Etwas zu spät.

31

Noch eine Geschichte aus Amerika:

Eine Beratung für die Pille danach – die dort übrigens „Plan B“ heisst – „Plan A“ wäre demnach verhüten … und hat fehlgeschlagen …

Apotheker: „Und wie lange ist es her, dass sie ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten?“

Patientin: „Oh, etwa 6 Monate.“

Die Patientin war gute 90 kg schwer, aber der Apotheker dachte, sie wäre der typische übergewichtige Teenager. Dem war nicht so (oder nicht nur). Sie war im 6. Monat. Vielleicht dachte sie das Baby würde magischerweise verschwinden, wenn sie die Tablette nimmt??

So funktioniert das aber nicht. Die Pille danach wirkt nur in den ersten 72 Stunden ausreichend, danach muss man zum Frauenarzt, wo man eventuell noch etwas machen kann – allerdings: nach 6 Monaten ist das auch vorbei.

Advertisements

31 comments on “Etwas zu spät.

  1. spirit sagt:

    kann das wirklich wahr sein????

    Gefällt mir

    • Hajo sagt:

      .. war auch mein erster Gedanke, aber dann erinnerte ich mich, dass man bei diesem Land vom „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ spricht 😦

      Gefällt mir

  2. luminau sagt:

    Vielleicht hat sie gedacht, besser spät als nie?

    Gefällt mir

  3. no0815girl sagt:

    Vielleicht hat die Patientin selbst auch gedacht, sie hätte nur zugenommen…

    Gefällt mir

  4. Susanne sagt:

    spirit: sieh auf die erste Zeile… Irgendwie glaube ich mittlerweile den Satz, dass in Amerika alles unbegrenzt möglich sei…

    Gefällt mir

  5. silberträumerin sagt:

    sie hätte die noch-3-monate-warten-pille benötigt. die wirkt zwar erst in 3 monaten, aber dafür sehr wirkungsvoll und sie ist nach den 3 monaten ganz sicher nicht mehr schwanger 😉

    Gefällt mir

  6. seniora.rossi sagt:

    Hätte die Pille danach dem Baby eigentlich schaden können?

    Gefällt mir

    • stahldame sagt:

      „Die Pille danach wirkt nur bevor sich ein befruchtetes Ei in die Gebärmutter einnistet. Eine bisher evtl. unbemerkt bestehende Schwangerschaft wird nicht unterbrochen. Nach derzeitigem Wissensstand hat die Pille danach auch keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Embryos.“
      Steht hier:
      Wollte ich auch wissen, deshalb habe ich gegoogelt.

      Gefällt mir

      • Pharmama sagt:

        Ganz wichtig: „Nach derzeitigem Wissensstand“. Weil wir das nicht zwingend testen wollen, wird vor der Abgabe der Pille danach ja auch abgeklärt, ob man auch nicht ev. schon schwanger ist.

        Gefällt mir

  7. Aki sagt:

    Head => Desk D:
    Sowas kann doch nicht wirklich wahr sein – das ist ja schon weltfremd!

    Gefällt mir

  8. Sakasiru sagt:

    Es gibt ja auch Mädels, die wollen bis zum Einsetzen der Wehen nicht bemerken (oder sich eingestehen), dass sie schwanger sind. Da ist ein „es könnte was passiert sein“ im 6. Monat ja schon ein Fortschritt…

    Gefällt mir

  9. Doris sagt:

    Nach amerikanischer Art könnte Plan A auch der Verzicht auf vorehelichen Geschlechtsverkehr meinen, und dann ist so ein verstörter Teenager nicht so richtig verwunderlich!

    Gefällt mir

    • zimtapfel sagt:

      So ist es in der Tat gedacht: konservative amerikanische Politiker vertreten tatsächlich den Standpunkt, das Aufklärung über Verhütung die Kids überhaupt erst zu vorehelichem S.e.x animieren würde, und versuchen daher (häufig erfolgreich) Aufklärungsunterricht an den Schulen zu verbieten. Bzw. streichen einfach die finanziellen Mittel dafür und schwupps – keine hinreichende Aufklärung mehr. Das die meisten Kids es aber unaufgeklärt dennoch tun, tja, das dringt in das Weltbild der Herrschaften nicht so richtig vor. Und dann stehen die Mädels im 6. Monat in der Apotheke und fragen nach der Pille danach.

      Gefällt mir

  10. Lu sagt:

    Ui, es gibt sachen die gibts nicht. Kenn da auch so ne irre Geschichte, ist aber in Deutschland passiert.

    Mann (Türke, tut aber eigentlich nix zur Sache) kommt in Apotheke um sich zu beschweren: Sagen sie mal, jetzt nehm ich schon seit Jahren die Pille und meine Frau ist schon wieder schwanger.

    Apotheker: Wie, SIE nehmen die Pille?

    Mann: Ja klar, Verhütung ist Männersache…

    Ich meine, das ist ja eigentlich ganz löblich, aber deswegen die Pille seiner Frau zu nehmen???? Frag mich ja wie er an das Rezept gekommen ist.

    Gefällt mir

    • Pharmama sagt:

      Das wird wohl schon seiner Frau verschrieben worden sein. … hatte der noch keinen Brustansatz?

      Gefällt mir

    • Abendrot sagt:

      naja das es ein türke war tut schon was zur sache, bzw eher die mentalität das „es doch männersache sei“ wie so vieles…

      hätte er mal lieber kondome genommen^^
      und mal ehrlich, wenn er seit jahren die pille genommen hat, war er einfach nur fett so das mans nich gesehn hat oder…?^^

      Gefällt mir

  11. querdenker sagt:

    Auweia!
    Kann man in Amerika eigendlich nichts dafür leicht beschränkt zu sein oder wie kommt es das man andauernd solche Geschichten hört?

    Zugegeben: Ein Apotheker ist kein Arzt, aber er sollte doch wenigstens wissen was er für Produkte verkauft.

    Gefällt mir

  12. Was es nicht alles gibt sagt:

    Die Idee ist nicht schlecht.

    (Ich bin mal einer Patientin begegnet, die nach positivem Schwangerschaftstest 7 Packungen Antibabypille auf einmal genommen hat. Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Woher sie die hatte weiß ich leider auch nicht.)

    Gefällt mir

  13. Ups, dumm gelaufen – würde ich sagen. 😉 – – Was wohl aus der Mutter und dem Baby geworden ist , das wäre interessant zu wissen.

    Gefällt mir

  14. Liz sagt:

    Meine Nachbarin hat bei der 4. (!) Schwangerschaft erst in der 28. SSW gemerkt, dass sie schwanger ist, und bis dahin fröhlich Bierchen getrunken und Zigaretten geraucht. Und diesen Lebenswandel hat sie auch nach Feststellung der Schwangerschaft fortgeführt.
    Da frage ich mich dann auch, wie psycho man sein muss, um sowas so lange verdrängen zu können.

    Noch besser: Bei uns im Dorf (nein, ich wohne nicht in Deppendorf, es gibt auch noch intelligente Leute bei uns!) hat eine junge Frau bis zum Schluss geglaubt, sie hätte nur Magen-Darm-Grippe und bekam dann ihr Kind auf der Toilette.

    Deppendorf ist überall.

    Ansonsten ist das sicherste Verhütungsmittel immer noch ein Apfel. Immer, wenn es einen überkommt, Verkehr zu haben, geht man stattdessen einen Apfel essen. Garantiert nebenwirkungsfrei, rezeptfrei und absolut sicher!

    Gefällt mir

    • Felidana sagt:

      Es sei denn man hat ne Apfelallergie 😉 Aber Frauen, die monatelang nicht merken, dass die schwanger sind, gibt es anscheinend häufiger, in meinem Bekanntenkreis hat es ein Pärchen auch erst nen Monat vor dem vermuteten Geburtstermin erfahren… Und dann kam das Kind auch noch etwas früher, und sie hatten noch gar nichts an „Ausrüstung“…

      Gefällt mir

      • zimtapfel sagt:

        Meine Mutter hats bei mir auch fünf Monate lang nicht bemerkt. Oder die Anzeichen nicht beachtet/falsch gedeutet. Aus dem einfachen Grund, das ihr voher jahrelang alle Ärzte erzählt haben, sie könne keine Kinder bekommen.

        Gefällt mir

    • Wolfram sagt:

      Das ist nicht (nur) „psycho“ – Vorsicht übrigens mit diesem Begriff, der heißt nur „seelisch“, bist du seelenlos?? – also, sagen wir es anders, das ist nicht nur in Kopf und Herz der Schwangeren und erst recht kein Verdrängungsakt, sondern erstaunlicherweise macht sich in solchen Fällen, die mindestens ein bis zwei Promille der Schwangerschaften ausmachen, auch das Kind ganz klein, so daß der Leibesumfang tatsächlich deutlich geringer ist als bei einer bewußt Schwangeren gleicher SW.
      Frauenärzte haben beobachtet, daß ab dem Moment, wo die Mutter sich der Schwangerschaft bewußt wurde, der Bauchumfang zusehends (!) zunahm: jetzt konnte das Kind sich zeigen!

      Gefällt mir