Was denkt ihr?

fragt mich Suzi aus (offensichtlich) Basel in einem mail:

Im Anhang ein Foto von einem Rezept (anonymisiert), das wir in der Apotheke bekommen haben. Was denkst Du dazu?

Hmmmm …. das reiche ich doch gleich an Euch weiter. Das ist natürlich nicht alles, was sie geschrieben hat – aber der Rest der Geschichte folgt morgen.

 

Schweizer haben hier einen Vorteil, aber heute gibt es ja google, wenn man etwas genauer wissen will. Man könnte natürlich auch dem Arzt anrufen …



34 Antworten auf „Was denkt ihr?

  1. 1. Sehr altes Layout! Altmodische Buchstaben… Die Klinik heisst nun Uniklinik (nicht mehr Kantonsspital). Immerhin ist die Telefonnummer schon 7-stellig – aber ohne Vorwahl. Der Zettel muss vor vielen Jahren gedruckt worden sein… Hat da einer alte Schränke aufgeräumt? … oder im Müll gewühlt?
    2. Uro-Vaxom ist normalerweise DS: 1-0-0 – aber wer will denn so pingelig sein…?
    3. Es heisst Gabapentin (nicht GEba…) – jedoch kann sogar ein Arzt mal einen Schreibvehler machen… ;-)
    4. Warum sollte der Arzt bei einem Dauerrezept 2 OP schreiben – das macht doch keinen Sinn! Und warum Langzeit-Therapie statt Dauer-Rezept schreiben? Ausserdem erst OP und dann grosse Packungen? Und ist das überhaupt mit der selben Schrift geschrieben…?
    5. Die Schrift ist eher altmodisch – und ein bisschen krakelig. Die Handschrift einer älteren Person?
    6. Warum steht da „12.90“? o.O

    Dies ist mir mal so spontan aufgefallen. Nun zu meinem Tipp, was das Rezept soll:
    –> Ich glaube, dass ein pensionierter Arzt (der ein bisschen aus der Übung ist) sich selber ein Rezept ausgestellt hat… Darf der das noch auf die Konkordatsnummer des Spitals?

    Weitere Ideen:
    – Es wurde versucht ein Dauerrezept aus einem normalen Rezept zu machen.
    – Das Rezept wurde vor Jahren ausgestellt und nun versucht der Patient es trotzdem noch einzulösen.
    – Das leere Rezept-Formular wurde im Müll gefunden (im Spital wurde aufgeräumt) und vom Kunden oder einem Komplizen selber ausgefüllt.
    – Es ist ein ganz normales Rezept und sieht nur so komisch aus, weil der Arzt im Stress war und ein altes Formular erwischt hat…

    Ich warte gespannt auf weitere Erklärungen! :-)

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    1. Nein, wenn der Arzt pensioniert ist – oder wenn ein Arzt nicht mehr in einer Praxis arbeitet – darf er auch nicht mehr die Rezeptformulare der Praxis verwenden.

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  2. Das Kantonsspital heisst unterdessen Universiätsspital und wird sicherlich eine Vorwahl (061) als Telefonnummer haben. Daher wird der Zettel schätzungsweise einige Jahre vor 2000 bedruckt worden sein.

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  3. Zu dem sehr alten Layout von nicoretta und der Schätzung vor 2000 von klaeui würde ich sagen, könnte das Datum der Rezeptausstellung oben vom 24.06.1986 vielleicht ein Hinweis sein, der das alles erklären könnte ;-)

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        1. Im sehr empfehlenswerten Buch „The Time Traveller’s Wife“ gehts um einen Mann, der ständig verschwindet, um dann wieder an einem anderen Punkt im Leben seiner Angehörigen zu erscheinen. Er kennt die Kindheit all seiner Freunde, und er kennt düstere Geheimnisse aus ihrer Zukunft.

          Um seine eigene Krankheit, nämlich sein „genetisches Chrono-Impairment“, zu behandeln bringt der Mann aus der Zukunft ein Medikament mit, das erst weit in der Zukunft von Bayer patentiert werden wird.

          Als er es überdosiert, muss er in der Klinik sagen, mit was er sich jetzt vergiftet hat… :D

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  4. Für die, die sich über die alte Schrift und die alte Anschrift wundern: Das aufgeschriebene Datum ist schließlich 1986 – Also ist das ein bald 30 Jahre altes Dauerrezept. Bin kein Schweizer, aber wenn sie das Rezept jetzt aktuell bekommen hat würde zumindest ich schon dadurch nachdenklich.

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    1. Deshalb eher nicht. Es handelt sich bei dem Datum um das Geburtsdatum der betreffenden Person :-) Das Ausstellungsdatum ist obendrüber. Geweißt, aber irgendwas mit 201x.

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  5. Also zum Rezeptformular und den Regularien wegen Dauerrezept et. al., kann ich nix sagen,weil aus Dtl., aber Uro Vaxom ist üblicherweise nur 1x4tägl. zu nehmen, Gabapentin geht bis 3600mg/Tag, das ist 3x800mg ok.
    Das mit zwei OP und dann große Packungen finde ich auch seldsam, aber vielleicht weiß der Klinikarzt ja nicht, in welchen Packungen die Medis im Handel sind. Das Datum oben ist IMHO das Geburtsdatum des Patienten nicht das Ausstellungsraum es Rezeptes.
    Blasenentzündung mit Neuropathie? Etwas seltsam klingt das schon.

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  6. Ich denke, die Person war seit 30 Jahren nicht mehr beim Arzt oder Apotheker…
    Oder jemand hat das nie eingelöste Rezept im Nachlass des Opas gefunden und versucht es noch einzulösen, warum auch immer.
    Evtl. bekommt jemand keine Krankenkassenerstattung mehr (Schulden -> keine Leistungen mehr…) und versucht ein gefundenes Rezept aus dem Müll einzulösen?
    Am ehesten glaube ich noch das erste – dass da jemand ewig nicht mehr beim Arzt war.

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  7. Meiner Meinung nach ist 24.6.1986 das Geburtsdatum des Pat.
    Nun wäre es also interessant zu wissen, wer es einlösen wollte…Mann, Frau, Alter?
    Sicher ist alles möglich, was nicoretta bereits aufgezählt hat😉
    Ohne Abklärung keine Abgabe…Anrufen des austellenden Arztes wohl erfolglos, da längst nicht mehr praktizierend, oder?

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  8. das unten könnte eine Seriennummer sein – das „12.90“ könnte auf das Druckdatum des Vordrucks hindeuten. Mein Tipp: Arzt im Ruhestand für einen Kumpel/Angehörigen.

    Sind ja jetzt nicht DIE missbrauchsgefährden Stoffe…

    Wenn dem so ist, müsste der Arzt dann nicht unter seinem Privatnamen verschreiben…?

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    1. Fragt sich, wie alt der Arzt ist – in Deutschland verliert man meines wissens mit 70 die Approbation. So eine Regel gibts in der Schweiz doch auch sicher…

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      1. Meines Wissens kann man in der BRD die Approbation nur entzogen bekommen, sie wird nicht durch das Alter ungültig…..
        Die Kassenzulassung hingegen gilt nur bis zu einem bestimmten Alter – welches genaa, weiss ich nicht.

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        1. Mein liebster Arzt (habe leider einige ;-)) ist 75, allerdings nicht in der Schweiz oder D… ich glaube, an manchen Orten ist das grenzenlos. Er hat vor, bis zu seinem 100. Geburtstag zu praktizieren. :D

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  9. a) Gabapentin wurde falsch geschrieben. Das passiert einem Arzt nicht.
    b) E.Coli als Brausetabletten? Ich glaube nicht, dass das technisch herstellbar ist. Und je nachdem ob man UroVaxom enteral oder vaginal einnimmt, stelle ich mir als Mann die vaginale Einnahme von Brausetabletten … interessant vor.
    c) Die Handschrift des Rezepts ist zu ordentlich. So schreibt kein Arzt.

    Ich vermute eine komplette Fälschung des Rezepts…

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  10. Hm,
    bin auch kein Schweizer – aber dass der Name des Spitals sich geändert hat, läßt sich googeln.
    Des weiteren ist auffällig, dass das kleine „g“ bei „mg“ und in der Zeile „Langzeit Therapie“ völlig unterschiedlich geschrieben wurde. Ok, mag sein, dass man bei mg einen Druckbuchstaben macht und unten Schreibschrift – sind aber schon sehr unterschiedlich.
    Ebenso deute ich das 12.90 auf das Druckdatum des Blocks, so dass das ein entwedeter alter Block ist oder ein versehentlich alter Block.
    Die 106202 wird die Bestellnummer des Blocks sein – da kann man schauen bei aktuellen Rezepten, ob die noch die gleich ist (wohl nicht wegen der Namensänderung, vermute ich).
    Entscheidend dürfte aber vor allem die Vorwahl 041 in der Schweiz sein. Es fand mal in irgendeinem Post Erwähnung, dass man Telefonnummern in der Schweiz mitnehmen kann. Die wären dann aber inklusive der Vorwahlnummern, wenn ich mich an den Kommentar richtig erinnere. Somit müsste auf dem Block wohl bei Telefonnummer 041 265 25 25 stehen. Und damit ist klar: das ist ein alter Rezeptblock. Ob man da aber nun Medis mit ergaunern möchte oder aus welchen Gründen sonst (Nachlässigkeit) der benutzt wurde, weiß man damit ja noch nicht.
    Klär uns auf! ;)

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  11. Der Stempel wie auch das vorgedruckte Rezept ist schon älter. Seit 2002 muss die Null mitgewählt werden, schon wesentlich länger war es üblich diese bei Telefonnummern mitzuschreiben. Das Spital wurde 2004 umbenannt, deshalb ist der Stempel auch nicht mehr aktuell. Was Station 554 heute ist, habe ich nicht heraus gefunden.
    Gabapentin wird normalerweise langsam aufdosiert. Die Dosis ist am oberen Ende, deshalb sollte die Patientin? schwerer als 60kg sein. Aufgrund des Geburtsdatums nehme ich deshalb an, dass das Rezept nach 2000 ausgefüllt wurde.

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