Hoppla?!?

Irgendwie … glaube ich, dass die Reaktion des Arztes auf die Nachricht, dass er auf das Insulin Rezept als Dosierung „vor dem Essen 5 ml injizieren“ geschrieben hat, nicht „Hoppla“ lauten sollte …

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19 Antworten auf „Hoppla?!?

  1. Ja stellt euch vor Ärzte sind gar keine Halbgötter in weiss sondern ganz normale Menschen die auch mal ab und an Fehler machen.

    Was soll er sonst sagen ausser sorry, shit happens?

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    1. „Hoppla“ bedeutet aber nicht „Sorry“

      Und ein Mensch in verantwortungsvoller Position MUSS sich eben kontrollieren und Kontrolleinheiten aufbauen, damit sowas nicht vorkommt.
      Denn ein „Sorry, shit happens“ würde dir auch nicht reichen, wenn dein Mann, Frau, Oma, Vater, Kind wegen sowas stirbt.

      Und für Kontrolleinheiten gibts viele Mögichkeiten, mein Arzt hat sehr kompetente Arzthelferinnen, die über jedes Rezept nochmal sehr genau drüberschauen.
      Geht doch ein fehlerhaftes raus kann man nur noch auf die Apotheken hoffen! (Hier in D leider nur hoffen…)

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  2. 1ml entspricht 40 IE (= internationale Einheiten).. also mit 5 ml wäre der arme mensch vermutlich etwas abgekühlt auf dauer ;)

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  3. Beim 100-ie pro-ml-Zeug, das ich spritze, wäre der Patient auf jeden Fall tot. Nicht schnell, aber übel- und es würde auch noch für mehrere Andere reichen.
    „Hoppla“ ist echt nicht angemessen- SO ein Fehler darf nicht vorkommen. Das ist, als ob er anstelle von Aspirin Arsen verordnen würde. Kann passieren, darf aber nicht.

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  4. Was soll er dann sonst sagen, ausser „hoppla“? Ist meiner Meinung nach ein angemessener Ausdruck für den Schreck, den man kriegt wenn man mit einem solchen Fehler konfrontiert wird… Natürlich muss dann eine ernste Pause kommen und „Das tut mir furchtbar leid, das hätte nicht passieren dürfen. Ich werde in Zukunft stärker darauf achten, mich zu konzentrieren beim Rezepte ausstellen. Ich bin sehr froh dass Sie so aufmerksam waren und schätze Ihre Arbeit.“

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  5. Lass mich mal kurz rechnen… 5ml wären ja bei U100 Insulin 500 Einheiten. Um das auszugleichen müsste meine Frau 250 BE essen (bei ihr ist der BE-Faktor 2:1). Da eine Broteinheit round about 10g Kohlenhydraten entspricht, müsste sie 2500g Traubenzucker essen um das auszugleichen. Nur rein rechnerisch. Wer da schreibt Fehler könnten ja mal passieren…. Ja, wenn es harmlose Sachen geht. Aber nicht bei so einem Medikament.
    An die Mediziner unter uns… Kann man so einer Insulindosis (gehen wir mal von Humalog / Insulin Lispro aus) überaupt noch behandeln?

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  6. @Dadreloaded: Vermutlich mit Glukose, im Schuss injiziert… aber genau die Rechnung hab ich aufgemacht. Die Chance, die man hat, besteht nur in einer schnellen Reaktion. Mein Humalog hab ich mal in einem Fertigpen gekriegt- und der war kaputt, und hat einfach Insulin abgegeben. Bis ich das gemerkt habe, war eine ungeklärte Menge in mir drin- vielleicht zwanzig, vielleicht fünfzig Einheiten- und ich hab mehrere Stunden da gehockt, in einer Hand das Messgerät und in der anderen die Schachtel mit dem Traubenzucker. Spannend. Aber nicht so spannend, dass man das öfter haben muss.

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    1. Ja klar. Aber 2,5kg Glucose im Schuss…. Wie macht man das ohne den Kreislauf völlig durcheinander zu bringen wobei ich auch grübel was wohl mit den Blutgefässen und Organen passiert, wenn Glucose so höchstkonzentriert in solchen Mengen appliziert wird. Wenn man 40%ige Glucoseinfusionen nimmt, müsste man ja round about 6,25 Liter Infusionslösung reinpressen.
      Und man müsste kombinieren mit Glucagon. Aber auch das dürfte problematisch sein.

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      1. Wenn man ein bisschen Glucagon spritzt müsste die Wirkung des Insulins doch ausgeglichen sein oder? Dann bräuchte es also auch keine 2,5kg mehr, sondern nur noch eine normale Menge Glucose.
        Sofern der Patient zu dem Zeitpunkt, da man Glucagon und Glucoselösung da hat, noch lebt.

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        1. Das Glucagon veranlasst die Leber die dort gespeicherten Glycogenreserven in Glucose umzuwandeln. Dies funktioniert natürlich nur so lange wie auch Glycogen vorhanden und auch nur dann, wenn die Leber nicht anderweitig beschäftigt ist (z.B. mit Alkoholabbau). Ich fürchte keine Leber der Welt kann 2,5kg Glucose freisetzen.

          Aber das ist jetzt schon alles sehr speziell. Keine Garantie für die fachliche Sicherheit. ;-)

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  7. Das Lantus (Langzeitinsulin) meiner Tochter hat eine Einheit von 3 ml pro „Patrone“ (für den Pen). Bei „normalen“ Insulin würde ich (habs nicht im Kopf) auf 5 ml pro Patrone ausgehen. Somit müsste sie dann 3 x täglich eine ganze Patrone spritzen. Abgesehen davon, dass ein handelsüblicher Pen die Menge nicht auf einmal abgeben kann, müsste der o.g. Patient einen sehr hohen (Berechnungs-)Faktor haben. Zudem die Insulinmenge sich nach

    -aktuellem Blutzuckwert

    und

    -Menge der bei der Mahlzeit einzunehmenden Kohlehydrate

    richtet.

    Bei der Menge des Insulins, das der Arzt verordnet hat, würde ich einen Krankenhausaufenthalt empfehlen. Denn dann dürfte der Blutzuckerspiegel sehr hoch sein

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