Rückruf Dafalgan Tabletten

Es könnte sein, dass falls Ihr (in der Schweiz) in den nächsten Tagen in eine Apotheke geht und Dafalgan Tabletten verlangt es dann heisst: „Tut mir leid, im Moment haben wir keine.“

Der Grund dafür ist ein – bei uns hat es fast alle Packungen, die wir an Lager haben betroffen :-(

Aber keine Sorge, diejenigen, die ihr schon zu Hause habt, sind absolut unbedenklich zum nehmen. Der Grund für den Chargenrückruf war kein Produktionsfehler oder mangelnde Qualität des Produktes, sondern ein Fehler im italienischen Teil der Packungsbeilage. Bei der Übersetzung wurde ein Wort vergessen.

Das hat ziemliche Folgen für die Firma – vom Rückruf dürften einige tausend Packungen betroffen sein. Und einfach haben sie es in der Schweiz auch nicht- muss die Packungsbeilage hierzulande ja grad in 3 Sprachen abgefasst sein (und hat die entsprechende Grösse). Erstaunlich finde ich aber, dass die das neu verfasst haben müssen, oder aber etwas am Design geändert – denn bisher ist vom Rückruf nur eine einzelne Charge der kleinen und eine der grossen Packung betroffen.

Aber auch wenn das jetzt vielleicht eine Zeitlang nicht mehr erhältlich sein sollte: es gibt noch genug andere Tabletten, die ebenfalls Paracetamol 500mg enthalten – und gleich günstig sind. Ben-U-Ron, Acetalgin, Becetamol, Contra Schmerz P oder Paracetamol Sandoz/Mepha/Actavis/Grünenthal … und natürlich das Original Panadol (einiges teurer).



19 Antworten auf „Rückruf Dafalgan Tabletten

    1. Naja, keine Panik. Erstens gibt es Dutzende Alternativen die Pharmama schon beschrieben hat. Zweitens dürfte es nicht sehr lange dauern, bis wieder Ware verfügbar ist. Der Fehler ist nur im Beipackzettel, der lässt sich schnell ändern und dann Ware nachproduzieren.
      Das ist wahrscheinlich ein Produkt, was ohnehin öfter mal in der Produktion läuft, da wird das bald wieder da sein.

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      1. Müssen da jetzt ernsthaft alle Packungen vernichtet werden (so klingt dein Beitrag von wegen „nachproduzieren“) oder kann die Firma einfach den Beipackzettel austauschen – wenigstens bei den Packungen, die die Apotheke noch nicht verlassen haben und wo man somit davon ausgehen kann, dass sie nicht gerade in der Sauna gelagert wurden?

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        1. Eine Nacharbeit ist theoretisch in der Tat möglich, wenn das Produkt nur bis in die Apotheke gelant ist. Gerade bei so einem Produkt die Dafalgan ist das aber unwahrscheinlich, denn
          a) ist das Produkt (Paracetamol) sehr günstig, der Ausstausch per Hand aber sehr teuer und
          b) gibt es immer noch Risiken, dass da Packungen dabei sind, die bei Patienten waren.
          Die Verantwortlichen für die Freigabe des Produkte machen da sicher nicht mit. Deshalb werden diese drei Chargen wohl in die Tonne gehen.

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    1. Dafalgan kommt von Bristol-Myers Squibb, in so einem Großkonzern sind genug Leute, die sich SEHR SEHR genau mit Details beschäftigen. ;-)
      Manchmal leider nicht genau genug.

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  1. Wäre es da nicht für alle einfacher und günstiger und umweltfreundlich und insgesamt besser, wenn die Apotheken einfach die Packungebeilage auf Italienisch bekommen und diesen Zettel zusammen mit den Pillen an die Kunden verteilen?
    Naja, vielleicht zu simpel gedacht…

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    1. So günstig wäre das vermutlich gar nicht, denn die Logistikkette bis zur Apotheke ist nicht so einfach. Die Apotheken müssten die Beipacks anfordern, entweder über den Großhandel oder den Hersteller direkt, dann müssten die Beipacks geliefert werden usw…. Und das für ein paar Packungen pro Apotheke, das ist viel Sonderaufwand, der vielleicht sogar die Werte übersteigt. Für Rückrufe ist hingegen ein sicheres einfaches System etabliert.
      Dann gibt es noch zwei andere Punkte:
      Die niedergelassenen Kollegen in der Apotheke reagieren (zu Recht?) tendenziell allergisch, wenn sie die Arbeit aufgebürdet bekommen. Und das dann noch für Billig-Paracetamol.
      Außerdem bin ich nicht sicher, ob die rechtliche Situation das hergeben würde, egal ob in der Schweiz oder Deutschland. Die Überwachungsbehörden in Deutschland legen das eher eng aus. Und das Auswechseln eines Beipacks ist ein Herstellschritt, der gehört eigentlich in ein Unternehmen mit Herstellerlaubnis. Ja, kla, Bürokratiekram. Aber so ist das halt.

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    2. Na, da hätte ich aber Freude, wenn ich bei den etwa 100 Packungen, die ich zurückgeschickt habe, einzeln die Packungsbeilage austauschen müsste (da hat Mr. Gaunt ganz recht).
      Und gebastelt sollte das dann nachher auch nicht aussehen.

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  2. Die Generika sind ja toll, aber…als ich letzhin krank und zittig vor unserem Medikamentenschrank stand, hätte ich gerne ohne google zu befragen gewusst, welches Medikament jetzt das Generika vom Panadol ist. Wenn ich das nächste Mal einen Energieanfall habe, erstelle ich eine Excel Liste und hänge sie in den Kasten: Panadol- Dafalgan- etc
    Ponstan-Mefenacid? etc…
    Voltaren-
    Olfen….
    Oder gibt es schon so etwas?

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    1. …besuch kompendium.ch – suche nach dem Medikament, so kriegst du den Wirkstoff raus. Dann den Wirkstoff eingeben, dann findet es dir alles, was diesen Wirkstoff enthält.

      Oder Wikipedia, da wirdst du mit „Ponstan“ gleich zu „Mefenaminsäure“ weitergeleitet. Dort findest du dann eine mehr oder weniger aktuelle Listen mit den Handelsnamen.

      Oder auf jeder Packung selbst ist klein und recht unscheinbar der Wirkstoff angegeben. Lies mal alle Packungsaufschriften in einer ruhigen Minute aufmerksam durch. :)

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    2. Mach die Liste von dem was Du hast, geh‘ rasch in die Apotheke und die schreibt dir daneben, für was das ist / was das Original ist. Würd‘ ich anstandslos machen … vorausgesetzt, das Zeug wurde auch in der Apotheke gekauft und nicht im Internet.

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  3. Ich verlange in der Apotheke sowieso immer „das billigste Paracetamol, das Sie auf Lager haben“ *g*.
    Hast du übrigens den letzten Kassensturz gesehen? Böse Apotheken, die Geld verdienen möchten UND auch noch Ware bevorzugt verkaufen, die gerade in der Auslage präsentiert wird und auch noch runtergesetzt ist. *kopf->tisch*

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    1. Ich hab die Sendung nicht gesehen, aber ich hab‘ davon gehört.
      Ist ja auch sowas von unglaublich, dass die Apotheke von den Herstellern auch noch Geld bekommen soll für das bessere Ausstellen von deren Produkten (zum Beispiel mittels Steller und für Aktionen). Eine echte Novität – kommt ja nirgends vor – und ein mittlerer Skandal.
      Nicht.

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  4. Ich fand es schon per google heraus, aber wenn ich krank bin, will ich den Aufwand nicht betreiben. Und da ich selten krank bin, vergesse ich die Generika Namen….Deshalb werde ich mir eine kleine Mappingtabelle der bei uns herumfliegenden Generika erstellen…Ich lebe mit und von Listen und Plänen.

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    1. Kommt bei mir zwar allgemein selten vor(mein Medizinschrank besteht aus Naproxen und ein paar Einzelampullen homöopathischer Euphrasiatropfen, wenn meine Augen jucken. Die Tabletten liegen in praktisch jeder Handtasche, weil ich die eh auch am Tag brauche, wenn ich sie brauche, da muss ich nicht noch irgendwo separat welche lagern. Die Ampullen liegen unverpackt im Badezimmerschrank. Ich bin so böse…), aber wenn bei mir mal ein Generikum landet, das ich zuordnen will zum Markenprodukt, dann schreib ich es auf die Packung. Seit ein paar Monaten muss ich für Oma die Tabletten „fertig machen“ in der Wochen dosette. Da hat sich kürzlich erst was geändert und die sch…Packungen sehen eh alle gleich aus. Da hab ich auch den „alten“ Namen auf die Packung geschrieben. Das geht super und man muss nicht erst in irgendwelchen Listen gucken

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