pädiatrische Intimpflege?

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Ich weiss nicht, wie ihr das seht, aber für das neue Produkt, das mir in der Apotheke letztens vorgestellt wurde, würde ich am liebsten eine neue Blogsparte eröffnen: Unsinnprodukt der Woche (oder des Monats):

girlwash.jpg

Echt jetzt? Intimwaschlotion für Mädchen ab 3 Jahren? Ja. Laut Vertreter ist das „vom Markt gewünscht!“

Kann ich so nicht bestätigen. Tatsächlich hatte ich das gerade einmal in all den Jahren: (das habe ich hier beschrieben) … und fand das damals schon … fraglich. Ist das wirklich nötig? Und: hinterlässt das bei anderen auch so einen … äh …seltsamen Nachgeschmack? (Vielleicht liegt das auch nur am Pfirsich-Geruch, den das auch noch hat … es kommt übrigens im Girly-Rosa Spender).

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18 comments on “pädiatrische Intimpflege?

  1. Medimaus sagt:

    Das hinterlässt bei mir auch – schwäbisch gesagt – a Gschmäckle. 😦

    Als Behandlungsmittel, wenn mal tatsächlich was entzündet ist, kann ich mir das vorstellen – allerdings nur per ärztlichem Attest, wenn da ein Profi draufgeschaut hat, woher die Entzündung kommen kann.

    Ich finde, das ist sogar ein Fall für das Jugendamt / Gesundheitsamt / Kripo(?), damit die mal nachforschen, WER denn da so die Nachfrage hat.

    Ich krieg Bauchweh, wenn ich das höre. 😦

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    • Mr. Gaunt sagt:

      Ohje, die arme Mama gönnt Ihrem Töchterchen das teure Lactacyd Girl aus Pharmama’s Apotheke weil sie da immer so gut beraten wird und schon hat sie die Polizei und das Jugendamt vor der Tür. 😦
      Ich denke nicht, dass die Nachfrage aufgrund extremst fragwürdiger Aktivitäten besteht. Da hat sicherlich Werbung einen entscheidedenden Anteil dabei. Vielleicht auch erziehungsbedingt leider der Gedanke, dass es „da unten schmutzig ist“ und entsprechender Behandlung bedarf. Oder die Tochter hat gesehen dass die Mama etwas besonderes nutzt und will das nun auch usw. usw… Es gibt einige denkbare Gründe warum Menschen das kaufen wollen, medizinische Sinnhaftigkeit mal aussen vor.

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      • Edmund sagt:

        Danke für diesen sinnvollen Beitrag, der meine Meinung geändert hat 🙂 Mit Sicherheit wird das so sein, dass Tochter die Mama nachmachen möchte und daher die Nachfrage besteht. Und es ist ja nun nur etwas zum Saubermachen, nix Schweinisches…

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  2. xpistian sagt:

    Ich schließe mich Mr. Gaunt an.
    Wenn ich die Sinnhaftigkeit auch in Frage stelle, halte ich das Produkt lediglich für einen Versuch, Marktanteile zu gewinnen, wo es bisher kaum oder keine Konkurrenz gibt.

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  3. Jasmin sagt:

    Spezielle Intimpflege ist ohne medizinischer Indikation auch bei erwachsenen Frauen nicht notwendig. Wer sowas bei der täglichen Waschroutine, statt normaler Seife verwendet, hat ohnehin ein gestörtes Verhältnis zu seinem Körper…

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    • Nola sagt:

      Wieso habe ich ein gestörtes Verhältnis zu meinem Körper, wenn ich meiner Muschi eine spezielle Pflege gönne? Dann bin ich vielleicht auf Werbung hereingefallen, aber ein gestörtes Verhältnis?

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    • Laura sagt:

      Nun ja, normale Seife sollte man da noch weniger verwenden… schon gar nicht täglich.
      Und weshalb es seltsamer sein soll, sich ein Waschmittel für den Intimbereich zu kaufen als eine Creme oder ein Waschmittel für das Gesicht oder die Zähne oder den Rest des Körpers, erschliesst sich mir auch nicht. Das fällt für mich eher in die Kategorie: Für alles darf man sich eine Pflege kaufen, wenn man mag, aber auf keinen Fall für ‚das anrüchige Gebiet da unten‘ – einfach weil das tabu ist!

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      • Pharmama sagt:

        Nicht korrekt. Wir haben Tonnen (zumindest reihenweise) Intimwaschmittel, die auch gerne und gut gekauft werden. Das ist kein Tabuthema mehr. Die Frage hier (zumindest bei mir) ist mehr: Weshalb braucht es hier ein spezielles Produkt für so junge Mädchen? Nicht nur dass gegebenenfalls (wie anderswo gesagt, man kann/ soll sich vor allem mit Wasser waschen) bei Problemen wirklich das „normale Intimwaschmittel“ für Frauen benutzt werden kann – es wird wirklich gezielt für „ab 3 Jahren“ beworben. Das kaufen die Eltern für ihre „Prinzessin“. Und die lernt dann, dass das Gebiet offenbar sehr spezifisch behandelt werden muss. Oder?

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        • Laura sagt:

          Weshalb wird dann Leuten, die ein Intimwaschmittel benutzen, unterstellt, sie hätten ein gestörtes Verhältnis zum Körper? Und ja, Kommentare in der Art, dass das doch nur was für gestörte Leute ist, gibt es in der freien Wildbahn zu genüge. Anscheinend ist das eben doch nicht so ganz dasselbe wie ein Waschmittel für das Gesicht zu kaufen, das medizinsch gleich oder weniger viel Nutzen hat…

          Und dass dieses neue Produkt keinen zusätzlichen Nutzen bringt, sondern lediglich eine Marketing-Strategie ist, um die Gruppe der Anwenderinnen zu erweitern, dürfte wohl klar sein.

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  4. Dubuc sagt:

    Vom Medizinischen mal abgesehen, wo sitzt denn der Hersteller, dass er sich nicht mal eine richtige Übersetzung ins Französische leisten kann: … pour les fille dès …?

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    • Monika sagt:

      Genau dasselbe wollte ich auch gerade schreiben. 😉

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    • xpistian sagt:

      Ich auch, hab es dann aber aufgrund meiner doch bescheidenen Französischkenntnisse gelassen.

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    • Mr. Gaunt sagt:

      Der Herstellers ist ein französischer Pharma-Großkonzern namens Sanofi. 🙂
      Ich denke mal bei Pharmama ist ein Vertreter von einer Vertriebsfirma aufgelaufen. Die haben sich möglicherweise selbst etwas gebastelt. Das schaut nicht nach Werbematerial eines solchen Konzerns wie Sanofi aus.

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      • McCloud sagt:

        Ich habe als Hersteller von Lactacyd (für Erwachsene bzw. Teenager) eine Firma namens „Omega Pharma“ gefunden, die durchaus auch andere bekannte Apothekenprodukte herstellt.

        Was mich aber stutzig macht:
        a) Auf der offiziellen Homepage von Lactacyd wird ein „Lactacyd Girl“ nicht vorgestellt.
        b) Wenn ich „Lactacyd Girl“ bei Google eingebe, finde ich zwar Treffer. Diese sind allerdings ausschließlich tschechischer oder slowenischer Herkunft.
        c) Wechsle ich auf der offiziellen Homepage von Lactacyd auf die tschechische Sprache, finde ich auch dort kein Produkt namens „Lactacyd Girl“ (wobei ich keine tschechischen Sprachkenntnisse habe).

        Ich stelle mir daher gerade die Frage, ob das Produkt „Lactacyd Girl“ wirklich so vom offiziellen Hersteller (egal ob jetzt Sanofi oder Omega) hergestellt wird oder ob da ein zweiter Hersteller auf die Marke mit aufgesprungen sein könnte…

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        • Mr. Gaunt sagt:

          In Europa (lactacyd.eu) ist es wohl Omega Pharma, ausserhalb Europas (lactacyd.com) wohl Sanofi. Da hat man sich wohl irgendwie die Markenrechte geteilt. Hergestellt wird das vielleicht sogar gar nicht von den Firmen selbst, sondern von Lohnherstellern.
          Die „Girl“-Variante ist tatsächlich bisher wohl nur in Tschechien und Slowakei erhältlich oder zumindest einigermassen verbreitet. Aber warum dann nicht auch mal im Rest Europas versuchen wenn das da ganz gut ankam?
          Vielleicht ist es nun sogar ein dritter der die Marke mitvertreiben darf? Wenn man auf lactacyd.eu tschechisch oder slovakisch wählt, dann kommt man auf die jeweiligen Länderseiten und die dort gelisteten Produkte sehen der „Girl“-Version nicht sehr ähnlich.

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  5. hajo sagt:

    Es gäbe da noch eine Steigerung dieser „Innovation“: entsprechend behandelte Feuchttücher
    .. damit die Krärwerker keine Langeweile haben 😦

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