Frage des Tages

Auch ich lerne nie aus und manchmal muss ich Kundenfragen erst nachgehen, bevor ich sie mit Sicherheit beantworten kann. Ich werde in Zukunft ein paar von diesen bringen.

hier ist die von heute:

Wenn man die Pille danach (mehrmals) nimmt – hat das dann einen Einfluss später auf die Wahrscheinlichkeit, dass man schwanger wird?“

V.a. ob es dann länger dauert oder weniger Wahrscheinlich ist.

Antwort: Nein. Die Pille danach hat nur gerade für das Mal wo sie genommen wird einen Einfluss – sie beinflusst nicht einmal den laufenden Zyklus, d.h. wenn man sie wegen ungeschütztem Geschlechtsverkehr einmal nimmt und dann in den folgenden Tagen wieder Sex hat, schützt sie schon nicht mehr. Auch mehrmals genommen hat sie keinen Einfluss auf die spätere Fruchtbarkeit – das haben die üblichen Pillen übrigens auch nicht. Man wird also nicht weniger schnell schwanger als wenn man sie nie genommen hat.

Trotzdem sollte der Einsatz auf den Notfall beschränkt bleiben, weil es hormonell eine rechte Belastung für den Körper bedeutet.

Übrigens: Was sie offenbar erhöht ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft falls man nach Einnahme von Norlevo doch schwanger wird – sie ist ja kein 100% Schutz.



23 Antworten auf „Frage des Tages

  1. Wenn man sich überlegt, das die Pille danach die ca. 50fache Dosis einer normalen Pille ist. Und zu Zeiten, wo die Pille erfunden und Massenmarkttauglich gemacht wurde wirklich täglich verabreicht wurde als „normale“ Pille.

    Ob manche Frauen sich überhaupt überlegen was sie da in sich hineinpumpem an Hormonen?? Oder ist es für sie einfach ne kleine lustige Pille mti der man Kinder verhindert?

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    1. @ickedette: „Ob manche Frauen sich überhaupt überlegen was sie da in sich hineinpumpem an Hormonen?? Oder ist es für sie einfach ne kleine lustige Pille mti der man Kinder verhindert?“

      nee, die sind einfach nur total verzweifelt. und da greift man nach jedem strohhalm..

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      1. Verzweifelt? Nun ja. Wenn sie das Zeug mal nehmen, weil eben leider was schiefgegangen ist, dann sicherlich.
        Wer aber meint, sie müsse das Zeug nach jedem GV einwerfen wie Bonbons, weil offenbar keine andere Methode in Frage kommt, oder wie in dem Artikel gleich mehrere auf einmal in der Hoffnung, das es dann länger wirksam ist, ist ganz sicher nicht verzweifelt, sondern einfach nur dumm. Zu dumm, eines der zahllosen und meist sehr simplen Verhütungsmittel zu benutzen, die es so gibt. Weil die Pille danach eben kein Verhütungsmittel ist/sein sollte, sondern nur ein Mittel für den Notfall.

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        1. ah, du weißt also ganz genau was dem Mädel passiert ist?

          man nimmt die pille danach nicht aus Spaß an der Freude… allein schon wegen dem aufwand und der peinlichkeit in die apotheke zu müssen und ne stange geld auf die ladentheke zu blättern. das tut sich doch niemand freiwillig an

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    2. So ein Quatsch,
      wie kann man nur so einen „naiven Glauben“ an eine „Wunderpille“ haben. Ich bin Opfer eines Arztes, der mir nach einer Fehlgeburt ebensolche „Märchen“ über die Pille danach erzählt hat: „Alles ganz harmlos, wirkt nur einen Zyklus…blabla“ .

      Nun kämpfe ich bereits seit 1,5 Jahren mit meinen Hormonen. Mir hat es den Hormonhaushalt total zerschlagen. Die Pille danach hat mein Progesteron stark unterdrückt und den Androgenhaushalt völlig zerstört. Sie besteht nämlich aus Levonorgestrel, einem synthetischen Gestagen mit androgener Wirkung. In der 15fachen Dosis einer normalen Pille haut das den Androgenhaushalt völlig um. Mein Prolaktin, SHGB, DHEAS sind seitdem viel zu niedrig. Heißt im Klartext ich bin seit der Einnahme auch „impotent“. Das sexuelle Empfinden total gestört.

      Wie können Ärzte und Apotheker (Naturwissenschaftler!!!) nur glauben, dass das 15fache einer Pille mitten in den Zyklus „gepfeffert“ den Hormonhaushalt nicht langanhaltend stört. Völlig naiv und realitätsfremd. Wo schon eine normale Pille bei den meisten Frauen den Hormonhaushalt mehrere Monate stört.

      Hätte ich mich mit der Dosis (1,5mg Levonorgestrel) ausgekannt, hätte ich dieses „Mistzeug“ niemals genommen. Für mich klang „1,5mg“ damals allerdings wenig. Hätte nie gedacht, dass es das 15fache einer Pille ist. Werde nun wohl noch Jahre unter schweren Beschwerden leiden müssen, bis mein Hormonhaushalt wieder einigermaßen eingependelt ist. Hätte so gerne nochmal ein Kind gehabt, daraus wird jetzt wohl nichts mehr! Tut sehr weh!

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      1. Es tut mir leid, dass du derart schlechte Erfahrungen machen musstest.
        Ich kann dazu nicht viel mehr sagen als: „Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen, aber … das Wissen ändert sich.“
        Im Moment ist das allgemein-Wissen aber so (laut Packungsbeilage und Fachinformation), dass derartiges eigentlich nicht passieren dürfte.
        Unter Nebenwirkungen steht denn auch nur:

        „Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von NorLevo auftreten: sehr häufig werden Übelkeit, Kopfschmerzen, Unterbauchschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Erbrechen und Spannungsgefühl in der Brust beobachtet.
        Schmier-, unregelmässige und verstärkte Blutungen können auftreten und bis zur nächsten Menstruation, die verspätet eintreten kann, andauern. Mit Ausnahme der möglichen Menstruationsstörungen verschwinden diese unerwünschten Wirkungen im Allgemeinen innerhalb von 48 Stunden nach Einnahme der beiden Tabletten. “
        Und (ganz wichtig):
        „Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. “

        – Ich nehme mal an, das hast Du?

        Aber Danke für Deinen Bericht. Es zeigt nur wieder deutlich, dass das wirklich nur als Notfallmedikation angewendet werden sollte.

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  2. ähmm…. WENN die Pille tatsächlich keinerlei langfristigen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft hat, WIE erklären sich dann die Frauen, die nach Absetzen der Pille einen total gestörten Zyklus haben?

    Die gibt es nämlich wohl tatsächlich…

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      1. Also, dass ist nun wirklich Unsinn.

        Natürlich wird man mit einem gestörten Zyklus nicht schwanger. Deshalb werden die meisten Frauen ja auch direkt nach der Antibabypille nicht sofort schwanger. „Schwanger werden“ ist ein sehr komplexer und sensibler Prozess. Sieht man daran, dass selbst wenn hormonell alles stimmt man nicht jeden Monat schwanger wird. Nur wenn wirklich alles optimal stimmt (Hormonwerte, Zyklusabläufe etc.) kommt es zur Schwangerschaft. Die Natur wäre ja auch blöd, wenn sie eine Schwangerschaft unter ungünstigen Voraussetzungen zulassen würde. Es käme dann ja zu ständigen Fehlgeburten.

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        1. Erstens: Man kann auch wenn man die Pille nimmt – und sie einen Tag vergisst- schwanger werden – oder weil deren Wirkung reduziert ist, zB. durch ein Antibiotikum. Das kommt vor. Und nicht gerade selten. Und da würde ich sagen ist der Zyklus ja auch „gestört“.
          Zweitens: Es *gibt* eine Menge Fehlgeburten. Nicht unbedingt später in der Schwangerschaft, aber die ersten Monate 15-20% … ja, ich würde sagen, recht häufig. Ein Grund für mich, nicht zu früh mit einer Schwangerschaftsmeldung herauszuplatzen.
          Die Natur – wenn du das so nennen willst, sorgt dafür, dass eine Spezies nicht ausstirbt. Schwanger werden gehört dazu. Halt auch unter manchmal unidealen Bedingungen.

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  3. Ich war vor Jahren auch einmal in der Situation, dass ich die Pille danach nehmen musste (Kondom geplatzt). Und nie nie NIE wieder würde ich sie nehmen, ich lag nämlich 2 Tage im Bett und habe gek***!
    Die Pille danach hat starke Nebenwirkungen und wer sich das einmal angetan hat, wird sich hüten, dies ein zweites Mal zu tun.
    Aber wer weiss, vielleicht habe ich sie einfach schlecht vertragen oder die Pille danach ist mittlerweile verträglicher.

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  4. ich habe einmal diese Pille danach genommen, es gab das einen kleinen Unfall mit der Verhütung- ich habe nur die Hälfte der Dosis geschafft und gekotzt wie verrückt und es ging mir hundeelend- das macht man nicht freiwillig !

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  5. Das war eine ziemlich typische Reaktion mit der alten „Pille danach“ die es auch nur auf Rezept gab. Darum habe ich meist gleich noch ein Mittel gegen Übelkeit mitverkauft.
    Die neue Pille danach ist bei weitem nicht mehr so schlimm. Wir müssen die Patienten immer noch darauf hinweisen, dass wenn sie innert 2 Stunden erbrechen sie nochmal kommen und eine neue brauchen, aber bisher hatte ich noch keinen Fall.

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    1. Nein, auch die „neue“ Pille danach hat schreckliche Nebenwirkungen (siehe meinen Bericht oben).

      Man kann in diesem hochdosierten Bereich einfach nicht mehr mit Standarddosierungen arbeiten. Genau das tut die Pharmaindustrie aber. Es gibt für Frauen eben keine DIN-Norm. Wir sind alle verschieden und unsere Eierstöcke unterschiedlich leicht bzw. schwer durch Hormone zu stimulieren. Die Pharmahersteller der „Pille danach“ wollen jedoch auf keinen Fall von einer Frau wegen einer ungewollt eingetretenen Schwangerschaft verklagt werden. Sie orientieren sich folglich mit ihrer Dosierung an den schwer stimulierbaren Frauen. Damit nehmen sie billigend in Kauf, dass Frauen, die durch Hormone leicht zu stimulieren sind, schwere Gesundheitsschäden erleiden.

      „Die“ Pille danach dürfte es deshalb gar nicht geben. Die persönlichen Voraussetzungen der Nutzerinnen (Stimulierbarkeit, Alter etc.) sind dazu einfach zu verschieden.

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      1. Ergänzung:

        Der Pharmahersteller „Hexal AG“ hat den Vertrieb der deutschen Pille danach „Unofem“ übrigens zum 01. Februar 2011 eingestellt (na endlich…).

        Offiziell wegen „vertrags- und lizenzrechtlicher Begebenheiten“ (Klar, und ich bin der Kaiser von China…). Waren wohl eher die zahlreichen Berichte von Frauen über schwere Nebenwirkungen. Stand ja schon überall im Internet.

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      2. Wir zeigen alle mehr oder weniger Unterschiede im Verstoffwechseln und damit auch der Wirkung von Tabletten. Alt, Jung, Frau, Mann … genetische Unterschiede …
        Genau darum werden die Pillen ja auch an verschiedenen Menschen getestet – und da zeigt sich dann, dass wir auch genug Gemeinsamkeiten haben, dass es trotzdem funktioniert.
        Ansonsten dürfte es ja gar keine Tabletten geben.

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        1. Tja, die Erfahrung zeigt aber anderes. Häufig genug geht es dann eben trotzdem schief und schwere unerwünschte Wirkungen treten auf.
          Zumal an den Studien eben immer nur eine sehr begrenzte Probandenanzahl teilnimmt.

          Zur Pille danach gibt es z.B. keinerlei Langzeitstudien. Niemand weiß daher, ob und wann Frauen nach der Einnahme tatsächlich wieder schwanger werden (Refertilisierung ungeklärt?). Auch andere Langszeitrisiken (Krebs?) sind bislang nicht untersucht worden.

          Bei aller Liebe zur Pharmaindustrie (muss man als Apothekerin wohl haben). Es ist doch ein wenig naiv zu glauben, dass Medikament hinsichtlich all ihrer Wirkungen in großen Studien gründlich untersucht worden sind. Zur Pille danach ist ja noch nicht mal die genaue Wirkungsweise bekannt. Es wird ja sogar immer noch darüber gestritten, ob sie einen nidationshemmenden Effekt hat oder nicht. Also noch nicht einml die Indikation ist eindeutig geklärt.

          Ist es da verwunderlich, wenn Frauen schwere Nebenwirkungen erleiden? Wohl kaum!

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        2. Nicht so voreilig! Warten wir es mal ab, ob die anderen Hersteller nicht auch demnächst ihre „Pillen danach“ vom Markt nehmen.

          Nicht jedes Unternehmen kann sich das ja auch so einfach leisten, wie die Hexal AG, als Riesenkonzern. HRA Pharma (Hersteller von „EllaOne“) ist z.B. ein kleines Unternehmen, dass praktisch nur die Pille danach herstellt. Die müssten wohl Insolvenz anmelden, wenn sie die Pille danach vom Markt nehmen würden. Klar, dass die bis zum Letzten an diesem Präparat festhalten werden.

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        3. „Zur Pille danach ist ja noch nicht mal die genaue Wirkungsweise bekannt.“ – Das gilt auch für andere Medikamente und ist nicht unbedingt ein Argument gegen deren Wirkung. Man denke an das beliebte Panadol: Paracetamol. Sollte man das darum auch nicht mehr nehmen?

          Mit der Pille danach hat man jetzt bald Jahrzehntelange Erfahrungen mit bald Millionen Anwenderinnen (man denke auch an Amerika, wo man das freiverkäuflich bekommt). Und die Indikation ist klar: Schwangerschaftsverhinderung.

          Du redest da viel von den „schweren Nebenwirkungen“ – da sehe ich (und ich rede jetzt als Fachperson mit Jahrzehntelanger Erfahrung) weder in der Praxis noch in Studien etwas davon. Ich denke mehr als ein paar Einzelfälle im Internet (haben die das auch gemeldet wie sie sollten?) hast du auch nicht. Oder?

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      3. Genau deshalb arbeiten Leute daran a) das 1000 Dollar Genom zu ermöglichen und b) basierend darauf Empfehlungen ausprechen zu können.

        Dann heißt es eben nicht mehr kinder nehmen 1 und erwachsene 2, sondern Leute mit Genotyp ABC nehmen so und soviel pro kg / zeiteinheit ein.

        Das wird in Zukunft alles kommen, ist nur noch eine Frage der Zeit.

        Das nennt sich Individualmedizin, Medikamente die direkt auf einen Menschen zugeschnitten sind.

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        1. So jetzt ist es soweit !!! Meine obige Vorhersage hat sich erfüllt. Nach der Hexal AG nimmt nun auch die Bayer AG ihre Pille danach „Levogynon“ vom Markt. Oder um genau zu sein hat sie bereits (leise, still und heimlich) in Deutschland mit sofortiger Wirkung eingestellt. Obwohl die Bayer AG die Lizenz erst zum Jahresende 2011 freiwillig an den Hersteller Gideon Richter zurück gibt, wird sie schon jetzt nicht mehr verkauft. Glaubst du immer noch an Zufall? Das stinkt zum Himmel! Die Pille danach ist nicht sicher.Sie führt zu schweren Gesundheitsschäden und Beschwerden.

          PS: Sollte mir wohl in Zukunft als Hellseherin mein Geld verdienen. Übrigens habe ich meine Nebenwirkungen selbstverständlich dem Hersteller gemeldet. (Nach der jetzigen Entwicklung zu urteilen, war ich damit wohl auch nicht die einzige)

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  6. Kommentar auf deine Äußerung vom 22. März:

    Die Indikation der Pille danach ist natürlich „Schwangerschaftsverhinderung“, die Frage ist jedoch „wann???“. Verhindert sie nur vor dem Eisprung eine Schwangerschaft oder auch noch danach. Das ist die indikationsrelevante Frage! Geht man mit der herrschenden Meinung davon aus, dass kein nidationshemmender Effekt besteht, dann kann in der zweiten Zyklushälfte eben gerade keine Schwangerschaft mehr verhindert werden. Ergo, ist die Indikation „schwangerschaftsverhinderung“ für diesen Zeitpunkt nicht mehr gegeben. Ist das so schwer zu verstehen?

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