Taking the Plunge

Ich habe nie ganz verstanden, weshalb es bei den Amerikanern so wichtig zu sein scheint, dass der Verlobungsring einen möglichst grossen (und teuren) Stein drauf hat – ausser vielleicht als Beweis für die zukünftige Braut, dass der Mann sich die Ehe leisten kann :-) … Aber wenn man darüber hinwegsieht ist das ein entzückender Film mit ganz viel „Jöh-„Faktor.

Oh, Ihr habt wieder Euceta?

Reaktion eines Kunden, als er die hier gesehen hat:

Naja – irgendwie: Zur Erinnerung: das (unten) war, wie die letzte Euceta Packung ausgesehen hat.

Die Firma Tentan, die die Formel von der Novartis übernommen hat, (nachdem die Euceta überraschend ausser Handel nahm) hat die Packungen so gestaltet, dass sie wirklich sehr daran erinnert – der Wiedererkennungseffekt ist jedenfalls da, wie man sieht. Zusätzlich ist da offenbar noch Dexpanthenol drin, das war bei der Original-Formel nicht so.

Tentan sind nicht die einzigen, es haben sich noch andere Firmen der Marktlücke angenommen …

Sphere – Rezension

Michael Crichton wird den meisten ein Begriff sein – er ist derjenige, der auch geschrieben hat. Das ist auch so ein Fall, wo ich das Buch besser finde als den Film, der danach gemacht wurde – oder besser – diesen Sommer kommt ja schon Numero 4). Mit seinen Büchern bringt er der breiten Masse Auszüge aus der Wissenschaft bei – nicht immer hundert Prozent korrekt, aber doch zumindest verständlich und populär. In Jurassic Park ging es um Dinosaurier und das Klonen von DNA und in Sphere um den Aufenthalt in der Tiefsee um den Kontakt mit Ausserirdischen, etwas Psychologie – vor allem das Verhalten bei Angst und Zeitreisen.

Das Buch beginnt damit, wie Norman, ein Psychologe und Spezialist für Trauma nach grossen Unglücken zu einer entlegenen Stelle mitten im Meer gebracht wird, die er erst für eine Absturzstelle eines Flugzeuges hält … womit er nicht ganz falsch liegt. Nur handelt es sich dabei um ein Fluggerät mit Technologie, die bis dato unbekannt ist und die unter einer meterdicken Korallenschicht in 1000 Fuss Tiefe liegt, was suggeriert, dass der Absturz wohl schon vor über 300 Jahren passiert ist.

Norman sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert, als er für den amerikanischen Staat einen Bericht und Empfehlungen verfasst hat, wie man beim Kontakt mit Ausserirdischen am besten vorgeht – vor allem im Wissen darin, dass das eventuell Angst-gefühle in der Bevölkerung auslösen könnte. Dafür hat er ein Team zusammengestellt, das er nun, Jahre später, genau so vorfindet. Es sind dies er selber, der brilliante schwarze Mathematiker Harry, Astrophysiker Ted und die Meeresbiologin Beth. Geleitet wird die Expedition von U.S. Navy Capt. Barnes.

Nach einem kurzen Briefing geht es auch schon in die Tiefe, wo Taucher schon 2 Unterkünfte errichtet haben – eine für die Arbeitscrew, die den Weg zum Schiff freigemacht hat und eine für sie. Wegen der grossen Tiefe wird die Station mit einem speziellen Gasgemisch betrieben (hauptsächlich Helium, nur 2% Sauerstoff). Schon kurz nach ihrer Ankunft, werden die anderen bis auf eine Mini-Crew an die Oberfläche zurück gezogen, da ein Sturm naht. Allzu lange wollen auch sie eigentlich nicht unten bleiben, aber dann … überschlagen sich die Ereignisse. Als erstes entdecken sie, dass das Raumschiff amerikanischen Ursprungs ist und aus der Zukunft stammt. Und dass es etwas mitgebracht hat, das wohl ausserirdisch ist. Eine Kugel, fremdartig und geschlossen,

Der Sturm schneidet ihnen schliesslich den Kontakt zur Oberfläche ab. Harry gelingt es irgendwie in die Kugel herein und wieder heraus zu kommen … nur weiss er danach nichts mehr davon. Dann fangen die wirklich seltsamen Geschehnisse an: Über das Computer-Bordsystem der Station meldet sich „Jerry“ – hat das Raumschiff doch einen Ausserirdischen mitgenommen? Ist Jerry freundlich oder feindlich – oder kann man ihn einfach nicht mit menschlichen Massstäben messen? Was ist mit der Umgebung der Station los – woher kommen auf einmal diese Tintenfische, Shrimps, Quallen … und der Riesenkalamar, der die Station bedroht?

Das Buch zeigt die Interaktionen zwischen den Protagonisten sehr schön – viel besser als der Film, wo der Riesenkalamar die „psychologische Schau“ klaut. Natürlich wird da auch mit Vorurteilen gespielt: das arrogante schwarze Genie, an das sich dann in der Not alle wenden, der etwas hilflose Psychologe, der versucht alles zusammen zu halten, die Frau, die sich diskriminiert vorkommt, die Konkurrenz zwischen den Männern …

Ich fand das Buch sehr gut – es wurde zwar in Vor-Handy-Zeit geschrieben, (1987 veröffentlicht) aber es funktioniert heute noch genau wie damals. Das mag auch viel an der Location liegen: unter Wasser und abgetrennt von der Unterstützung oben, haben sie auch nur sehr wenig Computerpower, keine Möglichkeiten nachzuforschen über die dort vorhandenen Ressourcen.. Sie werden zurückgeworfen auf sich selber … und genau darum geht es in dem Buch.

Ohne es zu verraten: das Ende ist ein bisschen … abrupt. Nicht schlecht, auch wenn es Leute gibt, die darüber enttäuscht sind. Für mich war es okay, auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass das bei allen geklappt hätte :-)

Werde ich demnächst durch einen Roboter ersetzt?

Der Frage ging eine Gruppe Forscher nach. Maschinen können ja heute schon erstaunliches – und da wird weiter-entwickelt. Alles werden sie dennoch nicht können. Ein Job ist umso sicherer vor Automatisierung je mehr man dabei mit (eigenen) Lösungen auf Probleme aufwarten muss, es nicht ohne persönlichen Kontakt mit anderen Menschen geht, man Verhandeln muss und je weniger man sich dabei in enge Stellen quetschen muss …

Daraus haben die Forscher dann eine Formel entwickelt und die sagt, dass ich als Apothekerin …

Yay – … nur eine 1.2 % Chancen habe in dem nächsten 20 Jahren durch einen Roboter ersetzt zu werden. Naja – Roboter gibt es in der Apotheke ja schon … aber die sind dann wirklich nur für den Teil „in enge Stellen quetschen“ und die Ware rausholen zuständig.

Nicht so schön steht es um meinen Mann, der Mechaniker ist:

Hoppala – naja, in dem Fall gut, ist er selbstständig (und hat noch eine Frau, die arbeiten kann).

Wer selber nachschauen will, wie es um seinen Job steht, kann das hier:

(Ah ja – das sind natürlich grobe Schätzungen … und es können sich noch einige Sachen verändern, ausserdem gingen sie von den Verhältnissen in den USA aus), aber es ist doch Interessant zu sehen, wie sich manche die Zukunft vorstellen. … Jetzt bist Du vorgewarnt ;-)

Ja … wie jetzt?

Beim Aufnehmen einer Bestellung für die Patientin.

Pharmama: „Wir können ihnen anrufen, wenn etwas mit der Bestellung ist …“

Patientin: „Ich bekomme nie Telefonanrufe von der Apotheke.“

Pharmama: „Könnte ich ihre Telefonnummer haben?“

Patientin: „Nein, die gebe ich nicht gerne heraus.“

Pharmama: „Okay … das bestellte wird in etwa 3 Tagen hier sein.“

Patientin: „Könnten sie mir nicht anrufen, wenn es da ist?“