No pain …

Nicht ganz tierisch ernst gemeintes Motivationsplakat. Passt zum Post gestern (und meinem Muskelkater heute). Aber ist doch irgendwo so: Schmerzmittel gehören in der Apotheke zu den meistverlangten und meistverkauften Medikamenten überhaupt.

Meinen Muskelkater allerdings bekämpfe ich nicht mit Schmerzmitteln – den sehe ich wirklich als eine kleine Errungenschaft an :-)



10 Antworten auf „No pain …

  1. Ich hab in der Uni gelernt, dass das auch gar nicht gut wäre. Deshalb durfte Bayer seine Werbung gegen Muskelkater mit Aspirin anscheinend nicht mehr machen. Hat unser Prof zumindest erzählt. Muskelkater sind ja kleine Schädigungen im Muskel. Dadurch werden Mediatoren wie Prostaglandine etc. frei. Mit ASS nimmt man die Entzündungsmediatoren weg, die normalerweise Makropahen usw. anlocken. Die braucht man um kaputtes Gewebe zu entfernen damit sich neues wieder bilden kann. Also werden dadurch die Muskelzellen wieder repariert. Habe ich keine Prostaglandine mehr, also auch keine Entzündungsmediatoren, fehlen die Makrophagen. Dadurch bildet sich statt der Muskelzellen Bindegewebe und das will man natürlich nicht. Leider finde ich dazu nichts tieferes im Internet aber man muss dazu sagen, dass er im Institut arbeitet in dem an COX und LOX geforscht wird also sollte er das wohl wissen :D

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  2. Nunja…

    Sonntag: Eine neun Stunden lange Wanderung.

    Montag: Heftiger Muskelkater. Rund eine Stunde vor dem abendlichen Volleyballspiel 800 mg Ibu eingeworfen. Der Schmerz ist tatsächlich verschwunden… aber…

    …nach etwa einer Stunde Spiel hatte ich einen ekelhaften Schwächeanfall in den Beinen. Nichts schmerzte, aber die Beine wollten sprichwörtlich zusammensacken. Tja, gegen die Ermüdung nützen die Tabletten nix…

    …da ist Erholung angezeigt. Und ohne Erholung betreibt man nur kontinuierlichen Leistungsabbau. Der simpelste Tipp ist: Sobald man sich komplett erholt fühlt wieder ein Training durchführen. Kein Bisschen länger warten!

    Nur ist die Frage, wann man denn „erholt“ ist, gar nicht so einfach zu beantworten. Entweder schont man sich zu stark oder zu leicht. Beim Ausdauertraining ist aber der morgendliche Ruhepuls ein wichtiges Hilfsmittel, dies abzuschätzen. Mein Ruhepuls gleich nach dem Aufstehen schwankt zwischen 46 und 56. Ist er 64, 65 oder noch höher, weiss ich, dass ein Lauf am selben Tag sehr anstrengend sein wird – da bin ich noch nicht vollständig erholt.

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  3. Ich werde ab und zu von Kopfschmerzen heimgesucht, und ich greife dann gerne zu Schmerzmitteln. Im Hinterkopf habe ich dann immer diese Stimme „nimm nicht zu oft, sonst gewöhnt sich der Körper dran“, und ich frage mich dann immer, ob das wirklich stimmt oder ob es nur ein Mythos ist.
    Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass sich mein Körper dran gewöhnt hat. Denn ich nehme seit Jahren nur noch meine 400mg Ibuprofen. Abwechseln könnte ich nicht, denn Aspirin und Paracetamol helfen nicht… finde ich. Und das Ibu auch nur, wenn ich 1x400mg nehme… 2x200mg geht dann wieder nicht.
    Ich frage mich was mein Körper machen würde, wenn ich eine 400mg Ibuprofen auseinanderbreche und die so einnähme :-D

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    1. Ein Gewöhnungseffekt bzw. eine Abhängigkeit kann auch bei „harmlosen“ Schmerzmitteln wie Ibu eintreten. Dazu muss man aber schon das Schmerzmittel langfristig nehmen, ohne dass du Schmerzen hast.

      Jeder Mensch hat immer wieder mal irgendeinen Schmerz. Diesen muss man auch spüren, damit das Hirn sein Schmerzempfinden kalibrieren kann. Wenn man mit Schmerzmitteln jeden kleinen Schmerz weghaut, sucht das Hirn eben nach einem anderen Reiz, den es als Schmerz interpretieren kann. Ein ganz normaler Lerneffekt – aus der Sicht des Hirns.

      Und sobald man die Schmerzmittel absetzt, treten dann die Schmerzen auf – gegen die man dann wieder Schmerzmittel nehmen muss…

      Einige Arzneimittel werden durch Enzyme abgebaut. Nun kann es auftreten, dass die Zellen, vor allem in der Leber, merken: Huch, da nimmt jemand ständig Medikamente. Ich muss mehr Enzyme herstellen, um diese höhere Arzneimittelmenge zu bewältigen.

      So muss man mit der Zeit für den selben Effekt höhere Dosen einnehmen, oder man muss das Mittel bei Behandlungsende langsam reduzieren.

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  4. Muskelkater erholt man sich weg! Auf einen Muskelkater noch mal rauf zu trainieren ist einfach nur falsch.
    Jetzt dann noch etwas Krafttraining für Muskelaufbau, dann ist Pharmama bald superfit. :-)
    Für eine nettes, kurzes, aber effektives Training kann ich die App „seven“ empfehlen, oder 7M Workout, die hat den Vorteil, daß die Übungen erklärt werden.

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  5. Huhu!Ich bin leider auf tägliche Schmerzmittel eingestellt, stufe drei auf der who skala. Manchmal probier ich mal eine, zwei oxycodon wegzulassen, mal klappts, mal verfluche ich mich dafür. Ist aber alles in retard form, die schnell und kurz wirksamen notfallopiode brauche ich wirklich selten, da nehm ich lieber zwei novalgin oder ibu je nach schmerzart. Muskelkater hätte ich gern, aber ich glaub, selbst wenn extrem sport möglich wäre, würde ich den dann nicht spüren können. Nunja, jeder hat sein Paket. Eigentlich wollte ich auch nur den tipp für das pflanzliche schmerzöl zum einreiben von weleda loswerden! Das taugts echt. Liebe grüsse! !

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    1. Retardiertes Oxycodon 2x täglich 1 [bzw. 1x täglich, es gibt meines Wissens nach eine Fima, die so ein Produkt herstellt] sollte man nicht „weglassen“ bzw.aussetzen, da es zu einem Einbruch des Wirkspiegels kommt, der sich erst über die Zeit mehrerer Einzeldosen wieder komplett aufbaut. Gewöhnlicher Weise hat man einen „Grundspiegel“, den man mit den „Erhaltungsdosen“ gleichmäßig hält, und den man mit schnellanflutenden (und schnell abblutenden) Produkten bei Schmerzspitzen ergänzt.

      Man kann versuchen, die Erhaltungsdosis zu reduzieren, in dem man teilungsfähige Produkte eben teilt, oder niedriger dosierte Produkte einsetzt. (Achtung! Einige Oxycodon-Retardtabletten verlieren bei Teilung die Retardierung und können dann sprichwörtlich lebensgefährlich werden!) Ich würde jedoch anraden, dies mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Auch ergibt es mehr Sinn, 2×7,5mg zu nehmen als morehns 5mg und abends 10mg. Aber wie gesagt, bitte mit den Arzt absprechen.

      Anbei, kein Schwerzpatient sollte an bzw. durch seine Genesung Schmerzen leiden – oder sich diese gar mit Gewalt aufzwingen. Eine sinnvolle und verantwortliche Dosierung des Schmerzmittels fördert gewöhnlich die Genesung (so es eine „heilbare Erkrankung“ ist), da man sich mit (relativer) Schmerzfreiheit mehr bewegt, und diese Bewegung die Regeneration von Knochen- und Muskelmasse unterstützt. Schmerzen führen in diesem Zusammenhang zu weniger Bewegung, dadurch zu Muskel- und Knochenabbei, und im Zweifelsfall zu eher ungesunden „Schonhaltungen“.

      Ich wünsche gute Besserung!

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