Aber ich habe doch gar kein …

Kuschelbär (ja, so nenne ich meinen lieben Mann hier) nimmt zu Hause einen Anruf entgegen. Er ist in englisch – Nummer unterdrückt. Die nette Dame kündet sich freundlich als vom Windows Support an. Angeblich hätten wir ein Problem mit unserem Computer – Viren so wie’s aussieht. Und sie will uns zeigen, wie wir die wieder loswerden …

Ich daneben höre nur die Seite meines Mannes:

„Sorry, Ich kann kein Englisch.“

„Was Windows Support? Computer Problem??“

„Aber wir haben gar kein …“

Klick

Tja. Pech gehabt. Auch wenn ich meinem Kuschelbär danach erklären musste, was das denn für ein Anruf war und was sie wirklich wollten: Passwörter abfragen, eventuell mit seiner Mitarbeit einen Trojaner installieren und so Zugriff auf den ganzen Computer bekommen. Zum Daten abgreifen (zum Beispiel für’s Internetbanking) – nicht zum helfen.



37 Antworten auf „Aber ich habe doch gar kein …

    1. Das ist eine lustige Idee. Am meisten so Anfragen bekommen wir aber in der Apotheke. Letztens sogar mal wieder einen Fax mit dem klassischen Nigeria-Scammer-Schema.

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        1. Das kennst Du sicher, die moderne Version geht mit mail. Ein leider (bei einem aktuellen Unglück oder nach langer Krankheit) verstorbener Mensch hat auf dem Bankkonto ein paar Millionen hinterlassen, die jetzt einen neuen Besitzer suchen. Der freundliche Bankangestellte sucht also jemanden, der sich als Angehöriger ausgibt um an das Geld zu kommen. Er bietet einem auch tolle 70% von den Millionen. Dafür braucht er nur ein paar Angaben … und die Bankdaten … und so die eine oder andere „fee“ (Gebühr) für … (Aber das kommt erst später).

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        2. Mein Opa als Prokurist einer Holzhandelsfirma – „Import exotischer Rundhölzer“ stand auf dem Briefbogen – erhielt solche Vorschussbetrugs-Briefe. Ja, Briefe. Mit der Post. Aus Nigeria.

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          1. Krass. Ich hoffe, er ist nicht darauf hineingefallen?
            Manche sind echt schlecht, klar, aber manche dieser Betrugsversuche sind ja so gut gemacht und klingen so ehrlich … A*schkrampen!

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  1. „Hier spricht der automatische Telefonbeantworter. Wir beantworten keine Spam-Anrufe. Im Wiederholungsfalle kriegen Sie Ärger!“ PLONK

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  2. Waaaas?! Phising wird jetzt auf am Telefon betrieben?! 8P
    Also dreiste Anrufe, bei denen mir was angedreht werden soll, sind mir bekannt. Oder nervige Umfragen. Aber Passwörterabfragen… oh weia! Und dein Kuschelbär hat sich das nicht denken können?
    Irgendwie habe ich den Verdacht, der Anruf kam aus Indien… ;)

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  3. Der Windows Teggniggal Department hat mir auch mal angerufen. Angeblich von einer britischen Nummer aus.

    „Sorry, but I have Linux.“

    „Tuut-tuuut-tuuut.“

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  4. Yupp kenne ich! Und echt, Betrüger!
    Wenn so einer anruft, sage ich auf: „Please wait a moment“, dann lege ich den Hörer hin und lasse ihn liegen, aus dem Hörer immer „hello, hello?“ ich wechsle den Raum und lasse den Betrüger seine Zeit zu verschwenden ;-)

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  5. Hach ich mag auch immer die Pop-Ups die mir mitteilen, das mein Windowsrechner unsicher sei und man mir exklusiv helfen wolle den pösen pösen Virus los zu werden.

    Ich sitze hier vor einer Linux Kiste deshalb kann ich immer besonders breit grinsen.

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    1. Hör auf mit Grinsen; jedes System ist nur so sicher wie man es macht. SELBER macht. Mit Bordmitteln, oder kannst du ausreichend C programmieren oder kennst dich mit Netzwerkprotokollen aus, dass du SICHER sagen kannst, dein System ist gegen Eindringlinge geschützt? Kein Laie kann das, und selbst Profis machen Fehler. Und je mehr Neulinge in der „open source community“ mitwurschteln, desto mehr Fehler werden gemacht. Das ist nun einmal der Lauf der Welt, und ich grinse nicht, sondern lächle, und nehme den einen oder anderen Systemabsturz in Kauf.

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      1. Ich lese hier nirgends dass er darüber lächelt weil er glaube sein Linux wäre sicherer.

        Sondern dass man ihm der GERADE Linux benutzt sagt sein WINDOWS wäre unsicher.

        Also ein System mit dem er momentan gar nicht erst unterweges ist.

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      2. @Alwin
        Moment mal, bitte versteh mich nicht falsch, ich bin mir bewusst, das alle Systeme kompromittiert werden können, aber je exotischer das eingesetzte System ist um so uninteressanter, Arbeitsreicher wird es.

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        1. Exotisch?

          Man muss die eingesetzten Systeme, die man angreifen will, sehr gut kennen. Wenn es jemand auf Linux abgesehen hat, wird er z.B. eher PuppyLinux angreifen, wo der Benutzer standardmässig als root unterwegs ist.

          80-90% der Server laufen mit FreeBSD/OpenBSD oder mit einem fleissigen Pinguin. Die Linuxe sind also nicht so exotisch, wie man denkt. Da jedes halbwegs moderne Mobiltelefon heutzutags ein Computer mit Betriebssystem ist, stellen die Linuxe dank Android das meistverbreitete Betriebssystem dar. ;-)

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          1. @Schildkötchen des Verderbens

            Puppy kenne ich noch von früher, als sie ein 80MB System für 128MB Usb Sticks angeboten haben … .
            Natürlich hat der Kernel mittlerweile eine Verbreitung über Android erlebt, die ich vor 10 Jahren nicht geglaubt hätte.
            Aber es gibt trotzdem bei Linuxderivaten eine viel zahl von Zweigen, die es eher uninteressant machen.
            Deshalb bleibe ich bei meiner aussage zur Exotik.

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        2. Unix ist aber alles andere als exotisch. Unix hat eine sehr grosse Langzeittradition.Der Grund ist ein anderer. Unter den Linuxen gibt es etwa 300 Distris, wobei stark vertreten sind natürlich sehr viel weniger. Ein wichtiger Aspekt ist unter Unix die klare Trennung zwischen Normal- und Super-User.

          Dazu gab es mal von MACWELT.DE einen sehr guten sachlichen Artikel. Ich muss nochmals suchen, ich weiss, ich habe ihn gespeichert, finde ihn aber z.Z. nicht. Ich sehe da aber grad noch ein Problem, direkt ein PDF laden geht (glaub) gar nicht.

          Unatraktiv für Schadsoftware ist auch die Art wie Unix programiert ist. Das kann ich jetzt aber auch nur sagen, weil ich Sysadmins kenne, die sich mit solchen Sachen beschäftigen. Ich selbst kenne mich da viel zu wenig aus, obwohl ich sogar jahrelang ein Mit-Administrator eher nebenhauptberuflich war. Die dazu notwendigen Systemkenntnisse brauchte ich für meine Tätigkeit nie und habe sie auch nie erworben. Unix lernen, ist wie ein Fass ohne Boden, wie mir mal ein Profi sagte…

          Lustig ist noch folgendes: Ich fragte mal einen Sysadmin, der Mac-Computer (OSX) und Windows-Computer betreute, ob er schon viele Viren u.ä. auf den Macs gefunden habe. Er lachte und sagte „O ja gaaaanz viele“. Ich staunte, aber mit dem folgenden Nachsatz entstaunte er mich sogleich wieder: „Es waren alles Windows-Viren (unschädlich unter OSX).

          Gruss
          Thomas

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  6. Oh f*ck, sind die immer noch unterwegs?

    Die hatte ich letzten Sommer schon hier in Deutschland, bei mir und einem Kollegen.

    Die Masche geht so: Die fischen sich aus dem Internet Telefonnummern raus von gewerblichen Websites oder von Leuten, die sie als gewerblich einschätzen, telefonieren dann alle durch und verlangen die IT-Abteilung zu sprechen.

    Zufälligerweise bin ICH die „IT-Abteilung“ eines Kumpels, der eine kleine Metallwerkstatt hat, und kann recht gut Englisch, und war zufällig dort als die anriefen. Also habe ich die eine Weile lang hingehalten um herauszufinden was die wollen. Du sollst also deinen Windows-Rechner anweisen, von deren Server ein Programm zu laden, das angeblich eine Sicherheitslücke behebt, und sie (die Frau am Telefon) würde dir erklären, wie du vorgehen musst.

    Interessiert hätte mich schon, was danach gefolgt wäre, wenn ich zugestimmt hätte, aber wir hatten echt wenig Zeit, daher antwortete ich:
    „Please could you your superiors at Microsoft, there must be a mistake, we have more than two hundred computers running in all of Germany, but we switched to Linux more than three years ago.“

    (Wir haben acht Computer, und nur der Server läuft auf Linux.)

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  7. Oh da hätte ich glaube ich Spass an so einem Anruf. Die schlagen sonst wohl eher in englischsprechenden Ländern auf, es gibt haufenweise Youtube-Videos dazu. Prinzip der Masche ist wohl wie oben erwähnt, über Social Engineering ein Programm herunterzuladen, entweder direkt oder man wird zuerst zur Installation des seriösen Teamviewers angeleitet und dann übernehmen die Verbrecher (offenbar meist aus Indien, Akzente teilweise zum Brüllen komisch). Irgendwann hat man einen Trojaner auf dem Rechner der den Rechner so lange blockiert bis man ihn mit Geld freischaltet.
    Mit den Verbrechern kann man offenbar richtig Spass haben wenn man sich clever anstellt und die Leute nach einer Stunde Hinhalterei und Doofstellen dann abschliessend zur Weissglut treiben, z.B. mit den schon erwähnten „Ich hab‘ Linux“ (muss ja nicht stimmen).

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      1. Mal nach „windows scam“ oder „microsoft scam“ suchen. Da gibt es diverse Leute die das „Windows Teggniggal Depaatment“ veralbern. Die Anrufer sind aber auch zum Totlachen. Einen solchen starken indischen Akzent findet man eigentlich nur in Fernsehserien wo man glaubt, dass der Akzent komplett übertrieben ist. Raj aus „The Big Bang Theory“ ist dagegen akzentfrei.
        Hier ein Beispiel:
        Lustig wird es dann, wenn denen klar wird, dass sie Ihre Zeit vergeudet haben, dann ticken sie komplett aus… :-)

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  8. Ich hätte soo gerne mal so einen Anruf :(

    Hab ihr extra eine Sandboxkiste herumstehen die vom restlichem Netzwerk (als auch dem Internet) isoliert ist um Verdächtige Dateien und Datenträger von Kunden zu überprüfen.

    Das wäre besitmmt ne lustige Aktion diese Fuzzies mal zu veralbern.

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    1. Für’s nächste Mal könnte ich sie ja weiterleiten. Ich hab schon daran gedacht erst darauf einzugehen, dann zu sagen, dass ich rasch wegmuss (Junior abholen oder wasauchimmer) und ob sich sie danach zurückrufen kann … dann hätte ich wenigstens eine Nummer.

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      1. @Pharmama, die Nummer ist gefälscht. Ich habe seinerzeit nachrecherchiert: Die riefen mit einer angeblichen US-Nummer an, aber den angegebenen „area code“ (US-Vorwahl) gibt es nicht. Die benutzen irgendwelche VoIP-Server in, was weiß ich, Kasachstan oder so.

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    2. Ja, habe ich, aber das ist die Notfall-Backup-Kiste, und ich habe weder die Zeit noch die Lust dazu, diese Fuzzies einfach nur zu veralbern. Wenn ich eine Chance sähe, die zu hacken und denen die Datenbank abzuschießen, dann könnte man darüber reden. Aber es ist denen doch sch***egal, ob ich die 10 oder 15 Minuten länger am Telefon halte; auf meiner Seite sind das aber 15 Minuten, die ich besser nutzen kann.

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  9. Ich erhalte auch manchmal unerlaubte Anrufe.

    Mein Vorgehen dabei ist unterschiedlich.

    Wenn eine Computerstimme anruft, lege ich den Hörer beiseite und warte ab, wann aufgelegt wird. Normalerweise dauert das eine gute Minute, während der der Anrufer niemand anderen belästigen kann. ;)

    Bei menschlichen Anrufern frage ich nach, woher sie meine Nummer haben und ob ich unter der Nummer im Display zurückrufen kann. Ich würde mich gerne erst mit meiner Anwältin beraten. Das Gespräch wird in solchen Fällen von der Gegenseite immer abrupt beendet.

    Bei englischsprachigen Anrufern antworte ich auf bairisch oder deutsch, dass ich leider kein Wort verstehe. Normalerweise wird beim zweiten Wiederholen dieses Satzes aufgelegt.

    Mit dieser Strategie spart man sich Zeit und Nerven.

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    1. Besonders eckelhaft sind die Swisscom-Anrufer die keine Swisscom ist. Da wurden übrigens schon viele gutgläubige ältere Leute reingelegt.

      Wobei ich habe schon mal die echte Swisscom mit einem Stand auf der Strasse angetroffen. Sehr aufdringlich und sendungsbewusst ihr Auftreten. Ich glaub die haben das einer Sekte ebgeguckt.
      Ik-woiss-tatt-ik-bin-von-der-einzg-wooren-Kirke-Sekte oder so ähnlich. ****Aaaarghhh!***

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      1. Ja, die berüchtigte Suissephone. Suissephone wird dann extra so ausgesprochen, dass es Swisscom ähnlich klingt. Im Hintergrund ist meistens lautes Callcenter-Gelaber zu hören (und einmal, so glaube ich, erkannte ich ein plärrendes Kind).

        Wenn man die Rufnummer bei Google eingibt (oder bei whocallsme), landet man meistens bei einem ominösen Eintrag namens… „Callcenter“.

        Ich hatte mal als Blindenbetreuer damit zu tun. Die Dame stritt ab, jemals von Suissephone kontaktiert worden zu sein. Also forderten wir Unterlagen an – und es kam dann eine Aufnahme des Gesprächs auf CD, auf welchem ihre Stimme zu erkennen ist, ein deutliches „Ja“, aber keine Erläuterung des Vertragsinhalt.

        Sprich, dass bei Auflösung des Abonnements saftige Gebühren zu zahlen sind…

        Suissephone, das sind die Nutten des Telemarketings. Ihre Forderungen verschicken sie via Intrum Justitia, auch eine bekannte Nummer…

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