Nein, Doch!

Der Moment, wenn ich mir in der Apotheke wie im Kindergarten vorkomme.

Mann: „Ein Vivanza.“ *

Pharmama: „Dafür brauchen Sie ein Rezept.“

Mann: „Nein.“

Pharmama: „Doch.“

Mann: „Nein!“

Pharmama: „Äh – Doch.“

Was soll das?

*Das ist ein Potenzmittel aus derselben Gruppe wie das besser bekannte Viagra. Dass das rezeptpflichtig ist, dürfte inzwischen Allgemeinwissen sein.



26 Antworten auf „Nein, Doch!

  1. In den E-Mails, die ich ständig bekomme und die mir das – und andere Fertigarzneimittel vergleichbarer Wirkweise – anpreisen, steht aber nie etwas von einem Rezept … ;-)

    Gefällt mir

    1. Naja. Die kriegt man auch ohne Rezept. Wegen den Freihandelsverträgen! snicker

      Mein Papa hatte mal als jugendlicher bei der Post gejobbt. Ich weiss überhaupt nicht, ob es stimmt oder nicht – jedenfalls sagte er, es sei relativ leicht gewesen, die Pakete mit den (ausländischen) Potenzmitteln zu erkennen, und die Tabletten mit Abführmittel zu ersetzen.

      Gefällt mir

      1. Ich finde es ja auch immer wieder erstaunlich, wie oft ich auf meine Praxis-eMail-Adresse Offerten für den rezeptfreien Bezug eigentlich rezeptpflichtger Medikamente bekomme. Und vor allem immer die Unterscheidung: „Viagra“ – „Viagra (Original!)“ (sic!). (Lies: mir wird beides offeriert: Viagra und Original-Viagra.)

        Gefällt 1 Person

      2. Ich nehme mal an das war zu prä-Viagra-Zeiten als die Alternativen hauptsächlich Spanische Fliege und Yohimbe-Extrakt (letzteres wohl sogar etwas wirksam) waren. Die gab es wohl entweder in den Läden „Ab 18“ mit verdunkelten Fenstern wo man(n) nur mit hochgeschlagenem Kragen reingegangen ist oder per Post über Katalogversand.
        Wenn die freundliche Beate aus Flensburg was verschickt hat, dann war das bestimmt so unscheinbar neutral verpackt dass es jeder bei der Post wusste was sich hinter bestimmten Tarnadressen verbarg.

        Gefällt mir

        1. Letzteres ist sogar mehr als „etwas“ wirksam, auch im Tierexperiment. Yohimbe-Extrakt führt beim Hund zu einer mäßigen, beim Hengst zu einer beachtlichen Erektion. Keine Ahnung, in welchem alten Werk ich das mal gelesen habe…

          Nicht umsonst ist Yohimbin immer noch verschreibungspflichtig. ;-)

          Gefällt mir

          1. Und spätestens jetzt ist es Zeit für einen wirklich dämlichen Mediziner-Witz:

            Was ist Tierquälerei? – Wenn man Regenwürmern Viagra gibt.

            Gefällt mir

  2. Och Gottchen. Mir fallen mindestens 3 europäische und teileuropäische Länder ein, wo die Aussage des Kaufwilligen so zutrifft – weil der Gesetzgeber das lockerer sieht, und/oder weil alle anderen als der Gesetzgeber das lockerer sehen.

    Ich finde nur immer lustig, dass einem nicht geglaubt wird, wenn man das erklärt mit der Verschreibungspflicht. Neulich hatte ich einen eher jüngeren Mitmenschen (zumindest wesentlich jünger als ich selber) vermutlich afrikanischer Herkunft, mit dem ich mich auf englisch verständigte… und der, als ich sein Ansinnen ablehnte, zweimal nachfrug, ob es nicht doch gehe. Nach einem nochmaligen No, I need a piece of paper from a doctor. meinte er dann: Come on, only one!

    Gefällt mir

  3. …außerdem steht’s auf der Packung außen vermerkt „rezept-und apothekenpflichtig“. (zumindest in Österreich) :-)

    Gefällt mir

  4. Über unserer Apotheke praktiziert eine große urologische Praxis. Häufig merken die Patienten erst am Wochenende das ihnen das Sildenafil ausgegangen ist. Der Standardsatz am Samstag lautet: „Sie wissen doch das ich immer ein Rezept bekomme. Ich kann es ihnen Montag holen.“
    Ich versuche es mit Humor zu nehmen und meinen Kunden klar zu machen das ich keine verschreibungspflichtigen Medikamente ohne Rezept abgeben darf. Die meisten verstehen es spätestens bei dem Satz: „Wissen sie Herr…….. ich mache mich damit strafbar und im Ernstfall verliere ich meine Zulassung. Damit meinen Arbeitsplatz, mein Haus, kann meine Kinder nicht mehr versorgen…………“ Aber einige sind dann echt stinkig. Einer meinte ich hätte ihm das Wochenende versaut. Wie gut das es mich nicht tangiert.

    Gefällt mir

  5. Ich hatte mit meinem 3 monatigen 3. Kind , dann noch meine 2.5 Jährige dabei und der 4 jährige, eine ähnliche Situation in der Apotheke. Dick geschwollener Fuss von Bienen Allergie, kurz vor Mittag schaffte ich es so mit den 3 Kindern in die Dorf Apotheke. Ich bettelte nach etwas stärkerem als Fenistil, weil ich das jucken nicht aushielt. Zuerst hiess es Nein, gehen sie zum Arzt…… ich fast heulend, super mit den 3 im Schlepptau, ich gehe zum Arzt, muss das organisieren, bis dahin….
    Ich bekam Cortison und zum Arzt schaffte ich es 2 Tage später….manchmal MUSS man halt etwas durchsetzen 😉

    Gefällt mir

      1. Bei mir war es vor 21 Jahren so. Keine Ahnung ob es das damals schon gab. Und lange hatte ich Cortison als Notfall Medikament, aber es lief immer ab, weil ich draussen nie mehr barfuss gehe und nie mehr auf eine Biene getreten bin.
        Und falls es doch wieder so weit wäre, ab zum „Notfall“ Arzt.

        Gefällt mir

      2. Nee, Cetirizin ist nicht rezeptpflichtig. Das ist ein weitverbreitetes Antihistaminikum 2. Generation (Originator wenn es mich richtig erinnere Zyrtec) und ist in jeder Apotheke von verschiedensten Firmen ohne Rezept erhältlich.
        Eine sinnvollere Alternative ist entweder ein Corticoid als Creme (Hydrocortison bis zu 0,5% rezeptfrei, danach Doc aufsuchen) oder wenn sehr stark dann Corticoid systemisch.

        Gefällt mir

        1. Okay, mein Fehler. Anscheinend ist Cetirizin hier in der Schweiz nur noch in Tropfenform rezeptpflichtig, nicht mehr in Tablettenform (das war es allerdings noch, als ich vor 9 Jahren in dieses Land kam). Sorry!

          (Wer auch immer diese Regelung verstehen mag…)

          Gefällt mir

This site uses Akismet to reduce spam. .