Haben sie Zäpfchen?

Ein älteres Pärchen kommt in die Apotheke.

alte Frau (kurz angebunden und irgendwie … unwirsch): „Haben sie Zäpfchen?“

Pharmaassistentin (PA): „Ja, nach was suchen sie denn?“

Alte Frau:  „So was. Der Service hier hat wirklich abgenommen. Früher war es so viel besser. Ich kann es nicht glauben!“

Mann der alten Frau- macht so als ob er sich ein Zäpfchen in den Hintern steckt: „Na, die Sorte!“

Neee … schon klar, oder?

PA: „Es würde mir helfen, wenn sie mir sagen, für was sie es brauchen? Gegen Hämorrhoiden oder bei Verstopfung oder …?“

Alte Frau: (winkt ab): „Das ist lächerlich. Sie sind wirklich nicht sehr hilfsbereit. Der Service heute ist einfach nicht mehr das, was er mal war…“

Und beide laufen immer noch miteinander über unseren furchtbaren Service schimpfend aus der Apotheke.

Die PA steht am Platz festgewurzelt, ich glaube, sie weiss immer noch nicht, was da genau geschehen ist.

Ich eigentlich auch nicht.

Huh?

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34 Antworten auf „Haben sie Zäpfchen?

  1. versteckte Kamera?…. also ehrlich… Sachen gibts…. Aber das schreit mal wieder nach der Kristallkugel – ihr solltet euch wirklich eine (oder mehrere…) anschaffen :D

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  2. „Ich weiß nicht, was ich will, aber das will ich bitteschön sofort! Was ein mieser Service!“
    Vielleicht wollte sie ja ein „Verhütungszäpfchen“ (Patentex – sowas wurde „früher“ ja öfter mal verlangt) – und beide trauten es sich nicht zu sagen :-D

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    1. Daran dachte ich auch zuerst, aber da passt dann der Teil: „Mann der alten Frau – macht so als ob er sich ein Zäpfchen in den Hintern steckt“ irgendwie nicht mehr so wirklich dazu… ¿=?

      Und wie schon meine Grundschullehrerin mir beigebracht hat: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Wer seine Fragen nicht formulieren kann oder will muß halt sehen wo er bleibt… *kopfschüttelnd zurückbleib*

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      1. Ich hätte da schon eine Antwort zu – aber da die nicht ganz jugendfrei ist, und den beiden älteren Leuten wirklich jede Erkenntnis bezüglich Fortpflanzungsbiologie absprechen würde, behalte ich diese lieber für mich… ;-)

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        1. *Glas abstell*
          *verzweifelt schluck Schluck SCHLUCK*
          *PRUUUST*

          Also ehrlich – Gedankenknick – jetzt hätte ich beinahe Apfelschorle über meinem Lappy versprüht… :-D

          Ob ältere Leute (in meinen Gedanken also so etwa 60/70 Jahre alt) mit dieser Spielart etwas anfangen können? ;-)

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          1. Diese Spielart ist älter, also so mancher 68ger denkt. Ich denke, wenn sich das Dr.-Sommer-Team darüber ausgelassen hätte, was im alten Rom und im antiken Griechenland in dieser Hinsicht so los war, wäre die „Kinder-bekommen-Kinder“-Rate erheblich niedriger betreffend der Abschreckung…

            …und so als anderes Beispiel: Donatien-Alphonse-François de Sade (auch als Marquies de Sade bekannt) lebte 1740 – 1814. Das Vergnügen wurde nicht erst 1968 erfunden, bloß davor hat man halt nicht so laut darüber gesprochen… ;-)

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          2. Nachtrag: Und da der Gedankenknick im Land des realexistierenden Honeckerismus aufgewachsen ist, wo Einzelseiten der „Bravo“ in Moped-Ersatzteil-Äquivalenten gehandelt wurde, und der Knick beides nicht hatte (also sowohl Bravo-Seiten als auch ein Moped), hat der Knick sich mit klassischer Sagenwelt auseinandergesetzt. Und was man da in den jugendfrei-gegebenen Bücher so finden ließ, würde der BRD-Zensur das Wut-Blut ins Gesicht treiben, wenn sie bloß zwischen den Zeilen lesen könnten: Hierbei empfehle ich zum Selbststudium mal als Lesebeispiele das Textwerk um „Zeus und Leda“ bzw. welche Rolle Daidalos bei der Erfüllung der innigsten Wünsche von Pasiphaë zu spielen hatte.

            Dagegen ist die oben nicht angesprochene Spielart doch Kinderkram. :-P

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  3. Ich glaube ich würde mir den Spaß machen und eine Glaskugel in die Ecke stellen und jedesmal wenn solche Kunden kommen hinflitzen und die Kugel befragen..die kommen sich wahrscheinlich veräppelt vor weil sie nicht kapieren worum es geht aber als Dienstleister fühlt man sich ja auch oft so.

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    1. Naja, aber eine Zitat: „alte Frau“… ist für mich feststellungstechnisch „absolut“ alt – und da nun bitte nicht „absolut alt“ in meine Aussage hineininterpretieren…

      Bei einer „älteren Frau“ ließe sich sicherlich trefflich über die Relativität streiten. ;-)

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  4. Hmmm..ich versuchs mal ^^ ich persönlich kenn zäpfchen nur als fiebersenkende mittel für kinder, bis zu diesem blog wusst ich gar nicht, dass es die auch für andere dinge gibt, weil ich es schlichtweg nie gebraucht habe (toitoitoi). Viell.ging es denen ja ähnlich und die wollten sowas und haben gedacht, mit der Frage nach Hämorrhiden etc. wolle die PA
    (immer noch, sogar nach Pantomimen!!!) rausfinden, was ein Zäpfchen ist?

    Das wäre dann allerdings auch nur die Begründung für die Verwirrung, nicht für das schlechte Verhalten und den mangelnden Willen es einfach mal zu erklären…

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    1. Diese Erklärung ist stimmig. Genau bis zu em Zeitpunkt, wo die PA zwei (von weit mehr möglichen) Beispielen gibt, wogegen das Zäpfchen eingesetzt werden könnte: Hämorrhoiden oder Verstopfung (und da gibt es dann die nicht so schlimmen und die ganz brutal wirkenden). Weitere denkbare Anwendungsbereiche wären Übelkeit/Erbrechen/Schwindel oder Schmerzen (wobei Indometacin-Zäpfchen verschreibungspflichtig sind – zuminest in D). Auch Morbus Crohn (Mesalazin) gibt es in Zäpfchenform. Der Möglichkeiten gibt es mehrere…

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      1. Ich muss mich da selbst korrigieren. „Morbus Crohn“ gibt es natürlich nicht in Zäpfchenform! Blöd von mir ausgedrückt, das! Aber Mesalazin (zur Behandlung von Colitis ulzerosa, die sich aufs Rektum beschränkt) gibt es. Die sind allerdings in D verschreibungspflichtig.

        Was fällt mir sonst noch im Zäpfchen ein: Kortikoide (bei z.B. Kruppsyndrom, allergische Reaktionen, Hämorrhoiden); Diclofenac (Schmerzen, Entzündungen); Morphin (starke Schmerzen); Paracetamol-Codein (Schmerzen); Butylscopolaminiumbromid (Spasmen im Magen-Darm-Bereich). DIe Liste ist sicher nicht abgeschlossen…

        Und alles für da hinten (pantomimisch zeig)..!

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  5. Altersparanoia und ein Stückchen -demenz (Worte nicht finden) – so traurig. Wahrscheinlich können sie sich auch woanders schlecht verständigen. Vereinsamung.

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