Zum knuspern zwischendurch

Mittwochs ist Markt in Khao Lak (und Montags und Samstags, aber ich glaube der am Mittwoch ist am grössten). Der Markt liegt direkt gegenüber dem Tsunami Monument – das ist das im Dezember 2004 ans Ufer gewaschene Polizeiboot- und ist keine reine Touristen-Angelegenheit. Die Thailänder decken sich hier auch mit frischen Lebensmitteln ein und es gibt eine Menge Stände, die Essen anbieten. Wer will, kann sich hier durch die wirklich thailändischen Spezialisten essen und trinken. 

Wer will und wer sich getraut. Ich habe hier nicht Angst vor Magenverstimmung wegen verdorbenen Lebensmitteln – das habe ich in Thailand bisher noch nie geschafft, obwohl wir immer auswärts essen und uns auch an den Märkten durch-probieren. Aber vor einem bin ich bisher immer abgeschreckt …

Diesmal allerdings wollte ich es probieren. Und an dem Stand gab es die Dinger in Snack-Einheiten. Die Gelegenheit! 

Insekten sind eine gute Proteinquelle … und auch praktisch überall zu finden. Warum das also nicht nutzen und sie essen?

Kurz nochmals frittiert bekamen wir ein gemischtes Schälchen.

Fazit: es ist essbar, schmeckt nach wenig (am besten waren die Raupen, am wenigsten gut die Grillen), ist hauptsächlich knusprig (da frittiert) … und könnte das nächste Mal mehr Salz oder Gewürze vertragen :-)

Aber Chips habe ich lieber. Die normalen aus Kartoffeln.

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gruselige Herbstdeko

Ich mag den Herbst. Gut, das Wetter wird regnerischer, es wird kälter … dafür haben wir ein Feuerwerk von Farben an den Bäumen, gelegentlich (trotzdem) kontrastierend mit einem strahlend blauem Himmel. Kürbisse, glänzend braune Kastanien und Maiskolben.

Die eignen sich gut für Dekorationen:

Das kann man natürlich so lassen … oder man macht das zu einem Bastelprojekt mit Junior für Halloween.

Dann kommt sowas dabei raus:

und das braucht nicht mal viel: ein paar Pfeifenputzer, wasserfester Filzstift … und für die Mumie eine Rolle (selbstklebende) Gaze.

Und das Beste beim Kürbisschnitzen:

Aus dem Inhalt kann man feine Suppe machen!:

(Notiz an mich selbst: die grossen Orangen Kürbisse sind innen weicher und darum einfacher zum aushöhlen).

… sonst wirst Du zur Diva!

Werbung im Fernsehen nervt mich normalerweise einfach nur, aber … da ist eine, die bringt mich immer zum schmunzeln, wenn ich sie sehe:

… und falls das noch einen medizinischen Bezug zum Blog braucht: der ist sicher unterzuckert, dass der sich so benimmt :-)

geht mir gelegentlich auch so …

Basteln mit Junior: Vanillextrakt

… wahrscheinlich sollte ich schreiben: Kochen mit Junior?

Ein gutes Weihnachtsgeschenk – denke ich. Und einfach herzustellen, braucht aber Zeit, darum: früh genug anfangen! Ich bringe es jetzt schon, denn: wer auf Weihnachten guetzelt und Weihnachtskekse / Pralinees etc. herstellt, der kann das gut brauchen!

Man benötigt:

Ca. 12 Vanilleschoten

1 L Vodka

grosses Einmachglas

feines Sieb oder Gazeplätzchen zum durchseihen

kleine Flaschen zum abfüllen (z.Bsp  )

Etiketten – zum bedrucken oder bemalen

Vanilleschoten auskratzen, den Rest der Stangen zerkleinern (ev. auch grob im Mixer) alles in ein grosses und dicht schliessendes Gefäss geben.

Vodka dazugeben. Schliessen.

Dann heisst es warten und regelmässig – einmal täglich – schütteln.

Je länger das ziehen kann, desto besser. Mindestens sollten es 3 Wochen sein.

Danach die Vanille-Schoten-Überreste absieben und die Flüssigkeit in die kleinen Fläschchen abfüllen.

Etiketten gestalten und draufkleben.

Schön verpacken und verschenken (und einen Teil für sich behalten, nicht vergessen. Das Zeug schmeckt gut!)

Und für was braucht man Vanillextrakt? Hierzulande ist das eher unbekannt – eingesetzt wird es wie Vanillezucker: in Gebäck zum aromatisieren von Keksen, Kuchen, Waffeln, Omeletten … gibt Aroma – der Alkohol verdunstet dabei hauptsächlich.

Achtung: enthält (hochprozentig) Alkohol – ist also NICHT zum direkt so trinken gedacht. Speziell nicht für Kinder.

Mehr Basteln mit Junior:

Doofe Werbung

Keine Ahnung, was ich gemacht habe, damit Facebook mich mit Werbung für Abnehm-Produkte bombardiert. Aber es nervt.

Speziell derartiges nervt:

Ich weiss gar nicht, wo ich da anfangen soll:

Bei den unglaubwürdigen „Versprechen“ von 15 Kilo innert 2 Wochen? Das wäre selbst mit Nulldiät kaum zu erreichen – und selbst dann ungesund, Un-gesund!

Oder die Angaben über die „Wirkungsweise“: Zwingt Körperfett aus Ihren Fettpolstern abzusaugen!

Wirklich? Wirklich?! Wie bitte soll das denn gehen? Mittels direkter Fettabsaugung? Ich dachte, wir lesen hier über ein Mittel zum einnehmen.

Das ich nicht kenne – von wegen Top Seller der Schweiz. Pah.

Es ist auch nicht nötige die Seite zu besuchen. Tatsächlich handelt es sich um Feigenkaktus Tabletten. Wenn ich das richtig interpretiere ein weiteres Mittel, das behauptet via Ballaststoffe und Nahrungsfasern Fett im Darm an sich zu binden. Das wird dann weniger aufgenommen … und kann dementsprechend nicht in die Fettzellen eingelagert werden, die daraufhin ihr eigenes Fett vermehrt abbauen sollen. SOLLEN.

Sag das mal den Fettzellen. Bis die Methode greift, müsste man sich ziemlich aushungern.

Auf der Seite steht aber:

Sie nehmen gesund und schnell an ihren Fettpolstern ab. Und zwar für immer, ohne jojo-Effekt. Sie werden plötzlich wieder schlank, vor allem an den typischen Fett-Problemzonen wie am Gesäss, an den Hüften, den Schenkeln, am Bauch und an den Beinen.

Ja, man nimmt natürlich zuerst an den Stellen ab, wo man das am liebsten hätte: Am Po, an den Hüften am Bauch …

schön wär’s.

Und wie einfach das geht: nur ein paar Kapseln mit jeder Mahlzeit.

Und essen darf ich weiterhin alles, was und wieviel ich will?

Ja, alles was Sie möchten, aber einfach bewusster!…dabei helfen Ihnen Feigen-Kaktus-Tabletten sehr. Das Ziel ist ist eine ausgewogene Ernährung!

Toll nicht?

Blödsinn.

Ganz klar ist das Ziel eine ausgewogene Ernährung. Dazu gehört gelegentlich aber (je nach bisherigen Essgewohnheiten) auch eben NICHT alles zu essen, was man will – oder wieviel man will.

Und ganz toll auch dies: Wo bekomme ich das Wundermittel?

Zur Zeit sind Sie nur direkt beim Vertreiber erhältlich, später auch in allen Drogerien und Apotheken.

– ich denke nicht.

We love chemicals

Oder wie ein Biologie Professor von mir einmal gesagt hat: „Pflanzen sind die grössten Chemiker“.

Wahr. Wenn man die Sachen genauer betrachtet, dann kann man sie in ihre chemischen Bestandteile zerlegen – auch einen Apfel. Nur sind die hier angegebenen Inhaltsstoffe sicher nicht alles, was da drin ist. Gerade Naturprodukte sind oft ganz erstaunliche Mischungen … und darum kaum zu reproduzieren und manchmal schwer alle Wirkungen auf einen abzuschätzen.

Also hier: der Apfel.

Nicht ganz sicher, was die Quelle dieses Bildes angeht. Laut stammt das Bild von Klaas Wynne.

Die Inhaltsstoffe hören sich gefürchig an. Sie sind es eigentlich ganz und gar nicht.

Tocopherol (E306) ist zum Beispiel Vitamin E. Ascorbinsäure (E300) ist Vitamin C, Malinsäure – ist Apfelsäure … klar ist das im Apfel drin :-)