Vitamine – Überdosis

Viel hilft nicht viel oder: Mehr heisst nicht unbedingt besser.

Schon Paracelsus hat gesagt:

„All Ding’ sind Gift und nichts ohn’ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

Das gilt auch für Vitamine

Vorsicht ist speziell bei den fettlöslichen Vitaminen A, D und E geboten, denn sie können nicht einfach über die Nieren ausgeschieden werden, sondern werden in der Leber gespeichert.
Wird beispielsweise Vitamin A in hohen Dosen konsumiert, kann dies zu Leberschäden, Veränderungen des Blutbilds oder teilweise schweren psychiatrischen Symptomen führen. Werdende Mütter können unter Umständen mit einer hohen Dosis Vitamin A ihr ungeborenes Kind schädigen.
Aber auch die wasserlöslichen sind nicht ohne: die Einnahme grosser Mengen an Vitamin C gibt Durchfall und selten können sich Nierensteine bilden. Auch können sich Erkrankungen verschlechtern, welche die Speicherung von Eisen im Körper betreffen.
Und Spurenelemente: Selen wird oft angepriesen als Schutz gegen Krebs, was eine irreführende Heilanpreisung darstellt. Der Überkonsum von Selen kann gesundheitliche Schäden verursachen. Zu den Symptomen zählen brüchiges Haar, deformierte Nägel, Ausschläge, Hitzewallungen, Hautschwellungen oder starke Schmerzen. Selenvergiftungen können sogar zum Tod führen.

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Wenn man Raucher ist, oder schwanger, sollte man überhaupt keine Vitamine ohne Rücksprache mit dem Arzt schlucken.

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11 Antworten auf „Vitamine – Überdosis

  1. Hallo,
    könntest Du kurz erläutern, warum man als Raucher eine Vitamineinnahme vorher mit seinem Arzt besprechen sollte? Ich habe in diversen Medizinforen gelesen, das man als Raucher einen erhöhten Vit. C Bedarf hat und daher immer zusätzliche Vit. C Tabletten einnehmen sollte.
    Danke und LG,

    Doris (Nichtraucher, aber mit Raucher verheiratet)

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  2. Neuste Studien zeigen, dass Raucher, die bestimmte Vitamine einnehmen (hochdosiert) anscheinend häufiger Krebs machen als diejenigen, die das nicht tun.
    Es scheint nicht alle Vitamine zu betreffen, aber mindestens Vit E, Vit A (und die Vorstufe Betacarotin). Man empfiehlt darum Rauchern, den Vitaminbedarf eher über die Nahrung zu decken: also viel frisches Obst und Gemüse. Von Vitamin C habe ich nichts speziell negatives gehört … wenn man es nicht grad mehr-gramm-weise einnimmt.

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  3. Sehr interessant! Gestern auch eine Dokumentation zu dem Thema gesehen. Ich dachte ja auch jahrelang, Vitamintabletten zu nehmen sei gesund…

    was ich mich aber frage: Ich habe eine Fructosemalabsorption und dementsprechend beschränkt sich mein Konsum von Obst und Gemüse auf eine ziemlich geringe Menge (kommt dazu, dass ich sowieso kein grosser Fan davon bin. Smoothies mochte ich, aber die gehen gar nicht mehr..). Weisst du vielleicht, ob es in so einem Fall sinnvoll ist, Vitamine zu nehmen (ich bin übrigens Nichtraucherin)? In D gibts extra ein Präparat dafür (FructoVit von Biolabor) aber ich bin mir nicht sicher, ob das hierzulande erhältlich ist und weil es kein Apotheken-, sondern ein Drogeriemarktprodukt ist, kann ich es auch nicht einfach via Apotheke bestellen. Und: Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Vitamintabletten?

    Danke und LG!

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    1. Marika: Apotheken dürfen unter gewissen Umständen auch im Ausland Medikamente etc. bestellen … erkundige Dich mal in Deiner Apotheke. Wir hier machen das noch gelegentlich.
      Welche Vitamintabletten jetzt „besser“ oder „schlechter“ sind ist schon schwieriger zu definieren. Da gibt es hochdosierte, speziell auf verschiedene Bedürfnisse zugeschnittene Präparate und solche, wo man sich bemüht „natürliche“ Quellen für die Vitamine zu nehmen.

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  4. gerade beim lesen habe ich gedacht: „selen – ja stimmt, das ist doch auch giftig. da gibt es doch auch diesen klassiker – wie hieß der? selen und spitzenhäubchen?“ okay – da hatte ich wohl doch etwas verwechselt …

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    1. Arsen und Spitzenhäubchen. :-)
      Super Film! Ich weiss noch, wie ich da fast die Tasse Tee verschüttet habe als Mortimer in der Kiste unter dem Fenster nachschaut, ob die Leiche noch da ist und das Fenster auf einmal aufspringt ….

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  5. Gerade Vitamin C und Eisenspeicher macht mich grade hellhörig, weil wir letztens im Bekanntenkreis eine Diskussion hatten ob man Eisenpräparate mit Orangensaft nehmen sollte, weil „Vitamin C die Eisenaufnahme unterstützt“.
    Kannst du dazu was sagen (stimmt das überhaupt, hängts vom Präparat ab, …)?

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  6. Im NDR kam im Mai eine Reportage zu antioxidativen Vitaminen. Die Aussage dort war, dass es für gesunde Menschen überhaupt keinen Grund gibt zusätzliche (antioxidative) Vitamine zu nehmen, da sie möglicherweise nicht nur nutzlos sondern sogar schädlich sind. Auch die oft vermutete Mangelversorgung ist bei weitem nicht so dramatich wie angenommen.

    Hier mal der Link:

    (Die Musik nervt etwas, aber die Reportage ist trotzdem gut)

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  7. Tatsache ist, dass es bis jetzt kaum Fälle (ca. 4 in den USA) von Vitaminüberdosierung gab! Hierfür ist eine sehr hohe Menge an Vitaminen nötig. Überdosierung kann bei fettlöslichen Vitamine auftreten; wasserlösliche Vitamine werden, sofern der Körper genug hat, ausgeschieden. Vitamin C kann ohne bedenken bis weit über 7g pro Tag genommen werden.
    Gegenüber den 4 Fällen stehen millionen von Tote durch Vitaminmangel (tausende schon allein in Afrika). Denkt also eher über die Folgen von Vitaminmangel als über die Folgen durch Überdosierung nach.
    Informiert euch mal wie viel Vitamine pro Tag benötigt (z.B. ein Raucher benötigt 20mg mehr am Tag por Zigarette!)werden und wie viel Ihr zu euch nimmt. Selbst wenn ihr viel Obst und Gemüse isst ist es schwierig schon allein die empfohlene Menge zu erreichen. Viele Vitamine gehen durch lange Lagerungszeiten, Licht und erhitzen verloren.
    Pharmakonzerne haben kein Interesse (keine Patente) an Vitaminen und Co weil hierdurch im Vergleich zu Medikamenten kaum Geld verdient werden kann. Deswegen werden viele falsche Meldungen gemacht, Chemiekonzerne gehören gleichzeitig Pharmaunternehmen, Lebensmittelindustrie! Krankheiten werden Vom „Verursacher“ geheilt.Hinzu kommt dass kaum ein Arzt über „neue“ medizinische kenntnisse informiert wird. Normalerweise dauert es ca. 10 Jahre bis die Ergebnisse der Forschung beim Arzt sind. Vitamine werden als immer wichtiger angesehen und werden in Zukunft vermehrt verschrieben. Z.B. jetzt schon ist es möglich ( in Deutschland) nach dem 1. Herzinfarkt sich Vitamin E verschreiben zu lassen.
    usw…

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