Was bist Du?

In einem ruhigeren Moment habe ich bei mir in der Apotheke die Schublade im Büro ausgeräumt. Offenbar habe ich die auch als Ablageplatz für Visitenkarten von unseren Vertretern benutzt … da hat sich ziemlich was angesammelt.

Ich glaube ich habe das schon irgendwo geschrieben: ich sage „Vertreter“, aber eigentlich – auf den Visitenkarten steht was anderes drauf.

Das zum Beispiel:

  • Aussendienst-Mitarbeiter (Bayer)
  • Pharmaberater (Drossa, Galderma Iomedica, LEO, Spirig)
  • Regional Manager (Meda) (Janssen)
  • Gebietsleiterin (Advance)
  • Medical Sales Representative (Sandoz)
  • Verkauf Aussendienst Fachhandel (Medela)
  • Verkaufsberater (Vifor, Pharmamedica)
  • Zertifizierter Pharmaberater (mundipharma)
  • Regionalleiter Deutschschweiz (Servier)
  • Verkaufsleiter Deutschschweiz (Streuli)
  • Customer Service Associate (Astra Zeneca)
  • Regionaler Verkaufsleiter (3M)
  • Eidg dipl Pharmaberater (Spirig)
  • Gebietsverantwortlicher (Sigvaris)
  • Pharma-Vertreterin (Interdelta)
  • Aussendienst OTC (Pfizer, Axapharm)
  • External Sales Representative (Sandoz)
  • Commercial Retail Soecialist (Pfizer)
  • Aussendienstberater (Mavena)
  • Sales Manager Pharma (Pharmamedica)
  • Beratung und Verkauf (Advance)
  • Fachberaterin Consumer Care (Merz)
  • Apotheken-Besucherin (Gebro)
  • Sales Representative (Berlis, Servier)
  • Verkaufsberaterin (Novartis)
  • Key account Manager Pharmacies (Pfizer)
  • Area sales Manager (Swissmedicalsolution)
  • Beratung OTC (Gebro)
  • Gebietsverkaufsleiterin (Doetsch Grether)
  • Area Manager OTC (Boehringer)
  • Verkauf Apotheken Drogerien (Sanofi)
  • Sales Representative (MSD)
  • Pharmareferent OTC (IBSA)

Ziemlich kreativ, nicht?

Aber jetzt „gwundert“ es mich: Was steht auf Eurer Visitenkarte drauf (wenn Ihr eine habt) … oder: was würdet ihr als Jobbezeichnung drauf machen?

Und was bedeutet es?

Bei mir würde „eidg. dipl. Apothekerin“ drauf stehen. Wobei ich jetzt ja noch „Schriftstellerin“ anfügen könnte :-)

P.S: ich habe versucht die Namen und Nummern auf den Karten im Bild unkenntlich zu machen. Aber selbst wenn ihr das lesen könntet: die sind teils so alt, dass sie ziemlich sicher nicht mehr stimmen. Das ist ja auch der Grund, weshalb ich die aussortiert habe.

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Eine Antwort auf „Was bist Du?

  1. Ich war zu faul, das alles einzeln zu übertragen, also hier die Kommentare zusammengefasst (weil ich sie ja doch spannend finde):

    Bianka
    Auf meiner – bei einer Pharmafirma – ganz simpel: HR Assistant ;-). Die sind also nicht in allen Bereichen so kreativ ;-).

    Clara
    Ich bin Pharmaberaterin in Deutschland, auf meiner Visitenkarte steht „Gebietsmanagerin“. Studiert habe ich Diplom-Biologie, was nicht drauf steht (womit ich sehr gut leben kann ;-) )

    Punkt
    Apothekerin, auch ohne eigene Visitenkarte.
    Als ich im Praktischen Jahr von der Forschung in die Offizin gewechselt bin, stellt mein Bruder fest, dass ich jetzt nicht nur ein „Pharmafant“ sondern auch ein „richtiger Apothekologe“ sei. Irgendwie finde ich die Bezeichnung immer noch süß. Klingt mehr nach Wissenschaft und Studium ;)

    Mein Freund ist gelernter Drucker (ohne Visitenkarte, stellt aber welche her. Und Werbeplakate, Flyer, Prospekte,…) und dreht regelmäßig durch, wenn die neue super-wichtig-Berufsbezeichnung „Medienoperator Print“ auftaucht. Brrrr!

    Claire
    Jaja, immer dahin, wo es richtig schmerzt. Der gemeine Grundschullehrer hat keine Sonderbezeichnung. Vielleicht verdient er deshalb auch am wenigsten ;)

    Andrea
    Ja, „Apotheken-Besucherin“ finde ich auch einen netten Titel :)
    Bei mir stände ganz einfach (staatl. anerkannte) Sozialarbeiterin.
    Wobei ich mich auch Sozialpädagogin nennen darf….

    Chemiekeule
    Da gibts in Deutschland aber auch die ganz wichtigen
    Herr/Frau Oberstudienrat/rätin Blablub :)

    Birte
    Oh ja! Oder Frau Doktor, nur weil sie aus Versehen einen Doktor geheiratet hat :D

    Birte
    Ach ist das sowas wie PTA?“….
    Am Besten war aber die Junggesellin (Junggesellinabschied ;)), die meinem Freund erzählte, die wäre Apothekerin. Da und da… Ah, da würde seine Freundin auch sein, wo denn genau? Upps, da musste sie wohl zugeben, dass sie PTA ist.
    Und nein, mir ist der Unterschied wurst. Ihr anscheinend nicht, sonst hätte sie ja nicht schwindeln müssen ;D

    Claire
    Bei mir würde auch _nur_ „Lehrerin“ draufstehen :) Würde, denn wie der andere Kollege aus den Kommentaren, hab ich auch keine Visitenkarten..

    Sandra Ni
    Augenoptikmeisterin 😊
    steht auch wirklich drauf, Meisterbrief hängt gut sichtbar im Laden und trotzdem kommt regelmäßig die Frage, ob ich *diesdasjenes* „auch“ kann.
    und diesdasjenes ist in der Regel richten, Pads tauschen und sowas. 😂

    Broken Spirits
    Ich mußte bei mir im Blog nachgucken, ich kanns mir nämlich nicht merken: „Quality Consultant Laboratory Analysis – Method Validation“

    Selber nenne ich mich Labofant. Das klingt nicht ganz so … komisch.

    Céline
    lic. rer. pol., Swiss Certified Tax Advisor
    Senior Manager

    Hm. Fairerweise muss ich sagen, dass ich viel mit ausländischen Kunden zu tun habe. Da macht Englisch n gewissen Sinn.

    Aber so weit, dass mein Name allein schon Referenz genug ist bin ich leider noch nicht :-)

    aussichteinsicht
    Hab‘ mir mal meine berufliche Visitenkarte angeguckt:
    Dipl.-Ing [mein Name]
    Institut für [unser übergeordnetes Institut; wieso wir zu denen gehören, weiß kein Mensch]
    [Lehrstuhlname]
    [Meine Uni]

    Hm, gut, ich kann mich als Prof ausgeben, steht ja nicht drauf, was ich genau mache… :D
    Aber eigentlich bin ich ja wissenschaftliche Mitarbeiterin.
    Studiert habe ich aber E-Technik und Lehramt. Gemacht habe ich schon alles mögliche.
    Und im Moment komme ich mir manchmal vor wie Sancho Panza, der mit seinem Chef Don Quijote gegen die Windmühlen der Verwaltung kämpft…

    tintifax2402
    Bauingenieur oder Projektkoordinator,
    eigentlich müsste Papierschieber oder Kindergärtner draufstehen.

    Chemiekeule
    Es gibt leider genug „nervige“ Personen die unbedingt auf den Herr/Frau Doktor Blubb oder sogar Herr/Frau Prof. Blubb in jeder Anrede bestehen. Sowas finde ich immer total peinlich, v.a. wenn das Gespräch .nicht beruflicher/fachlicher Natur ist.

    cfzhjh
    Ich mess ja nix, ich bau nur das Messinstrument. Genau genommen will ich wenn ich fertig bin nichtmal das machen, sondern Bedarf für Physiotherapie. Was noch bekloppter ist. Da entwickelt man .. Bälle – die nicht rund sind :D

    Allerdings war ich für ein Praktikum mal Messmagd. Da hab ich allerdings die Abdichtung der Antriebswelle für Schiffe auf Passgenauigkeit überprüft. Bzw hab ich die Dinger mit einem Kran in eine Maschine gelegt und auf einen Knopf gedrückt. Der langweiligste Job meines Lebens. Und nichtmal Kohle gab es dafür… Typischer Praktijob, selbst Schmiermittel auffüllen bei den Fräsen war beliebter…

    Mr. Gaunt
    Peinlich muss Dir das nicht sein. Peinlich ist, dass manche Leute immer noch nur auf den „Dr.“ gucken und meinen, das wäre für den Job relevant. Ist es aber in den meisten Fällen gar nicht.

    Mr. Gaunt ([email protected])
    Oh ja, gerade letztens noch erlebt: „Wie lange geht man da in die Lehre?“ Hmpf.

    Mr. Gaunt
    Bei mir steht „Head of GrosseWichtigeAbteilung“ drauf.

    Ivynettle
    Ich hab zwar keine Visitenkarten… wenn ich welche hätte, müsste „Gärtnerfacharbeiterin“ draufstehen (glaub ich – keine Ahnung, ob sie die Bezeichnung schon wieder einmal geändert haben).
    Treffender wäre „Gärtnerin+Mädchen für alles“ oder „nein, keine verdammte Floristin!“

    Nepomuck
    Rechtsanwalt

    Hier haben noch keine fancy Bezeichnungen Einzug gehalten.

    turtle of doom
    Ich würde ein „Ingenieur“ drauftun. Passt immer.

    Ehrlicher ist „Knowledgeologist“.

    Tatsächlich bekäme ich ein „Scientific collaborator“.

    Zeddi
    Ich … habe die hier zuhause nicht rumliegen – aber es steht entweder EDV oder Systemadministrator drauf – eins von beiden, aber ich weiß es nicht genau!

    Quellfrisch
    bei mir steht „Kundenberaterin“. Bin auch im Aussendienst ;-)

    Mum Atwork
    Bei mir könnte stehen: Diplom-Verwaltungswirtin. D. h. ich bin Beamtin. Und arbeiten tu ich genaugenommen als „Baupolizistin“ :-)

    Tina Abel
    asst bist du auch nur ein Messknecht wie ich :-)

    Heini
    „Produktmanager“ – damit ist gemeint, dass ich unsere Produkte herstelle (manchmal auch jemanden dazu bringe, das zu machen), die Rohstoffe einkaufe, das Lager verwalte, Sicherheitsdatenblätter und Verarbeitungsanweisungen erstelle und aktuell halte, zur Unterhaltung unseres Vertriebs diene (bzw. unseren Vertrieb berate), ab und an auch selbst was verkaufe, die Produkte teste bzw. Tests beauftrage (und dazu die Muster herstelle) und nebenbei die Produktlinie weiterentwickele.

    (Ich werde nicht allem wirklich gerecht.)

    Graugrüngelb
    „Systemingenieurin“ steht drauf. In meinem Arbeitsvertrag steht „gehobene Ingenieurin“ (habe nur noch niemanden gefunden, der mich hebt).

    Was bedeutet es? Ich bin Dipl.-Ing der Elektro- bzw. Informationstechnik und arbeite im „Systemservice“ des Unternehmens, bin also für Hard- und Software verschiedener Systeme zuständig.

    hdjdjdej
    Oh und besonders schön ist es dann, wenn sie dann unaufgefordert ihre Krankengeschichten erzählen oder mir ihren Ausschlag zeigen und dann wüst losschimpfen, wenn ich keine Ahnung davon hab. Bei uns ist der Mensch eine bessere Kartoffel mit halt Innenleben, an dass man messtechnisch manchmal ran will, aber störendes nicht mitmessen will. Und ne Dreckschlehder, die ander empfindlich gegen Dreck ist. Aber von Krankheiten müssen wir keine Ahnung haben, deswegen lernen wir das auch nicht…

    hfhdjs
    Ich werde ja Ingenieurin. Die Leute können aber mit „Medizintechnik“ regelmäßig nichts anfangen. Die einen halten mich für sowas wie ne MTA(da steckt immerhin medizinisch und technisch drin, darüber bin ich ja schon ganz froh), die nächsten glauben, dass ich Arzt werde, die nächsten glauben auch, dass ich Arzt werde, aber nicht für Menschen, sondern für die Verwaltung(??? Das habe ich jetzt schon öfters gehört, weiß aber noch nicht, was damit gemeint sein soll), manche glauben ich studier was mit Autos um dann Krankenwagen zu bauen(zumindest der zweite Teil ist ja schonmal nicht verkehrt) und so weiter und so fort… Ganz schlimm wird es, wenn ich halt noch das „biomedical“ erwähne, dann drehen die Leute völlig frei und glauben dass ich irgendwelche Heilpflanzen im Busch sammeln werde, weil das ja so international klingt…

    Cristiano Belmonte
    aktuell könnte ich mir asp.med. draufschreiben, oder aber auch NC-Opfer mit Zusatzqualifikation Freizeitgenuß :)

    Chemiekeule
    Dr. Blablabla
    (Dipl. Chem.)

    Zumindest hab ich das für meine Bewerbungskarten drauf stehen :). Es stimmt zwar aber eigentlich ist es mir peinlich mit sowas hausieren zu gehen.

    Johanna Minar
    offizielle berufsbezeichnung war „senior regulatory affairs manager“. verstand keiner.
    übersetzte ich dann „arzneimittelzulassung“. kommentar: „ach so, mit autos, versicherung oder so, nicht wahr?“. ich dann so: „nein, arzneimittel, also: medikamente!“ antwort: „zugelassen werden autos, aber keine medizinen.“ ich dann so: „macht nix.“.
    insider kannten sich natürlich aus. für den rest der welt hatte ich die privaten visitekarten. ach ja.

    Birte
    Apothekerin. Hört sich einfach an, ist es aber leider nicht. Die Zahl derer, die wissen was das ist, ist minimal. Noch schlimmer: Ich habe Pharmazie studiert. Hääää? Was ist das??? Hmpf.

    AlexR
    Wenn ich eine hätte, würde dort wohl „Studienrat“ oder einfach „Lehrer“ draufstehen, aber das erübrigt sich bei uns eigentlich – die „Kundschaft“ weiß schon, wo sie uns findet ;)

    Andreas Kläui
    Es steht da einfach technischer Sachbearbeiter. Nachdem ich die Firmenvisitenkarte bearbeitet habe steht aber Mädchen für Alles. Der Lacher beim Chef war mir sicher :)

    Sakuko
    noch Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung. Da einen danach alle erstmal leer angucken bezeichne ich mich selber als Softwareentwickler. Bei Software klickt es bei den meisten wenigstens, das es was mit Computern zu tun hat :p
    Ich hab keine Visitenkarte für meinen Job, weil wir eh alles online machen, aber meine E-Mail Signatur bezeichnet mich als *Unser Produktname* Entwickler. Nicht sehr kreativ, aber auf den Punkt.

    Dieter Krogh
    Auf meiner privaten Visitenkarte steht Diplom-Informatiker. Auf einer Firmenkarte würde wohl Senior Technical Support Engineer stehen.

    Aber was solche Berufsbezeichnungen angeht – der Hausmeister heißt ja inzwischen auch schon Facility Manager. Klingt ja auch viel besser. Der ist Manager, ich nur Inschinöör.

    Christine Wilde
    Ich habe nur eine Karte für unsere Organisation, da steht mein Name nicht drauf. Wenn mein Name mit ehrlicher Bezeichnung dabei stehen würde, dann wohl mit: Person die ihre Freizeit für Leute opfer, die ihr nicht zuhören, Bücher schreibt, die keiner liest und für ihre fachliche Qualifikation zu wenig verdient – das wäre aber zu lang, also lassen wird das einfach mal bleiben :P

    dgjjf
    Ich finde ja Apotheken-Besucherin sehr charmant.

    Bei mir stünde: angehende Bachelor of Biomedical Engineering, also Studentin. Oder Servicefachkraft Kasse, also Kassiererin, Türsteherin, Erste Hilfe, Detektivin, Zuhörerin, Putzfrau, Fließbandarbeiterin ;), letzte Chance für einen guten Eindruck, Regalauffüllerin, Freundlichkeit vom Dienst und natürlich Dealerin für die Junks, weil ich sowohl den Schlüssel fürs Hochprozentige habe, als auch für den Zigarettenschrank.

    Ach und Erzieherin bin ich da auch noch. Und nicht für die Kleinkinder, die nach Süßigkeiten betteln… Manchmal denk ich, es würde auch für einen Blog reichen…

    El Nico
    Aktuell steht drauf „IT/Kommunikation“. Qua Hochschulzeugnis könnte man das vor meinem Namen noch um „Dipl.-Journalist (FH)“ erweitern, aber die akademischen Titel stehen bei meinem Arbeitgeber bei niemandem mit auf den Visitenkarten, weil man derartige Eitelkeiten nicht zur Schau tragen will – was ich gar nicht unsympathisch finde. :)
    Was es bedeutet: Durch ein paar glückliche Zufälle leite ich nun die IT-Abteilung eines wunderbaren, sozialen, ökologischen Unternehmens, statt mit einem Kamerateam unterwegs zu sein und Bildungsfernsehen zu produzieren – und wenn es die Zeit zulässt, dann produziere ich ein paar Unternehmensfilmchen für meinen Arbeitgeber. Ich wollte eigentlich niemals in der PR aktiv sein, weil man da seine Seele verkaufen muss, und ich hingegen journalistischer Idealist bin – aber bei meinem momentanen Arbeitgeber verkaufe ich meine Seele gern, und auch der Journalist in mir hat da keine Vorbehalte. :)

    Tina Abel
    offiziell: staatlich geprüfte Biotechnikerin
    ehrlich: Messmagd

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