hair of the dog …

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rezept-triebwerksoel

Danke Stefan für dieses „Rezept“ vom Naturheilpraktiker.

Wer’s nicht lesen kann: da steht:

Triebwerksölmischung (Flugzeug) C30 Globuli

Rhus tox D12 glob (usw)

Jaja, Homöopathie. Nix, was es nicht gibt. Und gegen was helfen die Triebwerksölglobuli? Anscheinend ist das gegen Flugangst.

Das muss dieselbe Theorie sein, wie bei murus berlinensis – Berliner Mauer. Hilft gegen Abgrenzungsprobleme. Dafür ist es mal auf Deutsch angegeben. Wie das wohl auf Latein heisst? Ah – damals hatten sie noch keine Flugzeuge, wahrscheinlich ist das deshalb nicht so einfach zu übersetzen.

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26 comments on “hair of the dog …

  1. turtle of doom sagt:

    Grusel…

    Das ist ja nicht mal Homöopathie. In der Homöopathie wird ein Mittel X, das aus irgendwelchen Gründen in normaler Dosis Symptome Y auslöst, verdünnt gegen Y angewendet. X muss keinen Bezug zum Leiden haben. Daher kommt auch das Plutonium nitricum in der Hömopathie – denn niemand leidet (ernsthaft) unter einer Plutoniumvergiftung.

    Bei der Isopathie wird der tatsächliche Auslöser des Leidens verdünnt dem Patienten gegeben.

    Aber wen will ich da überzeugen… schulterzuck

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    • Mr. Gaunt sagt:

      Vielleicht bekommt die betreffende Person beim Geruch von Flugzeugen Panik und hat dann unglaubliche Flugangst. 😉
      Was mich interessieren würde, ob es das verdünnte Flugzeugöl tatsächlich einigermassen einfach zu bekommen gibt. Der Herr Heilpraktiker meint doch wohl nicht dass man in der Apotheke das Zeug selbst herstellt in C30??!!?

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      • turtle of doom sagt:

        Dann müsste man ja erst noch fragen, welches Triebwerksöl es ist. Jenes, das der Kühlung des Triebwerks dient? (Die Treibstofftanks sind eine willkommene Wärmesenke, und in warmem Treibstoff bilden sich auch keine lästigen Eisbrocken.)

        Oder jenes, das zur Schmierung der beweglichen Teile dient?

        Das gebräuchlichste Hydraulik-„Öl“ in Flugzeugen, Skydrol, besteht aus einem Phosphatester. Er ist feuerfest, reizt die Haut ziemlich, und löst viele Farben und Kunststoffe auf. Man kann sich schon mit einem Handschuh schützen, aber man darf mit dem selben Handschuh keinen Schraubenzieher anfassen…

        Turbinentriebwerksöl ist auch ein künstlicher Ester und ebenso aggressiv. Auch den kann man bestellen, kostet so 15 Euro für einen kleinen Kanister. Selbst zu verdünnen könnte sogar billiger sein als Triebwerksöl C30 zu bestellen – wer weiss, ob die Kugelzuckerfirma des Vertrauens das überhaupt vorrätig hat…

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        • gnaddrig sagt:

          Wieso „welches Triebwerksöl es ist“? Steht doch da, Mischung. Einmal alles, was so ein Flieger an Flüssigem zu bieten hat. Verrühren, verschütteln, verdünnen.

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          • turtle of doom sagt:

            Ihhhh!

            Immerhin wäre der Inhalt des Abwassertanks genug gut verdünnt, als dass ich mir Sorgen machen müsste.

            (Teppiche in Flugzeugen ersetzt man übrigens nicht, weil sie abgerieben werden. Sondern weil die Schuhe allen möglichen Dreck ins Gewebe pressen. Bei einem grossen Flugzeug spricht man schon von mehreren hundert Kilo Zusatzgewicht…)

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          • hajo sagt:

            also turtle, in den Abwassertanks sind gaanz selten ölige Komponenten zu finden, folglich fällt diese Flüssigkeit wohl aus 😉

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          • Panama Jack sagt:

            Ach, ihr ment etwa so?

            🙂

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  2. samybee sagt:

    Hm, und wenn ich Angst vor Schiffsreisen habe, nehme ich Diesel? Was nehme ich, wenn ich Angst vor Reisen mit Segelbooten habe? Seeluft C30? Demnach kann man Angst vorm Reiten los werden mit Hafer C30, oder tun es da dann auch Haferflocken im Müsli? Ah – so viele Möglichkeiten…

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    • turtle of doom sagt:

      Also… es gibt ein homöopathisches Mittel, das aus Pferde-Daumen hergestellt wird…

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    • hajo sagt:

      das kommt darauf an, welchen Treibstoff der „Pott“ verwendet: Diesel oder Schweröl. Bei letzterem werden die Kügelchen – wie der Name schon sagt – sehr schwer 😦
      Seeluft und Hafer könnte man eher unvedünnt konsumieren (oder habe ich da etwas falsch verstanden?
      oh, liebe Pharmama, ich mag diese Posts, sie regen so richtig zum Blödeln an 😀

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      • samybee sagt:

        Na, es werden doch auch unschädliche Sachen (z.B. Gänseblümchen, die kann man auch aufs Butterbrot machen) potenziert, damit sie besser wirken. Demnach müsste die Seeluft in Potenzierung auch besser wirken, oder nicht😉?

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    • OtaconHC sagt:

      Natürlich zermahlene Titanic D12, was denn sonst?

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  3. Panama Jack sagt:

    Also eine kurze(!) Suche spuckt mir „aeroplanum“ als lateinische Übersetzung für Flugzeug aus. Soviel Mühe hätte er sich ja geben können.

    Es gibt – ich glaube sogar im Vatikan – ein paar Leute, die lateinische Entsprechungen für moderne Begriffe finden.
    Die Übersetzung für „Gummibärchen“ hab ich mir gemerkt – „ursulus elasticus“ 😀

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  4. squirrel1976 sagt:

    Und ich dachte, ich hätte mit Medorrhinum schon alles gesehen…

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  5. Also als jemand, die der niedrig Potenz-Hoöopathie (= D3 bis D6) nicht gänzlich abgeneigt ist (ich würde sie als Feintoxikologie oder Reiztherapie noch einsehen), hat es bei so einem Quatsch schon meilenweit vorher mit Akzeptanz aufgehört. Mich ärgert schon jeder D12 Potenz, die ich verkaufe(n muß) und C30 geht schon mal gar nicht. Triebwerksölmischung C30 ….. ohne Worte

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  6. Waldkauz22 sagt:

    Eine C30 mit Triebwerksöl ist sicher einfach herzustellen:
    Am Zaun eines Flughafens ein Fläschchen mit Zucker oder Alkohol öffnen und den nächsten startenden Jet abwarten. Wenn man Pech hat, ergibt das vielleicht nur D20, dann nächsten Flieger „nehmen“.

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    • turtle of doom sagt:

      Ich habe früher zusammen mit einer Kollegin in der Anflugschneise eines Flughafens Gemüse angepflanzt. Schrebergarten halt.

      Heisst das, ich bin nun in homöopathischer Hinsicht gnadenlos übertherapiert? Muss ich jetzt das überflüssige Triebwerksöl mit Grander-Wasser ausleiten?

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