Keine Online-Apotheken-Werbung hier. Punkt.

Bei all der Arbeit, die ich mir mit dem Blog hier mache, erlaube ich mir (sehr gelegentlich) Werbung hier zu machen und damit ein bisschen Geld einzunehmen. Hauptsächlich via gesponserte Posts, wobei ich die selber schreiben will und nicht einfach irgendeinen Text übernehmen, etwas über die eingeblendete Werbung unter dem neusten Post (wahnsinnige 7 Euro im letzten Monat!), und bei den Buchrezensionen hat es sogenannte affiliate Links zum entsprechenden gelesenen Buch bei Amazon (wobei ich bei weitem nicht alle Bücher bringe, die ich gelesen habe, nur die interessanteren). Falls durch so einen Link ein Verkauf zustande kommt, bekomme ich ein paar Cent gutgeschrieben – die werden (sobald 25 Euro erreicht sind) als Gutschein bei Amazon selber wieder eingesetzt für weiteres Lesematerial.

Häufiger finde ich in meinem Postfach Anfragen: Für Linktausch (mach ich nicht), für sponsored Posts (siehe oben) und für Affiliate Links auf andere Shops (E-Zigaretten, Wellnessartikel) oder Casino-Seiten.  … Und wegen meinem Haupt-Blog-Thema halt häufiger für Online-Apotheken. („Ihre Seite Pharmama.ch passt ausgezeichnet zu den Themen von …“)  Und das mache ich garantiert nicht – wie wohl jeder erkennen würde, der den Blog auch tatsächlich liest.

Obwohl die letzte Anfrage ja wirklich … finanziell interessant tönt: Setze einen Affiliate Link zu der Online-Apotheke und bekomme für jeden, der via diesen Link einkauft:

10%des Bestellwerts Provision

7,00 €für jede Bestellung mit einer Online-Konsultation des Arztes

Durchschnittlicher Warenkorb 90€

Das wären dann durchschnittlich 9 Euro pro zustande gekommenem Einkauf noch dazu 7 Euro, wenn dafür vorher ein Arzt dort „konsultiert“ wurde. Denn die Online-Apotheke bezeichnet sich selber als Online-Ärztedienst, bei dem man dann auch rezeptpflichtiges nach Ausfüllen eines kurzen Fragebogens und email-Kontakt mit dem Arzt erhält. Umm was? Ja – da würde ich also nicht nur meinen eigenen Prinzipien untreu und nicht die Vor-Ort-Apotheke unterstützen, sondern aktiv davon weg-leiten … und dann auch noch halb-legal (und unverantwortlich) die Patienten von einem richtigen Arztbesuch und Untersuchung abhalten. Dementsprechend wirbt auch diese Online-Apotheke mit dem „beliebte Kategorien: Schmerzmittel, Potenzmittel, Mittel zum Abnehmen, Mittel gegen STD“ … und auch der Pille danach?!

Da es in Deutschland nicht erlaubt ist Ferndiagnosen auszustellen (per mail oder Telefon)… und in der Schweiz ausländische Rezepte nicht anerkannt werden müssen, sitzt diese Online-Apotheke (und die dazugehörigen Ärzte) natürlich im Ausland. Und die Medikamente kommen aus ganz Europa (und wer weiss woher noch?).

Für die Schweiz wären Ferndiagnosen per Telefon übrigens möglich: wenn man den Arzt per Telefon will / braucht, gibt es  die Möglichkeit. Das sind lokale Ärzte (meist -innen) die das Teilzeit und sehr sorgfältig machen. Am Telefon kann man (im Gegensatz zum Internet) auch nachfragen um etwas genauer abzuklären. Das Rezept wird in die gewünschte Apotheke gefaxt und … die meisten Krankenkassen übernehmen diese telefonische Konsultation. Ein richtiger Arzt, in der richtigen Sprache, ein richtiges Rezept, das richtige Medikament von der (richtigen) Apotheke. Das finde ich okay.

Das oben nicht.



4 Antworten auf „Keine Online-Apotheken-Werbung hier. Punkt.

    1. Nein, 7 Euro pro Bestellung (steht auch so im Artikel).
      Bei Telefonkonsultation sollte man auch stark zwischen einem bekannten Patienten und einer allgemeinen Hotline unterscheiden. Manchmal kann ein Telefonanruf Arzt und Patient Zeit sparen, vor allem bei chronischen Krankheiten.
      Das hat natürlich nichts mit einer „Alibiuntersuchung“ per Formular zu tun, nur um rezeptpflichtige Medikamente illegal zu beschaffen.

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