Auspacken, Anwenden

Aus Amerika:

Telefon.
Kundin: „Das Zäpfchen, das sie mir gestern gegeben haben, funktioniert nicht wie es soll. Ich glaube sie haben mir etwas falsches gegeben.“
Apothekerin: „Lassen sie mich das kontrollieren: Nun, es sieht aus, als ob wir ihnen ein Prontolax Zäpfchen gegeben haben … wie der Arzt aufgeschrieben hat. Haben sie es richtig angewendet?“
Kundin: „Natürlich! Denken sie ich bin blöd? Ich habe genau das gemacht, was aufgeschrieben steht: es eingeführt.“
Apothekerin: „Was für eine Farbe hatte das Zäpfchen?“
Kundin: „Silber. Warum? Haben sie mir doch etwas falsches gegeben?“
Apothekerin: „Nein, aber man muss es auspacken, bevor man es einführt.“
Kundin: *Klick*

Das muss nicht Amerika sein. Das kommt auch bei uns vor.

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12 Antworten auf „Auspacken, Anwenden

  1. Ich stell mir gerade vor, wie sie das Zäpfchen mit dieser tollen Perforierung an der Silberfolie einführt…
    Das muss doch weh getan haben!

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    1. Gibt es auch, ja. Leider. Ich arbeite in einer Krankenhausapotheke, wo wir den Patienten fürs Wochenende regelmäßig ihre Medikamente (noch eingeblistert und in Tütchen umgepackt) mitgeben.
      Eine 90jähige demente Patientin hat’s geschafft, die mit Blister zu schlucken – sie durfte dann auch gleich unsere Endoskopie beehren, weil die Speiseröhre davon etwas… angekratzt war.
      Seitdem steht auf jedem Tütchen nicht nur „Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren“, sondern auch „Tabletten/Kapseln vor der Einnahme aus dem Blister entfernen“.
      99% der (lesefähigen) Patienten kommen sich von dieser Aufschrift wahrscheinlich verarscht vor…

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  2. Die hat wahrscheinlich vor lauter Euphorie, daß sie nicht zu den blöden gehört die nicht wissen wo das Zäpfchen hingehört, die verpackung gar nicht gesehen/gespürt…

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  3. Jetzt weiss ich endlich wieso manche Tabletten-Blister perforiert sind. Das sind die wo man auch mal weniger als alle nehmen muss… Sonst braucht man ja eine Schere, wenn man nur ein oder zwei nehmen will und das ist ja unpraktisch für unterwegs ;)

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  4. Ach Du liebe Zeit.
    Da hat sich aber jemand unter einem Zäpfchen etwas GANZ schlimmes vorgestellt, wenn sie es trotz, ich sag mal, eines unangenehmen Gefühls (bestimmt!!) das Dings eingeführt hat. Aua!

    Eine Unterhaltung aus meiner Schulzeit, die ich mitgehört habe am Nebentisch:
    „Boah, das Zäpfen hat VOLL eklig geschmeckt! So richtig ölig, ich hatte lange einen „wachsigen“ Belag auf der Zunge!“
    „Du hast das gegessen?“
    „Aja sicher!! Meinst Du, ich schieb mir das Ding in den A****?“

    *lach* Ab da konnte ich nicht mehr unauffällig tun ;-)

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      1. Dazu mein Lieblings-Bonmot:

        Manche Menschen würden eher sterben, als einmal nachzudenken – genau genommen tun sie das ja auch.

        George Bernard Shaw

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