Das muss weh tun – die Schmerzskala

Gerne im Spital gebraucht wird die sogenannte Schmerzskala. Wenn ein Patient mit Schmerzen irgendwelcher Art kommt, wird er gebeten seinen Schmerz zu beschreiben: Stechend? Krampfartig? Elektrisierend? Ausserdem soll er auf einer Skala von 1 bis 10 dessen Stärke beurteilen … Wobei häufig da häufig nicht erklärt wird, was das jetzt genau bedeutet.

So auch bei meinem Mann beim letzten Spitalaufenthalt. Er hat auf die Frage mit einer bestimmten „Zehn!“ geantwortet … was bei mir dann Augenrollen und eine Erklärung zu Folge hatte. Für ihn und die Ärztin.

schmerzskala

Mein Mann ist wirklich kein kein Weichei und – Ja, er hatte starke Schmerzen, allerdings wäre eine 10: Schmerzen, bei denen man lieber tot oder bewusstlos wäre / oder die Schmerzen sind so stark, dass man weil man schreit sowieso nicht so antworten kann.

Danach schraubte mein Mann die Schmerzangabe auf eine 7-8 zurück. Ich weiss, dass er starke Schmerzen hatte – aber er hat vorher selbst gesagt, dass das noch nicht an die Nierenkolik herankam. Und ich bin ziemlich sicher, dass die Leute im Spital einen als Patient nicht wirklich ernst nehmen können, wenn man da mit 10 antwortet und noch in der Lage ist selbständig zu sitzen – Oder?

Hier hat sich jemand an einer „verbesserten“ Schmerzskala versucht: :-)

painscale

Was waren denn Eure stärksten Schmerzen bisher? Und weshalb? Ich bin über eine 7-8 wegen Migräneanfall noch nicht herausgekommen. Zum Glück.

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76 Antworten auf „Das muss weh tun – die Schmerzskala

  1. Die stärksten Schmerzen waren als ich mir bei einer verpuffen den Feueralarm von innen angesehen habe. Ich denke das 30% verbrannter Haut (Kopf, Hals, Arme und Hände) durchaus eine 10 rechtfertigen. Dabei fand ich den interessanten Fakt heraus das mein Körper Piritramid mit einer unglaublichen Geschwindigkeit abbaut. direkte I.V. lässt die Wirkung nach 20 min. nach und ist nach 30 vollkommen verpufft und Schmerzen sind wieder 100%da. Ich sah noch nie einen so verzweifelt schauend Intensivpflege… wer wie ich glaubt das kann nicht sein nun, vor nicht all zu langer Zeit musste ich für eine große OP ins Spital. Im Anschluss daran bekam ich wieder Piritramid, diesmal per Tropf verabreicht. Insgesamt 3 Ampullen – analgetische Wirkung = Null! Ich musste mich lediglich übergeben.
    🔥

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    1. Oh Gott wie furchtbar, du armer! Hast du das nur bei diesem Wirkstoff oder ist das Problem auch bei anderen Wirkstoffen oder -gruppen bekannt? Doch, ich glaube dir voll und ganz!

      Bei mir stellt sich ein ähnliches Problem vorrangig mit Benzos, Barbituraten und Opiaten/Opioiden. Barbiturate wirken kaum, erst ab 3-4 facher Dosis und dann dauert der Wirkeintritt sehr lange. Benzos verhalten sich relativ ähnlich, es ist nur nicht ganz so extrem. Tramal ab 400mg Wirkeintritt nach 5 Stunden, bis dahin ging man davon aus ich sei non-resppnder und dann war die Hektik groß wegen der Dosis. Das zieht sich leider durch, auf einige Narkotika reagiere ich scheinbar auch hochallergisch.
      Darum traut sich niemand mir eine VN für einen „nicht lebensnotwendigen“ Eingriff zu verpassen.
      Da ich auch, tja soll ich es Alkoholallergie nennen(?) habe, vermute ich es hat was mit den ganzen GABA Sachen zu tun. Wobei ich auch damals bei zB Trevilor ernsthaft dachte, gleich gehen die Lichter für immer aus. Psychopharmaka sind alle 100% Glücksspiel. Sehr geringe Mengen Alkohol vertrage ich ohne etwas zu spüren, Alkohol im Kuchen reicht bereits aus um einen enormen Juckreiz in Hals und Ohren auszulösen und mit etwas mehr als einem Schnaps bin ich hackedicht. Vielleicht bin ich auch ein versteckter Asiate?
      Irgendwas stimmt da nicht, entweder habe ich nicht den erwarteten mitteleuropäischen Stoffwechsel (aber welchen dann?) oder ich habe, wie manche Ärzte vermuten, eine sehr stark ausgeprägte Störung im EOS.
      Niemand anders in meiner Familie hat dieses Problem, ehrlich gesagt einige eher das genaue Gegenteil und einer zu großen Leidenschaft für die Verstoffwechselung von Ethanol. Vielleicht auch deshalb?
      Ich weiß nicht was es ist und wie man die Glücksspiele umgeht. Wer eine richtungsweisende Idee hat, gerne her damit

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        1. Ja, alles andere halt. NSAR wirken zB ganz normal (würde ich vermuten). Zwar finde ich die Wirkung jetzt nicht überragend aber für kleine Sachen ist es ok. Ob die bei anderen Personen stärker wirken weiß ich natürlich nicht aber ich denke das ist so wie es per Erwartung sein soll..
          Es sind wirklich die aufgezählten Gruppen die ein grundlegendes und vorhersagbares Problem darstellen.

          Meist ist es einfach eine ausbleibende oder sehr stark verzögerte Wirkung, wobei ich leider nicht weiß was den anaphylaktischen Schock ausgelöst hat. Den habe ich nämlich beinahe, trotz mitten im OP von Ärzten umgeben, nicht überlebt und es wurde fast 3 Std um mein Leben gekämpft. Ich bin mir mehr als sicher es war das Narkotikum, da es 3 Versuche und fast 10min gebraucht hat mich damit schlafen zu legen, anstatt der erwarteten wenigen Sekunden. Die Unterlagen der OP waren leider bei jeder Anforderung nicht auffindbar. Was ich wirklich erbärmlich, feige und auch nicht fair finde. Geht ja nicht nur darum ob ggf ein Fehler gemacht wurde der sichtbar wird, sondern es kann für mich durchaus sehr, sehr(!) wichtig sein zu wissen was alles im Spiel war und mit welcher Dosis und ggf Wirkeintritt. Wer weiß schon ob ich die nächste OP überlebe, gefühlt ist das ein Russich Roulette das abzuwarten bleibt. Zumindest so lange der Grund für das komplette Problem nicht bekannt ist

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  2. Bei meiner Bauchmuskelprellung im Sommer war ich so zwischen 6 und 9.

    Beim Gedanken an das Kind in physischer und psychischer Gefahr fand ich übermenschliche Kraft um dieses zu retten und ihm das Gefühl zu vermitteln alles sei nicht so schlimm. Das war dann wohl eher noch 6, dank dem Adrenalin und so.

    Aber als dann das Hämatom im Muskel zur vollen Grösse gekommen ist, war es wohl wirklich bei 8, denn ich konnte mich echt nicht mehr bewegen. Und ja, Bauchmuskeln braucht man für alles, sogar zum Pinkeln.

    Zwischenzeitlich habe ich mich auch tatsächlich gefühlt als wär ich einem Bären oder Ninja in die Quere gekommen, aber ich denke das war dann eine emotional bedingte Übertreibung.

    Auf Stufe 7 befand ich mich einige Tage lang immer wieder. Und ich gabe wirklich geheult, mir sind die Tränen runtergelaufen und ja, vielleicht waren das auch die imaginären Momente mit dem Bären oder dem Ninja.

    Ich hätte nicht gedacht, dass so eine Lapalie wie eine Prellung solch üble Schmerzen zur Folge haben könnte. Vielleicht hätte ich es nicht einmal geglaubt, wenn es mir jemand erzählt hätte, denn ich habe ja Erfahrung mit Prellungen und da kam ich höchstens bis 6 oder 7 für eine kurze Zeit. Aber das hier war anders.

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  3. Schmerzen wegen einer Mittelohrentzündung während den Badeferien.

    Ich biss mit den Zähnen so stark, um mich davon abzulenken – dass ich eine veritable Kaumuskelentzündung bekam. Der Schmerz pocht mit jedem Herzschlag. Konnte nicht mal aufstehen und gehen, weil dann der Schmerz noch heftiger pocht.

    Papa: „Das wird schon wieder besser.“

    Erst nach etwa zwei Tagen gingen wir mal zum Arzt.

    Das war zwischen 7 und 8 auf der überarbeiteten Bären-Ninja-Skala.

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  4. Ein paar hab ich auch, ich ordne das mal nach Schmerzintensität:
    Anaphylaktischer Schock, Windpocken im Erwachsenenalter, Landung mit dem Kopf voraus auf der Straße beim Verkehrsunfall, Legen einer Drainage im entzündeten Kiefer ohne Betäubung (nur deshalb so „niedrig“, weil ich schon halb bewusstlos war), Entbindung und anschließendes Nähen, bei dem die Betäubung versagt hat, Rausziehen der Drainage nach einer Entzündung an einer empfindlichen Stelle, Gallenkoliken, Frozen Shoulder.

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      1. Nein, das waren tatsächlich Windpocken. Die hatte ich vorher nicht und mich beim Kind angesteckt. Mich hatte es da richtig übel erwischt – ich konnte nur im Dunkeln liegen, weil ich Schmerzmittel nicht vertragen habe.

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  5. Dieser Blogbeitrag ist in dem Zusammenhang vielleicht interessant. Eine Amerikanerin schildert ihre Erlebnisse bei/nach einer OP in Deutschland in Bezug auf Schmerzen und Schmerzmit

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    1. Das finde ich interessant, da bei Schmerzen ja auch immer etwas an Erwartungshaltung mit eine Rolle spielt.
      „Man hat mir ein GANZES ORGAN entfernt, das MUSS wehtun!“ Führt sicher auch dazu, dass man die Schmerzen stärker wahrnimmt, als wenn die Erwartungshaltung nicht hat.

      Das man in den USA sehr schnell sehr starke Schmerzmittel bekommt, habe ich schon öfters gehört von Leuten, die dort und in anderen Ländern gelebt haben. Und das natürlich die die Praxis in anderen Ländern als ziemlich „grausam“ ansehen und nicht verstehen, warum man sie leiden lässt und sie nicht völlig chemisch ausknockt.

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      1. Ja, das ist schon heftig dort. Zwischen dort und hier läge eine goldene Mitte die man anstreben sollte.
        Ihre Sorge kann ich grob schon nachvollziehen, allerdings werden die Ärzte mich sicher auch nicht an Schmerzen zu Grunde gehen lassen. Bei einem ambulanten, laparoskopischen Eingriff würde ich mir da aber eher wenig Gedanken machen. Zumal, was soll mir denn groß weh tun in dem Fall. Die 3 Löcher in der Haut, und ein bisschen Gewebe innendrin. Das Organ mit seinen bekannten, zugehörigen schmerzen, schmerzt dann nicht mehr, denn es ist weg.

        „Man hat mir ein GANZES ORGAN entfernt, das MUSS wehtun!“ und sie sieht gleichzeitig dann noch die Relation zu ihrer Tochter. Wenn Zahn = Vicodin, dann ist GANZES ORGAN = ??? . Muss noch erfunden werden während der OP-Zeit :D
        Ich verstehe ihre Verwirrung erstmal schon bei dieser großen Differenz vor dem bekannten und dem neuen. Allerdings gibt der Text mir nicht das Gefühl das sie sich darum Gedanken gemacht hat oder etwas aus der Erfahrung gelernt hat, obwohl es offensichtlich ausreichend war. Sie WILL einfach komplett abgeschossen werden, egal ob das so auch funktioniert, Sie WILL das so wie sie es kennt

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      2. In den USA gibt es wohl nicht ohne Grund ein mittlerweile massives Problem mit Schmerzmittelabhängigkeiten, z.B. von Oxi.codin.

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    2. Also wenn ich diesen Bericht lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln und mir kommt nahezu alles hoch. Allerdings nicht wegen den Ärzten.

      Aber die Dame aus dem Artikel, wollte einfach krampfhaft von vorne herein einen solchen Hammer haben, der hier für solche Sachen sicherlich nicht verschrieben wird und auch nicht angebracht ist. Mehr als Tramal hätte sie da wohl keinem Arzt aus den Rippen leihern können aber das dann eben nur bei Bedarf. In dem Fall muss dann nochmal nachgesehen werden was los ist und warum es so schmerzt. Es ist ja nicht so als hätten die Ärzte zum ersten mal eine solche, ambulante(!) OP durchgeführt oder als wären alle Frauen hier dabei nicht mehr aus den Schmerzensschreien gekommen. Das sollte ihr doch auch logisch erscheinen?
      Das ihr Kind Vicodin nach dem Entfernen der Weisheitszähne bekommen hat, finde ich mehr als bedenklich. Wenn man bedenkt das die meisten Kinder gar nichts nehmen oder ggf Ibu für den Tag der OP. Mein Ex hat die im Alter von 28 gezogen bekommen und eine einzige Ibu 400 wurde zur Vorsicht eingenommen als die Betäubung nachlies und hats geregelt bzw war nicht nötig. Solange da nichts schief läuft oder massiv gewerkelt wird (Vollnarkose empfiehlt sich daher eher nicht), ist Vicodin sicherlich nicht nötig.

      Es zeigt sich ja bei ihr auch, das außer der ersten unangenehmen ersten Nacht (bei der ihr Vicodin gegen die schmerzende Aufgasung auch nichts geholfen hätte), ganze 2 Ibus gereicht haben was die Schmerzen anbelangt. Aber nein, sie will immernoch zwingend etwas haben zum ausknocken und zwar jetzt dann eben Tranquilizer. Weil sie sich langweilt…………….!?! wtf
      Aber Sie braucht ja auch für ihren Sohn zwingend einen Hustensaft der „duselig“ macht. Was ein Glück das man das alles importieren kann, wenn der Arzt hier kein Rezept dafür schreibt weil er es nicht bei jedem Erkältungshusten direkt als nötig erachtet. Ihre abschwellenden Sachen als „Erste Hilfe“ bei Erkältung, bekäme sie zwar auch hier aber vermutlich sind die nicht stark genug und als „Erste Hilfe“ genausowenig geeignet wie in den USA.
      Also rein vom Text her, was Sie da so schreibt, scheint sie ein großer Fan von Medikamenten zu sein, erst Recht von allem was in die Richtung Opiat, Benzos, Barbiturate. Klingt für mich ernsthaft bedenklich und ist ein sehr stark verschobenes Bild. Was würde Sie wohl nehmen wollen wenn ihr mal eine ernsthaft große OP bevorsteht, wenn Vicodin schon bei Weisheitszähnen indiziert ist??
      Wenn Sie ibu nimmt wie Bonbons, weil es die dort ja schließlich in so praktischen, großen Packungen gibt, braucht Sie sich auch nicht wundern das die nicht mehr die gewünschte Wirkung haben und dass das immer so weitergehen wird. Das Aspirin zu den Top Todesarten der USA gehört und auf Grund dieser Verkaufstaktik ohnehin jeder dritte oder vierte entweder eine NSAR- oder Triptanabhängigkeit hat, ist weltweit bekannt – außer dort.

      Wenn ich einen solchen Text lese, bin ich mehr als froh das wir hier keine Werbung für rx haben, ich rege mich schon auf das es überhaupt Werbung für AM gibt. Aber deren Gesundheitssystem, sämtliches in der Kill-Die-Niere-Packung/-Leber/-Wunschorgan für 3$ und dann irgendwann deswegen zum Arzt, dort dann erklären was man laut Google hat und diktieren welches AM aus der Werbung man gerne hätte. Mit Glück hat Herr Doktor den Richtigen Vertrag oder ihm ist eh alles egal und er macht das. Später dann eine GoFundMe Seite aufmachen weil man es sich nicht mehr leisten kann, erst Recht keine OP. Die Hölle.Ich weiß es mag überspitzt sein aber Sie liefert die Vorlage für dieses Klischee fast in Perfektion.
      Lieber Gott, bitte lass es in D nicht so weit kommen, die Menschen werden nicht intelligenter oder bewusster wenn Sie kaum noch Grenzen kennen.
      Zugegeben in Deutschland War/ist es oftmals leider wirklich so das einige Ärzte scheinbar Angst vor Opiaten und co wie zB Tramal o. Tilidin haben oder von der Krankenkasse einen auf den Deckel bekommen oder ähnliches. Die Situation bessert sich zum Glück. Gerade jüngere Menschen bekommen das zu spüren, wenn die Schmerzen haben ist Novalgin oft das höchste der Gefühle, alles weitere gibt es oft nur wenn sie akut im KH liegen oder eine Gürtelrose haben. Ältere Personen werden da schon deutlich besser versorgt. Was aber nicht zwingend bedeutet dass es ausreichend ist

      In dem Artikel treffen zum einen zwei Welten aufeinander, zum anderen ist die Dame aber offensichtlich auch schwer geprägt von deren Werbung und Ärzten die, je nach Geldgeber, so viele Verschreibungen wie möglich raushauen, solange der Sinn grob stimmt.
      Ich hoffe Sie lernt daraus auch ein bisschen was, wobei 30ml Tramal jetzt auch keinem der Ärzte einen Zacken aus der Krone gebrochen hätten.

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    3. Das ist ein interessanter Artikel – und zeigt wie die Erwartungshaltung mitspielt. Sie hat vor Angst vor eventuellen Schmerzen ja schon fast etwas übertrieben reagiert … Aber die Antwort des Arztes fand ich klasse. Etwas Schmerz gehört zum Leben dazu. Wenn er nicht auf 9/10 geht und / oder nicht länger andauert (respektive absehbar ist, dass er wieder aufhört) ist das oft „problemlos“ ertragbar. Und wer die Erfahrung einmal gemacht hat (statt jeglichem Schmerz von Anfang an auszuweichen) geht dann auch ruhiger damit um.

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      1. Ohja, dem kann ich vorbehaltlos zustimmen. Ich selbst lebe mit einem permanenten Schmerz, der von meinen lädierten Knien (6 Jahre Volleyball – beide Patellaknorpel hin, rechts Kreuzband durch, links am Wadenbeinkopf eine Großzellzyste, die sich regelmäßig füllt) ausgeht, und sich an normalen Tagen zwischen 2 und 4 bewegt. Dann habe ich aber auch schlechte Tage, da geht es schon mal kurzzeitig auf 6 bis 7 rauf. Und ich kenne Gallenkoliken, die sich gerne so um 8 herum ansiedeln. Das heißt, ich kenne das, kann damit umgehen, es bringt mich so gut wie nicht mehr aus der Ruhe. Mein Mann dagegen kennt so gut wie keine Schmerzen bis auf sehr selten auftretendes Kopfweh… er konnte mit den Schmerzen nach der Repositions-OP bei einem Impressionsbruch beider Schienbeinköpfe überhaupt nicht umgehen – war schockiert, daß der Schmerzdienst dann auf seine beginnende Ohnmacht bei der ersten Umlagerung der Beine eine Dipidolor-Schmerzpumpe für die ersten 48h verordnet hatte. Bei mir gehört der Schmerz zum Leben dazu, und er ist aushaltbar.

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  6. Periodenschmerzen mit Endometriose waren teilweise eine 10. Da wurde ich dann auch mal ohnmächtig oder fast ohnmächtig, ich hatte kaum mehr Kraft um zu Atmen, geschweige denn mich überhaupt zu bewegen. Wenn ich nicht ohnmächtig wurde, dann konnte ich gerade noch mit letzter Kraft einen Telefonanruf machen und Hilfe organisieren.

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  7. Ich hab mal auf einer Demo eine Kopfnuss bekommen. Einer der Schneidezähne war dann gebrochen. Es sammelte sich darunter so viel Eiter, dass die Oberlippe so sehr anschwoll, dass ich nicht mehr durch die Nase atmen konnte.
    Ich bekam ernsthaft Selbstmordgedanken, aber zum Glück hat man dann in der Zahnärztlichen Notaufnahme den Zahn aufgebohrt, so dass das Eiter abfließen konnte.
    Ich habe mich selten so gut gefühlt wie da – der Schmerz ging in Nullzeit von 8 auf 1 zurück!

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      1. Ja. Fuß, Arm, sogar Bauch empfinde ich weniger belastend. Durchaus auch mal eine Zeitlang auszuhalten, bei so den üblichen Sachen. Kopf und ganz besonders Zahn bringt mich ziemlich schnell an meine Schmerzgrenze.

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  8. das Setzen meiner Hormonspirale. Laut der piktografisch gelösten Skala wohl eine 9, ich kämpfte eine ganze Stunde mit meinem Kreislauf, bis ich mich stabil genug fühlte heim zu gehen. Bis zum nächsten Tag immer wieder Schmerzattacken um die 6, teils mit Schwierigkeiten normal zu Atmen und Schweißausbruch, sowie Kreislaufschwäche. Huiuiui

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  9. Es geht ja immer darum, was man sich im Moment der Frage als stärksten möglichen Schmerz vorstellen kann. Und wenn man gerade heftigste Schmerzen verspürt, ist das Urteilsvermögen sowieso beeinträchtigt, so dass es durchaus sein kann, dass man sich in diesem Augenblick nicht vorstellen kann, jemals NOCH STÄRKERE Schmerzen erleiden zu müssen.

    Diese Skala ist immer subjektiv. Und vor allem ist sie RELATIV. Es geht nicht darum, einen ABSOLUTEN Wert zu ermitteln, sondern die SchmerzENTWICKLUNG im Verlauf nachvollziehen zu können. Da kann es durchaus auch mal vorkommen, dass die Schmerzen zuerst noch zunehmen und der Patient nachträglich einräumt, dass seine anfänglich genannte 10 doch nur eine 8 war. Das ist aber nicht schlimm und macht den Patienten vor allem auch nicht unglaubwürdig. Wenn eine Ärztin bei der Angabe 10 dennoch dumm dreinschaut, beweist das nur, dass sie das Instrument Schmerzskala nicht verstanden hat.

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      1. Wenn die Anwender es selber nicht besser wissen, ist das schwierig.

        Abgesehen davon hängt es ja auch immer davon ab, welche Schmerzerfahrungen man früher gemacht hat, wie man den aktuellen Schmerz einschätzt. Ich selber leide seit einer Meningitis infolge eines Zeckenbisses im Alter von 5 Jahren an chronischer Migräne mit ca. 4-7 Attacken im Monat, Nur 2-3x im Jahr habe ich „Monsterattacken“, die die Einnahme eines Triptans erfordern. Da gewöhnt man sich nach so vielen Jahren an Schmerzen.

        Inzwischen nehme ich auch beim Zahnarzt kaum noch eine Lokalanästhesie. Ich habe mir im Laufe der Zeit meine ganz eigene Entspannungstechnik zusammengebastelt, aus progressiver Muskelentspannung, autogenem Training, Yoga, Qui-Gong und ein paar anderen Verfahren. Da brauche ich nur 30 Sekunden und kann dann problemlos eine Wurzelbehandlung machen lassen. (Aber vor allem vermeide ich die Spritze, weil ich das stundenlange taube Gefühl im Gesicht nicht ausstehen kann. Und hinterher kommt der Schmerz ja doch durch.)

        Die einzigen Schmerzen, die mich richtig fertigmachen, sind die, wenn ich mal wieder einen Gichtschub habe. Diese Schübe manifestieren sich bei mir meistens in den Sprunggelenken und sind leider kaum wegzumeditieren. Da nehme ich dann auch mal Voltaren und/oder Novalgin ein. Colchicin habe ich zum Glück bislang nicht gebraucht (ist hier in der Schweiz ja auch nicht so einfach zu bekommen, da müsste ich dann schon nach Düütschland rüber). Aber dennoch würde ich diesen Schmerzen kaum mehr als eine 6-7 geben. Die Intensität ist nämlich nicht alles, die Schmerzqualität ist ein weiterer wichtiger Faktor des Schmerzerlebens.

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  10. Geburt! Vor der PDA war es eine 9, knapp an der 10. Ich war soweit der Hebamme zu sagen, dass ich jetzt entweder SOFORT die PDA will oder sie mich in den OP schieben und mich sedieren soll. Ich konnte nicht mehr.
    Als die Medikamente zu wirken begannen, fiel das ganze auf eine 2-3, wenn auch nur für kurze Zeit. Das Pressen zum Schluss war dann ungefähr eine 7-8.
    Das Entspricht dann auch in etwa starken Migräneattacken. Gallenkoliken waren auch in diesem oberen Bereich.

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    1. Endlich schreibt jemand: Geburt. Erstaunt mich, dass das erst jetzt kommt. Das sind effektiv Schmerzen, die man noch nie vorher und nie nachher gehabt hat. Aber zum Glück auch bald vergisst😄

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      1. Mhhhh also meine Geburten, und das waren zwei zu Hause, taten weh aber ich würde sie so bei 6-7 ansiedeln. Wiederum meine Gallenkolik ohhhhhhh die hätte schon fast 10er Qualität und meine früheren Endometriose Schmerzen auch. Dann lieber noch mal 10 Geburten.

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  11. Ich denke das war meine vergeigte OP. Die würde ich auf der Skala als 9-10 einordnen. Eine Blinddarm-OP (Durchbruch, ein paar Tage zuvor), bei der alles schief lief, bin während der OP aufgewacht, schmerzmittel haben nicht gewirkt, bemerkt wurde es erst als der anaphylaktische Schock eintrat, der mir dann schmerzmäßig den Rest gegeben hat.
    3 Tage später hatte ich dann neben einer Blasenentzündung noch eine andere Entzündung im Bauchraum und der Arzt meine mir einen Silikonschlauch durch die Nabe ziehen zu müssen und die frische, geklebte&genähte, heftig entzündete Narbe dafür an 2 Stellen zu durchstechen. Das war auch eine 9
    Sonst gab es ein paar Reitunfälle und gebrochene Knochen, keine Ahnung rückwirkend.

    Wo ich wirklich empfindlich und jammerig bin, sind Halsschmerzen/Mandelentzündung. Da bin ich für nichts mehr zu gebrauchen außer einer AU, Bett und Selbstmitleid. Ich habe als Kind Mandeln & Polypen entfernt bekommen aber den Stamm hat man ja stehen lassen damals.Das nachgewachsene ist ein gigantisches Gebilde, was bei akuter Entzündung meinen Hals fast gänzlich abdichtet. Immer irgendwo zwischen 5 und 7. Mein absoluter Horror und ich bekomme schon beim kleinsten Anflug Panik

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      1. Das war es auch! Ich war ca 14 und träume noch heute (31) davon.
        Der Durchbruch ist auch erst dort passiert, da ich nicht wie geplant am Tag nach der Aufnahme operiert wurde, sondern erst 4 Tage später. Mal eben den Blinddarm entfernen…. mit 3 Reanimationen, über 3 Stunden OP, sehr bewussten Verwachungen, fast unstillbaren Schmerzen, Blasenentzündung, Eiter im Bauchraum und dann noch das wieder öffnen. Dazu das Geschenk einer 20cm Narbe für die 15 Tagen Aufenthalt und zu guter letzt ist der Darm noch mit meiner Bauchdecke verwachsen. Was bis heute Probleme bereitet. Viel schlimmer ging wirklich nicht.
        Es hat über 10 Jahre gebraucht mich überhaupt wieder in ein KH zu bekommen!

        Rein theoretisch, ja. Allerdings ist eine Mandel OP bei Erwachsenen ja doch deutlich unangenehmer und kombiniert mit dem Narkose-Russisch-Roulette, eher keine Option.

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  12. Ich bin schon mal vor Schmerzen ohnmächtig geworden, das war eine Gallenkolik kombiniert mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Da hätte ich auch 9 gesagt… Ich denke da gar nicht gerne dran zurück! Meine Migräne ist auch bei 7 (glücklicherweise nicht so häufig), wie auch damals die „Rückenschmerzen“ verursacht durch undichte Harnleiter. In dem Bereich bewegte sich auch der Bandscheibenvorfall vor 15 Jahren. Oh Mann… ich merke gerade dass ich schon einiges an Schmerzen hatte :-( Glücklicherweise schon länger her alles!

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  13. Bei mir wars der Bandscheibenvorfall, den ich zwischen 8 und 9 einordnen würde.

    Wobei, hier ists etwas differenziert, weil in Ruhelage kein (schlimmer) Schmerz, ABER bewegen war de facto unmöglich.
    Ich war nach Feierabend noch in der Lagerhalle um kurz was zu checken, den Karton angehoben, ein kurzer stechender Schmerz und ich lag am Boden. Da am Boden liegen war jetzt schmerztechnisch aushaltbar, aber ich kam dort ohne fast wahnsinnig vor Schmerz zu werden nicht mehr weg. Handy hatte ich keins dabei und um die ~100m bis in mein Büro zu robben hab ich gut 20 Minuten gebraucht. Den Weg zur abgeschlossenen Tür hab ich mir zum Glück ersparen können, weil ein in der nähe wohnender Mitarbeiter zum Glück schneller als die Rettung vor Ort war.

    Die Vorschriften nicht alleine im Betrieb „herumzuturnen“ haben ECHT Sinn! Ja, auch als Chef hat man sich daran zu halten.

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    1. Au weh! Bandscheibenvorfälle sind auch schlimm. Mein Mann meinte damals, was es noch schlimmer gemacht hat war der Gedanke, dass das vielleicht jetzt so bleibt …

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      1. Ja, da hab ich nach der OP auch noch lange dran „geknabbert“.
        Ich hab mir nämlich leider im Krankenhaus MRSA eingefangen.
        Im Endeffekt hab ich knapp ein Jahr daran herumlaboriert, bis ich mir sicher sein konnte dass das alles wieder wird und ich zukünftig ohne Einschränkungen leben kann.

        Hat aber auch was positives: Hab mich vom damaligen Sportmuffel und 95% des Tages sitzenden Menschen zum Sportler entwickelt. Das rauchen hab ich nebenbei auch aufgegeben, wobei das relativ leicht war, schließlich war ich ja ziemlich lang im Krankenhaus und dort herrscht ja (zu Recht) nicht umbedingt eine raucherfreundliche Atmosphäre ;)

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  14. Meine Geburten waren phasenweise so 7-8, würde ich sagen. Es ging ohne Schmerzmittel, aber es war schon heftig.
    Der stärkste Schmerz, den ich erlebt habe, war aber, als ich mir den Arm übel gebrochen hatte und der Orthopäde grob und ohne Betäubung an dem Bruch herumfingerte. Das war so eine 9, denke ich, da bin ich wirklich fast bewusstlos geworden und daran erinnere ich mich immer noch mit Schrecken. Als Kind. Nicht sehr rücksichtsvoll von dem Arzt…

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      1. Die Fraktur konnte man durch ein drittes Gelenk wunderbar erkennen. Da brauchte es keinen Schmerz zur Diagnostik.
        Aber der Arzt wollte offenbar ein besonders schönes Röntgenbild haben – nur um mich dann ans Klinikum weiterzuüberweisen.

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        1. Kommt mir bekannt vor.
          In meiner Jugend den kleinen Finger gebrochen, bei der Nachuntersuchung eine Woche später war der Arzt der Ansicht das sein Kollege gepfuscht hätte und mir den Finger gleich nochmal gebrochen um ihn korrekt zu richten.
          In dem Moment das volle Programm um Vertrauen zu zerstören: „Das tut doch nicht weh..“ inklusive Dauerbestrahlung mit dem mobilen Röntgengerät bei dem die Schwester meinte „Das machen wir aber nicht so gerne, Herr Doktor.“

          Im Grunde bin ich froh nie über die 6 hinaus gekommen zu sein und hab auch keine Probleme mit der Wirkung und Verträglichkeit von Schmerzmitteln.

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  15. Alle paar Jahre eine Migräne-9, bei der ich kurz vor Bewusstlosigkeit vor Schmerzen bin. Eine 10, als ich laut schreiend nach der Mandel-OP aufwachte und erst danach! das Morphin gespritzt bekam.

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    1. Bekommt man heute Morphium nach der Mandel-OP?
      Nach dem Kaiserschnitt habe ich auch welches bekommen – weil ich aber da kaum die Pumpe bedient habe (Selbstbedienung mit oberer Grenze), haben sie das nach einem Tag wieder abgebaut.

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  16. Mir platzte die Bandscheibe und ich hatte Schmerzen 9, der Neurochirurg sagte, das sei doch kein Bandscheibenvorfall, sondern Arthrose und ordnete ein neues MRI an und noch ein Röntgenbild, bei dem sie mich in alle Richtungen verbogen, obwohl ich Schrie vor Schmerzen.

    Das war an einem Freitag Nachmittag, danach waren die Schmerzen bei 10, mein linkes Bei war exterm schwach und ich schwor mir nach der 2. schlimmen Nacht, von Sonntag auf Montag, dass ich mich, falls mir jetzt kein Arzt helfe, umbringe. Noch so eine Nacht hätte ich mir nicht mehr angetan.

    Der Neurochirurg schaute die Bilder dann am Montag Mittag an, nachdem ich empört angerufen hatte und dann gabs die Notoperation, die aber zu spät kam und falsch gemacht wurde.

    Erst eine 2. Operation eines anderen Super Neurochirugens, von der Krümelfreunding empfohlen, stellte mich wieder gut her.

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  17. Ist die Skala eigentlich dafür da um zu sehen, wer dringend eine Behandlung braucht oder wer was an Schmerzmittel braucht oder wozu genau?

    Was wirklich auch an die Substanz geht, finde ich, ist wenn die Schmerzen im Mittelfeld sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Nach einigen Nächten, in denen man nur 1-2 Stunden Schlaf bekommen hat, weil es weh tut, finde ich das während des Durchleidens schlimmer als heftigere Schmerzen, von denen man aber weiß, dass man sie bald los ist.

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    1. Das erste kann ich dir nicht beantworten, aber mit der Aussage, dass ständiger Schmerz enorm auslaugend und schlimm sein kann (auch wenn er nicht so stark ist) hast Du absolut recht.

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  18. Also bei mir ist „kleiner Zeh gestoßen“ leider ganz klar und ohne Scherz eine 10… In ca. 2/3 der Fälle werde ich tatsächlich von Schmerzen ohnmächtig, wenn ich den kleinen Zeh gestoßen hab. (Zum Glück lassen solche Schmerzen in der Regel recht schnell nach) Ich frag‘ mich warum die Beiden so übersensibel sind, denn sonst bin ich relativ schmerzresistent. 9 und 8 sind unbesetzt, 7 Adnexitis (ich hab von Schmerzen gekotzt, aber der Abstand zu „kleiner Zeh gestoßen“ ist doch noch deutlich und ich kann mir sehr gut noch Schmerzintensitäten für dazwischen vorstellen), 6 Migräne + Rippe gebrochen akut, 5 Darm hängt sich an meiner Bride (auf Grund von Adnexitis) fest und Rippe gebrochen nicht mehr so akut (aber atmen tut trotzdem weh), 4 Rippe gebrochen 2 Wochen später und der Rest ist nicht mehr nennenswert…

    Aber ja Schmerzen sind eine ziehmlich subjektive Sache…

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  19. Meine stärksten Schmerzen waren ganz klassisch die Geburt von meinem ersten Kind (inclusive öffnen des Muttermundes per Hand). Eine gute acht – es hat mich trotz aller guten Vorsätze schlicht umgehauen, Positionswechsel (selbst Seitenlage–> Rückenlage) ging nur noch mit Hilfe.

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  20. Gelten für Kassenpatienten (in D) andere Schmerztafeln als für Privatversicherte?
    Als ich noch mit meiner entzündeten Gallenblase zu kämpfen hatte, hatte ich ab und zu fiese aber aushaltbare Schmerzen.
    Bis zu dem Zeitpunkt als ich vor Schmerzen nicht mehr laufen, sitzen, geschweige denn schlafen konnte. Den ganzen Tag und die ganze Nacht lang; werde ich nie vergessen.
    Ein Anruf beim (EX-)Hausarzt: „Naja, dann kommen sie mal in 3 Tagen, da haben wir einen Termin frei“.
    Zu meinem Glück war die Notaufnahme im lokalen Krankenhaus nicht so wählerisch. Dort wurde, nach erhebliche Entzündungswerte festgestellt wurden, die Gallenblase samt riesigem Stein entfernt.

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  21. Ein Ball in die Hoden war bei mir dann wohl eine 8 und das schlimmste an Schmerzen, was ich erlebt habe. Zum Glück lassen diese Schmerzen nach einigen Minuten wieder nach, wenn nichts kaputt gegangen ist.

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  22. Interesant wie die Darstellung der Skala das „Schmerzempfinden“ beeinflussen kann.
    Ich bevorzuge diese hier:
    Gebrochene Mittelhandknochen mit Operation etc. war das maximum eine 7. (Wäre ein 10 bei deiner ersten und etwa eine 6 bei der zweiten Skala)
    Gebrochene Elle und Speiche kruzfristig eine 7-8 (Eine 11 in deiner ersten und etwa eine 7 bei der zweiten) dann aber maximal 6.

    PS: Körpereigenes Adrenalin ist schon ein echt tolles Zeugs.

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  23. Das lag vermutlich bei 8 – stielgedrehte Zyste. Wobei weinen gar nicht möglich war, eher gekrümmt Luftanhalten. Hilfe in Form eines Schmerzmitteltropfes gab es erst im zweiten Anlauf bei der Notaufnahme, wobei ich davon nicht mehr viel mitbekommen habe. Eine halbe Stunde später lag ich im OP.

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  24. Hmm … ich glaube, ganz oben rangieren eine Betäubungsspritze in den Fuß, eine Knochenmarkpunktion und evtl. noch die Entfernung von vier Weisheitszähnen, die (teils) noch im Kiefer lagen.

    Ersteres wäre wohl an sich eine 9, allerdings ging das SO schnell, dass das Hirn kaum reagieren konnte :D Von daher war das gar nicht so furchtbar schlimm.

    Die Punktion war wohl eine 8 (bis 9), ebenso die Schmerzen nach der Weisheitszahn-Sache. Allerdings maximal eine acht grad bei letzterem, da ist schon noch Luft nach oben. Ach ja, und durchaus mal Magenkrämpfe bei verdorbenem Magen, das war wohl auch eine 8.

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  25. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr so genau daran erinnern…
    Aber ja, ich hab die 10 wohl definitiv schon erreicht. Ansonsten kann ich mir nicht erklären warum es notwendig wurde mich in Kurznarkose zu legen um einen Verbandswechsel vorzunehmen, obwohl ich a) am Morphiumtropf hing und b) im künstlichen Koma war. Ohne Kurznarkose war eine Wundversorgung gar nicht möglich, da ich mich trotz dem künstlichen Koma heftig gewehrt habe.

    Generell würde ich wohl aber nie „10“ antworten, da ich immer im Hinterkopf hätte das es garantiert auch schlimmer geht.

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  26. Mir gefällt die modifizierte Schmerzskala eindeutig besser. In der Smileyskala gibt es als Maximalstufe nur kräftiges Heulen, das differenziert nicht genug.

    Meine persönliche Erfahrung würde ich auf der modifizierten Skala bei einer sehr soliden 8 einordnen.
    Status im Aufwachraum nach Knie-OP trotz Femoralis-Blockade (Nervenblockade mit Lokalanästhetikum am Oberschenkel) aber bei unterdosiertem Schmerzmittel. Da ich nicht gerade übermässig klein und schmächtig bin war die Dipidolor-Dosis wohl zu gering.
    Nachdem ich die Krankenpflegerin im Aufwachraum mehrmals ziemlich renitent angefaucht habe unter Androhung aus dem Fenster zu springen (wie denn mit kaputtem Bein ;-) ) habe ich endlich eine vernünftige Dosis erhalten. Aber erst nachdem die gute Dame beim Anästhesisten angerufen hat. Dieser hat sie laut seiner späteren Erzählung – ich hatte ihm nachher von der unseligen Situation berichtet – telefonisch wohl auch zur Minna gemacht.
    Im Nachhinein tat es mir leid, aber eine Unterversorgung mit Schmerzmitteln nach einer OP ist wirklich sehr unschön. Da sollte es bei einem ganz eindeutig sehr wachen Patienten die Möglichkeit geben zügig etwas nachzuspritzen.

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  27. Eine 9 war die Gebärmutterruptur unter der Geburt! Als vorher keiner mir glauben wollte, dass etwas im Bauch nicht stimmt und danach alle ziemlich gerannt sind.
    Mit den Auswirkungen habe ich immer noch zu kämpfen und ein weiteres Kind blieb uns so verwehrt.
    Bei meinem Mann war es 9 die Sepsis in der Hand nach Hundebiss. Dank 3 Operationen konnte die Hand erhalten bleiben.

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  28. Eine ehrliche 10 bei einem postpunktuellem Syndrom, das mir niemand geglaubt hat, mit gleichzeitiger Sehnerventzündung. Eigentlich nichts schlimmes, wenn man die Waagerechte nicht verlässt. Doof nur wenn man trotzdem von A nach B gescheucht wird, weil die Lumbalpunktion ja ihre Gründe hatte und weitere Arztbesuche nötig waren. „Gut“ war es dann erst, als ich in der Arztpraxis wimmernd zusammengebrochen war, von dort ins KH weitergeschickt wurde (ja, sie hätten mich selbst fahren lassen, ich hab mir aber nach den Erfahrungen der 4minütigen Hinfahrt für die 20minütige Weiterfahrt ein Taxi gerufen), dann auf dem Klinkflur heulend mehr lag als saß und endlich eine Krankenschwester kam die erkannt hat was eigentlich los ist und mir eine Möglichkeit gab, mich hinzulegen.
    Seit ich diesen „Vergleichspunkt“ auf meiner ganz persönlichen Schmerzskala habe bewegte sich der letzte Bandscheibenvorfall mit OP bei 6-7. Vorher hätte ich das glaube ich bei 8-9 eingestuft.

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    1. 9-10

      War ein Trümmerbruch am Sprunggelenk. Viermal wurde ich operiert. Schmerzmittel haben bei mir keinerlei Wirkung gezeigt.

      Es bestand die Gefahr, dass mir das Bein unterhalb des Knies amputiert werden muss. Ich habe es mir herbeigesehnt, damit die Scherzen endlich verschwinden.

      Hat fast zwei Jahre gedauert, bis ich halbwegs schmerzfrei war.

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  29. Das ist wirklich interessant. Ich will nie als Weichei oder Übertreiberin rüberkommen und schätze es eher gering ein.
    Aber meine Lungenembolie und meine schlimme Entzündung des Gehörgangs waren definitv sehr schmerzhaft.

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  30. Gicht im großen Zeh. Acht.
    Bandscheibenvorfall. Sieben.
    Herzoperation (nicht minimalinvasiv, Klappenersatz usw.). Zwei bis Drei.

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  31. Trigeminusneuralgie. Eine glatte 9. Eine durchaus „interessante“ Erfahrung.
    Migräneanfälle 7-8.

    Beides erwähne ich daher auch, wenn mir jemand mal diese Schmerzskala unter die Nase hält. Damit der Arzt meine Einschätzung einschätzen kann. :-)

    Ich sehe die Skala immer etwas kritisch. Zu sehr spielt da die eigene Schmerzerfahrung/-erwartung rein. Ich hatte zum Beispiel richtig Angst vor den Wehenschmerzen. Um dann zu merken, dass die für mich mit 7-8 im bekannten und somit erträglichen Bereich lagen. Dummerweise habe ich das einer schwangeren Freundin erzählt, die daher wohl einen „Spaziergang“ im Kreissaal erwartet hat. Und völlig geschockt war, dass die Wehen eben doch beeindruckend schmerzhaft waren. Prompt hat sie sie als besonders schrecklich empfunden. :-(

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  32. Halt, doch, eine Neun hatte ich doch mal! Ist schon mehr als vierzig Jahre her, ich war 13 oder 14. Ein in der ganzen Stadt für seine Grobheit berüchtigter Unfallarzt riss mir einen Großzehennagel aus dem entzündeten Nagelbett. Ohne jegliche vorherige Betäubung.
    Der Schmerz war unbeschreiblich, ich konnte kaum mehr atmen, mir schossen die Tränen aus den Augen, dabei war ich zum Weinen eigentlich viel zu geschockt.
    Der Fuß wurde danach dick verbunden und ich nach Hause geschickt. Per pedes. Keine weiteren Fragen!

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  33. Nierensteine -> eine glatte 10. Ein Pferd erschießt man schon mit einem gebrochenen Bein und ich musste diese Hölle ertragen. Ich wollte lieber sterben. Ich habe sowas leider inzwischen 3 Mal erlebt. Besonders ärgerlich ist, dass ich beim 2. und 3. Mal im Krankenhaus direkt gesagt habe was ich habe, denn diese Schmerzen sind unverwechselbar. Dennoch nervte man mich mit Untersuchungen bevor ich ein Schmerzmittel bekommen habe, statt mir erstmal die Schmerzen zu nehmen.
    Endometriose ist eine 7-8. 2 Tage im Monat bin ich halt außer Gefecht gesetzt aber das ist machbar. Meine Migräne ist eine glatte 9.

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    1. Oh ja, Nierenkoliken sind was. Wobei ich meine eher auf einen Spitzenwert von 8-9 schätzen würde, Verbrennungen mit heißem Öl sind nochmal für mindestens eine Stufe mehr gut.

      Fies fand ich auch mal Halsschmerzen (so diese Sorte, die einen meinen lässt, es nagt sich was von innen nen Weg durch das Trommelfell) welche von einem in Wurzelbehandlung befindlichen Zahn dankbar aufgenommen und verstärkt weitergereicht wurden! Eine 7 bestimmt. Seitdem weiß ich ausreichende Vorräte von Ibuprofen im Haus besonders zu schätzen. 800, ein gutes Glas Wasser, und zwanzig Minuten später ging es dann wieder mit Schlafen. Ich bin echt dankbar dafür, dass Schmerzmittel bei mir bislang gut anschlagen.

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