Preisgestaltung

Mal ein Thema nicht um die Apotheke, sondern eher privat. Ich bin am überlegen, wohin wir in den Herbstferien wollen, respektive, was wir da machen wollen. Eine Möglichkeit ist eine Mittelmeerkreuzfahrt. Das habe ich noch nie gemacht und ich denke, das ist etwas, das auch mit Junior gut möglich ist.

Bei meinen Nachforschungen im Internet (gibt es da viele Varianten) und im Reisebüro bin ich auf etwas interessantes gestossen. Es gibt von manchen Kreuzfahrtveranstaltern Seiten speziell für die Schweiz und solche für Deutschland (ich bin sicher auch für andere Länder). Lustigerweise kommt die Seite für Deutschland bei einer Googel-Suche des Veranstalters bei mir erst viel weiter unten. Aber wahrscheinlich ist das Absicht. Die Seiten .de und .ch bieten dieselben Reisen an -manchmal mit unterschiedlichen Namen. Im Moment (!) ist der Preis bei beiden Seiten für die gleiche Reise auch gleich (eigentlich sogar etwas günstiger, weil es in Franken ist).

Aber … schaut Euch mal an, was die Reise sonst kostet –  von Deutschland aus gebucht:

und dasselbe von der Schweiz aus gebucht:

Was sie im Normalfall in der Schweiz verlangen ist praktisch das doppelte des deutschen Preises! Und ja, das ist tatsächlich so  -ich habe dann in einem Reisebüro in Deutschland nachgefragt: sie haben auch Prospekte die sie nur an Deutsche abgeben dürfen und andere, die für die Schweizer bestimmt sind. Mit sehr unterschiedlichen Preisen drin.

Nett. Soviel (mal wieder) zur Hochpreisinsel Schweiz. Manchmal glaube ich die denken „Mit denen können wir’s ja machen!“

Grrrrr!



23 Antworten auf „Preisgestaltung

  1. Nun ja,
    die Schweiz liegt nicht am Meer, da ist es für Kreuzfahrtschiffe schon schwer, zu starten :D

    Angebot und Nachfrage halt. Meist kannste sowas mittels Internet aufdecken – nur abändern in den seltensten Fällen.

    Und bei den deutschen Preisen kommt ja noch die Servicegebühr hinzu …

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    1. Nee, die Schweiz liegt nicht am Meer (leider), aber da beide Reisen von Italien aus starten … macht das hier sicher nicht den Unterschied.
      Die „Servicegebühr“ das sind laut Link 7 Euro pro Tag, die als Obligatorisches Trinkgeld gelten. Das reicht auch nicht aus die Differenz zu erklären.

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      1. Die Schweiz liegt nicht am Meer? Ihr habt doch mehrfach den America´s Cup gewonnen. Da kann jetzt aber irgendwas nicht stimmen. ;-)

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  2. Vielleicht ist es eine griechische Reederei? Oder das Schiff fährt unter griechischer Flagge? Hat einen griechischen Namen (ein Schelm, wer an die Costa C. denkt…)?
    Dann könnte man das mit Schuldenschnitt erklären. Griechenland erlaubt deutschen Urlaubern verbilligte Kreuzfahrten, um Schulden zu tilgen. :)

    Vielleicht seid ihr auch einfach als Nicht-EU-Bürger benachteiligt. Das wäre dann aber irgendwie auch das erste Mal, dass Mitglied der EU zu sein einen signifikanten, geldwerten Vorteil brächte. Oder besser: einen geringeren Nachteil. Man zahlt ja trotzdem :D

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  3. Das Ganze nennt sich räumliche Preisdifferenzierung und ist ein betriebswirtschaftliches Mittel um den Gewinn des Unternehmens zu maximieren, die Zahlungsbereitschaft für ein bestimmtes Produkt ist in verschiedenen Ländern aus verschiedenen Gründen halt unterschiedlich (z.B. Lohnniveau, Kaufkraft, unterschiedliche Mehrwertsteuer aber auch andere Gründe), darum wird es in verschiedenen Ländern auch zu unterschiedlichen Preisen angeboten. z.B. sind Deutsche Autos in Deutschland auch oft teurer als in den angrenzenden Eu-Nachbarstaaten neben dem Lohnniveau etc. hängt es auch oft damit zusammen das Deutsche bereit sind für ihr Auto mehr auszugeben als z.B. Franzosen

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  4. so hangelt man sich als Apothekerin durch’s Leben: kaum ist der eine Urlaub vorüber, schon plant man den nächsten
    da könnte fest schon etwas Neid aufkommen :-(

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  5. Wenn ich mir angucke, was mein Ex-Kollege mittlerweile so verdient, der jetzt immer noch den gleichen Job wie ich macht, nur mittlerweile in der Schweiz und nicht mehr in Deutschland, dann wird mir klar, wie sich ein Schweizer problemlos den doppelten Preis leisten kann…

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    1. Ja, aber Du bist Dir auch bewusst, dass die Steuern bei uns nicht direkt vom Lohn abgezogen werden, die Versicherungen (obligatorisch) ein halbes Vermögen kosten und … eben so ziemlich alles andere auch einiges teurer ist als in Deutschland?

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  6. Wenn ich z.B. bei Esprit Klamotten kaufen gehe, fällt mir am Preisschild immer dasselbe auf: Kostet ein T-Shirt bspw. € 9.99, dann muss man in der Schweiz CHF 19.99 blechen. Zahlt man € 19.99 in Deutschland, möchten sie in Franken CHF 39.99 haben. Frechheit. Aber damit nicht genug: Schau mal unter Thalia.de und vergleiche die Buchpreise bei books.ch!

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  7. PS: Chrs… viele denken, nur weil man in der Schweiz mehr verdient, würde am Ende des Monats auch unter dem Strich mehr übrig bleiben. Aber dem ist nicht so. Wer es sich leisten kann zu sparen, der muss kürzer treten und viele Abstriche machen. Der Mittelstand dünnt immer mehr aus. Ich möchte aber hier keine Diskussion vom Zaun brechen. Wer es nicht glaubt kann sich gerne selbst davon überzeugen, dass das helvetische Geld nicht in den Bäumen wächst und einem die gebratenen Hähnchen nicht direkt in den Mund fliegen.

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  8. naja das Preisniveau ist halt schon auch für nichtschweizer in der Schweiz sehr böse, wenn man als Bsp für 1 Liter Mineral in einer UNterkunft 8,50 Franken zahlt …

    Natürlich verdient man in der Schweiz mehr, auch wenn man die Steuern usw berücksichtigt, aber man arbeitet in der Schweiz auch mehr.

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  9. Sicher nicht fair. Noch unfairer finde ich aber die Löhne, die die Angestellten auf den Schiffen bekommen, damit wir günstig (…und ja auch der Schweizer Preis ist da noch günstig) eine Kreuzfahrt machen können.

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  10. Ich weiß gerade nicht, wie der Umrechnungskurs CHF zu Eur ist – aber der ist doch bestimmt nicht 1:1. War das nicht ca. 2:1? Dann wäre der herabgesetzte Preis in D doppelt so hoch wie in CH!??

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    1. Er ist „fast“ 1:1 – 1 CHF sind knapp 0,83 EUR (und umgekehrt 1 EUR bringt ~1,21 CHF).

      In Deutschland sind es also 320 EUR Rabatt, in der Schweiz 1.430 EUR. Und in Absolutzahlen: Die Reise kostet (nach Rabatt) in Deutschland 599 EUR und in der Schweiz „nur“ 497 EUR (bzw 722 CHF in D und 599 CHF in der Schweiz).

      Rabattiert kommen die Schweizer daher billiger weg. Vor dem Rabatt aber nicht. Da kostete die Reise in der Schweiz etwa 1.000 € mehr als in Deutschland…

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  11. ich würde mich fragen ob es europäisch richtig ist. aber eigentlich liegt die Schweiz nicht in der EU.
    trotzdem, finde ich es unfair.

    jedenfalls buch bitte nicht mit Costa Crociere, ich habe das Gefühl, die wollen sie nicht weiter halten.

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  12. Natürlich sieht sowas für den Endverbraucher erstmal doof aus.

    Was man sich z.B. aber auch fragen muss, ist, welche Steuern in D bzw. CH vom Anbieter zu entrichten sind (ich hab keine Ahnung, das soll wer erklären, der vom Fach ist).

    Aber angenommen, in der Schweiz fallen Kreuzfahrten unter eine spezielle Luxussteuer, die es in Deutschland nicht gibt?
    Dann macht der Anbieter mit 599,- CHF dicke Verlust, während bei 599,- € noch ein Gewinn rausspringt.

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  13. Wolte nur erwähnen dass viele Kreuzfahrtgesellschaften Kinder bis 16 oder 18 umsonst mitfahren lassen.
    Kenne einige Familien die so schöne Ferien verbracht haben

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