aushalten und mittragen – was er sehr gut tut :-) .

… Und was habt ihr so behalten von Euren Exs’?

Schönen Ystävänpäivä!

Ich Feier heute lieber mit den Finnen: die haben am 14. Februar nämlich Ystävänpäivä – Freundetag.

Darum sag‘ heute nicht nur Deinem Liebsten, dass Du ihn liebst, sondern auch Deinen Freunden, wie viel sie Dir bedeuten.

 

Für den Blog hier, möchte ich ein Herzchen schicken an die vielen lieben Kommentatoren und Besucher, die mir echt ans Herz gewachsen sind. gedankenknick, McCloud, turtle, MrGaunt, BayernChris, nicoretta, kinderdoc, sakasiru, Wolfram (wo bist Du eigentlich geblieben?), dermultiplepapa, SaNi, kelef, Nickel, Hajo, gpsthomas, Irene, ednong, anneinsideoffice, Sebastian, machermama, Aponette, Maggy (weniger fürs Kommentieren, aber ui die vielen Bilder!), otaconc, menschenhandwerkerin, psychiatrietogo, musikhai, und auf anderen Ebenen Hermione, Ulf und und und …. so viele mehr.

An der Stelle auch ein spezielles Dankeschön an Judith, Beatrix und Nathalie. Das war fun!

Danke, dass es Euch gibt!

Rauchzeichen

Gestern haben wir in der Apotheke ein Elsa Kissen – das wir zum testen vermieten – zurückbekommen. Es war nur eine Nacht draussen. Und Kollegin Donna, die es aus der Hülle schälte (die wird nach jedem vermieten gewaschen, auch wenn es nur ein Tag ist) bemerkte wie sehr die Hülle – und das Kissen selber auch – nach Zigarettenrauch stank.

Brrr.

Ich habe Hoffnung, dass das nach nur einer Nacht im Rauch mit genügend Auslüften und vielleicht etwas Febreze wieder so rausgeht, dass wir es weiter brauchen können.

 

Gut, ich weiss, ich bin empfindlich auf Zigarettenrauch – und die Episode erinnert mich an das Telefon … das ich für etwa 1 Woche hatte, bevor es der erboste junge Mann wieder zurückgenommen hat.

Das war nämlich so.

Das war kurz nach dem Studium und ich, damals noch nicht Pharm-Mama, sondern eher Pharma-Me gerade ohne Freund. Nach einem Abstecher in Online-Dating Sites (einem Experiment, das ich nicht wiederholen möchte), hat meine Grosscousine mich mit einem Bekannten in meinem Alter verkuppelt. Nennen wir ihn Patrick.

Patrick war nett. Seine Freundin hat sich noch nicht allzu lange vorher von ihm getrennt und er war ziemlich enthusiastisch. Wir haben uns ein paar Mal getroffen (Essen auswärts, Kino, Essen bei mir)– da stieg bei mir in der Wohnung mein Telefon aus. Ich bin noch nicht dazu gekommen, ein neues zu besorgen, als ich das erwähnte – da hat er mir ein altes von sich gegeben, das er selber von seinen Eltern geerbt hat. Ist ja auch unpraktisch, wenn man nicht erreichbar ist, nur weil das Telefon fehlt und ein Handy hatte ich damals noch nicht.

Jedenfalls … das Telefon stank nach Zigarettenrauch. Und Wie! Und es war knatsche-Nikotin-gelb (Ursprungsfarbe wohl hellgrau)… von den Jahren, die es in einer Wohnung stand, in der man wohl wegen dem Rauch kaum von einem Ende zum andern sehen konnte. Das war das Bild, das sich mir bei dem Telefon aufdrängte. Aber … es war ein Telefon. Und es war ein Geschenk … und – wie sagt man? – einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Also habe ich mich brav bedankt – und hatte wieder ein Telefon.

Auch wenn das Teil dermassen stank, dass man die Ausdünste fast sehen konnte. Da half alles Reinigen nichts. Meiner Telefon-Unlust half das auch nicht unbedingt.

Item. Lange hatte ich es nicht.

Ein paar Tage später wollte Patrick sich wieder mit mir verabreden – doch an dem Abend hatte ich anderes vor. Ich bin nicht einmal mehr sicher was, aber es war etwas, das ich mit einem meiner Freunde unternommen habe. Ich bin nämlich der Meinung, dass man auch mit neuem (Boy-)Friend seine alten Kollegen und Freunde nicht vernachlässigen sollte.

Also habe ich ihm freundlich gesagt: „An dem Abend nicht.“ … und war aus, als er auf einen Überraschungsbesuch vorbei schauen wollte.

Skandal!

Wahrscheinlich hat er das so verstanden, dass ich alleine zu Hause sitzen würde … die perfekte Gelegenheit vorbeizukommen und mich mit Blumen und so zu überraschen.

Nur war ich eben nicht da. Ich schätze ich war entweder grillen im Schrebergarten mit ein paar Leuten oder dabei zu versuchen meinen Mediziner-Kollegen in Half-Life um die Ecke zu bringen.

Patrick verstand das überhaupt nicht. Ü-ber-haupt nicht.

Dass ich einen Abend nicht mit ihm abmachen würde und stattdessen mit anderen (anderen!), wahrscheinlich auch noch Männern (!) unterwegs war.

Jedenfalls hat das sein Ego dermassen beeinträchtigt, dass er mir per sofort die Freundschaft kündete – und auch sein Telefon wieder zurück nahm.

Darüber war ich nicht mal so unglücklich. Eigentlich … über beides nicht.

Aber der Zigarettengestank … ja, gestern musste ich an das Telefon und damit auch an ihn denken.

Me: Drogenhändler?

So komme ich mir fast vor, nach dem letzten SMS  von unserem Kollegen:

Die Wirklichkeit ist etwas profaner. Er hat ein Dauerrezept für sehr gewöhnliche Medikamente bei mir in der Apotheke hinterlegt …

Willkommen im Jahr 2012 !

Ich kann mir nicht helfen – für mich hat diese Jahreszahl noch immer etwas futuristisches an sich. Jedenfalls, es IST 2012 und traditionsgemäss ist das neue Jahr für viele auch ein Neu-Anfang und die Gelegenheit, sich etwas vorzunehmen.

Darum wüsste ich gerne von Dir, lieber Leser, Was ist Dein Vorsatz für das Jahr 2012?

Ich will keine Liste, nur der wichtigste eine Vorsatz, das, was Du gerne erreichen möchtest.

Für diejenigen, die keine Vorsätze haben:  Was ist Dein grösster Wunsch für dieses Jahr? Eine Reise? Heirat? Kind? Mehr Freizeit? Karriere?

Nur als kleine Warnung … es könnte sein, dass ich bei Antworten irgendwann einmal dieses Jahr nachfrage, wie es denn mit der Erfüllung der Vorsätze / Wünsche steht …

Mein Vorsatz (wenn man das so nennen will): Ich will offener werden im Umgang mit anderen. Ich bin nämlich eine furchtbar introvertierte Person und da habe ich noch eine Menge Defizite. Also: mehr Zeit mit anderen verbringen, mehr Einladungen (und auch annehmen), mehr reden. Mehr … Kontakt.