Anhängen ist nicht.

Ich verstehe, dass die Leute mit Dauerrezepten gerne möglichst alle ihre Sachen auf einem Rezept haben – so dass sie alle auch zur geichen Zeit ablaufen. Nicht eines im Juni, eines im August und das nächste irgendwann Ende Jahr. Ist eine Organisationssache.

Aber: Wenn der Arzt nicht auf das Rezept schreibt, bis wann genau das Dauerrezept denn gültig ist, dann ist es (bei uns) bis 6 Monate nach Ausstellungsdatum gültig.

Wenn er dann etwas vergessen hat zu verschreiben, dann kann ich ihm anrufen und ihn fragen, ob ich das noch auf das Rezept drauf schreiben darf. Das geht meistens.

Wenn aber 2 Monate nach dem Originalrezept ein neues Rezept kommt – und der Arzt da drunter schreibt: „An bestehendes Dauerrezept anhängen“, dann habe ich ein logistisches Problem.

Das Originalrezept wurde inzwischen an die Abrechnungsstelle eingeschickt und eingescannt – da kann ich nichts mehr drauf schreiben. Ich muss auch dieses neue Rezept aufnehmen und einscannen lassen (auch als Beleg, dass der Arzt das geschickt hat) – ich kann das auch auf den gleichen Zeitpunkt terminieren wie das Original-Dauerrezept. Aber es wird im Computer und auf Scans immer als separates Rezept ausgeweisen werden. Nichts mit angehängt. Sorry.

Aber das sind Details, die ich den Patienten nicht sagen muss. Hauptsache: Rezept da und alles läuft zum gleichen Zeitpunkt ab.



Eine Antwort auf „Anhängen ist nicht.

  1. BayernChris
    was mich noch interessieren würde: Wie oft darf der stolze Besitzer eines Dauerrezeptes eigentlich bei Euch in der Apo erscheinen? Gibt es da Vorschriften?

    Pharmama
    Kommt auf die Dosierung an – und die Grössen, in denen es die Packungen gibt. Die Vernunft spielt auch noch eine Rolle. Wir sehen ja, wie häufig / in welchen Abständen etwas bezogen wird. Wenn tatsächlich zuviel geholt wird, dann wird man einschreiten.
    Mehr als ein 3 Monats-Bedarf aufs Mal sollte man nicht abgeben (hamstern sieht auch die Kasse nicht gern – und zurücknehmen darf man ja die Medikamente auch nicht).
    Oh – und für manches gibt es feste Limitationen: Schlaf- und Beruhigungsmittel, Abführmittel und Hautpflegemittel (und anderes).

    nickel
    Also alle anderen Sachen sind ja logisch, aber: Hautpflegemittel? Wieso gibt es denn da feste Limitationen? Ist da irgendwas drin, was das erklärt? Ich kann mir das gerade nicht selber herleiten.

    Pharmama
    Ja – ich denke das ist so: es geht da um so Sachen wie Linola, Dermed, Excipial – also Sachen, die sowohl zur Grundbehandlung bei Hautkrankheiten als auch zur Hautpflege sonst eingesetzt werden (und via Rezept der Kasse abgerechnet werden können). Da gab es sicher ein paar, die davon einfach zu viel gebraucht haben. Vielleicht unvernünftig viel, vielleicht wollte die Kasse da auch einfach einschränken, wieviel sie daran zahlen.

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