Die deutschen Apotheken in Not

Anschauen, teilen und … mitmachen. Die deutschen Apotheken brauchen auch Deine Hilfe. Petition unterschreiben auf:

Danke an Ann Kossendey-Koch für die Stimmaufnahme (das kann sie wirklich gut!). Sie ist deutsche Apothekerin … hat inzwischen aber ihre eigene Apotheke aufgeben müssen und konzentriert sich auf Familie und persönliche Beratung.

Gemacht habe ich das mit dem online-Programm: powtoon.com. Ich finde, es ist ganz gut geworden … was meint ihr?

Aufruf zur Petitions-Teilnahme

Ein Aufruf an meine Leser – nicht nur die in Deutschland. Bitte unterstützt die Vor-Ort Apotheke indem ihr teilnehmt und sie teilt.

Christian Redman, ein engagierter deutscher Apotheker, hat sie erstellt aus diesen Gründen:

Seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Gültigkeit der Arzneimittelpreisverordnung für rezeptpflichtige Arzneimittel befindet sich die deutsche Apothekerschaft in existenziellen Nöten – so dass in der Folge die gesamte deutsche Gesundheitsversorgung durch Apotheken vor Ort gefährdet sein wird.

Die einzige Option, die sichere, redundante und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientenschaft in all ihren Belangen (Individualrezepturen, Nacht- und Notdienste insbesondere an Sonn- und Feiertagen, Spezialversorgungen wie die palliative Versorgung) aufrechtzuerhalten, zu sichern und damit dem gesetzlich verankerten Versorgungsauftrag nachzukommen, stellt ein Versandverbot rezeptpflichtiger Arzneimittel dar sowie die Durchsetzung der Gültigkeit der Arzneimittelpreisverordnung auch für ausländische Versender.

Dies wird weitgehend als konform zum Europarecht gesehen – und muss zeitnah von der deutschen Regierung erarbeitet und beschlossen werden. Apotheker und ihre Teams, zumeist Frauen und insgesamt ca 150.000 Beschäftigte warten nun darauf, dass die Große Koalition diesen Punkt des Koalitionsvertrags aufgreift und mit der Umsetzung beginnt.

Aus diesem Grund fordern wir:

  • das klare Bekenntnis des amtierenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn zum Koalitionsvertrag
  • die zeitnahe Umsetzung des Versandhandelsverbots unter Ausschöpfung aller (europa-)juristischen Möglichkeiten.

Bitte unterstützen Sie ihre Apotheke vor Ort und helfen Sie mit, dass die schnelle Versorgung und eine gute Beratung durch das Versandverbote nachhaltig bestehen bleiben.

Wer mehr zum unsäglichen EUGH Urteil und seinen Folgen lesen will, kann das hier.

Weshalb unterstütze ich das als Schweizer Apothekerin? Einerseits, weil mir mein Beruf sehr am Herzen liegt – und Apotheken gibt es in so ziemlich allen Ländern. Deutschland als Nachbarland mit gleicher Sprache und ähnlichem Gesundheitssystem wird bei uns gern als Vergleich herangezogen … allerdings läuft da seit einigen Jahren ziemlich viel schief – den Krankenkassen wird (in meinen Augen) zu viel Einfluss gegeben und mit dem Zauberwort „sparen“ und Einfluss durch internationale Grossfirmen Gesetze und Vorgaben durchgebracht, die im Endeffekt auch für die Patienten einfach nur schlecht sind. Das mit den ausländischen Versandfirmen und den Rabatten ist nur der letzte (und ziemlich verheerende) Schlag. Wer denkt, dass das ja EU ist und das nie zu uns kommt … liegt falsch. Das hat Auswirkungen. Wehret den Anfängen – sage ich da nur. Unterschreibt die Petition.

Medikamentennamen sind schwierig (7)

Für einmal ein Deutsches Rezept. Ich find’s ja irgendwie süss – und im dritten Anlauf hat es auch der Arzt geschafft, das Medikament richtig zu schreiben …

doxy-Rp

Doxiyci .., Nein, Doxiyc…, Nein, Doxycyclin. Na also …

Danke an Torsten, dass ich das Bild benutzen darf!

Man sieht, nicht nur die Patienten und wir Apotheker haben Teils Mühe mit den Namen.

So stehts um die Deutschen Apotheken – lest die Apothekerblogs!

„Wir sollten alle viel mehr bloggen“ meinte letzthin ein Deutscher Apotheker auf Facebook. Recht hat er! – das ist nämlich eine gute Möglichkeit ein bisschen mehr Leute auf die Situation der Apotheken in Deutschland aufmerksam zu machen. Die stellt sich zunehmend als prekär heraus … und die meisten Leute wissen davon nichts, respektive haben keine Ahnung, was das in Zukunft für Auswirkungen haben wird. Direkt auf die Patienten in Deutschland.

So ein Blog ist eine gute Möglichkeit, das zu tun und vielleicht ein paar zu erreichen. Wenn ich hier aus der Schweiz darüber blogge, ist das (gezwungenermassen) immer mit einem gewissen Abstand, aus der (naja fast) neutralen Beobachterposition.

Hier ist ein Blog von einem betroffenen Apotheker. Er bloggt als über Aktuelles – vor allem eben: die Gegenwärtige Situation und die Zukunft der deutschen Apotheke. Schaut mal vorbei!

landapotheke

Gedankenknick scheint den Aufruf übrigens auch gehört zu haben und hat (nach längerer Zeit) wieder einen Blogpost veröffentlicht unter .

gedankenknick

Und nicht vergessen sollte ich – die regelmässig in Erinnerung rufen, was die Apotheke denn so leistet. Besonders lesenswert der letzte Blogpost: Von Apotheker und Wurstverkauf.

MrPille2

Im übrigen: Die gute Nachricht, dass das RX-Versandverbot tatsächlich auf der „To-Do-Liste“ der Politik steht, sollte nicht dazu verleiten, da nachzulassen. DocMo und Co hat viel Geld für Werbung und Beeinflussung zu Verfügung, die die kleinen Apotheken nicht haben – und die Zeit arbeitet für sie. Es ist immer schwer, etwas, das eingeführt wurde wieder rückgängig zu machen und je länger es das gibt … Also, liebe Deutschen Apotheker: bloggt, lobbyiert, setzt Euch für Eure Patienten ein und für Eure Leistung. Und liebe Leser (Patienten oder nicht): informiert Euch, was da läuft und lasst Euch nicht zu sehr von der „Karotte“ der persönlichen Ersparnis davon ablenken, dass ihr da für Grosskonzerne im Ausland, die nicht wirklich nur Euer Bestes im Auge haben „vor den Karren gespannt“ werdet.

Medizin-Blogger-Treffen in Berlin

Was macht eine schweizer Apothekerin in Berlin? Eifrige Blogleser (nicht nur von meinem hier) werden es schon mitbekommen haben: Am Freitag abend war Bloggertreffen in Berlin. hat eingeladen und wir sind gekommen. Ich wahrscheinlich von am weitesten her … und auch noch für mein erstes richtiges Bloggertreffen, aber: das hat sich gelohnt!

Das war toll, mal die Gesichter hinter den Blogs zu sehen. Gerade bei „uns Medizinbloggern™“ ist es so, dass wir häufig anonym bloggen und eher vorsichtig sind, damit Beruf(ung) und Hobbies sich nicht schaden. Ich kann jetzt, danach sagen: diese Blogger gibt es wirklich – und das sind alles ganz tolle Leute. Nicht nur mir schon lange bekannte waren da, auch einige (für mich) Neuentdeckungen.

Schon im Hotel trafen wir (da war mein Mann – Kuschelbär noch dabei) auf , der sich die Mühe gemacht hat, uns vorher etwas zu organisieren – What’sapp machts möglich. Die Leute sagen ja immer, ich blogge schon lange (im April werden es 10 Jahre sein – wow), aber der Medizynicus schlägt mich da noch um Jahre. Er bloggt aus Bad Dingenskirchen, einem Kreiskrankenhaus irgendwo in der Provinz in Deutschland. Seine Blogposts und Bücher geben auf eindrückliche und gleichzeitig unterhaltsame Weise Einblicke, die oft auch zum später darüber Nachdenken anregen. Ausserdem war er schon häufig an Bloggertreffen … auch am wahrscheinlich ersten in Deutschland überhaupt.

Im Hotel stiess dann auch bald noch das PTAchen vom Blog dazu. Wir nächtigen im selben Hotel – Sie war auch der Grund, weshalb ich mich überhaupt zum Treffen getraut habe, sie hat mich nämlich vorher persönlich angeschrieben. Sie ist PTA in einer deutschen Apotheke … und wir waren heute „die Apothekenlobby“ an den Gesprächen abends. So viele Gemeinsamkeiten wie wir noch fanden, verstanden wir uns prächtig.

Weil wir (um 2 Uhr) noch nichts zu Mittag gegessen haben, suchten wir uns eine kleine Beiz in der Nähe des Hotels, wo sich dann noch der 5-Foraminologe dazustiess, nachdem er vorher für die Familie in Berlin shoppen war (wenn man schon mal da ist …). Ihn kannte ich noch nicht, aber auch sein Blog ist äusserst lesenswert:   Ausserdem ist er so organisiert, dass er es nach dem Zwischenimbiss geschafft hat, uns per öffentliche Verkehrsmittel und rechtzeitig zur Podiumsdiskussion quer durch Berlin zu lotsen.

Das Rahmenprogramm, organisiert von Mira von DocCheck war eine Diskussion von „uns Medizinbloggern™“ über Lobbyismus im Gesundheitssystem mit Florian Eckert, Hauptstadtrepräsentant von Bayer Health Care, jetzt bei fischerAppelt und Wolfgang Wodarg, ehemals Arzt und SPD Politiker und im Vorstand von Transparency International. Die Diskussionen, Fragen und Erläuterungen waren interessant – und hätten noch Stunden weitergehen können. Das Thema ist riesig … und je mehr man nachfragt … Ja, das gibt noch einen separaten Blogpost, was ich für Erkenntnisse daraus gezogen habe (experiences might differ :-) )

bloggertreffen

Im Raum angekommen, wo die Posiumsdiskussion stattfand, traf man dann auch die anderen Blogger, die es in die Hauptstadt geschafft haben. Da war Tobias Sambale vom Blog : Rettungsassistent und auf dem Weg zum Arzt – ein sehr helles Köpfchen, mit breiten Interessen, wie man auch an den Fragen merkte, die er stellte.

Und dann war da noch – den brauche ich kaum noch vorzustellen, oder? Auf seinem tollen Blog (und Buch) schreibt er aus seiner Praxis. Das ist spannend und lehrreich zugleich (nicht nur für Eltern). Er hat vor etwa 8 Jahren mal auf meinen Blog verlinkt … das war der Moment, wo ich eine Menge Leser bekam, die ihn sonst nie gefunden hätten. Wie erfolgreich er heute noch ist, sieht man daran, dass er heute an der Verleihung zum goldenen Blogger teilnimmt. Wer für ihn stimmen möchte, kann das heute abend nach 19 Uhr live hier

Ein Gesicht, das ich am Tisch kannte, war Jan Dreher von . Er bloggt und podcastet unter Klarnamen und sein Bild ist auch auf seinem Fachbuch „Psychopharmakotherapie griffbereit“ zu sehen. Den Podcast macht er zusammen mit Alexander Kugelstadt vom Blog, der auch anwesend war.

Mir fällt grad auf, dass ich jeweils das Dr. vor dem Namen weggelassen habe – ich hoffe, ihr verzeiht mir das :-)

Offensichtlich haben sie sich über meinen Dialekt amüsiert – Leute, ich kann nichts dafür,… ich bemühe mich auch sehr, wirklich Hochdeutsch zu reden sprechen, aber besser wird’s nicht.

Auch neu für mich war die , die einen Einblick in eine andere Ecke der Medizinwelt bietet: Als Juristin in einem Krankenhaus. Das fällt auch etwas unter: so ein weites Gebiet …

Nach den kurzen 2 Stunden dislozierten wir alle in ein nahe gelegenes Restaurant, wo die Diskussionen auf mehr privater Ebene eifrig weitergingen. Es war ein toller Abend – und nach weiteren 3 Stunden (zu) schnell vorbei. Auf einmal war es 11 Uhr und mein bestelltes Taxi wartete vor der Türe. Nicht irgendein Taxi, sondern das von Sash vom Blog Auch er übrigens nominiert zum goldenen Blogger (in einer anderen Kategorie: Tagebuch Blogs) hint : siehe oben. Mit dem PTAchen ging es zurück ins Hotel, die Fahrt war kurz und kurzweilig … er selber hat schon darüber geschrieben, dem ist wenig anzuhängen :-), ausser das es mich sehr gefreut hat, mit ihm zu reden. Ich denke, ich werde mich wieder mal an so einem Bloggertreffen sehen lassen.

Das war jetzt auch ein wenig „Networking“ – vielleicht sogar schon Lobbyismus? Bezahlt wurde von DocCheck Podiumsdiskussion-Raum und Referenten und das Nachtessen – dies nur zur kompletten Transparenz der Sache …

Jedenfalls: klickt eifrig auf die Links und entdeckt die anderen Blogs – es lohnt sich wirklich! Toll auch die Leute dahinter zu sehen – ich kann also bestätigen: die sind alle echt und authentisch.