Dress to impress

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Verschiedene Apotheken, verschiedene Kleidungsvorschriften.

In der ersten Apotheke, in der ich gearbeitet habe, haben die Angestellten Kittel tragen müssen – der Chef / Apotheker dagegen lief locker leger in normaler Strassenkleidung umher. Ich habe dann auch aufgehört den Kittel anzuziehen, was mir dann erst mal einen Rüffel von der Mutter des Chefs, die auch dort arbeitete einhandelte. Worauf  ich sie darauf hinwies, dass ich – als (zugegeben frischer) Apotheker ja nur das machen würde, was der Chef auch macht. Danach habe ich keine Reklamationen mehr gehört. … was nicht heisst, dass sie zufrieden war, damit. Heute verstehe ich sie etwas besser: als Apothekenmitarbeiter hat man auch ein Image. Und dazu gehört halt auch der weisse Schurz.

In der Apotheke, wo ich jetzt bin, haben wir uns darauf geeinigt weisse Kittel zu tragen und zwar geschlossen. Andere Apotheken schreiben zwar auch Kittel vor, erlauben es aber, ihn offen zu tragen (oder: nur offen?) – und noch andere Apotheken haben gar keine Kittel mehr, aber dafür Einheitskleidung – zum Beispiel: alle dasselbe Arbeits-T-Shirt weisse oder schwarze Hosen.

Nun gut, unterschiedliche Leute, unterschiedliche Meinungen. Und jetzt interessiert mich Eure Meinung.

Zur Hilfe, wie das aussehen kann: (die Schürzen müssen aber nicht sooo lange sein)

  

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63 comments on “Dress to impress

  1. Zyriacus sagt:

    Ich möchte in meiner Stamm-Apotheke gern die Kunden von den Angestellten unterscheiden können. Gerne auch mit Namenschildchen, was eine persönliche Ansprache ermöglicht.

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  2. turtle of doom sagt:

    Ich finde, der Kittel gehört einfach dazu.

    Auch wenn Apotheker heutzutags nicht mehr Fotos entwickeln, für die Herzpatienten Glyzerin nitrieren und für diese fernöstlichen Heiltees Schildkrötenpanzer mahlen…

    Andrerseits finde ich eine gewisse Saloppheit gut. Bei einem Arzt schätze ich es, wenn er noch seine Lehrbücher aus dem Studium im Regal stehen hat – und keine Krawatte trägt.

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  3. brunokiste sagt:

    Ich bin ein großer Freund des weißen Kittels.
    Und ich sehe ihn gerne lang und geschlossen.

    Neben einer vernünftigen Beratung gehört auch das professionelle Auftreten dazu. Wie sonst wollen wir den Patienten klar machen, dass wir mehr sind, als eine Drogerie?

    Die halten uns doch jetzt schon oft für Schubladenzieher. Daran müssen wir arbeiten, fachlich und äußerlich.

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  4. Caron sagt:

    Einheits-T-Shirt hat was von Supermarktaushilfe.

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  5. Ahuefa sagt:

    Hm, ich hab jetzt mal abgestimmt, was am ehestens zutrifft: Grundsätzlich möchte ich den Apotheker (m wie auch w) einfach als solchen erkennen können!
    Ich persönlich fände es als Angestellte glaubs gut, wenn ich nicht die „Arbeit mit nach Hause nehme“, sprich, nicht mit den privaten Kleidern arbeiten müsste.
    Namensschild ist eine gute Idee, muss ja nicht zwingend mit Vornamen sein, aber wenn man regelmässig einkauft, ist es doch schön, wenn man nicht nur als Kunde persönlich angesprochen wird, sondern weiss, wen man vor sich hat. Und wenn ich den Apotheker dann im LM-Laden oder auf der Post treffe, kann ich ihn auch mit Namen begrüssen 🙂

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  6. Andrea sagt:

    Kittel nein Danke! Ich bin froh, dieses Mistviech seit Jahren aus meiner „Dienstkleidung“ getilgt zu haben! Unbequem, unhandlich, und von der Arbeit, die diese Dinger beim Bügeln machen, möchte ich gar nicht reden (ja…. ich muss selber waschen!).
    Ich persönlich (Orthopädin) trage weiße Jeans und „oben“ blau oder weiß (T-Shirt, Pulli, Bluse…. je nach Jahreszeit und individueller Wärmebedürftigkeit), früher mit Namensschild, was ich aber seit meiner Selbständigkeit aber nicht mehr brauche.
    Man sollte aber schon Personal von Kundschaft/Patienten unterscheiden können. Und so finde ich ein „Farbschema“ mit Namensschild sehr angenehm. Ob es nun ein einheitliches T-Shirt sein muss….. meist haben diese gesponsorten Werbeträger eine mindere Qualität und vielen schwitzen sich darin einen Wolf. Und nach ein paar Mal waschen erinnert die Form an einen Kartoffelsack. Und viele junge Mädels haben dazu noch Hüfthosen, die z.T. einen Blick auf ihre Speckröllchen oder auf weit aus intimere „Hemisphären“ zulassen. Geht gar nicht.
    Wenn ich mal jemanden anstelle, dann sollte sie/er auch weiße Hosen in der Umwelt zumutbarer Höhe und oben rum was blaues/weißes tragen. Und sauber. Mehr brauchts nicht.

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  7. hutch sagt:

    Unbedingt Bild 2 mit Stethoskop in der Tasche. 😉
    Freizeitkleidung auch wenn sie den uniformiert ist, find ich zu leger. Sieht immer so aus als wenn der Zivilist gefragt wurde ob er mal schnell hier hinter den Tresen kommen kann weil der Chef mal Pipi muss.
    Arztkittel offen oder etwas ähnliches ist mir sympathisch.
    Zugeknöpft sieht das manchmal wie die Herrin oder der Gestrenge aus, wie Oberstudienrat besserwissend bevormundent.
    .

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  8. PeterLe sagt:

    Kittel mit Namensschild, am HV ruhig offen, im Labor und der Rezeptur geschlossen. Nicht umsonst imitieren Douglas, DM und Konsorten die vermeindliche „Kompetenz“ durch weiße Kittel als Arbeitskleidung, nur Apotheken geben diese „Kompetenz“ freiwilig ab und Kleiden sich mit Einheitspoloshirts wie die Regalnachräumkolonne im Baumarkt oder das Thekenteam vom Schnellimbis/Burgergrill…

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  9. Judi sagt:

    Ich gehöre auch zu den Kittelfans. Außerdem finde ich Namensschuilder fein. In meiner Stammapotheke tragen die Mitarbeiter alle Kittel, ob ApothekerIn oder PTA steht auf dem Namensschild, finde ich auch gut

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  10. michaela sagt:

    Ich stimme Andrea zu,
    wobei ich finde, daß die Kleidung erkennbar kochfest sein sollte.

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  11. Robin Urban sagt:

    Ich finde die Kittel einfach stylisch! Aber sie sollten offen zu tragen sein, wegen der Bequemlichkeit. Es ist auch viel angenehmer, sich auf der Arbeit einfach einen Kittel überwerfen zu können, als schon mit Einheitskleidung morgens aus dem Haus gehen zu müssen. Das wäre das letzte, was ich wollen würde.

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  12. rain! sagt:

    Ich find Kittel in der Apotheke super, gerne offen (und mit privatem T-Shirt, dann schaut der Mensch unter der Apothekerin etwas durch), aber wer ihn lieber zumachen möchte darf auch. 😉
    Und in die Kitteltaschen passt mehr von dem Kram den man so rumschleppt, wenn er offen ist 😀

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  13. Heini sagt:

    Kittel gehören imo ins Labor. Sie sind Teil der persönlichen Schutzausrüstung. Sie gehören nicht in den Kundenbereich. Bei Ärzten ist es noch nachvollziehbar, wenn sie Kittel im Umgang mit ihren Patienten tragen. Der Kittel wird leider gerne im Wartezimmer bzw. in der Kantine getragen, was ich dann irgendwie kontraproduktiv finde.

    Ich finde Dienstkleidung im Kundenkontakt grundsätzlich gut.

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    • Pharmama sagt:

      Nun, wir arbeiten gelegentlich noch im Labor und füllen noch Sachen ab / stellen etwas her – aber heute sehe ich den Kittel auch weniger als „Labor“-Schurz. Vielmehr als Arbeitsschurz. – er ist auch etwas kürzer.
      Und ich fühle mich in der Apotheke „ohne“ fast ein bisschen nackt.

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  14. almandor sagt:

    Mir ist egal in welcher Kleidung die Angestellten herumlaufen, solange sie sauber ist.

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  15. Li sagt:

    Ich kann mir nicht helfen, jedes mal wenn ich einen Kittel außerhalb des Labors sehe, schrillt eine innere Alarmglocke.
    Ich bin eigentlich ganz froh, wenn die Leute gegenüber eine „Uniform“ tragen, die nicht nach Burgerbrater aussieht (grellgrün-schwarz geht zb gar nicht) und keinen Kittel. Normale Kleidung geht für mich aber auch. Ganz weiß ohne Kittel ist für mich typische Arztpraxenkleidung, die sind dann direkt kompetent, spätestens, wenn sie dabei noch die fürchterlichen schlappen tragen.
    Ich bin aber auch beim Arzt, Tierarzt, sonstigem froh, wenn sie keine Kittel tragen. Kittel im Labor, nicht bei Kundenkontakt.

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  16. BlackIsBeautiful sagt:

    Weiße Hosen sind immer so… durchsichtig

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  17. kelef sagt:

    die kittel sollten in heutiger zeit im labor bleiben. eine erkennbare einheitskleidung – ich apotheker, sie kunde – macht für alle beteiligten das leben leichter, besonders wenn die apotheker auch einmal vor dem verkaufspult zu tun haben. namensschilder finde ich sehr nett und höflich.

    die farbe der kleidung sollte bitteschön irgendwie zur farbe der innenausstattung der apotheke passen, auch stilmässig. hosen mag nicht jede frau anziehen, ein rock wäre auch völlig in ordnung, resp. eben: jeder wie er will, aber farblich zusammenpassend. eine crew im blauen outfit in einer grün eingerichteten apotheke macht irgendwie augenkrebs. ob nun ein kleidungsstück weiss ist oder nicht ist egal.

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  18. machermama sagt:

    Ich denke in einer Apotheke sollte man genauso wie in jedem „Geschäft“ einen Angestellten auf den ersten Blick von einem Kunden unterscheiden können.
    Ob durch einen weißen Kittel oder durch ein eingeitliches Shirt mit dem Logo der Apotheke ist mir dann auch egal. 😉

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  19. hajo sagt:

    Hat Kleidung etwas mit Kompetenz zu tun?
    Ihr seid doch als Apotheker (m/w) oder Apotheken-Mitarbeiter (wie auch immer genannt) tätig und nicht als Dressmen/-women.
    In der Apotheke meines Vertrauens laufen alle in sauberer Strassenkleidung herum und weil wir ja in Frankfurt am Main sind, auch in „Multi-Kulti-Kleidung“: ausser Kopftuch, bei dem ich zwar keine wirklichen Probleme hätte, aber diese Accessoires waren wohl bisher nicht gefragt.
    Ich denke mal, Haupsache ist eine saubere und weitaus unbeschädigte Kleidung.
    Übrigens: auch mein Hausarzt verzichtet auf den Kittel, auch bei seinen Mitarbeiterinnen.
    .. und ich finde das gut! 😀

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    • Judi sagt:

      Ob ein Arzt und seine MitarbeiterInnen Kittel oder „Praxisuniform“ tragen bleibt ihm ja selbst überlassen. Strassenkleidung finde ich in einer Arztpraxis aber unangemessen, kochfest sollte der Kram schon sein…

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  20. zimtapfel sagt:

    Letztendlich ist es mir egal, was die Mitarbeiter in „meiner“ Apotheke bei der Arbeit tragen. Aber eben: Ich möchte sie als Mitarbeiter identifizieren können. Ob das nun ein offener oder geschlossener Apothekerkittel ist oder ein einheitliches Shirt ist mir da gleich.
    Hier in der Apotheke in meinem Viertel tragen sie einheitliche grüne Polshirts mit aufgesticktem Emblem der Apotheke und dazu weiße Hosen. Namensschildchen sowieso. Finde ich in Ordnung so.
    Irgendeine Art von Arbeitskleidung sollte es im Gesundheitsbereich schon sein, finde ich, „normale“ Straßenkleidung fände ich da auch eher unpassend.

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  21. McCloud sagt:

    Ich bin der Meinung, dass in einer Apotheke der weiße Kittel Standard sein sollte. Die Leute identifizieren damit einen Heilberufler und es unterstreicht die Kompetenz, daher sollte das Ding getragen werden. Ob offen oder geschlossen, finde ich aber egal.

    Was ich während meiner Praktikumszeit klasse fand: Meine Chefin hatte stets ein Sakko an. Finde ich auch für angestellte Apotheker nicht unbedingt verkehrt (wenngleich nie mehr anderswo so gesehen).

    Ich selbst hatte während meiner kurzen Zeit in der Apotheke immer ein Hemd (geschlossener oberer Knopf) und eine gute Stoffhose an. Es mag oberflächlich wirken, aber es unterstreicht die Kompetenz – deutlich. Die Leute nehmen den Gegenüber einfach ganz anders war.

    Als absolutes NoGo empfinde ich diese Einheitsshirts mit eingedrucktem Apothekenlogo getoppt noch durch ein Halstuch. Das wirkt einfach total billig nach Elektronikdiscounter. Dort unterstelle ich auch niemandem eine Beratungskompetenz.
    Noch schlimmer empfand ich es, als ich mal am 6. Dezember in einer Apotheke war und von einer Apothekerin in einer Art Nikolauskostüm mit roter Mütze bedient wurde. Man kann sich durch sein Aussehen auch die Kompetenz in den Wind schießen. Da nimmt einen niemand mehr für voll.

    Fazit: Kittel ist echt Pflicht.

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    • Pharmama sagt:

      weisses Sakko?

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      • McCloud sagt:

        Ne, Farbpalette war munter vertreten. Die Frau hatte geschätzt 10 Sakkos, die täglich gewechselt wurden. Alles eher pastellfarben, eher gedämpft, keine kräftigen Farben, eher dunkler. Vom Aussehen her das, was man auch ins Theater / in die Oper anziehen würde, wenn man sich leger kleiden möchte.

        Aber wer in die Apotheke kam, wußte sofort, wer hier das Sagen hat.

        Ich weiß, dass das oben geschriebene wirklich spießig und konservativ klingt. Aber der Eindruck eines Kunden entscheidet sich innerhalb von 10 Sekunden noch bevor er mit der Person überhaupt gesprochen hat. Daher fand ich die Idee mit dem Sakko klasse.

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  22. Mr. Gaunt sagt:

    Und noch ein Kittelfan hier!
    Gerne geschlossen, verdeckte Knopfleiste, Stehkragen. So bin ich selbst im Labor rumgelaufen, kleiner Spleen von mir. Nicht dieses Standardbilligkittel. Außerdem kann man beim Stehkragen drunter tragen, was man will. Das sieht keiner.
    Im Sommer offen o.k., alternativ weisse Hose + weisses Poloshirt.

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  23. Caro sagt:

    Mir ist egal, was mein Apotheker bzw. Arzt trägt – auf keinen Fall müssen es Kittel, egal wie geschlossen sein! Als ich in der Ausbildung war, mussten alle Arzthelferinnen in meiner Ausbildungspraxis weiße Hosen und Kittel tragen, während die Ärzte leger waren – das wünsche ich mir für keinen. Mein Hausarzt trägt karierte Hemden zu weißen Hosen, meine Stammapotheke normale Straßenkleidung und manchmal tragen alle gleichfarbige Shirts darüber. Zu erkennen sind alle Mitarbeiter meiner Apotheke immer – sie stehen hinter dem Tresen 🙂

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  24. me sagt:

    Ich trage selber nicht so gerne Kittel (auch wenn es im Labor meistens sinnvoll ist, gerade wenn der Sicherheitsbeauftragte sich mal von seinem Schreibtisch weg bewegt) und erwarte das auch nicht von anderen.
    Privatkleidung in der Apotheke ist wahrscheinlich auch nicht so das Gelbe vom Ei – das fängt damit an, dass man angehustet wird und hört bei „Laborunfällen“ auf.
    Mein Favorit wäre „zivile Betriebskleidung“, gute Qualität, irgendeine gedeckte aber kräftige Farbe (kein knallpink), Logos aufgestickt (macht einen soooo viel besseren Eindruck) und um mit dem Wetter gehen zu können für jeden ein Set mit T-shirts, Weste und Jacke. Ob man weiße Hosen (durchsichtig) oder Jeans oder ähnliches dazu trägt kann denke ich jedem selbst überlassen werden, im Normalfall versteckt sich das ja eh hinter der Theke.

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  25. Julika sagt:

    In meiner „alten Apotheke“ trugen die Damen immer so, was sie wollten – auch mal eine Rüschenbluse o.ä.- halt eher privat – ich fand das nicht so angemessen. Nun sind sie umgezogen und haben neuerdings ein Einheitsoutfit an – dunkelrote Poloshirts mit Namensschild. Das ist super, weil man das Personal eindeutig identifizieren kann.
    Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind dreckige Kittel. Kittel an sich sind wunderbar, aber wenn die Teile Krangenspeck haben…brrrr. das habe ich schon öfter erlebt und dann gehe ich dort nicht mehr hin.

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  26. Lena sagt:

    Ich finde in Apotheken sollte die Bedingung gut und vorallem sauber gekleidet werden, sie verabreichen schließlich Medikamente.

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  27. Liz sagt:

    Bei unserem Doc tragen sie alle weiße Jeans und dazu ein dunkelblaues Poloshirt mit Namensstickerei.
    Das sieht gut aus, weil es wertige Kleidung ist und kein schlabberiges Billigpolo. Und bei den weißen Jeans kann jeder die nehmen, die zu seinem Figurtyp am besten passt.
    Freigelegte Rettungsringe und Maurerdekolletés sind natürlich zu vermeiden!

    In der Apotheke ist es mir eigentlich egal, ob das Team nun einheitlich weiße undurchsichtige Hosen und dazu ein gepflegtes Poloshirt trägt oder ob sie einen (gern auch offenen) Kittel über der Alltagskleidung tragen.
    Ich kann Kompetenz auch ohne Kittel erkennen, und Inkompetenz wird auch mit einem chicen Kittel nicht besser.

    Bei der Herstellung von Salben usw. ist es mir allerdings schon aus Hygienegründen wichtig, dass sie einen Kittel tragen. Weiß, gebügelt und sauber!

    Ich stelle Kosmetik her und gebe hierzu auch Kurse.
    Üblicherweise trage ich in meinen Kursen bei der Volkshochschule Einweghandschuhe und einen kochfesten bordeauxfarbenen Kasack, wie ihn auch Krankenschwestern tragen. Aber eben in farbig! Dort besteht das Publikum üblicherweise aus Frauen zwischen 25 und 65, die ein neues Hobby suchen und einen möglichst niedrigschwelligen Einstieg in die Kosmetikherstellung.
    Da geht es also vornehmlich darum, gewisse Unsicherheiten abzubauen und die TN zu ermutigen, sich selbst etwas zuzutrauen.

    Wenn ich aber in einer Schule im Rahmen des Chemieunterrichts einen Kurs gebe oder damit rechnen muss, dass mir eine besonders schwierige Teilnehmergruppe bevorsteht, dann trage ich einen klassischen Laborkittel. Weil dieses Teil automatisch eine gewisse Autorität und Kompetenz ausstrahlt.
    Und schon aus Respekt vor meiner eigenen Arbeit und meinem Publikum ist dieser dann auch eins a sauber und gebügelt.

    Und dass ich selbst meine Kleidung nach dem Publikum und seiner Erwartungshaltung differenziere, sagt eine Menge aus.

    Mir ist es generell wichtiger, dass jemand ein Lächeln trägt, wenn ich in eine Praxis oder Apotheke komme, als dass es unbedingt ein weißer Kittel sein muss…wichtig ist, dass die Kleidung zum Umfeld passt und zum Träger und seiner Funktion.
    Wenn die Person sich dann wohlfühlt in ihrer Kleidung, dann steigert das ganz sicher auch ihre Arbeitsqualität und ihre Stimmung.

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    • Liz sagt:

      Ach ja, und zuhause trage ich auch den Kasack, weil ich einfach lieber kurzärmelig unterwegs bin und es hasse, wenn der Ärmel mir in meine Rührbecher hängt!

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  28. Cerise sagt:

    In meiner Ausbildung war weiße Kleidung Pflicht. Sowohl wir Helferinnen als auch Chef Zahnarzt und trotz das ich alles selber kaufen, waschen und bügeln musste fand ich das gut!
    Klar, ich musste ständig neu kaufen, Blut geht noch gut raus, aber Abdruckpaste kriegt man nie wieder raus…
    Ich finde einfach das in den medizinischen Bereich niemals Straßenkleidung gehört!
    Und da gehört für mich die Apotheke dazu.

    Der Kittel suggeriert Kompetenz und das weiß zeigt nunmal jeden Fleck. Weißer Kittel/weiße Kleidung entspricht Sauberkeit und die will ich beim Arzt und in der Apotheke.

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  29. Argentina sagt:

    „Meine“ Apotheke hat Einheitstshirts in weiss. Hosen weiss ich jetzt nicht mehr. Mir gefällt es am besten so, denn der weiße Kittel ist für mich gleich Arzt und das ist der Apotheker nicht. Übrigens, die Apotheke habe ich mir nicht deswegen ausgesucht. Sie ist einfach um die Ecke meiner Wohnung und ich bin mit den Mitarbeiterin (komischerweise ist nur der Chef männlich) sehr zufrieden.

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    • gedankenknick sagt:

      Dass nur der Chef männlich ist, ist kaum verwunderlich. (Deutsche) Apotheken haben einen Frauenanteil von geschätzt 95-98%.

      Es handelt sich um hochqualifizierte Mitarbeiter, oft Teilzeitarbeitsplätze, wohnortnah und halbwegs gut bezahlt, und durchaus auch mit Kindern in der Familie vereinbar (da die Chefs in so kleinen Unternehmen auch mit sich reden lassen). Und genau deshalb bashen die Grünen und die SPD seit 15 Jahren so gegen die Apotheken – denn solche Arbeitsplätze sind nicht erwünscht. Viel besser sind Arbeitsplätze an der Existenzgrenze, wo Qualifikation nicht erünscht ist. „Schlecker“ und andere Ketten sind ein sher gutes Beispiel für Arbeitsplätze, wie Grüne und SPD sie sich (für Frauen) wünschen… *kopfschüttel*

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  30. Argentina sagt:

    ach ja, und nicht mal Ärzte tragen alle Kittel heutzutage. Meine eher ältere Frauenärztin trägt eins, aber weder Hausarzt, noch Kinderarzt, Hautarzt oder Zahnarzt tragen Kittel. Sie tragen alle entweder normale Kleidung oder Einheitsklamoten (Polo Tshirts). Diese sehen aber besser aus als das unglücklich gewählte Foto oben.

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  31. nicoretta sagt:

    Ich arbeite in einer Offizin und bin gar kein Fan des Kittels…

    Ich finde das Bügeln von weissen Kitteln gehört laut Menschenrechtskonvention verboten. Dieser Baumwollstoff lässt sich fast nicht bügeln, und sieht bei mir auch nach dem Bügeln noch verknittert aus, wenn ich es nicht tropfnass trockenbügel… (Was für eine Stromverschwendung!)

    Ausserdem finde ich Kittel (und übrigens auch Handschuhe) ausserhalb der Labors sehr unhygienisch… Da stellen sich mir alle Haare auf… 😦
    (Fragt euch doch mal: Wie lange wird so ein Kittel getragen und wie oft wechselt man die Strassenkleidung? Nach meiner Erfahrung werden diese Kittel 1x die Woche gewechselt, wenn es hoch kommt… Die Strassenkleidung wird jeden oder wenigstens jeden 2. Tag gewechselt.)

    Weiss steht nicht jedem und in diesen Kitteln sehe ich immer aus wie ein voller Kartoffelsack in weiss. Und mir ist in den Dingern auch immer viel zu heiss… Ich trage auch im Winter nie mehr als eine Schicht Stoff. Ich fühle mich in diesen Kitteln immer so eingesperrt…

    Ich habe schon im Kittel gearbeitet und in Einheitsfarbe (weiss) und finde beides sehr unpraktisch und bin froh, jetzt in einer Apotheke zu arbeiten, wo es zwar eine Kleidervorschrift (nicht bauchfrei etc.) gibt, aber keine Einheitskleidung… So fühle ich mich beim Arbeiten am wohlsten! 🙂

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    • brunokiste sagt:

      In unserer Apotheke werden die Kittel alle 2-3 Tage an die Reinigung übergeben. Sie kommen dann 3-4 Tage später sauber und gebügelt zurück.

      Das möchte ich nicht missen.

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    • McCloud sagt:

      @nicoretta: Was spricht dagegen, Deinen Arbeitgeber zu fragen, ob er die Reinigung der Arbeitskittel übernimmt? Das ist Berufskleidung und damit seine Sache, Kein angestellter Apotheker muss wohl selbst seinen weißen Kittel nehmen und ihn selbst in die Waschmaschine werfen, oder?
      Falls Du das doch selbst machen musst uhd Dein Chef nicht in der Lage ist, da ne gemeinsame Waschgelegenheit für das Team zu organisieren, würde ich mich mal echt mit ihm unterhalten.So teuer ist das wohl doch wirklich für Deinen Chef nicht…

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      • nicoretta sagt:

        Erstens bin ich sehr froh, dass ich keinen Kittel tragen muss in dem Geschäft, in welchem ich jetzt arbeite.
        Zweitens ist es nicht gerade usus, dass man Kittel zur Verfügung gestellt bekommt und erst recht nicht, dass diese dann auch noch gereinigt werden..! Das macht man normalerweise selbst (=Berufskleidung).
        Anders wäre es bei Uniformen (gleiche Schürze für alle oder Einheits-T-shirts)…

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  32. museumsfreak sagt:

    Also ehrlich – ein seriöser Apotheker arbeitet natürlich im Anzug mit Stehkragen!

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  33. Wolfram sagt:

    Ich bin für Dienstkleidung. Damit stelle ich in meinem eigenen Stand eine Minderheit, aber sei’s drum. Eine Dienstkleidung, die klar erkennen läßt, daß man hier arbeitet – und ja, die auch die Wichtigkeit des Dienstes unterstreicht. Auf dem Museumsphoto weiß man, die Herren hinter dem Tresen gehören zur Apotheke (auch wenn lt. Aufschrift nur einer Apotheker ist), aber die Apotheken, die ich in den letzten Jahren betreten habe, waren oft „offen“, und man konnte nicht erkennen, wo nun der reservierte Bereich anfing, von der Tür zum Lager mal abgesehen. „Meine“ früheren Apotheken in Deutschland hatten wohl Kittelpflicht, offen oder geschlossen hing möglicherweise vom Dienstgrad ab, aber bei den französischen Apotheken fehlt mir das.
    Küchenkleidung im Restaurant muß auch nicht weiß sein, McBurger macht das seit langem vor. Aber es gibt einfach dieses Gefühl von „hier ist sauber und ordentlich“, wenn die Küchenjungen ein sauberes weißes Wams anhaben. Und die Apothekenmitarbeiter einen sauberen weißen Kittel.
    Das Reinigen und Bügeln sollte allerdings wirklich einem Unternehmen anvertraut werden, und das nicht zu Lasten der Mitarbeiter…

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  34. Pharmama sagt:

    kleine Auswertung der Umfrage (nach 1 Woche Laufzeit)
    In Führung liegt … der „weisse Kittel, egal wie“ – mit etwa 40%
    Gefolgt von „weisser Kittel geschlossen“ mit etwa 20%
    Total für den Kittel (also: geschlossen, offen und egal wie) 66% – also etwa 2/3 aller Antworten.
    Das Uniform T-Shirt mit weissen oder schwarzen Hosen liegt mit knapp 17% an 3. Stelle.
    Total für Uniform sind: 27% – nicht ganz ein Drittel.
    Ganz abgeschlagen als Bekleidung für Apothekenangestellte ist die normale Kleidung – mit etwa 6%

    ich muss sagen, ich finde das gut – und es entspricht in etwa meinen eigenen Ansichten. Meiner Meinung nach gehört der weisse Kittel (nicht unbedingt in Labor-schurz-Länge) zum Bild der Apotheker. Immerhin zeigen wir damit auch nach aussen, dass wir wirkliche Medizinalpersonen sind und mehr als nur Verkäufer.

    Danke für’s Mitmachen!

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