Vom Junior und vom Kindergarten

Laaanger Blogpost, den ich auch nicht jedem zumuten will, darum folgt die Hauptsache nach dem Jump. Das ist auch höchstens für andere Eltern interessant.

Wie ich vor einiger Zeit berichtet habe, ist Junior diesen August frisch in den Kindergarten gekommen. Und jetzt … kommt er wieder raus.
Das, obwohl Junior eigentlich sehr gerne ging.
Seufz.

Was ist das Problem? Diverse. Nach etwa 4 Wochen Kindergarten bekamen wir von den Kindergärtnerinnen die Aufforderung, zum Gespräch vorbeizukommen. Oh oh. Und das, nachdem wir uns schon beglückwünscht haben, dass es so gut geht. Junior erzählte zwar wenig davon, was im Kindergarten lief, schien aber sonst zufrieden. Nach dem Kindergarten war er immer ruhig und müde. Und geschlafen hat er gut – keine Alpträume oder derartiges.

Das Problem, das uns die Kindergärtnerin mitteilte, war dies: Junior ist ein ausgesprochen liebes Kind, das auch Anschluss sucht und Interesse hat – nur ist seine Aufmerksamkeitsspanne nicht so lange wie die der anderen Kinder. Gut, er ist noch eines der jüngsten und er war schon immer ziemlich aktiv … jedenfalls, beginnt er bei den anderen Kindern anzuecken … zum Beispiel wenn sie im Kreis sitzen und der Kindergärtnerin zuhören und er nach 10, 15 Minuten aufstreckt und sagt: „Wir könnten doch raus, etwas spielen!“
Die Kindergärtnerin meinte, er sei dann schon ruhig, wenn sie (und diverse andere Kinder) ihm sagen, das ginge jetzt nicht, aber er schaue dann halt aus dem Fenster und sei nicht aufmerksam. Was dann wieder andere Kinder dazu anregt zu sagen: „Sie, Frau … der Junior passt gar nicht auf!“ Und sie könne für ihn keine Ausnahme machen.

Soweit so schlecht. Was aber in meinen Augen schlimmer ist, ist das: Wenn die Kinder Pause haben, oder draussen im Garten sind, will anscheinend keines mehr mit ihm spielen. Und Junior versucht es dann in allen Varianten, aber sie ignorieren ihn entweder – oder wehren seine Annäherungen heftig ab. Und bei Junior ist es so: von sich aus fängt er eigentlich nicht an, jemanden zu hauen, aber … wenn ihn jemand schupft, dann schupft er zurück. Oh, ja. Und dann eskaliert das.

Die Kindergärtnerin meinte, sie kann nicht immer eingreifen.
Ihrer Meinung nach sei es für ihn besser, wenn wir ihn rausnehmen und noch ein Jahr warten dann sei er reifer und eher bereit für den Kindergarten, der heute ja kaum weniger ist als eine Vorschule. Jetzt hätten wir noch die Möglichkeit, handele es sich doch um das erste, freiwillige Jahr – nächstes Jahr wäre es dann schwieriger. Ab nächstem Jahr ist es so, dass wegen der Schulsystemumstellung dann für alle Kinder 2 Jahre obligatorisch sind.

„Und was machen sie dann in so einem Fall?“ Frage ich.
Kindergärtnerin: „Dann wird es schwieriger. Dann müssen wir die Schulbehörden einschalten und den Psychologen und dann käme er eventuell in eine Sonderklasse.“

Sie meint, wenn wir ihn drinlassen, wird er weiter geplagt und weil es ihm dann bewusster wird, dass er nicht wie die anderen mitkommt, würde ihm das nicht gut tun und sie fände es schade, wenn ein so freundlicher Junge deswegen Probleme bekommt und die Lust an Kindergarten und lernen verliere.

Das tut weh. Und es bringt uns eine Menge Probleme und Neuplanung – meine Arbeitszeiten habe ich an den Kindergarten angepasst. Wenn das jetzt wegfällt, müssen wir wieder für Betreuung schauen – und ich will ihn nicht einfach hin- und herschieben.

Also sagen wir ihr erst mal, dass wir das diskutieren müssen.

In der folgenden Woche beobachte ich Junior intensiv. Ich frage jetzt gezielt nach dem Umgang der anderen Kinder mit ihm. „Sind sie nett mit dir?“ Antwort: „Ein bisschen.“
Ich habe den Eindruck, dass er den Kindergarten als Errungenschaft ansieht – als etwas, wo er gehen „darf“, nicht „muss“ und er auch darum so wenig von seinen Problemen dort erzählt. Ausserdem ist er wirklich gern mit anderen Kindern zusammen und bemüht sich.

Aber er eckt an. Und dann erzählt er, dass er geschlagen wurde. Dabei handelt es sich vor allem um ein anderes Kind im Kindergarten. Nennen wir ihn mal „X“. X ist jetzt im 2. Jahr Kindergarten und scheint ein bisschen ein Alphatier zu sein. Mein Mann erzählt mir, dass er beobachtet hat, wie auf dem Spielplatz, wo X auch war, der Junior heftig umgestossen hat und dann mit ein paar anderen Kindern, die auch im Kindergarten sind weggerannt ist.

Dann kommt Junior in der Woche mit einem ziemlich üblen Kratzer auf der Wange nach Hause. Und wieder war es X, dem er den zu verdanken hat. In der Pause hat er ihn geschlagen – ins Gesicht.

Am nächsten Morgen, als ich Junior in den Kindergarten bringe, reden wir mit der Kindergärtnerin darüber. Die erklärt uns, dass X letztes Jahr, als er noch zu den „Kleinen“ gehörte, ziemlich „unten durch“ musste. Er wurde offenbar von manchen älteren Kindern geplagt. Und jetzt – gibt er das offenbar weiter. Speziell an Junior.

Na super. Und als Älterer hat er schon einen gewissen Bekannten -(ich will nicht sagen Freundes-)kreis im Kindergarten und hat sich jetzt zu einem Anführer entwickelt.
Jedenfalls holt sie ihn für uns her und mein Mann hat ein Wort mit ihm, dass er anständiger sein muss im Umgang mit anderen Kindern. Speziell mit Junior. Hauen geht gar nicht!

Nicht dass es viel genutzt hat.
Später bekommen wir noch heraus, dass X nicht nur im Kindergarten einen Ruf hat (offensichtlich hat er auch schon in der anderen Spielgruppe ein Mädchen blaugeschlagen), sondern er terrorisiert auch seine Nachbarschaft. Die alleinerziehende Mutter ist mit ihm völlig überfordert.

Und dann kommt der Samstag, wo ich mit Junior wie öfter mal auf den grossen Spielplatz im Nachbarort gehe. An dem Samstag sind für einmal nicht sehr viele Kinder da, aber ich setze mich wie immer auf eine Bank und lasse Junior selbst spielen und suchen. Er ruft schon, wenn er mich für etwas will. Auf dem Spielplatz ist auch ein Vater mit kleinem Mädchen. Ich sehe, wie Junior zu ihr hingezogen ist, aber sie ist noch etwas klein und darum auch nicht sehr interessiert an ihm – Papa ist da noch wichtiger. Jedenfalls, Junior klettert die Leiter hoch, auf der sie auch grad ist und … steht ihr auf die Hand! Nur kurz und wohl auch nicht sehr fest, aber definitiv mit Absicht. Ich stehe auf und laufe zu ihnen, wo ich mitbekommen muss, wie er – inzwischen oben auf dem Gerüst auf das Mädchen herunterruft: „Ich will dich nicht! Du bist nicht mein Freund! Hau ab!“
Jetzt – bin ich tief geschockt. Das ist er nicht. So ist er nicht. Das entspricht so was von nicht seinem Naturell … ich klettere hoch und nehme ihn auf die Seite um mit ihm zu reden. Ich merke gleich, dass ihm das Ganze gar nicht recht ist. Ein paar ruhige Worte von mir bringen ihn fast zum weinen. Mir ist ziemlich klar was das ist: Das ist wahrscheinlich genau das, was er im Kindergarten zu hören bekommt und jetzt … gibt er es einfach weiter.

Ich frage ihn und er bestätigt das. Ich erkläre ihm, dass das so nicht geht. Das weiss er dann offenbar selbst, dass man sich da nicht gut fühlt – und dass das Mädchen das nicht verdient hat. Da geht er und entschuldigt sich bei dem Mädchen – und ich mich beim Vater. Der meinte, es war nicht wirklich schlimm, dankt aber für die Erklärung.

Nach der Episode bin auch ich überzeugt, dass es für Junior besser ist, wenn er da raus kommt. Das ist schon fast Mobbing – und wenn das schon vorher (lies: letztes Jahr) so ein Klima war im Kindergarten, ist auch nicht zu erwarten, dass das besser wird.

Er darf normal weiter bleiben, bis zu den Schulferien – danach haben wir Ferien … und danach kommt er einfach nicht wieder zurück in den Kindergarten. Für die Zeit, wo ich arbeite und mein Mann organisieren wir zusammen mit dem Tagesheim etwas. Dort ist er auch mit Kindern zusammen und auch dort lernt er etwas, kann aber halt noch ein bisschen mehr „Kind sein“.

Er soll auch nicht das Gefühl haben, dass er daran „Schuld“ ist. Das ist er nicht.
Ein bisschen tun mir noch die anderen Kinder leid. Wenn er weg ist, sucht sich X nämlich sicher ein anderes Opfer.

Aber jetzt: freue ich mich erst mal auf die Ferien.

Sorry für den episch langen Bericht, aber ich bin froh, mir das von der Seele schreiben zu können.



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53 Antworten auf „Vom Junior und vom Kindergarten

  1. Klingt irgendwie alles ziemlich schwierig. Und verworren. Und dabei will man als Eltern doch nur immer alles richtig machen… und so wie du berichtest, scheint aus deinem Junior bisher ja ein ganz fabelhaftes Kind zu werden! Ich finde es traurig, dass eine Umwelt, die das alles scheinbar nicht so gut auf die Reihe bekommt, in der Lage ist, die eigenen Bemühungen so kaputt zu machen.
    Meine größte Angst ist, dass ich irgendwann mal in eine Situation komme, in der ich merke, dass mein Kind durch Bekannten- und Freundeskreise, auf die ich kaum Einfluss hatte, zu einem Menschen geworden ist, den ich nicht mehr ausstehen, den ich nicht gutheißen kann. Und in solchen Momenten und nach solchen Berichten bin ich eigentlich ganz froh, dass ich „noch“ keine Kinder habe…
    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass ihr den richtigen Weg findet mit dem Junior umzugehen! Dass ihr es schafft ihm zu zeigen, dass er nichts falsch gemacht hat. Dass das Leben und der Kindergarten auch ganz wunderbar sein können. Und wer weiß welche interessanten und schönen Erfahrungen er im nächsten Jahr macht. Ich drück euch ganz fest die Daumen!!!

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  2. Ich würde mir einen anderen KiGa aussuchen, in dem individueller auf jedes Kind eingegangen werden kann…

    Kommt mir eher vor wie eine selektive Auswahl…

    merkwürdige Argumentation der Erzieherin…

    wobei ich einige kennen, die ihre Kinder erst mit 4 in den KiGa gegeben haben…

    meiner war gerade 3, aber da ging auch die große Schwester mit…

    es wird immer solche und solche Kids geben…

    und in der Schule wird es nicht leichter… und da MÜSSEN die Kids ja dann hin…

    außerdem muss sich dein Kleiner ja auch erst mal an den Alltag dort gewöhnen… ich finde es nicht gut, nach kurzer Zeit solch ein Fazit zu ziehen und Euch mehr oder weniger vor die Tür zu setzen…

    ich glaube eher, es ist nicht der richtige KiGa für Euch… ehrlich…

    LG

    Andrea

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  3. Ich würde es auch mit einem anderen Kindergarten probieren.
    Das scheint mir bei Eurem eine ziemliche Hackordnung zu sein und das ist nicht gut.
    Es kommt tatsächlich häufig vor, dass stärkere Kinder die schwächeren drangsalieren, und dass diese dann wiederum ihr Mütchen an jüngeren kühlen.

    Da sollten die Erzieherinnen eigentlich einschreiten und nicht einfach das Hacken beenden, indem das schwächste Wesen in der Hackordnung entfernt wird. Denn dann muss das zweitschwächste dran glauben.

    Wechsel den Kindergarten, wenn Ihr könnt. Und ich halte es für etwas vermessen, von einem Vierjährigen Kind schon zu verlangen, dass es länger als 10-15 Minuten die Aufmerksamkeit bei einem Thema belassen kann, wenn draußen der Sonnenschein und das Klettergerüst locken. Wäre es Euch lieber, Ihr hättet so einen stillen Bücherwurm mit Veranlagung zum Nerd, der bleich im Haus hockt, stundenlang tüftelt und nie an die frische Luft will? Wie kommt denn das agressive Kind damit klar, fügt es sich besser?

    Ihr habt eben ein körperliches Frischluftkind, mein Zweijähriger ist auch so ein Typ. Am glücklichsten draußen und beim Herumbalgen mit dem großen Bruder. Das ist völlig normal.

    Und was das Mobben betrifft: Nicht jedes Kind, das gemobbt worden ist, wird selbst zum Mobber. Ich war eines der Lieblingsopfer, 9 Jahre lang bis zum Abitur. Aber wenn Du mich heute siehst, dann erinnert Dich nichts an das verhuschte Wesen von damals. Du erkennst mich daran, dass ich die Klappe ohne Rücksicht auf eigene Verluste aufmache, wenn ich Unrecht erlebe. Weil ich das Schweigen meiner Mitschüler ebenso als Untat empfand wie das Mobben selbst.

    Ich kann Euch nur ans Herz legen: Lasst Euch nicht unterkriegen. Weicht keine Handbreit zurück. Euer Junior ist ein ganz normales Kind und hat seine Chance verdient. In einem anderen Kindergarten.
    Ein Schulwechsel hätte mir vielleicht auch viel Kummer erspart…

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  4. @andrea mit dem in die Schule müssen ist es in der Schweiz so das jeder Kanton so sein eigenes Schulgesetz hat und es da auch Kantone gibt welche nur eine Bildungspflicht haben ergo wo man nicht MUSS sondern hin kann.

    @pharmama ich weiss ja nicht in welchem Kanton ihr lebt aber ich finds ziemlich heftig wenn dann angeblich schon der KiGa zur Pflicht wird. ich plädiere für eine Bildungspflicht anstelle der Schul(besuchs)pflicht was es in D ja ist. die deutschen haben es endlich geschafft den Wehrdienst abzuschaffen und ich hoffe sie schaffen es auch die Schulpflicht abzuschaffen!!

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    1. Bloß nicht die Schulpflicht abschaffen!
      Damit ein paar Esoterikmütter ihre Kinderchen dann daheim in allem unterrichten können? Die Schulpflicht ist einer der wichtigsten Bildungsbausteine überhaupt!

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      1. also ich weiss ja nicht was du an der Schulbesuchspflicht so toll und wichtig findest (zudem sie so wie sie jetzt ist vom dritten Reich übernommen wurde), aber es sind nicht nur Esoterik Leute sondern es kommt in allen Schichten vor. und schau dir doch mal an wie es zum Beispiel in England ist oder Frankreich. Alle Nachbarn um Deutschland haben nur eine Bildungspflicht und die Kinder können überall sei es Heimunterricht nehmen oder sich sonst wie bilden, Zudem behält man das meiste was man in der Schule eingetrichtert bekommen hat eh nur bis zur nächsten Prüfung/Test. und falls du dich mal kunbdig maxchen willst dann schau doch mal bei google nach neubronner die sind eine der bekanntesten deutschen Familien welche Unschooling betreiben.

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      2. DAS ist ein typisches Gleichschaltungsargument. Bloß den Eltern keine Erziehungskompetenz zutrauen, und auf keinen Fall ihnen Spielraum lassen, ihre Kinder individuell zu bilden, nicht nur zu schulen. Weil ja unbedingt eine Lehrperson für 30 Kinder besser lehren kann als eine Person für zwei oder drei Kinder…
        Weder die DDR noch das NS-System haben es geschafft, die Kinder vollkommen zu vereinnahmen, und das war auch sehr gut so.

        Bildungspflicht beinhaltet die Kontrolle, daß die Kinder im Wissensstand der wichtigen Fächer ihren verschulten Kameraden gleichen Alters nicht nachstehen.

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    2. @muetze
      Mit Harmos wird / ist der 2-jährige Kindergarten in vielen Kantonen (bereits heute) Pflicht, dann ist das Prozedere genau das, was Pharmama beschrieben hat: Bräuchte ein Kind noch etwas Zeit, bekommt es diese wenn überhaupt nur nach psychologischen Abklärungen. Wer am Stichtag ein bestimmtes Alter hat, muss in den Kindergarten, auch wenn er noch nicht ganz soweit ist.

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  5. Sowas kenne ich nur zur Genüge. Ich frage mich aber, warum es immer und immer wieder das gepiesackte Kind ist, welches die Gruppe verlassen muss und nicht diejenigen, welche piesacken!? Das ist doch verkehrte Welt und für mich eindeutig Mobbing.

    Man kommt heute leider nur noch weiter, wenn man nach oben buckelt und nach unten tritt. Liebe, nette und zuvorkommende Menschen sind einfach aus der Mode. Du kommst heute nunmal am Weitesten, wenn du die Ellenbogen ausfährst und dir sch***egal ist, wer links oder rechts neben dir ist. Ich habe es selber so erfahren und erfahre es heute noch immer wieder.

    Aber diese Erzieherinnen sind wirklich merkwürdig. Warum lassen sie andere Kinder sich darin einmischen, wenn eigentlich die Erzieherin das Kind erzieherisch leiten sollte? Die anderen hätten in dem Fall den Mund zu halten und aufzupassen. Sowas könnte mich schon wieder aufregen. Genau diese Kinder sind es dann, welche andere in der Schule bevormunden.

    Anscheinend ist denen es aber einfach zu viel und sie versuchen den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Gibt es bei euch nicht eine übergeordnete Institution, bei der ihr euch beschweren könnt? Ich würde dies tun und mir dann einen vernünftigen Kindergarten suchen.

    Aber habt ihr darüber hinaus schonmal an AD(H)S gedacht? Die geringe Aufmerksamkeitsspanne ist mir da doch schon sehr verdächtig.

    Gruß
    Sabine

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    1. Oh bitte, nicht immer gleich mit der ADHS-Keule drohen, wenn ein Kind nicht spurt und nicht tut wie man will oder man meint dass es soll… :o/

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      1. danke, cassa, Du schreibst mir auf dem Herzen: immer, wenn man sich etwas nicht erklären kann, sucht man „Rettung“ in einer Diagnose, die eigentlich gar keine ist, sondern nur die meist komplexe Benennung des Unbekannten. Dadurch wird nichts, aber auch gar nichts erklärt, geschweige denn therapiert.
        Das Ganze gilt übrigens auch für das Mobbing: das gab’s früher (in grauer Vorzeit) auch schon und verbarg sich ein wenig hinter den Begriffen Rang-/Hackordnung u.ä. Dadurch wurde es nicht besser, aber wird es beser, wenn man alle Defizite im Kommunikationsbereich gleich mit der „Keule Mobbing“ erschlägt?
        Das Zwischenmenschliche ist weitaus komplexer als dass man es in einem Schlagwort zusammenfassen könnte.

        Dabei fält mir ein, liebe Pharmama, das, was ich hier geschrieben habe, hilft Euch kein bisschen und zeigt eigentlich nur, dass ich auch nicht weiter weiss, ausser den in anderen Komentaren bereits genannten Rat, den Kindergarten zu wechseln
        .. nur, wenn ich mich recht erinnere, ist das auch nicht ganz so einfach.
        Liebe Grüsse
        Hajo

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    2. Geringe Aufmerksamkeitsspanne = AD(H)S? Der Junior ist drei, oder?

      Liebe Pharmama, sucht Euch nen neuen Kindergarten, Stillsitzen und Zuhören müssen die Kinder noch früh genug.
      Ich seh das gerade an meinem Erstklasskind, seit er zur Schule geht, braucht er immens viel „Bewegungseinheiten“ an der frischen Luft.
      Zwar müssen die Kinder in der Klasse nicht die ganze Zeit still am Platz sitzen, das können die auch in dem Alter nicht länger als ne halbe Stunde, aber man merkt schon den gewaltigen Unterschied zu unserem Kiga.
      Dort war es nämlich wichtiger, dass die Kinder raus können, als dass man still am Tisch sitzt und das fehlt ihm momentan gewaltig.

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    3. Eine Aufmerksamkeitsspanne von 10-15 Minuten habe ich in dem Alter bis jetzt immer für normal gehalten und die Pädagogik darauf ausgerichtet!

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  6. Ach du lieber Himmel… Klingt nach einem katastrophalen pädagogischen Konzept in diesem Kindergarten, in mehrfacher Hinsicht. Von einem neuen Kind nach nur 4 Wochen Eingewöhnung perfektes Mitschwimmen zu erwarten, die Kinder auf „Stillsitzen und Zuhören“ zu drillen und vor allem bei aggressivem Verhalten zwischen den Kindern angeblich nicht eingreifen zu können (wohl eher nicht zu wollen?!)… nee, ganz ehrlich? Falscher Kindergarten!

    Hier in Deutschland gehen Kinder in der Regel vom 3. Geburtstag an bis zum Schuleintritt in den Kindergarten. Im Idealfall steht erst im letzten Jahr vor der Schule vermehrt schulvorbereitender Lerninhalt auf dem Programm. Bis dahin besteht der Alltag der „Kleinen und Mittleren“ vor allem aus Freispiel (Bauklötze, Autos, Puppenküche, Rollenspiele) Geschichten anhören, Basteln, Malen, Kneten, Singen, Turnen und vor allem: Ganz viel draußen Spielen!

    Es gibt ja für alles seine Zeit, und die Zeit VOR der Schule ist eben eher die Zeit des Spielens mit anderen Kindern (soziales MIteinander) und der Entwicklung und Verfeinerung der motorischen/körperlichen Fähigkeiten. Das spezifische Lernen im Sinne von Bildungsinhalte aufnehmen und anwenden ist eben erst mit der Schulreife dran – deswegen heißt es ja auch SchulREIFE. Finde ich zumindest.

    Hast du dich mal mit besonderen Kindergartenkonzepten auseinandergesetzt? Z.B. Montessori, Waldorf, Reggio, Waldkindergarten? Bzw. gibt es in eurer Nähe solche Angebote? Vielleicht passt eines der Konzepte besser zu euch und eurem Kind als die derzeitige „Bildung- und Abhärtungsanstalt“, die sich Kindergarten schimpft (man merkt, ich bin entsetzt… ;o)

    Liebe Grüße und viel Glück bei der weiteren Entscheidungsfindung!

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    1. vom 3 ten Geburtstag an?
      Meine beiden sind mit jew. 1 jahr in die Kita gekommen und fühlen sich da seit 4 bzw 2 Jahren Pudelwohl.

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      1. Klassisch ist Kindergarten ab 3, davor nennt es sich dann Krippe… und natürlich gibts riesen Unterschiede zwischen Ost und West. Krippenbesuch ist im Osten sehr viel verbreiteter als im Westen Deutschlands…

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  7. Du liebe Güte! Mobbing im Kindergarten! Das ist unfassbar. Was machen die Kindergärtnerinnen denn dort? Wieso darf X so gegen andere Kinder vorgehen?

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  8. Ich finde es gut, dass du jetzt einschreiten kannst, um deinem Sohn zu helfen und ihn da raus zu holen. Kinder können grausam sein, ich weiß das aus eigener Erfahrung. :(
    Du tust genau das richtige, auch wenn es jetzt hart von den Umstellungen sein mag; dein Sohn dankt es dir. Ich wünsche euch viel Kraft und sende
    liebe umärmelnde Grüße

    Sandra

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  9. Ich kann mich den anderen nur anschließen,
    dieses KiGa-Personal ist unfähig oder unwillig oder beides.
    Sucht euch einen anderen Kindergarten!
    Ich wünsch euch alles Gute und viel Erfolg dabei!

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  10. Ich finde es schön, dass Pharmama nicht gleich der Kindergärtnerin die Schuld gibt. Ich keine einige und möchte deren Job nicht haben.
    Nicht in einer Zeit wo viele Eltern das Gefühl haben, ihre Kinder dort einfach nur abliefern zu können und immer glauben ihr Kind sei das Liebste und verdiene eine Sonderbehandlung..
    Als Jüngste (und weil ich bei regulärem Geburtstermin eh erst ein Jahr später eingeschult worden wäre) hat man meinen Eltern empfohlen mich noch ein Jahr länger im Kindergarten zu lassen, die Möglichkeit ein Jahr länger Kind sein zu dürfen hat mir nicht geschadet.. Heute würde ich wohl auch „abgeklärt“ werden..

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  11. Sorry, wenn ich das jetzt so schreibe, aber WARUM müssen immer die „Opfer“ zum Psychologen, zum Schuldienst etc.? Ich habe selbst eine Mobbingzeit hinter mir und immer wurde von allen Seiten inklusive Lehrer auf mir rumgehackt. Den Mobbern wurde nie die Meinung gesagt oder ähnliches…-.-‚ Und wenn ich das bei ihnen lese, sieht es wieder so aus. Er ist der Störenfried, weil er sich wehrt…wie sehr ich so was hasse.

    Tut mir leid, aber sie sollten sich einen anderen Kindergarten für nächstes Jahr suchen. In dem Kindergarten, in dem ich gearbeitet habe, hätte es so was nicht gegeben. Da wäre der Ältere beiseite genommen worden und geschimpft worden und nicht der Jüngere…sofern man erkannt hat, wer der Auslöser war. Und das haben die Erzieherinnen ihres Sohnes ja Augenscheinlich…

    Ich hoffe, dass er dann nächstes Jahr einen besseren Start hat!

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  12. Ganz offen: Ich denke, dass sowohl „X“ (wenn er denn so ist wie beschrieben) aber eben auch Junior genauer beobachtet werden sollten. Gerade was die Pädagogin beschreibt – kurze Aufmerksamkeitsspanne, abgelenkt sein – halte ich für ein Alarmsignal.

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  13. Zum Thema „kurze“ Aufmerksamkeitsspanne: Auch Erwachsene sind durchschnittlich maximal 20 Minuten am Stück in der Lage zuzuhören…

    Wäre AD(H)S nicht so bekannt würde man es auch nicht gleich jedem Kind andichten.

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  14. Ich denke nicht, dass Pharmama den Kindergarten frei wählen kann – zwar kann sie dieses Jahr noch bestimmen, ob Junior ihn besucht, aber vermutlich kann er nur dorthin gehen, wo er nächstes Jahr auch hin muss/darf. Es gibt keine freie Schul- (und Kindergarten-)Wahl ausser für Privatschulen.
    Kürzlich erfahren (ich wohne in einem anderen Kanton als Pharmama): wenn in unserem Dorf im Kiga mit 2 Parallelgruppen eine Kindergärtnerin ausfällt, muss die Kollegin ab dem 3. Tag alle Kinder zusammen betreuen (vorher dürfen die Eltern, die das können, ihr Kind daheim behalten). Das sind momentan 36 Kinder von 5-6 Jahren, die sie dann alleine beaufsichtigt. Der Schulleiter darf vom kantonalen Schulgesetz her erst nach einer vollen Woche Ersatz anfordern! Vorher würde niemand bezahlt… Da hakt doch das System. Als das vor den Herbstferien passierte, ist der stellvertretende Schulleiter eingesprungen, damit die Kinder überhaupt einmal rauskönnen, denn mit so vielen Vorschulkindern alleine raus ist natürlich unmöglich. Wenn da eins ausbüxt, steht es schnell mal an einer steilen Felswand oder fällt in einen Graben bei uns im Wald.
    Pharmama, was hast du eigentlich Junior geraten, was er tun soll, wenn X ausserhalb des Kindergartens wieder gemein ist zu ihm?

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    1. Bei uns kann man beantragen, dass das Kind in einen andern Kindergarten im selben Dorf geht wenn man einen wichtigen Grund hat. Das ist z.b. wenn das Kind weiterhin neben dem Kindergarten in die Krippe geht, da geht es dann in den Kindergarten der am nächsten zur Krippe ist.

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  15. Es schüttelt mich beim Lesen.
    Dieser Kindergarten ist definitiv pädagogisch nicht auf dem aktuellen Stand.
    Eine maximale Aufmerksamkeitsspanne von 15-20 Minuten bei einem 4jährigen ist völlig normal, dagegen das beschriebene Drillen, Zwingen zu bestimmten Beschäftigungen und die nicht-aktive Konfliktlösung der Kindergärtnerin einfach gruselig.
    Man kann nur wünschen, dass Junior nächstes Jahr eine bessere Betreuung bekommt!

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  16. Das klingt nach einem echt miesen Kindergarten, ich würde mich da – wenn ich mir den Rat mal rausnehmen darf – unbedingt nach einem anderen umschauen! Was sind das denn für Erzieherinnen, die nicht mit einem Kind fertigwerden, das „eine geringere Aufmerksamkeitsspanne hat“? In der Grundschule gilt die Grundregel, dass Kinder in der ersten Klasse oft noch nicht länger als 10 oder höchstens 15 Minuten die Konzentration auf einer Sache halten können und dass deshalb nach dieser Zeit ein Wechsel passieren muss zu einer anderen Aufgabe, einer anderen Lernform etc. Und da reden wir von sechsjährigen Kindern! Die Anforderung, dass Kindergartenanfänger das schon können müssen, ist also schon total daneben. Dass die Erzieherinnen mit solchen Krawallmachern im Kindergarten so umgehen, dass sie die „Schwachen“ wieder rausnehmen lassen, ist auch wirklich ein Armutszeugnis. Dass man Streit nicht immer verhindern kann und sollte, ist klar. Aber gemobbt werden darf einfach kein Kind, da MÜSSEN die Erzieherinnen einfach ein- und durchgreifen.

    Ich kann die Entscheidung, Junior aus dem Kindergarten zu nehmen, sehr gut verstehen, ich hätte es sicherlich nicht anders gemacht. Aber die „Schuld“ liegt ganz sicher nicht bei Junior, sondern bei – sorry – den unfähigen Erzieherinnen. Wie schon am Anfang geschrieben: Ich würde mich unbedingt nach einem anderen Kindergarten umschauen.

    Auf jeden Fall wünsche ich euch, dass es positiver weitergeht und Junior bessere Erfahrungen machen kann.

    Liebe Grüße,
    Stjama

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  17. Einiges kommt mir bekannt vor… Mit einigen gravierenden Unterschieden:
    Erstens sehe ich es als die Pflicht der Erzieherinnen, dieser Ausgrenzung entgegenzuwirken. Klar, man kann Kinder nicht zwingen, Freundschaft zu schließen. Aber ich hab das Gefühl, dass er da schon im Stuhlkreis als etwas hingestellt wird, was er nicht ist (er stört, weil er sich MELDET?! Und aus dem Fenster guckt?), und zwar von den Erzieherinnen, und das greifen die Kinder natürlich auf. Eigentlich sollte es deren Auftrag sein, Kinder zu integrieren und andere anzuleiten, auf kleinere Rücksicht zu nhemen – nunja, daran kannst du jetzt leider nix ändern.

    Was das Mobbing durch X angeht, das hatte unser Krümel auch. Er ganz still, X ganz wild, man hat sie zusammengesteckt, sie würden sich „guttun“, mit dem Ergebnis, dass der Krümel ziemlich herumgeschubst wurde. Bis er in seiner kindlich ernsthaften Art mal erklärt hat, dass nur Babies kneifen (sein kleiner Bruder tut das nämlich), das hat X gsd so beeindruckt, dass er jetzt Abstand hält.
    Vielleicht kannst du deinen Junior auch mit soetwas „ausrüsten“, das X einen Schuss vor den Bug setzt. Und ihn wissen lässt, dass Gewalt nicht die Lösung ist.

    Zum nächsten Punkt muss ich sagen, dass Krümel leicht autistisch ist. Er versucht erst gar nicht, mit anderen Kindern Freundschaft zu schließen. Aber von Seiten des Kindergarten bemüht man sich sehr, ihn zu integrieren, was bei euch offenbar leider nicht der Fall ist. Junior scheint einen schlechten Start gehabt zu haben, was das Sozialgefüge angeht. Hat er denn andere Erfahrungen in Gruppen? Krabbelgruppe, Kinderturnen etc? Wenn nicht, nutzt das Jahr, um sie ihm zu geben in irgendeiner Gruppe oder Verein, aus dem man notfalls leichter rauswechseln kann als aus dem KiGa. Wenns gut geht, baut er Selbstbewusstsein auf, wenns nicht gut geht könnt ihr das mit ihm besprechen und er lernt was vor dem 2. KiGa-Versuch.

    Zuletzt möchte ich sagen, dass ihr, falls möglich, einen anderen Kindergarten suchen solltet. Nicht nur, weil ich deren Konzept komisch finde, mit sowas umzugehen, sondern auch, weil er da dann immernoch vorbelastet ist. Falls das nicht geht, würd ich versuchen, mit anderen Eltern dort Kontakt zu bekommen und quasi hintenrum Spielgefährten zu rekrutieren, denn 1:1 und mit den Eltern hintendran wird er zumindest nicht misshandelt werden.

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  18. Danke vielmals für Eure netten Worte und Gedanken.
    Für mich war das hier vor allem eine Möglichkeit ein bisschen Ordnung in die Ganze Angelegenheit zu bringen – schreiben hilft, weil es einen praktisch zwingt, sich auf die Sache zu konzentrieren.

    Junior wird dieses Schuljahr nicht in einen anderen Kindergarten kommen. Bei einem Wechsel wäre er auch wieder der Aussenseiter und … es ist tatsächlich nicht so einfach zu wechseln. Die Kindergärten sind hier gut gefüllt, was sich auch daran merken lässt, dass man sich im Januar schon anmelden muss für August – damit sie genug Zeit haben, alle Kinder zu verteilen.
    Für mich ist aber auch klar, dass er nächstes Jahr nicht in denselben Kindergarten kommen wird. Die Kindergärtnerinnen sind zwar wirklich nett, aber ich denke, das ändert nichts an der Allgemeinsituation dort. Sie haben uns auch nicht gezwungen zu gehen, nur sehe ich keinen Sinn (und nur Schaden für Junior) das durchzuziehen. Junior hat im Normalfall gar keine Probleme neue Freunde und Spielgefährten zu finden, also wird er auch keine neuen Anfangsschwierigkeiten haben.

    Den Umgang mit anderen Kindern ist er seit langem gewohnt ist er doch seit dem Alter von 1/2 Jahr im Tagesheim – und daneben im Mukiturnen, dann Kinderturnen … und im Moment schauen wir für eine Waldspielgruppe.

    Was das AD(H)S betrifft … er ist ein sehr aktives Kind, aber von Hyperaktiv ist er noch weit entfernt. Seine Aufmerksamkeitsspanne kommt *mir* auch nicht sooo kurz vor, aber ich werde trotzdem mit dem Schulpsychologen einen Termin machen … und sei es nur, um herauszufinden, wie wir ihm zuhause am besten helfen und ihn unterstützen können. Auch damit das nächstes Jahr nicht so ein Theater gibt.

    So sieht’s aus.

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  19. Klingt für mich nach einem unterirdisch schlechten Kindergarten… vielleicht sehe ich es schräg, weil Kindergarten hier in Deutschland ja nicht dasselbe ist wie Kindergarten in der Schweiz – aber ich erwarte von Erzieherinnen, wenn ein Kind sich sozial nicht zurechtfindet, dass sie das Kind unterstützen und auch Ideen haben, wie sie das tun könnten. Das sollten sie als ihre höchste Priorität betrachten – Stillsitzen kommt schon noch; und da geht man bei 6(!)jährigen von einer Konzentrationsspanne von 15-20 min aus, nicht bei 4jährigen.

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  20. gefühlter häufigster satz der kindergärtnerinnen, wenns mit einem kind in der gruppe nicht klappt? „der hat eine kurze aufmerksamkeitsspanne“
    ich kanns nicht mehr hören.
    wohl den kleinen kindergartenguppen mit 15 kindern und 2 erzieherinnen, einem klaren strukturierten konzept, morgen und mittagskreis, bastelrunde, singstunde usw. usw.
    weg mit all den offenen riesenkindergärten mit fünfzig und mehr kindern und keiner festen bezugsperson —
    da bekommt jedes kind eine kurze aufmerksamkeitsspanne

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    1. Amen.
      Und welcher Erwachsene kann sich denn länger als zehn oder 15 Minuten konzentrieren? Da kommt doch schon wieder die Werbepause, in der alle 40 Sekunden ein neues Thema kommt…

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  21. ich drück euch die Daumen das es mit dem Tagesheim klappt und ich finde es auch wichtig ihm das Gefühl zu geben das er keine Schuld an dem Wechsel hat, schlimm das die Kindergartentanten gleich aufgeben, wenn es nicht so klappt mit den Kindern …. ich finde auch das die Gruppen viel zu groß sind und die Tanten eben auch überfordert sind und sich leider keine Zeit für jeden einzelnen nehmen können,

    LG TB

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  22. Die Erzieherinnen wissen aber schon, dass laut Studien die Aufmerksamkeitsspanne von Vorschulkindern normalerweise das Lebensalter in Minuten beträgt??? Was ist das für ein Kindergarten??? Das Mobbing ist noch ein anderes Thema, aber länger als 15 min am Stück absolut still zu sitzen???
    Ich wünsch euch alles Gute!

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  23. Ich halte mich als Kinderloser mal aus den ganzen ADHS/Kita/Mobbing-Diskussionen heraus und drücke einfach die Daumen, dass Ihr den richtigen Weg wählt. Junior scheint ein feines kleines Kerlchen zu sein und Ihr engagierte, aber auf dem Boden gebliebene Eltern. Das wird schon klappen. Ein paar Stolpersteine gibt es überall.

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  24. Wir hatten auch so einen X bei uns im Kiga. Bei uns hatten die Erzieherinnen allerdings alles im Griff. Mittlerweile ist X genau wie meine Große in der 2. Klasse, hat schon 2 Suspendierungen kassiert und die nächste Elternkonferenz steht bevor. Nur vor meiner Großen – die ansonsten alles andere als eine Anführerin ist – hat er Respekt. Im Kiga war er zwar auffällig, aber es konnte alles noch aufgefangen werden. Und es tut mir im Herzen weh, wenn ich daran denke was für ein süßer, lieber 2-jähriger Knirps er mal war, bevor seine Eltern ihn so richtig verhunzt haben :( .

    Such dir für deinen Junior bloß einen anderen Kiga, das was du von dem bisherigen erzählst, liest sich auch ohne einen X nicht wirklich liebenswert.

    Ich wünsche euch, das ihr DEN Kiga mit DEN Erzieherinnen findet (bei uns optimalerweise auch noch direkt im Haus *g*).

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  25. Mal so ein Gedanke nach eigener Erfahrung:

    Huser, Joëlle: Lichtblick für helle Köpfe. Ein Wegweiser zur Erkennung und Förderung von hohen Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen aller Schulstufen. Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, 6. überarbeitete Neuauflage, 2011, mit neuem Beobachtungsbogen (BB) – auch für Kiga interessant

    Feger, Barbara und Prado, Tania M. Hochbegabung – Die normalste Sache der Welt, Primus Verlag 1998

    Wirklich komische Kinder, Autor: Melanie Jainz / Karl-J. Kluge

    Und überhaupt alles zum Thema HB von Karl-J. Kluge

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    1. Au ja, alle Kinder, die im Kiga Probleme haben, sind hochbegabt. Mann, die Diskussionen hier kommen mir vor wie ein Mütterfrühstück…

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      1. korrekt:
        (Fortsetzung): .. und gehen als Erwachsene entweder in die Politik (aber nur nach abgeschriebener Doktorarbeit) oder ins Management ;-)

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  26. Ach, liebe Pharmama, die meisten haben es ja schon gesagt: Sucht euch einen anderen Kindergarten.
    Wenn Erzieherinnen nicht in der Lage sind solche „Rangeleien“ zu unterbinden und auch Kindern keine „Sonderbehandlung“ zu geben, nun ja…
    Kinder sind nun mal nicht gleich. Da muss man eben manchmal eine „Sonderbehandlung“ machen.
    Klappte im KiGa meines Sohnes wirklich gut, nachdem einige Erzieherinnen ausgetauscht wurden, die Tage klarer struckturiert wurden und vor allem die Gruppen wieder mehr geschlossen wurden. (Vorher gab es zwar die Gruppenräume, aber alle Kinder durften hin wo sie wollten)

    Und was die Aufmerksamkeitsspanne, bzw das AD(H)S-Geheule betrifft: Vergiss es!
    Wirklich, hör nicht drauf! Mach dir keine Sorgen!
    Kinder haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Das ist eben so. Besonders wenn sie noch klein sein.
    Junior ist jetzt 3? Dann sind 15 Minuten nicht „zu kurz“.
    (Hör auf den Kinderdoc. :) )

    Meinem wollten auch alle den AD(H)S-Stempel aufdrücken, ich hab nicht drauf gehört. Er ist, wie dein Junior, sehr aktiv, lebhaft, fröhlich.
    Und das ist völlig normal! Aber die Leute scheinen das vergessen zu haben….
    Kinder sind eben laut und lebhaft.

    Soviel Lebensfreude in so kleinen Körpern, da muss man hüpfen und rennen und toben und laut lachen, das geht doch garnicht anders!

    Meiner ist jetzt in der weiterführenden Schule. Vom Wesen ist er „eben noch klein“, wie die Lehrerin sagte. Ja, und? Ist kein Problem.
    Er macht gut mit, hat gute Noten, bringt immer gute Laune mit. (Zitat Lehrerin: Wenn nur mehr Kinder so kindlich wären und nicht schon mit 10 kleine Erwachsene sein müssten.)
    Das wird alles. Bleib gelassen. Ich wünsche dir viel Glück beid er Suche nach einem neuen Kindergarten!

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  27. Da muss ich auch mal kurz meinen Senf dazu geben: Was ist denn das bitte für eine Sauerei, schon im ersten Kiga-Jahr bei einem 3jährigen mit der Sonderklasse zu „drohen“? Und wenn ein 3jähriger eine Viertelstunde still sitzen kann, dann find ich das eher beeindruckend. *kopfschüttel* Was ist denn das überhaupt für ein Kindergarten, wenn die Kinder da so lang sitzen müssen? Ich finde das sehr seltsam, denn unserer Kindergärtnerin hat zuletzt berichtet, dass sie es nur selten schafft, die Kinder im Mittagskreis länger als 15 Minuten zu motivieren. Falls es möglich ist, sucht euch einen anderen Kindergarten. Wir haben das bei unserer Tochter auch so gemacht und – sieh da – im neuen Kindergarten gab es null Probleme! Alles Gute und viel Kraft!

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    1. @Freigeist: in der Schweiz wird man mit ca. 7 eingeschult, also ist man im ersten Kindergartenjahr ca. 4-5 Jahre alt. Und die „Sonderklasse“ bezieht sich auf den Kindergarten, nicht auf die Schule.
      Kindergarten ist hier Teil des Schulsystems. Muss man nicht gut finden, ist aber so.

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  28. Ich habe jetzt nicht alles gelesen, was meine Vorschreiber(innen) schrieben aber:
    Was ist denn da in dem Kindergarten los? Was haben die denn bitte für ein Konzept, dass sie tolerieren, dass die Kinder erst „unten durch“ müssen um dann selber Rowdys zu werden? Hallo?
    Das stößt bei mir auf völliges Unverständnis und das nachdem ich schon über 2 Jahre selbst Kindergartenerfahrung mit Töchterchen habe.

    Gibts Auswahl für euch? Vielleicht ein Kindergarten eines kirchlichen Trägers? (von wegen Nächstenliebe und so? zumindest in unserem kirchlichen Kindergarten gibts diese Hackordnung nicht, wie du sie beschreibst)

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  29. Und was ich als „Endverbraucher“ mir obendrauf wünschen würde:
    1. Weniger Blisterverpackungen. Es gibt zum Glück immer noch Kapseln, die in Flaschen verpackt sind – wie zum Beispiel Omeprazol und Restex. Mir deutlich lieber, weil da weniger Müll anfällt.
    2. Wenn schon Blisterverpackung, dann doch bitte so, dass man das darin enthaltene Medikament rausdrücken kann, ohne dass es zerbricht oder anderweitig beschädigt wird! Ich nehme immer mal wieder Tramadolor (long 50 Retardkapseln). Um die ohne Beschädigung aus dem Blister zu bringen, muss man den mit dem Fingernagel einritzen.

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    1. Hmm, sollte das nicht besser hier: stehen? Egal.

      Zu 1) Es gibt verschiedene Gründe gegen Flaschen/Dosen: Angebrochen verringert sich wegen Außeneinwirkung die Haltbarkeit. Dann zahlt die Anbruchstabilität von ein paar Monaten. Ein angebrochener Blister ist dagegen problemlos, weil jede Tablette einzeln verpackt ist. Außerdem machen Blisterverpackungen eher nicht mehr Müll. Eine Plastikdose ist meist genau so schwer.
      Kunden machen leider den grössten Blödsinn mit Tabletten aus Dosen. Da werden ganze Dosen auf dem Tisch in Marmeladeflecken ausgeleert und wieder zurück gepackt oder andere Tabletten reingemischt. Anschließend geht man in die Apotheke und reklamiert Schmutz oder falsche Tabletten. Leider sehr häufig.

      Zu 2) Das ist gerade bei Tramadol ein Ärgernis. Da hat man z.B. Rheumaschmerzen und muß die Tablette mit schmerzenden Fingern mühselig aus dem Blister friemeln. Das reklamieren tatsächlich viele Kunden, aber als Blister geht es nicht anders: Tramadol muß in kindergesicherte Blister verpackt werden (siehe Tabelle letzte Seite unten ), das sind Blister mit diesen etwas dehnbaren oder papierkaschierten Folien. Lästig, aber vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte so verlangt.
      Ob die Blister wirklich kindersicher sind, das ist dann eine andere Geschichte, aber die DIN schreibt es vor.

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  30. Oje, in mir krampft das Mutterherz :(

    Was da bei euch passiert, ist gar nicht nett. Wozu sind dort eigentlich Erzieherinnen?
    Wenn ich an unsere Kindergärten denke, die wir bereits besucht haben (einmal Wechsel des Sohnes unterm Jahr, weils uns im alten gar nicht gefallen hat; unsere Tochter ging vom 3. Geburtstag bis Schulbeginn in einen anderen Kindergarten), muss ich sagen, dass die Erzieherinnen immer bemüht sind, die Kinder zu integrieren, denen es schwerer fällt, Freunde oder Spielpartner zu finden.

    Unser Sohni st ja auch ein geselliges Kerlchen, aber scheinbar hat er es dann doch nicht sooo mit anderen Kindern. Er ist seit 10 Monaten im jetzigen Kindergarten und hat jetzt seit dem Sommer eine feste Freundin, mit der er auch jeden Tag spielt und mit der er sich – sein O-Ton – niiiiiemals streitet ;)
    Gemobbt wurde er anfangs auch. Auch von einem größeren Kind. Ein frecher Kerl, wie ich finde, weil er seine körperliche Kraft (groß + sehr kräftig gebaut) den anderen gegenüber immer zum Vorteil nutzte. Wir konnten es quasi aussitzen, weil wir wussten, er geht nach den Sommerferien in die Schule.
    Bei euch sind das doch noch einige Monate länger und wenn die Erzieherinnen dem jetzt schon so „machtlos“ gegenüberstehen, dann wirds tatsächlich besser sein, euer Junior bleibt aus diesem Kindergarten weg.

    Habt ihr in eurem Ort keine anderen Kindergärten, die ihn nehmen könnten?

    Ich sehe das Problem, dass er jetzt „im bösen“ aus dem Kindergarten rausgenommen wird und sich diese Erfahrung einprägt. Wenn er nicht total unsensibel und abgestumpft ist, wird er sich auch nächstes Jahr noch dran erinnern und dann könnte der Neustart um einiges schwieriger werden, als wenn er jetzt aus diesem Kindergarten raus und in den nächsten reingeht und dort – hoffentlich – deutlich positivere Erfahrungen macht.

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  31. Das ist bei uns im Kindergarten anderst gelaufen. Da hatte die Kindergärtnerin das sagen und nicht das stärkste Kind… Und da waren auch Kinder die noch etwas weniger weit waren. Der Kindergarten ist doch genau dafür da, die Kinder langsam auf den gleichen Stand zu bringen.
    Aber als Eltern wirst du da kaum etwas erreichen können und wenn du nicht den Kindergarten wechseln kannst, scheint es wohl das Beste zu sein Junior da raus zu nehmen :(
    Meine Kinder waren übrigens vor dem Kindergarten in der Krippe. Diese ist im Prinzip ein Vorkindergarten wie der Kindergarten inzwischen eine Vorschule. Es hat meinen Kindern geholfen für den Kindergarten.

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