Zum neuen Jahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüsst,
doch vor allen Dingen
Das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.

Willhelm Busch

In dem Sinn wünsche ich allen ein gutes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr!

 

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irgendwas … indisches?

Weil mit dem Rezept etwas unklar ist, muss ich mit dem Arzt Rücksprache nehmen. Das Problem: es ist ein Spitalrezept und auf den Rezepten steht dann oft nur der Stempel des Oberarztes, aber nicht des Assistenzarztes, den man hatte. Der hat wohl unterschrieben, aber …. was heisst das jetzt?

Pharmama zur Kundin: „Wissen sie, wie der Arzt hiess? Ich kann es leider nicht entziffern.“

Kundin: „Ich weiss nicht … es war etwas langes und ich glaub Indisches…“

Mein Beileid an die Ärzte (Assistenz- und andere), die an Neujahr Notfalldienst haben – ich wünsche Euch (und uns allen) einen ruhigen Rutsch.

Stiiilllle Naaacht ….

Kundin: „Ich hätte gerne, dass sie ein Medikament von meinem Dauerrezept bereitmachen, ich komme es heute Mittag abholen, nachdem ….“ es folgt eine halbe Lebensgeschichte inklusive Hund, Coiffeur, Verwandtenbesuch und Weihnachtsproblemen. Nur die wichtige Info, die fehlt mir noch.

Dann … Stille

Pharmama: „Gerne, und wie ist ihr Name?“

Kundin: „Maier.“

Pharmama „…und der Vorname?“

Kundin: „Anna-Katharina“

…. Stille

Pharmama: „Und welches Medikament sollen wir Ihnen bereit machen?“

Kundin: „Oh, ich weiss nicht. Dr. Repete hat es verschrieben.“

Pharmama: „Nun, sie haben da ein paar Medikamente, die dieser Arzt verschrieben hat. Welches davon brauchen sie?“

Kundin: „Es ist für meinen Bluthochdruck.“

Pharmama: „Also, da hätten sie MetoZerok und Amlodipin…“

Kundin: „Nein, das ist es nicht. Es heisst Sor … irgendwas“

Pharmama: „Sortis? Das ist für das Cholesterin- alles ok, wir machen das auf heute Mittag parat, Frau Maier.“

und viel Glück mit ihrem Hund und nicht zuviel Stress.

No comment.

Telefon.

Kundin: „Ich habe gestern vergessen alle meine Medikamente zu nehmen. Soll ich heute 2 Dosen davon nehmen?“

Ich finde heraus, was für Medikamente sie nimmt und erkläre ihr, wie sie am besten wieder auf ihr Schema kommt – und: Nein, 2 Dosen aufs Mal ist keine gute Idee. Soweit so gut, eine vernünftige Frage.

Kurz darauf läutet wieder das Telefon und … es ist die gleiche Frau. Sie räuspert sich (ich bin nicht sicher, ob sie ihre Stimme verstellen wollte) und sagt: „Was soll ich machen, wenn ich von manchen meiner Medikamente 2 Dosen genommen habe und mir jetzt schwindlig ist?“

Seufz.

Mir ist kalt

Frau in der Apotheke: „Haben Sie etwas gegen zu tiefe Temperatur? Meine Körpertemperatur ist nur 35.4 Grad!“

Pharmama: „Hmmm, ich habe Medikamente gegen zu hohe Temperatur – also Fieber, aber gegen zu niedrige? … Nein … Fühlen sie sich denn sehr unwohl?“

Frau: „Ja!“

So schlecht sieht sie nicht aus. Sie ist nicht mal besonders warm angezogen – und es ist Winter.

Pharmama: „In dem Fall würde ich es erst Mal mit wärmeren Kleidern und Bettflasche versuchen – dazu heissen Tee trinken …“

Frau: „Mein Arzt sagt, ich soll Pretuval nehmen.“

Pharmama: „Sind sie denn Erkältet?“

Frau: „Nein.“

Pharmama: „Das ist ein Medikament gegen Erkältung: Schnupfen, Husten und Fieber … also zu hohe Temperatur … ich denke das wäre kontraproduktiv *- zumindest ist es etwas warmes zum Trinken.“

Was könnte sonst noch das Problem sein? Eine Schilddrüsenunterfunktion? Sie nimmt sonst keine Medikamente, hat einen normalen Blutdruck und ausser dass ihr kalt ist, keine weiteren Probleme.

Da würde ich auch wieder sagen (heissen) Tee trinken und abwarten. Wenn es wirklich nicht besser wird, dann würde ich mal die Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen.

Note: Man bekommt von Fiebermitteln keine Untertemperatur. Es senkt nur die erhöhte Körpertemperatur. Aber ich bin einfach nicht dafür, dass man Medikamente gegen etwas nimmt, wenn man das gar nicht hat – dann ist das nur eine unnötige Belastung für den Körper.