Haben reicht – nicht.

Eine Frau kommt in die Apotheke.

Frau: „Einmal Ortho Gynest Ovula.“
Pharmama: „Die brauchen aber ein Rezept.“
Frau (leicht herablassend): „Ich habe ein Rezept.“
Pharmama (denkt: ‚ich kenne sie zwar nicht, aber vielleicht..‘.): „Wie ist denn ihr Name? Dann kann ich es im Computer heraussuchen.“
Frau: „Oh, ich habe es noch nicht hier. Es ist zuhause.“
Pharmama: „Ich brauche es aber hier, damit ich es abgeben kann.“
Frau: „Ich muss das mitnehmen? Aber ich zahle selbst!“
Pharmama: „Ja, auch dann -ich muss es sehen – sonst weiss ich ja nicht, ob ich das richtige abgebe.“

Lustig. Sie denkt, es reicht, wenn man das Rezept hat – dabeihaben muss man es nicht. Aber so ein Rezept ist ein Dokument – wie Führerschein, Flugbillette, ID … die braucht es einfach für verschiedene Tätigkeiten. Und das Rezept braucht es für den Bezug der (darauf vermerkten) rezeptpflichtigen Medikamente.



11 Antworten auf „Haben reicht – nicht.

  1. Womit Du Dich tagtäglich so rumplagen mußt. Finde übrigens Dein Deutsch sehr amüsant. Daß ihr wirklich viele Dinge doch so anders sagt als wir hier im hohen Norden, hätt ich früher ja ned gedacht.

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    1. Und dabei schreibt Pharmama hier ein so gutes Schrift- oder Hochdeutsch (=Standardsprache)!

      Ja, mein Papa hat sich in Hamburg mal mit ’nem Taxifahrer unterhalten; auf Hochdeutsch. Der meinte dann nur so, dass das Schweizerdeutsche gar nicht so schwer zu verstehen sei! *peinlich*

      Nähm mi scho no wonder, öb mer sSchwiizerdütsch em „hoche Norde“ öberhaupt no wörd verstoh… ;-)

      (Heisst: Nähme mich noch wunder, ob man das Schweizerdeutsche im „hohen Norden“ überhaupt noch verstehen könnte…)

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      1. Nö, die Norddeutschen verstehen nix! Bekannte von mir sind mit dem Zug von Basel nach Genf gefahren und haben die ganze Zeit gerätselt, ob diese unverständliche Sprache um sie rum noch Schweizerdeutsch oder schon Französisch sei ;-).

        Und ja: Pharmamas Deutsch ist einwandfreies Standarddeutsch. Eine plurizentrische Sprache ist doch was Schönes!

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    2. Ich finde das total spannend, weil hier und da auch ein paar französische Wendungen durchscheinen, wie zum Beispiel „dort hat es“ vs. „il y a“
      Aber solang hier nix im Stile von Chnusperznüni kommt, ist alles okay :D

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        1. *Chnoschper-Znüni*? – Der ist neu!

          Mir gefällt *Zwätschge-Chueche* (Pflaumenkuchen)besonders gut…
          Und mein Favorit: *Strätz’s z’Zöri?* (Regnet es in Zürich stark?)

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  2. Grins, ist klar! Verschreibungspflichtiges Medi ohne Rezept… Und entwerten tut sie es dann daheim ganz sicher, superdupiversprochen! ;-)

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