Buchrezension: The Martian – der Marsianer

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Nachdem mir Amazon das Buch beharrlich vorgeschlagen hat und es jetzt auch einen Film im Kino davon gibt (den ich aber noch nicht gesehen habe), habe ich mich überreden lassen.

Und das war super. Schon die ersten paar Worte saugen einen ins Buch.

I’m pretty much fucked.

That’s my considered opinion.

Fucked.

Six days into what schould be the greatest two months of my life, and it’s turned into a nightmare.

Man lernt als Leser schnell, was passiert ist. Der Ich-Schreiber Mark Watney hinterlässt das als Aufzeichnung, obwohl er alles andere als sicher ist, dass das jemand lesen wird. Die Sache ist die: Aufgrund bedauerlicher Umstände wurde er als Mitglied einer Crew der 3. Marsexpedition auf dem Mars überhastet als tot zurückgelassen.

Er lebt aber noch. Und hat das Glück, dass ein Grossteil der Ausrüstung auch zurück gelassen wurde. Die war für einen 2 Monatigen Aufenthalt ausgelegt … und er wird ganz sicher nicht innert der Zeit abgeholt oder bekommt Ausrüstung wie das nötige Essen. Er hat keine Möglichkeit zur Kommunikation, aber er lebt … und da er ein ausgesprochen anpackender Mensch ist – als Crewmitglied hatte er 2 Aufgaben: er war der Biologe und der Mechaniker – und ausserdem ein ausgesprochener Optimist … macht er sich daran nach Möglichkeiten zu seinem Überleben zu suchen – und der Erde mitzuteilen, dass er noch lebt.

Hier muss ich einfügen, dass allein das Titelbild vom Buch mit dem Filmdarsteller Matt Damon einen sehr beeinflusst darin, wie man Mark Watney „sieht“ – ich finde er passt wunderbar, mit seiner etwas burschikosen Art … auch wenn es schon einige „Rettet Matt Damon-Filme“ gibt.

Das hier ist (zumindest im Buch) etwas anders: hier muss er sich vor allem selber retten. Hilfe von aussen ist bis auf nicht-absehbare Zeit nicht zu erwarten und er braucht Nahrung, Wasser, ein funktionierendes Habitat und Kommunikation mit der Erde, die Monate entfernt ist.

Wie er das schafft und die Rückschläge, die er dabei erleidet lasse ich hier aus. Aber es ist ein spannendes Buch. So spannend, dass ich es von Zeit zu Zeit aus der Hand legen musste. Ich weiss, das hört sich widersprüchlich an, aber ich lese vor dem Einschlafen (und wenn mich etwas zu fest dabei aufregt … und bei manchen in dem Buch, vor allem bei den Hindernissen und …ja, schon gut, ich sag nichts weite) jedenfalls brauchte ich gelegentlich Abstand, nur um es später wieder aufgeregt in die Hand zu nehmen um weiter zu lesen.

Mir gefielen dabei natürlich auch die „Wie geht das“-Erklärungen. Mit (natur-)wissenschaftlichem Hintergrund versteht man ein bisschen besser, was da abgeht, aber auch so … super Ideen, und nicht wirklich weit von dem entfernt, was wir jetzt schon haben. Dass dazwischen auch die Seite der Erde eingeschoben wird, empfand ich anfangs noch als „doofe Unterbrechung“, aber für die Geschichte war das nötig. Mein einziger Wermutstropfen in dem Buch ist das etwas abrupte Ende. Ich hätte da gerne noch mehr …

Aber kurz: sehr lesenswert! Sehr spannend. (Muss ich jetzt doch noch den Film schauen gehen?)

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Pharmama wird gelesen

Offenbar nicht nur der Blog, sondern auch die Bücher. Heute habe ich mich sehr über eine neue Rezension gefreut:

buchrezijan

Da musste ich grad nachschauen, was denn die letzte von meinem war – das könnte noch ein paar Rezensionen „vertragen“, vor allem, wenn es solche sind:

buchrezieinmal

Zwei-Fach Bestseller … aber wo?

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Ich bin wieder im Land – und gerade amüsiert über die Amazon Seite von meinem ersten Buch: bin ich doch tatsächlich wieder Bestseller! Aber … Huh? In was für seltsamen Kategorien?

Hmmm …

Ich finde schon, dass sich mein Buch als Geschenkbuch eignet … allerdings würde ich es jetzt mehr in der Kategorie „Gesundheit und Krankheit“ sehen … und nicht in Politik? Oder Fahrzeuge und Technik??

Grass (Rezension)

7

Ein Science Fiction Buch und gleichzeitig fast ein Krimi:

In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit bis zu einem Stopp aus religiösen Gründen weit ins All verbreitet. Die Welten sind oft überbevölkert, viele arm, die Reproduktion streng reguliert und die Sanctity – als religiös/bürokratisches Obersystem regiert. Sie sind es auch, die das Wissen um eine umgehende Seuche, die das Potential hat die gesamte Menschheit auszulöschen unter Verschluss hält … um keine Panik zu verursachen. Alle Versuche eine Behandlung zu finden sind gescheitert – als letzte schwache Möglichkeit wird der Neffe des sterbenden Hierarchen von Sanctity nach Grass geschickt, da das Gerücht geht, dass ein Erkrankter beim Aufenthalt dort geheilt wurde.

Grass selber ist ein seltsamer Planet, über den niemand viel weiss. bedeckt von riesigen Grass-Planen, hauptsächlich unbewohnt bis auf die Stadt um den Raumhafen und einzelnen, weit auseinanderliegenden Gehöften, wo die „Bons“ wohnen – von der Erde stammender Adel, die keinerlei Einmischung von aussen wollen … und deren einzige Unterhaltung etwas ist, dass sie Fuchsjagd nennen.

Man schickt die Familie Yrarier als ebenfalls europäischer Adel mit Erfahrung im Umgang mit Pferden als Botschafter hin – und dem Plan, auf Grass unauffällig nach der Seuche und nach der möglichen Heilmethode zu suchen.

Grass stellt sich ganz anders heraus, als die Leute von der Erde je gedacht hätten. Die Hippae – die nativen Tiere, die die Bons auf die Fuchsjagd reiten sind keine Pferde (wie die Hunde keine Hunde und der Fuchs auch kein Fuchs ist) … und nicht ungefährlich. Die Bons wollen nichts mit den Yrariers als Aussenseitern zu tun haben und Marjorie (die von Selbstzweifeln und religiösen Dogmen gebremste) Hauptprotagonistin und ihr stolzer Mann stossen überall nur auf Grenzen und Geheimnisse …

Hat die Ausgrabung von den auf Grass verbannten Sanctity-Mitgliedern einer Arbai-Stadt (einer alten, ausserirdischen Zivilisation) etwas mit dem Ganzen zu tun? Was ist mit den Arbai passiert, dass sie so plötzlich ausgestorben sind? Weshalb sind die Bons zu fixiert auf die Fuchsjagd, dass sie dabei in den eigenen Familien Verletzte und einfach Verschwundene Kinder in Kauf nehmen? Wie intelligent sind die Hippae? Gibt es wirklich keine Seuche auf Grass?

Das Ganze eskaliert, als eines der eigenen Kinder der Yrariers auf der Fuchsjagd verschwindet und Marjorie sich rücksichtslos und mit allen Mitteln auf die Suche nach ihr macht … und dabei tatsächlich die (erschreckenden) Lösungen für diverses findet.

Das Buch ist immer wieder überraschend, ohne die „Deus ex Machina“ Karten zu ziehen. Lange weiss man nicht, wo das alles hin geht. Es ist hier ein Stück, dort ein Stück … ein bisschen wie in einem Krimi – bis sich alles zu einem grossen … und ziemlich erschreckendem Bild zusammensetzt.

Eindrücklich und lesenswert!

Towel day 2013

4
Soo … heute habe ich mein Handtuch dabei.

Es ist Towel day (wer nicht weiss, was das ist, schaue hier *klick*)

Diesmal muss ich nicht einmal arbeiten, so wie letztes Jahr.

Mal sehen, ob ich noch andere Douglas Adams Fans finde – und wie gesagt, wenn ihr Fotos habt: her damit!

Übrigens: Da gibt es tatsächlich ein Zitat von Douglas über … Apotheken:

Space is big. You just won’t believe how vastly, hugely, mind- bogglingly big it is. I mean, you may think it’s a long way down the road to the chemist’s, but that’s just peanuts to space.

Douglas Adams

„Der Weltraum ist gross. Du wirst kaum glauben wie weit, riesig, verblüffend gross es ist. Ich meine, Du denkst vielleicht es ist ein weiter Weg die Strasse runter bis zur Apotheke, aber das ist nur Erdnüsse im Vergleich zum Weltraum.“

Jaaa – im Original hört es sich 100x besser an – ein Grund, warum ich Douglas gerne in Englisch lese, er hat einfach eine unglaublich clevere Handhabung der Sprache. Aber … offenbar war der (weite) Weg bis zur Apotheke auch schon bei ihm ein Thema :

gelesen: Enders Game

Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber … der Anlass ist aktuell: es wurde verfilmt und kommt ins Kino! (November erst … au nein!)

Ich habe dieses Buch geliebt. Ich mag starke Geschichten, die einen nicht mehr loslassen, die man auch Nachts um 11 Uhr noch in der Hand hat und nicht weglegen kann, auch wenn einen die vernünftige Seite des Gehirns sagt: Du musst jetzt schlafen gehen. Du musst morgen fit sein für die Arbeit – und du antwortest: Nur noch eine Seite. Nur noch ein bisschen mehr!

Ender's game (Deutscher Ti Enders Spiel) spielt in einer Zukunft, in der die Erde Ziel zweier Invasionen von intelligenten ameisenartigen Ausserirdischen, war, die sie nur sehr knapp abwenden konnten. Man hat gewonnen … scheint aber nicht genau zu wissen, weshalb und ist (auch darum) sehr ängstlich, was eine weitere Invasion angeht.

Um das vorzubereiten werden alle Kräfte mobilisiert. Speziell sucht man nach geeigneten Offizieren mit hyper-schneller Reaktion und dem Wunderkind, das in der Lage sein soll gegen einen Gegner vorzugehen, der technisch überlegen war (wobei die Menschheit rasch aufgeholt hat) und der auf eine Art und Weise kommuniziert und reagiert, die bisher nicht vorhersehbar war.

Andrew „Ender“ Wiggin kommt aus einer Familie, wo sowohl sein Bruder Peter, als auch seine Schwester Val als für das Militärprojekt getestet wurden. Beide haben es jedoch trotz ihrer überragenden Intelligenz nicht geschafft. Trotzdem wurde der Familie erlaubt / befohlen, ein weiteres Kind zu haben – was ungewöhnlich ist, dürfen die meisten Familien aus ökologischen Gründen nur 2 Kinder haben … daher auch sein Spitzname „Ender“ – der letzte sozusagen.

Ender kommt mit 6 Jahren in das Programm und verlässt seine Familie für das Training in der Station im Weltraum.

Schon gleich zu Beginn wird Ender absichtlich isoliert – allein dadurch, dass ihn der Kommander (Graff) der Schule als besser als die anderen herausstellt. Das macht ihm keine Freunde – was absolut im Sinne der Oberen ist.

Die Kinder werden in Gruppen (Armeen) unterteilt, die zusammen trainieren und gegen andere antreten müssen – Kampf-Spiele sozusagen, die im schwerelosen Raum mit nicht-tödlichen Waffen stattfinden. Wer getroffen wird, friert ein, bis das Spiel zu Ende ist, Ziel ist die Durchquerung des Raums und das Öffnen der gegnerischen Türe. Daneben wird am Computer Taktik geübt. Jedes Spiel hat einen Grund – selbst das sich selbst erfindende Fantasie-Spiel, das sie in der Freizeit am Computer spielen.

Ender zeichnet sich durch ungewöhnliche Ideen und Taktiken aus – doch jedes Mal, wenn es scheint er findet ein bisschen Seelenfrieden und Freunde, wird er versetzt. Sein früher Erfolg bringt ihm auch Feinde, gegen die er sich unerbittlich wehren muss. Das Mantra scheint zu sein: „Niemand wird dir helfen. Nie.“

Unten auf der Erde spannen Enders sehr unterschiedliche Geschwister die sanfte Val und der bösartige Peter inzwischen zusammen, weil sie politische Probleme voraussehen. Der „Krieg“ gegen die Buggers hält die Nationen zusammen, aber … wie lange noch? Mit Hilfe des Internets und Schein-Identitäten (Locke und Demosthenes) gewinnen die Minderjährigen immer mehr an Einfluss.

Jahre gehen vorbei, Ender wird 12 und immer wieder an Grenzen seiner Belastbarkeit getrieben – der körperlichen und der geistigen. Selbst im Fantasie-Computer Spiel geland er zum „Ende der Welt“ – das es eigentlich nach dem Programm gar nicht geben dürfte. Seine Schwester Val zu der er ein sehr gutes Verhältnis hatte, aber auch keinerlei Kontakt seit er in der Schule ist, wird hinzugezogen, ihn wieder zu motivieren – Graff, der Kommander der Kampf-Schule macht alles um die wahrscheinlich letzte Chance, die die Erde hat nicht zu verlieren.

Ender überwindet die Krise und wird zur Kommando-Schule auf dem Mond Eos versetzt – einer ehemaligen Brücken-Station der Bugger. Dem Ort, wo sie viel über deren Technologie gelernt haben und auch neue Waffensysteme entwickelt haben, wie dem „kleinen Doktor“.

Dort trifft er auch den Grund für den letzten Sieg über die Bugger – und er wird weiter und weiter getrieben, manipuliert und geschult, bis ….

Nein, das verrate ich hier nicht. Lest es selber nach!

 

Enders Game wurde also verfilmt, obwohl Orso Scott Card selber einmal geschrieben hat, das ist eigentlich nicht möglich zu verfilmen, da sich das meiste in Enders Kopf selber abspielt.

Ich bin nicht der Meinung – mal sehen, wie und ob der Film das getroffen hat.

Harrison Ford als Kommander Graff zu besetzen finde ich schon mal ziemlich passend.

 

***** 5 Sterne – ich würde auch 6 geben, wenn die Skala höher ginge.

1985 geschrieben hat das Buch nichts verloren. Die Umwelt dient nur als Hintergrund für einen sehr persönlichen Kampf. Von daher ist es auch für Nicht Science Fiction Fanss geeignet. Auch wenn die Hauptfiguren sehr jung sind: das ist kein Kinderbuch. Nicht wegen der Gewalt, sondern den Einblicken, die das Buch gibt.

gerade gelesen: Snow Crash

Ich scheine es ein bisschen mit den nicht ganz so einfach zu beschreibenden Büchern/ Filmen etc. zu haben. Snow Crash gehört da definitiv dazu,

Spielend in einer (nicht allzu fernen?) Zukunft in einem Amerika, wo es keine funktionierende Regierung mehr gibt, dafür aber Kapitalismus über alles. Die Leute leben in und arbeiten für Franchises wie die Mafia – die den Pizzalieferdienst unter sich hat … und das so ernst nimmt, dass eine späte Lieferung die Familienehre beeinträchtigt.

Oder Kleinstaaten-Gebiete wie Mr. Lees greater Hong Kong  mit eigenem Sicherheitssystem wie umgemodelten Bulldoggen. Ursprünglich staatliche Unternehmen wie der CIA wurden privatisiert – sie handeln nach wie vor mit Informationen, nur kann sie jetzt jeder verkaufen und kaufen. Den FBI gibt es noch – die Feds sind bürokratisiert und paranoid wie sonst kaum einer.

In dieser Umwelt lebt der Held Hiro Protagonist – halb Afrikanisch-Amerikaner und halb Koreaner –  bis zu einer vermasselten Lieferung Pizza Kurier und im Metaverse gefeierter Hacker und laut Visitenkarte der Weltbeste Schwertkämpfer. Das Metaverse ist das, was Second Life hätte werden können – halb Internet, halb Zweit-Welt in der man sich trifft, Informationen austauscht und in der auch die grossen Firmen alle vertreten sind.. Zugänglich per Computer, repräsentiert wird man als Avatar … je nach Verbindung und Informatikkenntnissen besser oder schlechter.

Die zweite Hauptperson ist die 15 jährige Y.T., ihres Zeichens Kurier – was im modernen Amerika heisst: sie ist mit hochtechnischem Rollbrett, Schutzausrüstung und „Poon“ unterwegs, indem sie sich an Fahrzeuge anhängt. Ihre Wege kreuzen sich mehr durch Zufall – sie ist diejenige, die die Pizza dann doch noch rechtzeitig zum Ziel bringt … und sich den Dank der Mafia sichert.

In der realen Welt und im Metaverse macht sich eine neue Sache breit, die sich Snow Crash nennt – das weisse Flimmern, das man nach einem absoluten Computerabsturz sieht. Es scheint eine Verbindung zu geben  zwischen Sprache, Gehirnbeeinflussung, Religion, Viren und Computer – und ein Informationsmogul: L. Bob Rife will sie einsetzen … ja, wogegen?

Hiro mit seinen Samurai-Schwertern, Y.T. mit ihrem Board suchen sich ihren Weg – gegen einen starken Widersacher in der Realwelt und dem Metaverse – Raven. Einem Aleuten auf persönlichem Kriegszug gegen das, was von Amerika übriggeblieben ist und der – zum persönlichen Schutz sozusagen – mit einer Atombombe vernetzt ist.

So ganz nebenbei lernt man noch etwas über die Sumerer, Sprache, Religion und Computer.

Alles trifft sich schliesslich auf der Raft – einer Art riesigen schwimmenden Unterkunft, die dem Informationsmogul  neue Leute – Flüchtlinge sozusagen – nach Amerika bringt.

Das Buch fängt eher gemächlich an – bringt aber eine Menge Ideen, auch neue, die über das sonstige „Cyberpunk“ Thema herausgehen und reichlich Gesellschaftskritisch sein können – langweilig wurde es mir nicht. Im zweiten Teil nimmt das Erzähl-Tempo zu, gleichzeitig werden auch die Hintergrund-Informationen dichter. Es endet mit einer (oder zwei?) Verfolgungsjagden …

Ich fand es lesenswert wegen den teils abstrus scheinenden Ideen, den durchaus „coolen“ Figuren und weil man – da das Buch doch schon älter ist (1992) inzwischen einiges daraus schon wiedererkennen kann: Internet, Avatare, Information als Macht …

**** 4 Sterne dafür.

Lesenswert für: Science Fiction Fans, Computer Fans, Leute mit Interesse an Sprachentwicklung …

angesehen: Cloud Atlas

Alles ist verbunden

damit fängt die DVD an … und das ist auch eine gute Vorwarnung. In diesem Film ist alles verbunden. Viele dieser Überschneidungen erkennt man nicht beim ersten Mal.

6 Geschichten sind es – aus den unterschiedlichsten Epochen. Man könnte sagen, es ist für jeden etwas drin. Aber … es ist mehr. Die Summe der Geschichten ist mehr als die Einzelteile selber – eben weil sie verbunden sind.

1800irgendwas verfolgen wir die Reise eines jungen Anwalts, dessen Familie im Sklavenhandel tätig ist und der dafür über's Meer geschickt wird. Auf seiner Reise rettet er einen Sklaven – und wird schliesslich auch von ihm gerettet – beides verändert seine Sicht der Dinge.

1930 schafft es ein talentierter junger Komponist sich eine Anstellung bei einem alternden aber berühmten Komponisten zu ergattern. Er schafft eine eigene Komposition (das Cloud Sextett), aber gerät mit seinem Arbeitgeber aneinander, der das als seine eigene Musik ausgeben will und damit droht ihn und seinen Ruf endgültig zu ruinieren.

1970 geht Luisa Rey, eine schwarze Journalistin einem Skandal in der Atomindustrie nach – dabei bringt sie ihr Leben in Gefahr und das derer, die ihr helfen. Stilmässig eine Detektivgeschichte mit unwiderstehlichem 70er Jahre Stil

2012 muss Timothy Cavendish, ein mässig erfolgreicher, alter Verleger untertauchen, weil er seine Schulden bei sehr Zwielichten Gestalten nicht bezahlen kann. Sein Bruder bringt ihn an einem "sicheren Ort" unter, der sich am nächsten Tag als geschlossenes Pflegeheim herausstellt. Zusammen mit anderen abgeschobenen Insassen plant er den Ausbruch.

2144 Neo Seoul. Somni-451 ist ein weiblicher Klon, der nur dazu erschaffen wurde in einem Fast Food Restaurant zu arbeiten. Tagein tagaus dasselbe – mit der Zukunft nach einem Jahr Arbeit "aufzusteigen"- Ein anderer Klon zeigt ihr, dass es da draussen mehr gäbe – wird aber eliminiert. Sie wird von einem Revolutionär gerettet, einer Organisation die zeigen will, dass auch Klone Menschen sind.

Ferne Zukunft: Zachry lebt in einer sehr einfachen Gemeinschaft auf Hawaii, Jahrhunderte nach dem Untergang Neo Seouls. Merowyn, die Mitglied einer weit fortgeschritteneren Gruppe ist – besucht sie. Sie braucht Zachrys Hilfe um in eine unzugängliche Gegend in den Bergen zu gelangen … um um Hilfe zu rufen.

immer wieder staunt man, weil Zusammenhänge auftauchen. Kleine Dinge. Grosses, dass es "Geschichte" ist. Die Geschichten werden auch nicht nacheinander erzählt, sondern gleichzeitig. Und selbst dann ist es nicht immer chronologisch. Trotzdem bleibt der Spannungsbogen erhalten.

Dann die Figuren selber: die Schauspieler haben mehr als eine Rolle. Dieselben tauchen immer wieder auf. Sie wechseln das Alter, die Rasse und sogar das Geschlecht. Es ist nicht so, dass das "wiedergeborene Seelen" sind (oder nicht so, dass man merkt, dass das so sein soll).

Alles in allem ist es sehr schwer, diesen Film zu beschreiben. Man sollte denken, da wollte jemand zu viel aufs Mal, die Kombination ist zu überwältigend (und ich bin sicher, dass es ein Film ist, den man vor Jahren so nicht hätte zeigen können deshalb).

Aber: Er ist GUT! Er ist so gut, dass ich ihn wieder schauen will – um mehr zu sehen, Details zu erkennen, Zusammenhänge zu finden.

Empfehlung: ***** unbedingt!

– Aber: das ist kein Film, um ihn zu schauen, wie mein Kuschelbär das oft macht: so nebenbei und dabei womöglich noch einschlafend. Der braucht mehr an Aufmerksamkeit.

Cloud Atlas Amazon

Medikamente bei Amazon

4

Amazon ist ein online Versandwarenhändler … und ganz offensichtlich nutzen manche Anbieter Amazon, um Medikamente zu vertreiben.

Medikamente, die Codeinhaltig sind. Das in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Clostridium Botulinum hat das gefunden und auf meiner Fachebook-Seite gefragt:


Ich weiss auch nicht, wem man das melden muss, aber das wurde gesehen von Astrid und an Apotheke-Ad-hoc weitergeleitet. Die daraus prompt einen Artikel gemacht haben: 

Berlin – Wie bei ebay dürfen auch bei Amazon nur Versandapotheken Arzneimittel verkaufen. Doch wie das Auktionshaus kommt auch der Onlinehändler nicht hinterher, unzulässige Angebote zu löschen. Aktuell können die ausländischen Präparate Solpadeine Plus und Solpadeine Max über amazon.de bestellt werden. In den Präparaten von GlaxoSmithKline (GSK) ist neben Paracetamol auch das in Deutschland verschreibungspflichtige Codein enthalten.

Und offenbar haben sie auch bei Amazon interveniert … das Solpadeine ist jedenfalls nicht mehr zu finden.

Gut gemacht!