Ferienlager für Kinder in der Schweiz

11

erlebnis-fahrten

Als Idee hier, weil ich letzte Woche gehört habe, er könnte noch etwas Werbung gebrauchen: Erlebnislager für Kinder in der Schweiz.

Andere Eltern mit Kinder im selben Alter wie unserem Junior suchen vielleicht auch noch nach etwas für ihr Kind … und so ein Erlebnislager ist mal etwas anderes als die reinen Sportlager (Fussball-, Skifahren- etc.) oder die von den Kirchen ausgerichteten Lager – mein Junior war auch schon zwei Mal in solchen. Als evangelisch getauftes Kind in einem Lager der katholischen Kirche (notabene von einer Mama, die inzwischen aus eben der Kirche ausgetreten ist). Das geht … führt aber doch gelegentlich zu … ah … Diskussionbedarf. Ein Erlebnislager ist dafür eine gute Alternative.

Mir gefällt ja das Prinzip: möglichst viel raus in die Natur, zusammen etwas unternehmen und erleben – und die ruhige Zeit zusammen dann auch nutzen um das zu reflektieren und zu lernen.

Auf finden sich einige Lager rund ums Jahr für Kinder zwischen 8 bis 14 Jahren (Altersangaben bei den einzelnen Lagern beachten). Vom „Erlebnis Winter“ über „Vier Elemente – Abenteuer Feuer, Wasser, Erde, Luft“, „Lamalager“, „Segellager“ und „Erlebnis Mittelalter“.

Der Lagerleiter hat eine Vielzahl an Kursen und Weiterbildungen als Erlebnispädagoge, diverse Zusatzausbildungen zum Trainer in verschiedenen Sportarten – er hat sich erst letztes Jahr selbständig gemacht. Angesichts der Tatsache, dass Schulferien gerade für arbeitende Eltern eine zusätzliche Belastung darstellen, was die Betreuung des Kindes angeht (das man ja auch nicht einfach irgendwo abschieben will) und dass die Lehrer immer weniger „Lagerfreudig“ sind – denke ich, das hat echt Potential.

P.S.: es hat noch freie Plätze …

Disclaimer: Ich wurde nicht bezahlt für diesen Beitrag, noch erhalte ich Vergütungen in irgendwelcher Art. Ich durfte Cyril letzhin kennenlernen und fand das Projekt unterstützenswert – und vielleicht auch interessant für andere Eltern hier.

Gehen Eure Kinder auch in Lager? Wenn Nein: weshalb nicht?

Advertisements

11 comments on “Ferienlager für Kinder in der Schweiz

  1. kunterbunt79 sagt:

    coole Sache

    Gefällt mir

  2. Mr. Gaunt sagt:

    Also ich melde mich für das Lamalager an. Wenn man innerlich noch ab und zu Kind ist dann reicht das doch, oder? 😉

    Gefällt mir

  3. Der Flo sagt:

    WIr finden ja prinzipiell die Pfadis hier in der Schweiz gar nicht so schlecht – vor allem, weil sie (im Gegensatz zu Deutschland) keine religiöse Ausrichtung haben. Allerdings passieren uns dort entschieden zu viele Unfälle, mit Sorgfalt und Aufsichtspflicht hat man es dort anscheinend nicht so…

    Gefällt mir

    • Pharmama sagt:

      kann ich mir vorstellen. Auch weil viele Pfadileiter nicht wirklich eine solche Ausbildung haben … jedenfalls, wenn das immer noch so ist. Engagierte junge Leute sind es sicher.

      Gefällt mir

      • Der Flo sagt:

        Engagement hin oder her – aber wenn man als Eltern plötzlich die Nachricht bekommt, dass das eigene Kind im Pfadilager einen tödlichen Unfall hatte, hört der Spass entschieden auf. Und genau das passiert leider immer wieder.

        Gefällt mir

        • Delilah sagt:

          in Deutschland ist auch nur ein Teil der Pfadis christlich. Es gibt auch einige kofessionslose Bünde, natürlich nicht alles in jeder Stadt 😉
          Bei uns im Stamm war für die Übernahme einer Gruppe ein Jugendgruppenleiter-Schein (Juleica) Pflicht, dazu bietet unser Bund zahlreiche Kurse zur Aus- und Weiterbildung an. Aber natürlich wird auch das von Stamm zu Stamm unterschiedlich geregelt, da muss man sich bei den eigenen in der Region informieren.
          Unfälle passieren leider immer wieder, allerdings sowohl bei ehrenamtlichen als auch kommerziellen Lagern.

          Gefällt 1 Person

  4. Giftmischerin sagt:

    Ich weiss jetzt nicht genau, warum du davon ausgehst, dass Pfadileiter keine Ausbildung haben.
    Ich habe vor einiger Zeit, aber doch während auch ca 6 Jahren Lager mit geleitet. Nicht bei der Pfadi, sondern in der Jubla, aber die Ausbildungen sind dieselben und meine Ausbildung habe ich auch in einem Kurs mit sonst Pfadileitern absolviert. Natürlich ist man danach kein Ergebnispädagoge, dafür sind die Lager aber auch für Familien zahlbar und die Leiter erhalten dafür nichts.
    Die Ausbildung ist von J+S vorgeschrieben, da sie auch Beiträge ans Lager zahlen. Für die Lager sind noch zusätzliche Kurse nötig und das ganze Programm muss detailliert eingereicht werden. Also ink. den detaillierten Routen, Planung, Sicherheit, Material für jeden einzelnen Programmblock und werden daneben mit der Lagerleitung besprochen.

    Unfälle passieren und auch bei uns, so wurde vor jedem Lager schon der nächste Arzt vorgewarnt. Zum Glück hatten wir nur kleinere Unfälle beim Spielen oder Holz hacken, Bienenattacken, allergische Reaktionen, Verdauungsprobleme und was es halt so gibt.
    Als Leiter muss man natürlich auch immer wissen welche Verantwortung man tragen kann, ich hätte nie eine Seilbahn oder Brücke gebaut (trotzt Ausbildung), aber wir hatten genügend Sportkletterer mit Erfahrung und Ausbildung im Team um dies durchzuführen. Das tolle bei einem Team von 15 Leuten aus diversen Berufen und mit verschiedenen Hobbys ist, dass man so ein Lager enorm vielseitig gestalten kann, wir haben Türme gebaut, chemische/physikalische Experimente gemacht, gebastelt, gekocht, 1. Hilfe gelernt und bei Zeltlagern auch immer alle Infrastruktur selbst gebaut. Inklusive Wald-Toiletten, Erdkühlschrank, Herd/Feuerstellen, Blachenzelten, Duschen. Ich hoffe dies ist heute auch noch teilweise so. Ich möchte die Zeit als Teilnehmer und Leiter nicht missen, ich konnte enorm viel lernen und profitieren.
    Hätte ich Kinder, ich würde sie versuchen für Jugendgruppen zu motivieren, finde das wichtiger als Musik und Sportunterricht. Für meine Mutter war es eine Qual, all die verdreckten Kleider, für mich war die Zeit in der Natur sehr prägend und das Lager nur der Höhepunkt des Jahres, nebst den Treffen alle zwei Wochen.
    Und weil du die Religion angibst. Ich weiss nicht, ob es noch andere Jugendgruppen gibt die von der kath. Kirche unterstützt werden und auch dass dies sehr unterschiedlich ausgelegt werden kann. Aber in der Jubla sollte weder Religion, noch Konfession eine Rolle spielen, wir durften einzig die Räumlichkeiten der Kirchgemeinde nutzen. Ich war immer eines der wenigen katholisch aufgewachsenen Kinder sei dies in der Gruppe oder im Leiterteam, so dass dem auch nie Gewicht gegeben wurde oder das Thema Religion und Glauben im Programm mit eingebaut wurde. Ich bin der Meinung, dass es hier andere Vereine gibt, die dies stärker leben und stehe dem auch kritisch gegenüber, aber dies kommt natürlich auf den individuellen Standort (Kanton, Stadt/Land etc.) an.
    Mich hat da in der Pfadi das paramilitärische Verhalten und die Verehrung des Übervaters BiPi mehr gestört (steh allgemein nicht auf diesen Personenkult) aber mein Freund und viele Kollegen hatten auch in der Pfadi eine tolle Zeit, an die man sich gerne zurück erinnert.

    Gefällt mir

    • Der Flo sagt:

      „Aber in der Jubla sollte weder Religion, noch Konfession eine Rolle spielen“

      Da hat die Jubla aber ein ganz anderes Selbstverständnis.

      Gefällt mir

  5. Charly Whisper sagt:

    Ich lese hier schon einige Jahre mit. Dieser Beitrag macht mich jedoch so betroffen, dass ich erstmals etwas schrieben muss. Ich bin seit 25 Jahren in der Cevi Wir haben jedes Jahr mit Herzblut ein Lager auf die Beine gestellt. Nun geht das leider nicht mehr, weil uns die Teilehmer fehlen. Dies liegt aber sicher nicht an unserer mangelnden Ausbildung. Wir haben alle unsere J+S- Kurse, bilden uns regelmässig weiter, haben Unterstützung von Coaches, haben alle eine erste Hilfe Ausbildung. Ausserdem kommt die Kompetenz von verschiedenen Berufen dazu, wir habe Schreiner, Krankenschwestern, Polymechaniker und ich selber bin Lehrerin. Bitte unterstellt uns nicht, wir würden nicht alles tun, um den Kindern ein tolles und sicheres Lager zu ermöglichen. Aber leider kann immer etwas passieren, auch beim Lamatrekking mit einem Erlebnispädagogen.

    Als Lehrerin möchte ich mich auch noch zur „Lagerfaulheit“ äussern. Schon einmal darüber nachgedacht, dass wir Lehrer nicht faul, sonder einfach zu belastet sind um auch noch Lager zu organisieren? Die Klassen sind durchmischter, die Anforderungen an die Lehrpersonen (auch duch die Eltern) werden immer strenger. Ausserdem werden wir seit diesem Jahr nicht einmal mehr für den zusätzlichen Aufwand bezahlt. Es liegt eben nicht jedes Jahr drin, mehrere Wochen gratis zu arbeiten. Auch wenn ich jedem Kind tolle Lagererlebnisse gönnen würde.

    Mit freundlichen Grüssen
    Charly Whisper

    Gefällt mir

    • Pharmama sagt:

      Das ist ziemlich tragisch, wenn man sich so engagiert und dann keiner mehr will.
      Das mit der Überbelastung der Lehrer hat sicher auch damit zu tun. Und dann kommen Extraanforderungen, die man früher so auch nicht kannte: Einschränkungen darin, was man zu essen anbieten darf etc. Dass etwas derartiges, das doch auch der Integration der Kinder in die Gemeinschaft dient nicht mehr finanziell unterstützt wird ist auch schlecht – üble Aussichten.

      Gefällt mir