K(l)eine Dopingkontrolle

Frau in der Apotheke: „Nehmen sie eigentlich auch ausländische Rezepte?“

Pharmama (vorsichtig): „Kommt darauf an … um was geht es denn?“

Frau: „Um Wachstumshormone und Insulin.“

Pharmama (zweifelnd): „Hmmm“– (denkt: das wird leider gern missbraucht) „– für wen ist es denn?“

Frau: „Für meinen Kollegen – er ist Berufsbodybuilder und er braucht das.“

Pharmama (denkt: „Nein: er „will“ das sicher, aber „brauchen“ tut er das nicht.“) und  sagt: „Nein, tut mir leid, dafür bräuchte ich ein Rezept von hier – und wenn er keine medizinische Indikation dafür hat – also, es nicht wegen einem medizinischen Problem nimmt, dann denke ich nicht, dass er das bekommt.“

Frau: „Aber in (Land im Osten) bekommt er das Problemlos.“

Pharmama: „Schon möglich – aber hier nicht.“

Offenbar gibt es auch bei den Bodybuildern keine Dopingkontrollen??

Sowas.

 

 

 

 

Im Bild: Schwarzenegger zu Bodybuilder-Glanzzeiten. Auch er hat zugegeben gedopt zu haben -zumindest – verboten wurden sie erst später. Heute gilt er als ein strikter Gegner von Drogen.

 

 

Übrigens: ich bin dabei einen Post zu schreiben, was für Medikamente sonst noch gerne missbraucht werden von Bodybuildern – da ist einiges Überraschendes darunter.

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20 Antworten auf „K(l)eine Dopingkontrolle

  1. Ich finde diese „Muskelberge“ nicht schön. Nichts gegen Sport oder Fitness Studio. Sollte aber in Grenzen bleiben. Und „dopen“ würde ich mich sowieso nie. Gibt genügend, die daran sterben.

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  2. Hm. Wie bitte buildet man seinen Body mit Insulin? Mein Body lässt sich damit nicht builden, nur am Leben erhalten. Oder ich habs nicht kapiert 🙂

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    1. Ich vermute, das zusätzliche Insulin hilft, große Mengen Kohlehydrate in kurzer Zeit zu verarbeiten. Gewissermaßen frißt der – immer noch meiner Vermutung nach – so viel Zucker, daß er sich damit ein Diabetes II anfrißt.

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    2. Das ist darum:
      Missbraucht werden Insulin und Insulin-Analoga als so genannte „Aktivatoren“, da sie die muskelaufbauende Wirkung von anabolen Steroiden, Insulin-like growth factor 1 (da haben wir das Wachstumshormon) oder Somatotropin deutlich steigern können.

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    1. Wenn Du Profi-sport machen würdest, wahrscheinlich ja.
      In der Dopingliste steht:
      „Alle Beta-2-Agonisten (einschliesslich, falls anwendbar, ihrer beiden optischen Isomere) sind verboten
      ausser Salbutamol (maximal 1600 µg pro 24 Stunden) und Salmeterol bei inhalativer Anwendung und in Übereinstimmung mit den Empfehlungen zum therapeutischen Gebrauch des Herstellers.“
      Quelle:

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      1. Wobei ich meine, mal gehört zu haben, dass bei einem diagnostiziertem Asthma Salbutamol und Co. auch im Leistungssport wieder erlaubt wären.
        Was natürlich die Konsequenz hat, dass 99% der Profi-Radsportler ein diagnostiziertes Asthma haben.

        Das kann aber auch eine urbane Legende sein.

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        1. Sorry, ich hab Deinen Kommentar nicht genau durchgelesen, Pharmama.
          „ausser Salbutamol (maximal 1600 µg pro 24 Stunden) und Salmeterol bei inhalativer Anwendung und in Übereinstimmung mit den Empfehlungen zum therapeutischen Gebrauch des Herstellers“ bedeutet genau das. Ist also keine urbane Legende.

          Der eine Radsportler von Hundert, der kein diagnostiziertes Asthma hat, hat also echt Pech gehabt 😉

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        2. So steht es ja auch da: „zum therapeutischen Gebrauch“ …
          Würde mich schon interessieren, ob an deiner Statistik was dran ist.
          Hat jemand hier davon gehört, dass sie an den Olympischen Spielen Spritzen verbieten wollen (ausser mit speziellen Bescheinigungen) – weil sie in früheren olympischen Dörfern nämlich ein Problem hatten mit den weggeworfenen Spritzen überall …
          übel.

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          1. Die Statistik war geschätzt. Ich hab aber gerade mal Radsport und Asthma in Google eingegeben, da findet man Treffer. Allerdings leider keine seriöse Seite wie Spiegel, Süddeutsche, FAZ und Co.
            Vielleicht sind 99% etwas viel und ich tue den Radlern da unrecht.

            Aber das mit dieser Regelung Schindluder getrieben wird, halte ich irgendwie für plausibel. Zur Not zieht man sich als Nichtraucher (=Profisportler) eine Schachtel Zigaretten rein. Danach sollte die notwendige Lungenobstruktion zur Diagnose da sein.

            Das mit den Spritzen hab ich vor einigen Tagen selbst gelesen. Das soll eingeführt werden, da anscheinend das Putzpersonal bei der letzten Olmpiade relativ häufig gebrauchte Spritzen gefunden hat.

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  3. Bäh, sportlich ist ja eines und das finde ich durchaus ansprechend, aber diese Muskelberge sehen doch nur noch gruslig aus!

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  4. Wenn ich mir Arnie in jungen Jahren angucke, könnt ich mich immer kaputtlachen. Der Typ is so klasse. Bei sonen lässigen Typen muss nen Auge zugedrückt werden. Bei allen anderen muss aber gesagt werden, dass Bodybuilduing zunehmend perverse Formen annimmt. Waren die Mittel nicht auch impotenzfördernd?

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  5. Woher kommt eigentlich de Irrglaube das die Einnahme von Steroiden oder anderne Medikamenten verboten wäre?

    Wenn er nicht an offiziellen Wettkämpfen teilnimmt, kann er soviel Steroide spritzen wie er möchte.

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  6. Hat mal einer Mastputen in Stallhaltung gesehen? Diese armen Viecher haben soviel Muskelfleisch, dass sie vor lauter „Muckis“ nicht mehr richtig laufen können.
    Mancher Bodybuilder erinnert mich an einen Mix aus nackter Mastpute und Brathähnchen. Nur dass ich so ein richtig krosses Brathähnchen appetitlich finde und so einen Muskelmacker gelinde belächle.

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    1. Geht noch besser.

      Es gibt da so ein Muskelwachstumsregulatorprotein, da hat man bei Rindern genetisch ausgenockt. Die Viecher wurden zu Elefanten, NUR MUSKELN.

      Mit Mäusen hat man ea auch gemacht, die Mäuse waren dann fast so fett (MUSKELN) wie kleine Kaninchen.

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  7. Hallo,

    meinten Sie Land im Osten oder westlich über den Rhein?
    Momentan fahren sie dort leichfüssig über die Berge.

    Nachtrag:
    Abwärts fahren sie natürlich langsamer, da die Apothekenwirkung nicht zum zuge kommt 🙂

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