Live vom Drogenmilieu

Nachdem ich mir jetzt ein paar Tage überlegt habe, ob ich das wirklich bringen will … Aber – Ach, was soll’s? Der Herr hat ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und seinen Wunsch mehrmals auf meinem Blog öffentlich in den Kommentaren dargetan – hier und auf DocCheck. Kein Grund nachzuschauen, die habe ich alle gelöscht – das geht ruck-zuck.

Auch wenn ich seinem Wunsch nicht nachkommen werde, denke ich ist das ein interessanter Einblick. Etwas, was man sonst so nicht sieht.

Sehr geehrte herren apotheker und Aerzte.
Ich bin ein speziall.
Ich wohne seit 4 jahren in zürich und gerade jetzt,bis ich ein dauerrezept kriege(was für mich als plegefachmann in einem Altenheim einfach ist) bewohner ist arzt und gibt seiner frau wenn sie ihn nervt irgend ein starkes neuroleptika.
Ixh konnte bis heute jeden tag ohne rezept 1 Op Dormixum 15mg 100pcs für 55.– kaufen.hab davon gwlebt.
nd jetzt ist chef gestorben und ich kann ab montag nix mehr ohne rezept kaufen.
Tja ein riesen Problem, denn ich war bei 5 praxen jede davpon gab mir ohne Diagnose nur einer rief meinen früheren arzt an, ritalin sr20 100stk.
Aber keon einziger dormicum und dies ist ja kein btm wie methylphenidat. Ist dies nicht bescheuert??
Hab jetzt 200 dormicum 200 valoum und 90zolpodem(stilnox) gekauft.
Aber gleich morgen stellt mir mein patient ein paar dauerrezepte aus, damit ich so viel ich will beziehen kann.
Lieber wäre mir eine Apotheke wie vorher. Und ich werde eine finden.
Plan b: serbien fliegen und par tausend flormidal kaufen oder noch besser rezepte bei einem arzt kaufen. Also wer will mich beliwfern?? Ich hab einen schein dass ich 400midazolamtabletten auf mir tragen darf.
Scheisse oder ich mach ne onlibeapotheke wiw (gelöscht) auf

Okay. Da hatte ich etwas Mühe mit zu entziffern, was er genau von mir will. Etwas deutlicher war der Beitrag in DocCheck (da war er wohl etwas nüchterner?):

Hallo liebe Apotheker und Aerzte
Ich als süchtiger und Krnkenpfleger(ausgebildet) finde ich sollte da einiges klarstellen.
1. ich bekomme von Aerzten sehr wohl 1OP Dormicum 15mg 100stk 2- 2- 2 – 2 Verordnet. (steht einfach Spitalüpckung auf der schachtel)
wer ein Bild will schreibe mir.
Icfh kann keinew rezepte mehr fälschen, denn kaum steht mein Name da, binkt ein eintrag im compi (selbst gesehen) achtung rezeptfälscher.
Aber ich fand eine Apotheke wo ich gegen Cash 100er pack kaufen konnte 55.– 100stk. verkauf niormal 10stk. 50.– ich konnte pro woche 500 holen und gab 30stk. für 100.– hatte stammkunden und grossen Konsum gemischt mit Ritalin sr20 oder Focalin usw.
Aber wenn ich mir jetzt wo die Apotheke zu (todesfall)n ist, verschreibt mir kein Arzt Dormicum. aber ich brauche sie ja…… aber das komische ich geh jedesmal mit einer 10er packung Ritalin sr20 nach Hause.>(Absudistan?? Ja denn Ritalin ist ein BTM.
Desshalb hab ich mir aus der tschechei ein Rezept bestellen lassen.
mehrere sogar mit Modafinil.
DAS GING SOGAR über die Krankenkasse!!! sogar wurde in die Tschechei angerufen, aber ausgehändigt. ich hab mir auch ein dauerrezept bestellt. das ging dann nicht.
Und jetzt suche ich mir halt nen Arzt oder Apo in Zürich die einem der laut Akter nicht verpfeifft nen neuen Lieferanten.
PS ABSURDISTAN:v KEIN SCHEISS: War in eiunem anderen Kanton im Knast, der Bewährungshelfer sah meine akten, als ich rauskam, dealten wir zusammen in grossen mengen Kokain. Bis heute weis niemand bescheid, der Bewährungshelfer hatte einen Unfall und ist gestorben.
JA ich bin nivht sehr stolz schweizer zu sein.
An der Langstrasse geben mir Polizisten(hab rezept) 200nDormicum und 60 Ritalin zurück aber paar gramm Gras geben ne Busse von 400.–
Die sollte ich schon lange absitzen, da ich ratenzahlung aushandelte krieg ich jeden Monat ne Mahn ung von Fr. 50.–
lustig ist doch die Schweiz…..
ECHT ERNST JETZT:
WER IST BEREIT MIR )NUR( 8 Dormis zwecks eigengebrauch zu verornen??
Valium und das zeugs krieg ich in vielen Apis ohne Rezept——– vorallem seit ddie Aerzte auch Medis abgeben dürfen *grins*
so, hoffe auf ne Mail

Da … ist so viel drin. Für mich zuerst einmal ein Einblick ins Drogenmilieu, das man sonst so nicht hat. Die ständige Frage: Wie komme ich als nächstes an meinen Stoff? Rezepte Fälschen, Rezepte aus dem Ausland besorgen, Apotheker und Ärzte anlügen … die Anzahl Ärzte/ Apotheken wohin er gehen kann schränkt sich dabei immer weiter ein. Der Eigengebrauch, das Weiter-dealen. Sogar die SD und die Probleme der Apotheken dort kommen zur Sprache. Dass er sich teilweise selbst widerspricht, manches anders erzählt und ein paar Sachen so einfach nicht stimmen können (das mit der SOGAR über Krankenkasse zum Beispiel) – trägt nur zur Authentität bei. Die Schreibfehler waren auch im Original so.

Trotz allem: das animiert mich jetzt überhaupt nicht dazu, so jemanden mit seinem  „Stoff“ zu versorgen. Da hilft auch sein abschliessender Vorschlag nicht:

Frau apothekerin; wollen Sie nicht mein neuer Lieferant sein?? Ich ru auch was dafür,
Z.B. ????? Ich bin pc profi und ficke gut und gerne ältere Damen. Na?? Wie wärs??

Hach – ältere Dame :-) Ich fürchte da ist er bei mir noch an der falschen Adresse. Irgendwelche Interessenten sonst?

Gedanken?



88 Antworten auf „Live vom Drogenmilieu

  1. Mein erster Gedanke war: Was für ein kranker Spinner!

    (Mein zweiter im Übrigen auch …)
    :-(

    Mich würde mal interessieren, ob er auf diesem Wege wirklich jemanden findet, der ihn mit BTMs versorgt. Seine Alternative hat er ja bereits genannt – angrenzender Ostblock. Da kommt er wahrscheinlich auch her, wenn ich mir die Sprache so betrachte.

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    1. Auf dem Weg (also via mich) sicher nicht. Dass er es noch anderswo in Foren versucht ist möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich so etwas auftut halte ich aber für eher gering. (Gut: Ich glaube auch noch an das Gute und Ehrliche im Menschen …)

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      1. Hier vor Ort gab es einen FDP Kommunalpolitiker (mit eigener Apotheke), der mit exakt so etwas im Wahlkampf aufgeflogen ist…(Mittlerweile aber ein paar Jahre her und der Skandal blieb auf lokaler Ebene. Ich erinnere mich auch nicht mehr wirklich an die Einzelheiten.) Also das gibt es schon, aber ich denke nicht, dass sich jemand über ein solches Forum bei einem Junkie melden wird, denn Abnehmer lassen sich leicht finden…

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  2. Jetzt brauche ich wohl auch ein Rezept gegen zu weit aufgerissene Augen. Ich fürchte ich habe auch aufgehört und blinzeln und mein Kiefer hat Maulsperre. Wow ….. eine Mischung aus Dummheit, Dreistigkeit und Kriminalität – das sollte verfilmt werden. Mein Weltbild ist grad erschüttert, aber ich bin sowas auch nicht gewöhnt – ich bin viel zu ehrlich. Ich glaub ich blinzel immer noch nicht ……

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    1. Dich wundert es jetzt aber nicht wirklich, dass ein Junk nicht unbedingt ehrlich und so ist, oder? Das dealen scheint ja auch mehr dem… Finanzieren des eigenen Bedarfs zu dienen. Bin ich sehr abgebrüht, wenn mich der ganze Kram nicht sonderlich erschreckt? Ich war mal mit nem Alki zusammen. Da war das mit der Beschaffungskriminalität zwar zum Glück unnötig, aber diese Spirale „Wo krieg ich was?“ war auch da. Sehr anstrengende Sache.

      Ich hätte das wohl (vorerst) nicht veröffentlicht und wäre damit schnurstracks zur operativen Exekutive gestapft. Wenn die das ernst nehmen(Internet halten ja auch viele Polizisten für rechtsfreien Spaßraum), hätte ich gefragt, ob ich nicht zum Schein drauf eingehen soll und mir für die Zeit zwei Polizisten ins Hinterzimmer setzen, damit sie den Junk ausm Verkehr ziehen. Würden die aber eh nicht machen, bringt ja nix :(

      @ Maia:

      Ganz bestimmt findet er wen, der ihm was gibt. Junks finden immer wen. Alternativ würden ja viel mehr den Absprung schaffen oder vorzeitig abtreten.

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      1. Davon bin ich (leider) fast überzeugt. Aber wie weit unten muss man sein, um es auf diesem Weg zu versuchen? Oder ist es einfach nur dummdreist?
        Mich schockiert so was. Ich habe keinen Kontakt zu Süchten/Beschaffungskriminalität etc. und kann diese Denkweise (Sucht nachgehen) in keinster Weise nachvollziehen/verstehen.

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        1. Das kann man nicht nachvollziehen, weil man für diese Logik die Sucht braucht. Dann ist das total stimmig.

          Ein Therapeut meines Ex meinte mal: Stell dir vor du bist hungrig. Nachdem du gegessenhst, geht es dir für eine bestimmte Zeit gut und du denkst nicht ans Essen. Aber irgendwann knurrt dein Magen wieder, du wirst immer hungriger. Irgendwann wirst du so hungrig, dass deine Konzentration nachlässt. Später so hungrig, dass du stehlen würdest. Irgendwann würdest du töten für einen Bissen Nahrung.

          So ähnlich ist Sucht. Für jemanden, der nie hungrig war, ist es nicht nachvollziehbar, aber für den Süchtigen ist es dringend und logisch.

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  3. Wer so drauf ist, hat entweder ein Problem und trollt gern, oder er hat ein Problem und die zugehörige Hardware (Hirn) vor geraumer Zeit schon eingebüßt- egal was, helfen kannst du ihm ohnehin nicht. Am besten ignorieren.

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  4. aus verschiedenen gründen: ab zur polizei damit. sollen die sich damit beschäftigen – man weiss nicht was bei solchen dingen noch hinterdrein kommt. klar hat sie der nicht alle – aber gerade deswegen.

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    1. Wir haben schon seit langem damit aufgehört, Drogenkonsumenten einzusperren. Dealer werden härter angefasst. Und Therapieangebote bringen einfach nichts, wenn der Süchtige nicht selbst vom Stoff loskommen will.

      In meiner Familie hat mal jemand eine Drogentherapiestation geleitet. Eigentlich müssten die Leute, Selbstgekauftes ins Heim bringen oder es im Heim konsumieren, vor die Tür gestellt werden. Wie im McDonald’s.

      Aber in der Notschlafstelle oder im McDonald’s etc. würden sie ja noch schlechter betreut. Also wurde den Bewohnern das Heroin weggenommen, im Klo entsorgt und der Bewohner blieb im Heim.

      Die Polizei bietet ja auch kein therapeutisches Konzept.

      Meiner Meinung nach bringts am Meisten, wenn man den Kontakt zu solchen Menschen nicht verliert. Aber es kann sehr lange dauern, bis die Zeit reif ist, um sich zu einer Therapie „überreden“ zu lassen.

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      1. Dieser Typ ist aber auch Dealer – wenn auch „Nur“, um seinen Konsum zu finanzieren. Außerdem ist hier wohl Eigen- und Fremdgefährdung gegeben (und damit Notwendigkeit, den Mann aus dem Verkehr zu ziehen), und die Rezeptpraxis des alten Arztes müßte auch mal überprüft werden.

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  5. Falls es dir nichts ausmacht, würde ich diese drei Texte ganz gerne näher anschauen: ich setze mich im Rahmen des Suchens nach MA-Thema mit Grundlagen forensischer Sprachwissenschaft auseinander. Es ist nämlich interessant, dass man vermutet hat (vielleicht gar nicht grundlos!), dass die Person ausm Ostblock kommt. Keine Ahnung, ob ich was finde und per IP-tracking lässt sich die Identität natürlich viel genauer feststellen, aber schon allein als eine kleine (und natürlich nicht zum Veröffentlichen gemeinte) Übung würde´s mir interessieren. Also: darf ich bitte?

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    1. Nun, die Texte sind alles, was ich habe – und die darfst Du gerne anschauen. Zur IP Adresse: die zeigt nur, dass die Person tatsächlich aus der inneren Schweiz kommt.

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      1. So von dem ersten Eindruck her könnte es wirklich um eine Person mit dem slawischen Sprachhintergrund gehen, wobei es gar nicht ausgeschlossen ist, dass der Typ einfach sehr chaotisch (drogensüchtig ergo chaotisch?) mit seinen Satzstrukturen und Artikeln umgeht. Verdammt, ich fühl mich wie eine Art Sherlock Holmes ))

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    2. IP-Tracking halte ich für kaum sinnvoll. Wenn er tatsächlich „pc profi“ ist, word er sicher so schlau gewesen sein, einen Anonymisierungsdienst und einen (oder mehrere) Proxi-Server dazwischenzuschalten. Die Rückverfolgung der IP ist dann zwar immer noch möglich, aber doch extrem aufwendig (und sicher alles andere als legal).

      Hat er dieses nicht gemacht, ist er auch kein PC-Profi. Aber wenn er dabei schon flunkert, dann ist auch die Qualität des anderen angebotenen Zusatz-Services fraglich… ;-)

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      1. Tja, das ist alles klar. Ich bin davon ausgegangen, dass es die Polizei sein wird, die sich mit dem Traking auseinandersetzt, die gesamte Geschichte passt doch wunderbar zum Konzept von Stalking, oder? Feinsten Details kann ich leider derzeit keine zur Verfügung stellen, da ich im Feld ziemlich neu bin. Es interessiert mich nicht zuletzt, ob man das was ich vor kurzem alles gelesen habe wirklich verwenden kann.

        Dafür, dass die Person eher ausm slawischen Sprachbereich kommt spricht nämlich die Struktur manchen Sätze, wo man alle möglichen Nebensätze hineinsteckt: in vielen slawischen Sprachen ist die Wortfolge allein sinngemäß eingeschränkt. Plus ein paar Stellen wo ich mir denke, hm, sagt man es so wirklich? Da muss man natürlich immer feines Gefühl haben und wissen, wo man sich schon in die Sphäre Spekulation vertieft (zB warum „wohnt“ er in Zürich und „lebt“ da nicht? Der Schweizer Sprachkorpus zeigt, wohnen ist zwar möglich, aber ungefähr 5 mal seltener, als leben). Zugleich gibt es zB im russischen nur ein Wort fürs Wohnen/Leben. Daher die Schlussfolgerung… Aber bitte, dies ist schon sehr spekulativ meinerseits, oder?

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        1. Stalking würde ich es noch nicht nennen… Ich bin nicht mal sicher, ob er sich bewusst ist, dass er bei derselben Person nochmals dasselbe geschrieben hat (hier und auf DocCheck).
          Ich fand es ein bisschen amüsant, dass er es so öffentlich machte – er denkt wohl, er erhöht damit seine Chancen.

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        2. Das mit dem „Wohnen“ statt „Leben“ habe ich gerade sehr erstaunt gelesen – hier (Nordwestdeutschland) ist das völlig üblich, hier wäre die Formulierung „Ich lebe in …“ eher ungewöhnlich.

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          1. Aha! Das ist interessant! Für mich klingt es nicht falsch, aber ungewöhnlich. Ich bin natürlich keine gute Quelle in dieser Hinsicht, daher habe ich es auch im Schweizer Korpus gecheckt. Ich muss zugeben, in solchen Situationen, wo Sprachwissenschaft sich von der spannenden Perspektive zeigt, bin ich irgendwie kindisch stolz auf sie und drauf, dass ich sie studiere :)

            Die Frage der regionalen Variation ist aber der Grund, warum ich gar nichts über die „(Un-)Natürlichkeit des Sprachgebrauchs sagen kann: es ist immer die Frage, eben, in Österreich sagt man es so nicht und irgendwo in Baden-Würtemberg ist es OK. Und in der Schweiz ist es überhaupt was Anderes. Hier bräuchte man eine(n) Schweizer(in) für die Expertise. Wobei es alles eher um meine Spielerei geht))

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        3. Na ja, du bist doch Deutscher und hast über die Schweizer Dialekte und Varianten eher wenig Ahnung. Da müsste man schon die Varianten einer bestimmten Region ansehen und die Schweiz ist äußerst heterogen und an sich mehrsprachig, Dialekte haben häufig etwas andere Satzstrukturen.
          Mir kommt das eher wie ein Muttersprachler vor, denn die Rechtschreibung ist eigentlich -vergleichsweise- ganz gut…Wenn du mal Aufsätze von türkischen Hauptschülern zu Gesicht bekommen hast, (und ich habe hier NICHTS gegen diesen Personenkreis, sondern eher unser Schulsystem ) dann fällt auf, dass Wörter häufig so geschrieben werden, wie man sie im eigenen Land aussprechen/betonen würde…Bzw. hat sich hier ja auch eine ganz eigene deutsch/türkische Mischform entwickelt…)

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          1. Ja, das finde ich auch ziemlich überraschend: an manchen Stellen hat man das Gefühl, die Person spricht ziemlich fließend. Nicht zuletzt wegen den kurzen Artikeln: ne und nen und alles Mögliche. Lustig aber, dass man dazu anscheinend keine Umlaute verwendet. Solange Umlaute in der Adressezeile stehen, ist es klar, dass man AErzte schreibt. Aber wenn es im Text steht denke ich sofort an eine Person, die eine Tastatur ohne deutsche Symbole hat (das kann englische, spanische oder welche auch immer – Hauptsache keine deutschsprachige – Tastatur sein). Wobei! Meine Damen und Herren! Der Typ sagt, er lebe seit 4 Jahren in Zürich. Die Schweiz hat doch vier Amtssprachen. Also, ein Schweitzer (und er sei „nicht stolz drauf, ein Schweitzer zu sein“) mit einem Laptop aus einer nichtdeutschen Gegend, vielleicht zweisprachig. Na nett, wir haben hier schon einen kleinen Krimiklub :)

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  6. Wenn ich sehe, wie aufwändig es ist, seinen Bedarf an Drogen und deren Finanzierung zu organisieren – ist es da soviel anstrengender, einen Entzug zu machen und zu versuchen, sein Leben in den Griff zu bekommen?

    Ich bin mir auch in der Frage, ob man Drogen legalisieren sollte (das beinhaltet auch, Wirkstoffe wie Diazepam oder Amphetamine rezeptfrei abzugeben), nicht schlüssig. Soll man riskieren, dass sich solche Menschen das Gehirn vermatschen, Hauptsache, das Problem ist entkriminalisiert? Was, wenn es ohne die Hemmschwelle „Rezept“ plötzlich eine große Menge Junkies gibt – oder werden es vielleicht eher weniger?

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    1. Zunächst einmal: Vielleicht ist ein Entzug auf Dauer nicht anstrengender, aber um sich dazu zu überwinden muss das Leben ohne Drogen für den Junkie erstmal erstrebenswert erscheinen, und da unterscheidet sich die Sicht eines Süchtigen eben von der eines Nicht-Süchtigen. Sonst wäre er ja nicht süchtig. Es kommt immer auf das Wollen an, und wer seine Drogen braucht, der will nicht ohne.

      Und ich denke, ohne Rezept gebe es sicher mehr Süchtige. Gerade bei verschreibungsprlichtigen Medikamenten rutschen ja auch völlig bürgerliche Leute manchmal in die Sucht, weil sie es eine Weile verschrieben bekommen haben und dann die Abhängigkeit nicht mehr loswerden. Wenn sich dann jeder wenns ihm mal dreckig geht selbst die Hämmer „verschreiben“ könnte, und kein Arzt da ist, der ihnen sagt dass sie damit dann mal wieder aufhören sollten, hast du über kurz oder lang ne Menge Leute, die Schmerzmittel in rauhen Mengen schlucken und sich vielleicht nichteinmal bewusst sind, dass es eine Sucht ist (weil ohne die Pillen gehts einem ja schlecht). Verschreibungspflicht ist schon eine sinnvolle Sache.

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        1. Ja – der Unterschied ist da, das die keinen „Kick“ davon haben. Bei denen wird nicht das Belohnungssystem im Hirn aktiviert. Die nehmen das nur um „Schlimmeres“ abzuwenden: also für sie: dass die Nase nicht wieder zugeht, dass die Schmerzen etwas zurückgehen.
          Abhängig sind sie trotzdem … und es gibt Wege da rauszukommen.

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    2. Diazepam rezeptfrei? Spitzen-Idee, genau passend zum kommenden Weihnachten. Mehr Umsatz kann man der Apotheke gar nicht mehr bescheeren. Diazepam hat ein hohes Abhängigkeitspotential. Diazepam hat einen wahnsinns Hangover-Effekt (ich nehms zum Abend zum Einschalfen, und am nächsten Morgen fahre ich sediert Auto). Super. Ich bin dabei! Und dann wird wieder gesagt: Apotheken verweigern die (freiverkäufliche) Abgabe von Diazepam nicht! Zu wenig Beratung! Böse Apotheker! – Also wenn schon freigeben, dann bitte ich gleich in den Supermarkt damit. Und dann bitte das Sonderangebot: Zahl 2x 200Stück-Schachteln, bekomme 3 Schachteln! (Ist auch klasse, wenn das Baby schreit. NEIN, nicht dem Baby gegen! Selber nehmen, dann ist einem das Geschrei egal!)

      Amphetamine rezeptfrei? Noch besser! Auch in den Supermarkt damit. Oder an die Tankstelle, damit man die auch Nachts besser bekommen kann. Für die Disco und für die Atofahrt zur Disco hin und danach wieder heim. Amphetamine haben ganz hervorragende Nebenwirkungen. Der Herzkasper hat sich ja in der Techno-Szene schon rumgesprochen. Aber das Amphetamine auch agressiv machen und „normale Entscheidungsprozesse“ beeinflussen, wissen nicht mal die Kampfpiloten, die die „legal“ ins Flugzeug mitbekommen, damit sie bei einem 18h-in-den-Schleudersitz-geschnallt-Flugeinsatz nicht einschlafen. Nett ist in diesem Zusammenhang die Bombardierung eines kroatischen Kovois durch einen amerikanischen Kampfpiloten unter Amphetamineinfluss, der die Landeszugehörigkeit nicht korrekt identifizierte und statt (Standart-Verfahren) eines Überflugs zur Identifizierung schnell mal die feindlichen Verbände so nebenher platt machte. (Die bekamen aber auch Mecker, wenn sie mit zu viel Waffenlast unter den Flügeln auf zur Basis heim kehrten.) Ich freue mich schon darauf, wenn die mit 700PS hochgerüsteten deutschen Autobahnkämpfer in der Nacht im Tiefflug über die Autobahnen knallen. 24h Dauerfahrt? Kein Problem dank Amphetaminen. Ich bin ja auch für die Einführung von James-Bond-Autos (gelenkte Raketen, Maschienengewehre, Mienen, Öldispenser, Reifenschneider und Krähenfüße für ALLE!)

      Und jetzt mal im Ernst: Geht´s noch?

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      1. Wenn die Freiheit, soviel Drogen zu saufen und zu fressen und zu spritzen und zu schlucken nicht zulasten der Mitmenschen ginge, wäre ich für die Freigabe aller Drogen. Wenn jemand gelegentlich einen Kick sucht, aber anderen nicht schadet – dann OK.

        Wir sehen aber schon mit dem völlig legalen Alkohol, dass wir da Probleme haben… jemand trinkt, fährt entweder überdreht oder zugewummert, mit dem Auto, fährt ein paar Leute tot.

        Schuldunfähig. Und die Gerichte haben leider erst jetzt angefangen, bei Verkehrs-„Unfällen“ auf eventualvorsätzliche Tötung zu erkennen. Eventualvorsatz besteht aber erst dann, wenn jemand wissentlich die Tötung eines Fussgängers oder eines anderen Automobilisten in Kauf nimmt. Wenn zwei Heisssporne sich mitten in der Stadt ein Autorennen liefern, ja.

        Aber bei den Drogensüchtigen bleibt nur fahrlässige Tötung. Geldstrafe oder oftmals eine bedingte Haftstrafe. Und die Hoffnung, dass er eine Therapie mitmacht.

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        1. Ich habe früher in einem Land gelebt, dort galt man „unter Alkoholeinfluß“ eben gerade nicht als schuldunfähig. Ganz im Gegenteil, die Trunkenheit war strafverschärfend!

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          1. Das finde ich gut! Um welches Land handelt es sich?

            Angesichts dessen, dass Alkohol in grösseren Mengen gefährlicher ist als so eiiinige rezeptpflichtige Waren aus Pharmamas heiligen Hallen sollte es den Konsumenten bewusst sein, was sie da schlucken und was es auslöst.

            Nur, Alkohol wird ohne Beipackzettel abgegeben. Bei Medikamenten weiss man, es kann Nebenwirkungen geben. Es kann auf den Magen schlagen. Es kann Durchfall verursachen. Es kann und kann und kann.

            Wenn man unter Alkoholeinfluss einen Schaden anrichtet ist man sich dem aber nicht wirklich bewusst. Irgendwie ist die Kausalitätskette wie durch Zauberhand durchschnitten. Bin unschuldig. Ich wusste nicht was ich tat.

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    3. Rezeptpflichtige Arzneimittel einfach so ohne Rezept abzugeben, halte ich für falsch. Und zwar nicht mal nur bei den Schlafmitteln, sondern auch bei Blutdruckmitteln & Co.

      Letztlich würden sich viele Leute dann im Internet „informieren“, beispielsweise in diesen Onlineforen. Dort wird echt viel Blödsinn erzählt. Oder die Freundin empfiehlt irgendwas, was aber für das eigene Problem ganz und gar unpassend ist.

      Arzneimittel sind hochwirksame Chemikalien, was von Teilen der Bevölkerung echt unterschätzt wird. Das muss unter Kontrolle bleiben

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    4. Ich glaube, das grössere Problem ist, dass der Entzug weder immer funktioniert noch immer von Dauer ist. Die Sucht schläft nur. Wenn du mal 5 Stunden auf einem Bus mit einem Junkie gesprochen hast, der gerade aus dem Entzug zurückkommt, weil er der Meinung ist, „alleine könne er es besser“, und während der Busfahrt zweimal aufs Klo geht, um sich „wieder besser zu fühlen“ (und mit Riesentellern rauskommt), beginnst du zu fühlen, wie Drogensucht wirklich ist. (Beiläufig hat er auch erwähnt, dass er 2 Konten von älteren Frauen leergeräumt hat während dem Entzug.)

      Ich war etwas hoffnungslos nach der Fahrt. Ich habe irgendwie keine Hoffnung, dass solche Leute je wieder raus finden…

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      1. Auf eine gewisse (perverse) Weise kann ich ihn verstehen. Mit Drogen geht es ihm gut und ohne ganz schlecht. Ein drogenfreies Leben erscheint ihm offensichtlich als Horrortrip.
        Am meisten erschreckt mich, daß er unter Umständen als Altenpfleger arbeitet. Bei dem Gedanken, daß er zugedröhnt sich um alte Menschen „kümmert“, wird mir ganz anders.

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      2. Ja klar, aber das machen die Drogen mit ihm. Die Drogen diktieren sein Leben und das ist wirklich traurig. Mir tut er einfach leid.

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    1. Mir persönlich tun diese Menschen extrem leid. Aber NIEMAND kann ihnen helfen, solange sie jede Hilfe ablehnen. Und bei solchen Vorschägen beisst man gewöhnlich auf Granit. „Ich will keine Hilfe. Mein Leben ist so völlig ok. Nur der Rest der Welt ist mir feindlich gesinnt!“ Diskutier mal mit einem Alkoholabhängigen. „Ja, dass ich meine Kinder und meine Frau geschlagen habe, ist schon nicht ok. Aber ich will doch nur meinen Stoff. Und wenn alle machen, was ich möchte, tue ich doch keinem was. Nein…… Ach lass mich doch einfach in Ruhe, dass mache ich ja auch mit Dir!“

      Simone, ich empfehle Dir mal, ein Gespräch mit einem Facharzt für Psychiatrie und/oder Neurologie oder auch mit einem Sozialarbeiter einer Großstadt zu führen, um Einblick in deren Sicht auf suchtkranke Menschen zu bekommen. Dann tun Dir Suchtkranke (hoffentlich) immer noch leid, aber Dir tun hoffentlich auch die Leute (viel mehr) leid, die unter der Sucht dieser Menschen leiden müssen.

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      1. Kann ich so nur unterschreiben. Wer mal das Glück hatte (nicht ironisch gemeint), sich mit betrieblicher Suchprävention und konkreten Beispielen auseinanderzusetzen, der lernt einiges.
        In Schulungen für Vorgesetzte wird ein zentraler Punkt betont, den Gedankenknick schon genannt hat: Der Betroffene MUSS Hilfe wollen. Egal ob im privaten Umfeld oder im Betrieb. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, dann geht es nicht weiter. Wenn ein Hilfeangebot nicht angenommen wird und damit sogar der Verlust des Arbeitsplatzes in Kauf genommen wird, dann ist der Leidensdruck noch nicht gross genug.
        Traurig aber wahr.

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        1. …und leider wird immer noch nicht ausreichend darauf hingewiesen, dass die Familie und die Arbeitgeber entscheidend daran mitwirken können, dass der Leidensdruck überhaupt erstmal entsteht. Solange Ehefrau oder Ehemann den Partner mit dem Hangover noch beim Arbeitgeber krankmelden etc. verstärken sie die Sucht jedesmal. Ebenso, wenn nach jedem Übergriff wieder versöhnt der/diejenige aufgenommen wird, anstatt ihn oder sie endgültig vor die Tür zu setzen.

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          1. Zumindest bei uns war das aber ein Kernthema in der Schulung. Dem Mitarbeiter konsequent klar machen: Wir helfen dir und du behälst deinen Arbeitsplatz, aber nur wenn du nachweislich eine Therapie machst. Ansonsten bist du raus.
            Einen Mitarbeiter hat es leider auch erwischt. Der wollte keine Therapie. Er war eine Koryphäe in dem, was er gemacht hat, aber Alkohol an laufenden Maschinen geht gar nicht.

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    2. Mir tut er auch leid und die um ihn rum noch mehr. Sich davon aber nicht mehr die Stimmung verhageln zu lassen, lernt man, wenn man selber mal Angehörige war und jemanden an die Sucht verloren hat(vom Alkohol auf Umwegen zum Heroin. Er hat mich letztens in der Fußgängerzone angebettelt. Erkannt hat er mich nicht. Und wir waren mehrere Jahre zusammen… Ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe ihn fallen zu lassen. Ich habe jahrelang gekämpft mit und um ihn, aber irgendwann ging es an MEINE Gesundheit und dann muss man irgendwann egoistisch werden). Es lohnt einfach nicht sich um Leute zu sorgen, die ihr Leben gut und richtig finden.

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    3. Ich frag mich auch manchmal, wie man das (vermutlich) eine Leben, das einem gegeben ist damit verbringen kann den ganzen Tag in der Bude zu hocken und RTL zu gucken. Trotzdem gibt es genug Menschen, die damit zufrieden sind.

      Mitleid impliziert, dass der Betroffene auch leidet. Wenn aber dessen Leidensdruck nicht hoch genug ist, etwas an der Situation ändern zu wollen, dann muss ich mich auch nicht stellvertretend schlecht fühlen.

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      1. Das muss ich unterschreiben.

        Jeder Mensch kann sehr viel für Leute wie diesen Benzodiazepin-Süchtigen unternehmen. Aber man muss immer beachten, an welcher Stelle man selbst zusammenzubrechen droht – und ob die Person, der man helfen will, auch einen Willen zur Selbsthilfe besitzt.

        Mitleid darf nicht heissen, dass das Leiden der anderen Person nun auch zu meinem Leiden wird.

        Ich öffne mal mein Nähkästchen:

        Bei meiner Blindenbetreuung habe ichs mit einer alten Frau zu tun, die Null Bock hat darauf, selbstständiger zu werden. Sie nimmt Hilfe ganz gern an, solange sie ihre Rolle als klagendes Opfer nicht verlassen muss. Wenn ich eine Stunde lang mit ihr rede und ihr „Ich weiss dass du Recht hast aber ich kann nicht, ich bin ja blind, und ich musste schon soviel erleiden“ anhören muss, dann fühle ich mich ziemlich ausgelaugt und möchte mich ganz, ganz gern und ganz, ganz schnell betrinken… dabei kann sie von Glück reden, dass sie abgesehen von der Blindheit zwar nur ganz langsam gehen kann, aber sonst keine schweren Beeinträchtigungen hat! Und das mit über achtzig Jahren!

        Auch als Gutmensch muss man entscheiden, wem man seine Mühe schenkt. Dankbarkeit erwarte ich nicht (und wenn man es tut, ist man schon auf dem ganz falschen Weg). Dankbarkeit äussert sich in meinen Augen sowieso nicht darin, „Danke!“ zu sagen oder sogar Geld zu geben, sondern darin, sich weiterzuentwickeln und so gut es geht nicht mehr auf meine Hilfe angewiesen zu sein. Es ist ein wundergutes Gefühl, zu wissen, dass dank meiner Hilfe ein Mensch wieder auf seinen eigenen Beinen stehen kann.

        Obwohl ich jetzt zeitlich und nervlich eigentlich am Limit bin hab ich ihr gesagt: Ich geh doppelt so lange mit dir spazieren, reden, Kaffee trinken, wenn du die blindenspezifischen Angebote aufsuchst, damit du deinen sonst ganz langweiligen Alltag mit einer (Haus-)Aufgabe füllen kannst, oder wenn du dich nach einem Hörgerät erkundigst, anstelle dir immer aus den zehn Prozent, die du verstehst, etwas zusammenzureimen.

        Aber ob sie das will?

        Ich denke irgendwie, dass jede Sucht eine Liebesbeziehung mit dem falschen Partner darstellt.

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  7. Mal eine ganz andere Frage in diesem Zusammenhang: Ich kenne „Dormicum“ in Tablettenform mit max. 7,5mg und 20St. Es wird aber die ganze Zeit von „15mg 100St.“ geredet. Gibts die in der Schweiz? 15mg (und höher dosiert) kenn ich nur in Ampullenform zur Injektion…

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      1. Danke für die Antwort. Und da soll mir noch mal wer sagen, Lesen im allgemeinen und das Internet im speziellen machen nicht schlauer.. :-)

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  8. Mein Gesichtsausdruck beim Lesen:
    o.ô -> ô.o -> O.O -> X.x
    Mein erster Gedanke: WAS?!
    Anfragen gibt’s…
    Ich kann ja irgendwo sogar nachvollziehen, dass dieser Mann recht verzweifelt sein muss und unter einem hohen Leidensdruck steht, weil sein Stoff droht ihm auszugehen… aber wäre jetzt nicht mal der Gang zum Doc und der Entzug angebracht? So will man doch, als normal denkender Mensch, eigentlich nicht leben, oder? Naja gut, dazu muss er es natürlich WOLLEN, was ja wieder auf einem ganz anderen Blatt steht.
    Irgendwo tut er mir leid…aber es hält sich in Grenzen. Man weiß ja auch nicht, wie er da rein gerutscht ist… (Anderseits bin ich gestern auf der Suche nach einem Wirkstoff im Netz auch auf ein Forum gestoßen, in dem jemand schrieb er wäre ganz spontan auf den Gedanken gekommen doch jetzt mal Drogen zu konsumieren und hätte sich zu dem Zweck DMP besorgt oder dergleichen. Da dachte ich auch: „Joah… okay?“)

    Besonders „nett“ find‘ ich ja sein letztes Angebot… ehm… ja… Keine weiteren Fragen Euer Ehren.

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  9. Mir macht vor allem Angst, dass er schreibt er würde gerne ältere Damen f***. Der Typ ist (Alten-?) Pfleger…
    Ob er da von von Damenseite her freiwilliger Zusammenkunft spricht?
    Da wird mir ganz anders. :-/

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    1. Ugh – an *das* habe ich gar nicht gedacht hier. Wenn das „gut und gerne“ nicht hier stände würde ich zwar sagen, wir sind auf der sicheren Seite … er will ja was dafür – aber so? ähhhh….

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  10. Also auch wenn der letzte Satz von vielen hier sehr humoristisch interpretiert wird, lese ich das ganze eher sehr verzweifelt. Lieber prostituiert er sich als dieses schöne Leben, das ihm die Drogen verschaffen, aufzugeben :/

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  11. das ist mein kommentar znd ich bin absolut nicht im milieu aber tatsache ist apothken verjaufen ohne rezept dormis und nein ich war nicht drauf sondern auf entzug.
    treffen wir uns mir sieht man meine sucht nicht an. aber von viel auf null…. wie können sie meinem wunsch abbauen nicht entsprechen?? das würde much vom dealen abhalten…..

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    1. nee ja is klar. ich war auch mal drauf, und jeder wird mir rechtgeben wenn ich hier sage:
      Mann solte einem akut abhänngigen nicht ein einziges wort glauben!

      Und auch ich glaube dir nicht ein wort. Du würdest doch deine eigene Mutter verkaufen für ein paar Pillen, so und nicht anders sieht es doch aus!

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      1. Nicht nur seine Mutter, auch sich selbst. Schrieb er ja. Das „gerne“ glaub ich ihm, das „gut“ nicht.

        Und den Gedanken den Katja hatte, der ging mir auch sofort durch den Kopf. So jemand als Pfleger…

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  12. Soll er hier nach Südamerika kommen… hier gibts die Schlafmittel ohne Rezept. Weiss nicht, ob das offiziell so ist oder ob sich einfach keiner um die Bestimmungen schert. Ist ein (meiner Meinung nach gefährlicher und unterschätzter) Geheimtipp unter Backpackern, die alle paar Tage 20 Stunden in rumpligen Nachtbussen verbringen dürfen/müssen/wollen.

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  13. Naja ich würde mich doch fragen ob das ganze wirklich ernst zu nehmen ist. Vielleicht gibt es auch irgend welche schrägen Gründe für ihn solche Beiträge zu verfassen obwohl si kompletter schw..sinn sind. beispielsweiße bekommt er hier jetzt aufmerksamkeit die er sonst nie bekommen hätte.

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    1. Ich finde… manche Leute verhalten sich zu seltsam, um die Seltsamkeit bloss vorzutäuschen. Und manche Leute sind verdammt glaubwürdige Schauspieler (z.B. bei Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung).

      Ich hatte früher mal einen Chatroom mitbetreut, und bin reingefallen auf eine erwachsene junge Frau, die angegeben hatte, fast täglich von Verwandten missbraucht, geschlagen und in ihr Zimmer eingesperrt zu werden.

      Sie wollte Aufmerksamkeit geniessen, weil sie sonst keine Freunde und keinen sozialen Kontakt hatte.

      Ich habs als Erfahrung verbucht und nicht als Ärgernis.

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  14. Ich finde, der sollte non Blog aufmachen. Hat Unterhaltungswert.
    Wobei ich mir gerade überlege… Vielleicht ein guter Weg um an meine Sortis zu kommen. Cholesterin senken und Spass dabei. Lach! :)

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    1. Wie jetzt? Verschreibt Dir Dein Arzt keine Sortis® wegen Suchtgefährdung? (da gibt es ein Suchtpotential? Ist mir neu.) Bei einer akuten und/oder chronischen Überdosierung von Statinen wird es zu Muskelschäden (und dadurch resultierenden Nierenschäden) kommen, siehe „Lipobay-Skandal“. Das will eigentlich niemand freiwillig.

      Oder verschreibt der Arzt Sortis® nicht wegen des Budgets? Also einerseits liegt da in D sowieso ein Festbetrag drauf, und der sollte von der Kasse nicht ins Arztbudget reingerechnet werden. Andererseits gibs jetzt seit ca. 1/2 Jahr Generika (Atorvastatin von XY) – die kosten insgesamt zwischen 10% und 25% von Sortis®, liegen weit unter der Festbetragsgrenze, sind teilweise sogar zuzahlungsbefreit zur Zeit. Und die könnte man sich eventuell sogar als Privatrezpt leisten – SO teuer (wei Sortis®) sind die schon lange nicht mehr…

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  15. Erinnert etwas an das Buch „Junkie“ von William Burroughs. Da gehts ja auch ständig um Rezeptblöcke, die sie ihren Ärzten klauen… Einfach schlimm! :(

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    1. Ups – den habe ich gerade gelöscht. Wie ich es mit jedem mache, der hier nach einem illegalen Bezugsort für rezeptpflichtiges (speziell rezeptpflichtiges, die unter das Betäubungsmittelrezept fallen) fragt.
      Nicht hier und hier gibt’s auch keine Tipps in die Richtung.

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  16. Ich habe hierzu auch eine Frage.
    Und zwar ist es so, daß ich tatsächlich denke, mein ehemaliger Zahnarzt wäre Kokainabhängig!
    Unter vielem anderen sprechen Verhalten und Pupillen (! ) ein deutliche Sprache.
    Können sich deutsche Zahnärzte ausreichend mit Koks in irgendeiner Form auf Rezept versorgen, ohne das es jemandem außer Praxismitarbeitern auffällt. Letztere werden wohl nix sagen.
    LG

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    1. Nein, das geht nicht ohne extrem aufzufallen.
      Kokain als Reinsubstanz oder Arzneimittel ist nicht so einfach auf BtM-Rezept erhältlich. Es gibt keine Arzneimittel, aber es können Rezepturen in der Apotheke angefertigt werden.
      Der Einsatzbereich beschränkt sich jedoch ausschließlich auf Augentropfen in der Augenheilkunde. Wenn plötzlich ein Zahnarzt Kokain in in welcher Form auch immer auf einem Rezept verschreibt und das auch noch für sich selbst, wird das jede Apotheke hinterfragen und verweigern (0,00001% der Apotheken vielleicht ausgenommen).

      Pharmama hat da auch schon was zu geschrieben: http://paska.info/2009/01/24/kokain-in-der-apotheke/

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    2. Ergänzend zu Mr. Gaunt darf ein Arzt oder Tierarzt Kokain in 20% Lösung zur Lokalanästhesie zur Anwendung am Kopf oder in 2% Konzentration als Salbe aufschreiben. Ein Zahnarzt darf Kokain generell nicht auf Rezept aufschreiben.

      Abgesehen davon würde es bei einem BTM sehr wahrscheinlich auffallen, wenn der Arzt das für seinen Eigenverbrauch verschreiben würde. Die Überwachung und Dokumentation von BTMs ist nahezu lückenlos.

      Aufgrund der höheren Nachfrage nach gefäßverengenden Augentropfen in meiner ehemaligen Praktikumsapotheke halte ich Cannabis übrigens auch für wahrscheinlich. Ob jemand kifft oder nicht sieht man den Leuten wunderbar auf einen Meter Entfernung an den Augen an – Pupillen erweitert; Blutgefäße in den Augen deutlich sichtbar…

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  17. Danke für die schnelle Antwort.
    Nun ja, er macht massenhaft und am liebsten Implantate, usw., da muss doch betäubt werden. Und Flüssigkeiten kann man doch sicher auch für die Sucht zweckentfremden? Kann man das nicht für Praxis – OPs oder ähnlich sozusagen bestellen in Apotheke oder etwa Dentaldepot? Beim letzteren weiß ich aus Berichten, daß die bei vielen Angelegenheiten nicht so genau hinschauen.
    Ansonsten ist es natürlich auch möglich anderswo zu besorgen, ist schon klar.
    LG

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    1. Es ist so: Wenn ein Arzt ein BTM aufschreibt, macht er das auf einem speziellen Rezept in dreifacher Ausfertigung. Eine Kopie bleibt zur Dokumentation in seiner Praxis, die zweite Kopie verbleibt in der Apotheke, das Original geht an die Kasse. Zusätzlich müssen sowohl Arzt als auch Apotheke in einer Kartei dokumentieren, was wann bestellt/verordnet und an wen abgegeben wurde.

      Wenn eine Apotheke ein BTM beim Großhandel bestellt, geht IMMER eine Meldung an das Bundesinst. f. Arzneimittel. raus.

      Diese BTM-Kartei ist das wichtigste, was bei einer Revision durch eine Gesundheitsbehörde angesehen wird. Sollten da nur kleinste Unregelmäßigkeiten existieren, ist – salopp formuliert – „Polen offen“.

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    2. Flüssigkeiten kann man immer zweckentfremden, aber der Zahnarzt hat in seinem normalen Bestand nichts was „high“ macht. Was zum Betäuben genutzt wird sind keine Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes, also umgangssprachlich keine „Drogen“ wie Heroin, Kokain usw,
      Der Zahnarzt betäubt mit Lokalanästhetika, die machen ein taubes Gefühl aber nicht high. Die machen höchstens Herzprobleme oder Allergien. Das ist vielleicht irgendwie verwirrend, aber das was die Allgemeinheit unter Betäuben versteht ist fachlich etwas anders definiert.

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  18. Danke für die Erläuterung.
    Aber so wie das geschildert wird, wäre es ja doch möglich, denn was ist denn eine Unregelmäßigkeit? Jedenfalls nicht allein das öftere Bestellen, wenn die Behauptung aufgestellt wird, es für ständige OPs zu gebrauchen…
    Na ja, wir wohnen hier nicht weit von Tschechien und Polen, da gibt es sicher auch noch Möglichkeiten zum erwerben, ob nun Apotheke oder illegal. Man ist ja schließlich Zahnarzt, da wird ihm wohl selbst eine Polizeikontrolle nichts wegnehmen. (Wie die Person ganz oben beschrieben hat. ) Oh Mann, so was gab es früher bei uns in der Gegend überhaupt nicht. Deswegen fällt es hier keinem und auch mir so spät auf.
    Übrigens Kiffen schließe ich eigentlich aus, denn der Mensch ist manchmal hochaggressiv, unruhig, schwitzend, ständiger Schnupfen, dazu die Pupillen usw..
    Beim Kiffen ist man doch eher realext, soviel ich hörte…

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    1. Glaub mir, kein Zahnarzt wird aus einer Apotheke Kokain beziehen können! Nicht als Praxisbedarf und auch sonst nicht!
      Zu Tschechien und Polen kann ich nichts sagen.

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    2. Dir haben nun gleich ein paar Apotheker geantwortet. Die sagen alle: „Als Zahnarzt kommt man nicht an Kokain, zumindest nicht ohne aufzufallen“. Damit ist das Thema durch.
      Wenn er süchtig ist, kann er sich das viel einfacher illegal besorgen und fällt damit weniger auf als wenn er versucht, sich das Zeug unter Vorwänden legal zu besorgen.

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  19. Kokain (als Flüssigkeit) wurde oder wird auch bei Zahnärztliche Eingriffen verwendet.
    Ist schon klar, daß es jetzt bessere, auch verwandte Mittel dazu gibt.
    Die Frage ist aber, kann ein Zahnarzt Kokain oder ähnlich wirkende Mittel noch für seinen Praxisbetrieb bestellen, ja oder nein?

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  20. Ok, ich danke euch, wollte das nur mal wissen und nicht nerven!
    Dachte halt, das wäre in dem Fall ein einfacher Weg der Beschaffung, denn seltsamerweise habe ich Kokain (wirklich Kokain!) bei einer Dentaldepotfirma online mit im Bestellverzeichnis gesehen.
    Die letzten Beiträge haben sich überschnitten, sorry.

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    1. Keine Sorge, solange noch jemand antwortet, nervt es nicht… ;-)

      Zu Deinem Satz „Man ist ja schließlich Zahnarzt, da wird ihm wohl selbst eine Polizeikontrolle nichts wegnehmen. “ hab ich noch was:
      Jedem Normalbürger wird ausdrücklich geraten, bei der Mitnahme von ärztlich verordneten Betäubungsmitteln (z.B. Morphin bei einer Schmerztherapie) ins EU-Ausland ausdrücklich eine Bestätigung mitzunehmen, die vom Arzt ausgestellt wurde. Diese Bestätigung muss anschließend noch vom Gesundheitsamt beglaubigt werden. Hat man diese Bestätigung nicht dabei, besteht durchaus die realistische Möglichkeit, dass Dich die Polizei in Österreich, Tschechien, Deutschland, whatever in Gewahrsam nimmt.
      Das findest Du genauer hier:

      Der Zahnarzt (oder Arzt oder Tierarzt) hat hier keinerlei Sonderrechte. Wenn der beim Grenzübertritt Kokain dabei hat und den vom Amt beglaubigten Zettel nicht dabei hat, dürfte der erst mal ein paar Nächte in Haft verbringen. Wenn sich herausstellen sollte, dass er sich illegal eingedeckt hat, findet seine berufliche Karriere infolge des Zulassungsentzugs ein abruptes Ende.

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