Bäh, Zäpfchen!

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Dem Patienten der die Anwendung seiner Zäpfchen erklärt bekommen hat, ist das zu gruusig – darum … hat er sie offenbar doch eingenommen.

Und jetzt beschwert er sich über den Geschmack und die Grösse …

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31 comments on “Bäh, Zäpfchen!

  1. Fabian sagt:

    Ja, es hatte sich bei uns (betriebsinterner Pflegedienst) ein junger Patient beschwert, die Tabletten würden gar nicht helfen, sondern sogar einfach nur wehtun….
    Es stellte sich heraus, daß er Doritricin Lutschtabletten(ca. 1€-Münze-Größe) im Stück versucht hatte, runter zu schlucken…

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  2. Simone sagt:

    manchmal…nur ganz manchmal sollte man die Leute lassen und dem Darwinismus seinen Lauf lassen 😛

    flöt

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  3. spirit sagt:

    head->desk……

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  4. ApoMi sagt:

    Bäh schmecken die Tabletten fettig….

    das ging schon in meinem Praktikum rum, erlebt habe ich sowas allerdings noch nie. Vielleicht sind die Deutschen doch schlauer als die Schweizer….

    ;-.)

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  5. Kathy sagt:

    Wie heisst es so schön bei Scrubs?
    „Die Aussprache dieses Medikaments ist Analge-tikum, nicht Anal-getikum.. Sir, die Tabletten gehören in den Mund…“
    😀 😀 😀

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  6. ednong sagt:

    Oh noooo.
    versucht-verzweifelt-das-kopfkino-abzuschalten

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  7. @Kathy:
    Sicher gehören die Tabletten in den Mund. Aber Zäpfchen kann (und soll) sich der Anwendende bitteschön dorthin stecken, wo die Sonne nie scheint. Und das meine ich gar nicht hämisch, sondern tatsächlich als einfache Bedienungsanleitung… 😉

    @Jezabel Botanica:
    Wieso nicht? Fällt in das Schema, bei dem Asthmatiker das Dosieraerosol (zum Inhalieren) mehrmals täglich zum Aussprühen des Raums verwenden – so als Notfall-Raumduft aus der Hosentasche. Oder das Ohrthermometer, welches von besorgten Vater um 22Uhr im Notdienst fürs Baby gegauft, um 3Uhr im selben Notdienst reklamiert wird mit der Feststellung, dass es definitv falsche Werte zeigt, und überhaupt so schlecht in den Po zu stecken sei… etc.

    @Topic:
    Ja, das sind immer so die kleinen Stolpersteine im Leben. Ich selber schliesse mich da nicht aus – bloß halt bei Fachgebieten, die nicht so ganz meines sind. Ich habe auch schon genug Unsinn produziert, wo sich ein Eingeweihter bloß mit der Hand vor dei Stirn schlägt. (Z.B. hab ich mal an ein stromführendes 230V-Kabel gefasst, obwohl ich mir sicher war, den Stecker abgezogen zu haben. Bloß hatte ich ihn nach dem Abziehen blöder Weise wieder in die Dose gesteckt…) Der Unterschied mag vielleicht sein, dass ich meine Fauxpas entweder verschämt verschweige oder in kleiner Runde selbstironisch zur Kenntnis gebe – aber damit nicht zum Belieferer des Systems tappel, um mich über meine eigene Unkenntnis/Fragephopbie/Erklärresistenz zu beschweren. Oder – und das kommt dann doch häufiger vor – ich frage einfach wen, der sich damit auskennt. Aber VORHER. 😉

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  8. rosa1915Rosa sagt:

    Ich arbeite in der IT und habe dort eine Zeitlang im Support gearbeitet (nicht direkt an der Hotline, sondern im SecondLevel, also da, wo die Hotline nicht helfen konnte). PEBCAK, also Problem Exists Between Chair And Keyboard habe ich da aber auch genug erlebt…

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  9. rosa1915 sagt:

    Ich arbeite in der IT und war eine Zeitlang im Support. Dort nennt man das PEBCAK (Problem Exists Between Chair And Keyboard).

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    • Unabhängig von der Tastatur kenne ich einen ähnlichen Spruch für jedes falsch verwendete Stück Materie, welches mit Bedienungsanleitung ausgeliefert wird. Angelehnt an das gute alte BASIC wirft mein Fehlerdetektor dann öfter mal den Did not read manual Error aus. Und der Spruch in der Foto-Szene lautet dann folgerichtig: Der Unterschied zwischen Computer und Kamera ist, dass sich bei der Kamera das Problem meist dahinter findet… 😉

      Aber auch da schließe ich mich nicht aus. Habe in meiner Küche ne extra Schublade, wo sich Bedienungsanleitungen von Herd, Ofen, Kaffeemaschine usw. drin befinden. Wenns dann wieder ans Ankalken geht, oder z.B. „wie bekomme ich die Glasscheiben aus der Ofentür zwecks putzen“ -> Anleitung… 😀

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    • otaconhc sagt:

      Das ist veraltet, wir sind umgestiegen auf OSI-Schicht 8 Probleme 😉

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  10. Katzenminze sagt:

    Örghs, ist das bloß besonders unlecker und unangnehm oder gibt es Zäpfchen, an denen man sich bei oraler Einnahme vergiften kann?
    Oder auf anderer Weise schaden (abgesehen davon das sie so nicht ihren Wirkstoff so abgeben können wie sie sollen und das an sich schon ungut ist).

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    • Mr. Gaunt sagt:

      Richtig leckere Zäpfchen gibt es wohl keine. Zäpfchen mit Kakaobutter-Grundlage (kein Scherz!) sind als Industrieware quasi nichtexistent. Die meisten haben als Grundlage Hartfett oder seltener Polyethylenglycol.
      Das schmeckt von der Grundlage her entweder fast neutral (PEG) oder leicht seifig (Hartfett) würde ich vermuten. Speziell das Hartfett hat dann eine sehr schmierige Konsistenz, das ist sicher auch nicht sehr angenehm.
      Je nach Arzneistoff oder vielleicht auch Hilfsstoff kann das auch sehr bitter werden. Bei Tabletten kaschiert man Bitterkeit mit Überzügen, aber natürlich nicht bei Zäpfchen.

      Richtig gefährlich kann das aber nicht werden. Dazu müsste es z.B. ein Arzneistoff geben, der aus den Zäpfchen nur schlecht im Darm aufgenommen wird, aber oral sehr gut. Dann wäre eine Überdosierung denkbar. Mir ist da aber keiner bekannt. Die Zufuhr oral ist eher mehr Stress, da im Magen der Säure ausgesetzt und mehr Verdauungsaktivitäten. Alkohol beispielsweise ist als Einlauf schnell mal tödlich wenn man die gleiche Menge nutzt wie getrunken.

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      • Porta sagt:

        Wie sieht es mit der Hepatotoxizität aus? Meist verwendet man ja Zäpfchen, wenn man nicht will, dass der Wirkstoff zuerst in der Leber metabolisiert wird, bevor er im Körper verteilt wird. Die Leber erhält dann bei oraler Einnahme schon eine andere Konzentration des Wirkstoffes als wenn der Wirkstoff, als Suppositorium verabreicht, zuerst mal eine Runde durch den Körper dreht, oder?

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        • Mr. Gaunt sagt:

          Der Hauptgrund für Zäpfchen ist eher die gesicherte Anwendung bei Problemen mit oraler Einnahme (z.B. Erbrechen, Schluckbeschwerden) oder der Wunsch nach Wirkung direkt am Ort, also z.B. bei Abführ- oder Hämorrhoidenzäpfchen.
          Eine verstärkte Hepatotoxität beim Schlucken von Zäpfchen würde ich nicht vermuten. Egal ob oral oder rektal, der Wirkstoff geht letztendlich immer über die Leber. Oral verliert das Zäpfchen oder die Tablette halt durch den First-Pass-Effekt eher an Wirkung bevor es überhaupt im Blutkreislauf ankommt.

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  11. schnucki sagt:

    Bei der Geburt meiner Tochter hat mir die Hebammen Schülerin ein Wehen Zäpfchen in die Hand gedrückt (Buscopan o.ä.). Glücklicherweise habe ich doch noch kurz nachgefragt zwischen den Wehen: anal oder vaginal? Ich war so durch den Wind, das hätte auch schief gehen können. Und nein, das Ding hat GAR nix gebracht. Voll fürn Ar…. Im wahrsten Sinne. Ebenso all die andern „sanften“ Mittel (Paracetamol iv usw.) Einzig die PDA hat mich erlöst 😉

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    • Mr. Gaunt sagt:

      Die Frage finde ich in dem Fall absolut gerechtfertigt. Woher soll ein Nichtfachmann denn wissen, wo das hingehört? Es gibt schließlich auch Vaginalzäpfchen, z.B. bei Pilzerkrankungen. Von der Form her könnte man vielleicht noch ableiten, dass es rektal angewendet wird, aber das muss man nicht zwingend wissen. Passt ja vaginal auch. 😉
      Der Gedanke „dahin wo es wirken soll“ ist in den Fall völlig legitim. Aber besser immer nachfragen.

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      • McCloud sagt:

        Ich denke, dass der Wirkstoff bei den systemisch wirkenden Buscopan- oder Paracetamolzäpfchen auch bei versehentlicher vaginaler Applikation eine gute Chance hat, den Blutkreislauf zu erreichen. Letzendlich befindet sich auch dort wie im Rektum eine Schleimhaut, die gut durchblutet ist. Der Unterschied zum Rektum dürfte in einem etwas sauerem pH-Wert und einem etwas größerem Wassergehalt in der Vagina liegen.

        Wahrscheinlich wird niemand jemals vaginale Paracetamolzäpfchen entwickeln, weil sich keine Frau sowas vaginal applizieren wird. Aber machbar dürfte es sein…

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