Über den Bergen, bei den …. Zwergen?

Hausaufgabe letztens. Junior muss die Sätze ergänzen.

Darunter obiger Satz. Den er so ausgefüllt hat: Über den Bergen, bei den 13 Zwergen.

Die Lehrerin hat das mit einem dicken Fragezeichen quittiert.

Weshalb nicht 7? Soll das wohl heissen.

Ja, wieso nicht? Ich musste nur kurz nachdenken, bis mir einfiel weshalb. Weil ich Junior bisher wohl nie das Märchen vom Schneewittchen erzählt habe – aber dafür haben wir zusammen gelesen. Das war spannend und ist wohl auch bei ihm hängengeblieben.

Und ja, das sind 13 Zwerge.

Oin, Gloin, Ori, Nori, Dori, Fili, Kili, Bifur, Bofur, Balin, Dwalin, Bombur und Thorin.

… Da gibt es wohl wieder etwas Erklärungsbedarf :-/

Und das mit Schneewittchen muss ich Nachholen.



25 Antworten auf „Über den Bergen, bei den …. Zwergen?

  1. Ist das die Lehrerin mit den kleinen weissen Tütchen in der Jackentasche? ;-))
    Ok, manchmal ist man ein bischen kurzdenkig, aber mich würde die Reaktion der Lehrerin interessieren, wenn Du ihr davon erzählst……und wenn sie die Namen dr Zwerge noch nie gehört hat, ist das für sie ne Bildungslücke IMHO. Die Geschichte mit Bilbo finde ich nämlich vieeel schöner…..

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  2. Und es heisst „hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen“, wenn schon ;)
    Schneewittchen ist sowieso schrecklich blutrünstig. Eine Stiefmutter, die Herz und Leber des Stiefkindes sehen will… (nur so als Gegenargument, falls Frau Lehrerin findet, der kleine Hobbit – den sie vermutlich nie gelesen hat und sich nur Orks dabei vorstellen kann – sei noch nichts für so kleine Kinderseelen ;-))

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    1. Natürlich, „Hinter“ :-)
      Das Praktische an Büchern finde ich, dass man sich als Leser daran nicht so leicht „übernehmen“ kann, wie als Seher von einem Film. Man stellt sich das (denke ich) innerlich so vor, dass man es vertragen kann. Und *so* blutrünstig ist „der kleine Hobbit“ auch nicht. Ich hab unsere kleine Kinderseele nämlich auch im Blick.

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      1. Das würde ich jetzt nicht sagen. (Erst wird Thrain wahnsinnig, dann vernichtet Smaug den Erebor, dann der Phyrrussieg in Kazad-Dûm, Thrór wird von Azhog enthauptet, und der Name in Kuzdul in den Kopf gebrannt, Train nach Dol-Guldur verschleppt…) Da ist Schneewittchen doch wesentlich harmloser.

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        1. Der Vorteil bei Büchern ist auch, dass man die etwas entschärfen kann beim lesen. Da wird dann niemand enthauptet, sondern bekommt einen Schlag auf den Kopf. Das ist auch der Grund warum unsere Jungs (inzwischen 7 und 3) das Buch schon zweimal vorgelesen bekommen haben, der Film aber noch eine Weile im Elternschrank bleiben wird.

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  3. Und er hat sie alle zusammen gekriegt ohne nachzuschauen? Respekt! Die Antwort ist doch korrekt, wenn die Lehrerin keine genauen Rahmenbedingungen vorgibt. ;-)

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  4. Eben. Von Schneewittchen hast Junior nichts erzählt, weil Du eine verantwortungsvolle Mutter bist.
    Geschichten über Mordversuche aus niederen Beweggründen innerhalb der Familie sind nichts für Kinder.

    Da könntest ihm am Bett auch genausogut das Schlaflied von den Ärzten vorsingen.

    Oder?

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  5. Oh, gehört das (Vor-)lesen von Märchen jetzt zur Allgemeinbildung von Vorschulkindern ? Sicher, die meisten Kinder werden Schneewittchen kennen. Aber es ist ja kein Schulstoff in dem Sinne. Und genaugenommen waren Märchen ursprünglich für Erwachsene gedacht.
    Andererseits: dein Junior kann das doch selber erklären (oder traut er sich nicht ?) dass er Schneewittchen nicht kennt und die einzigen Zwerge die er kennt sind die aus dem Kleinen Hobbit. Oder hat er das und die Lehrerin glaubt ihm nicht ???

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    1. Oh, sicher. Ich glaube auch nicht, dass sie etwas gegen den Hobbit hätte.
      Momentaner Schul-lesestoff ist offenbar „die kleine Hexe“ – die fand ich auch immer gut.

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      1. hoffentlich noch in der nicht-political-correctness-zensierten Form! pc ist schon wichtig, aber bei Kinderbüchern sollte mensch(;-)) die Kirche im Dorf lassen…bzw. den Kindern beim Vorlesen erklären.

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  6. Das könnte glatt bei uns gewesen sein. Wir haben auch schon zwei mal den Hobbit durch, aber Schneewittchen ist laaaange her.

    Und ja, ich kann die Namen inzwischen auch auswendig ;)

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  7. Die Lehrerin hinkt hier klar der Zeit nach.
    Du musst ihr klar sagen, dass es im Hobbit 13 Zwerge hat und dass Junior sich darauf bezog!
    Denn falsch war die 13 deshalb auf keinen Fall!
    Solche Dinge brachten mich als Mutter immer auf die Palme. Retro Lehrer die nur das Anerkannten, was sie selber wussten!

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  8. Na dann warten wir mal ab, bis Pharmama dem Junior die 3 Nachfolgebände vorliest. Grad im dritten Band wollen wir uns mal nicht über Blutrünstigkeitp aufregen… Ansonsten empfehle ich Andersons Märchen – aber bitte die Originale und nicht die amerIkanisch-entschärften Versionen… ;)

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  9. Man sagt ja, dass die Märchen von den Gebrüdern Grimm auch noch entschärft wurden bezüglich „Liebe“ und Gewalt. Bei „The Hobbit“ kommt aber Gewalt mehr oder weniger kindergerecht daher. Das Erlebnis mit den Spinnen im Murkswald hat mehr von einem Abenteuer als von tödlicher Gefahr.

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      1. Nein, ich wusste gerade nicht dass es in der deutschen Übersetzung „Düsterwald“ heisst… also hab ich es selbst neu übersetzt. :)

        Geschieht hin und wieder mal.

        Bei einem Apéro gab es Flûtes, aber ich wusste nur, dass sie nicht „Grissini“ heissen. Also sagte ich, dass ich gerne von diesen Fluffinis haben möchte…

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  10. Und das Ende von Schneewittchen ist ja auch nicht unbedingt gewaltfrei. Der Einsatz von Folter bis hin zur Todesfolge… zumindest in der Ausgabe von Grimms Märchen, die bei mir zu Hause im Schrank steht:

    „Aber es waren schon eiserne Pantoffel über Kohlenfeuer gestellt und wurden mit Zangen hereingetragen und vor sie hingestellt. Da mußte sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel.“

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    1. Na ja bei Grimms Märchen kommt es sehr stark auf die Variante an die man hat. Da gibt es teilweise sehr blutrünstige Versionen, wenn man den heutigem Standard anlegt. Was man dabei aber auch nicht vergessen sollte, bei allen Märchen, ist, dass die Autoren aber auch den Kindern nicht nur eine Moral vermitteln wollten, sondern auch begreiflich machen wollten das der Tod zum Leben gehört.

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      1. Das ist ja schön und gut. Aber nur weil Märchen ein Kulturgut mit eigenem Wert sind, müssen sie noch lange nicht gut für (heutige) Kinder sein. Die Rache-Botschaft, die in vielen Märchen mitschwingt, und die damit verbundene Grausamkeit sind für manche Kinder schwer zu ertragen. Sowohl die Moral vieler Grimm`scher Märchen als auch diese Art der Thematisierung des Todes sind nur vor dem historischen Kontext dieser Geschichten wirklich zu verstehen.
        Und heute? Wir befürworten weder Monarchie noch Zwangsheiraten. Wir sind froh über den medizinischen Fortschritt, die Menschenrechte und darüber, dass sich das Jugendamt einschaltet, wenn Kinder misshandelt werden. Aber wenn ich meinem Kind die Geschichten vorenthalte, die in einer Zeit entstanden sind, als das alles noch anders war (und in einem Alter, in dem es definitiv noch zu klein ist, die Historizität dieser Geschichten zu verstehen), soll ich ein schlechtes Gewissen haben?
        Nein. Ich lese keine Märchen vor…

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