Aus dem Notfalldienst

Telefon im Notfalldienst.

Älterer Anrufer: „Ich habe gerade meine Tante vom Notfalldienst abgeholt.“

Apothekerin: „Ja?“

Anrufer: „Und die Ärzte haben ihr ein paar Sachen aufgeschrieben, eines davon Xanax.“

Apothekerin: „Ok.“

Anrufer: „Jetzt beklagt sie sich, dass die linke Seite ihres Körpers schmerzt.“

Apothekerin: „Die linke Seite?“

Anrufer: „Ja. Sie sagt auch die Brust mache ihr weh.“

Apothekerin: Sie müssen sie sofort zurück in den Notfall bringen. Das hört sich nach einem Herzanfall an.“

Anrufer: „Was? Aber wir kommen gerade von da!“

Apothekerin: „Ich weiss. Aber sie müssen sie wieder hinbringen.“

Anrufer: „Warum? Denken sie es war das Xanax?“

Apothekerin: „Ich weiss es nicht. Aber bringen sie sie so schnell wie möglich.

Anrufer: „Aber die im Notfall haben ihr das gegeben. Warum soll ich sie jetzt wieder dorthinbringen?“

Apothekerin: „Ich weiss nicht was der Auslöser war, aber sie können sie ja fragen, wenn sie sie in den Notfall gebracht haben! (muss ich noch deutlicher werden?)

Anrufer: „Oh, ok.“ (hängt auf.)

Tönte nicht so, als wäre er sehr erfreut sie wieder hinbringen zu müssen.

Übrigens: vor allem Frauen zeigen bei Herzinfarkten oft nicht so typische Symptome, dort wird das häufig mit Magenschmerzen, Kiefer- oder Zahnschmerzen (!) und ähnlichem verwechselt. Trotzdem ist es wichtig, dass man bei Verdacht rasch reagiert. Hier findet man mehr über die Symptome.


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5 Antworten auf „Aus dem Notfalldienst

  1. Ich lese zwar schon länger mit, aber dieser Eintrag bringt mich dazu, jetzt zum ersten mal was zu schreiben:

    AAARGH! HABT IHR IN DER SCHWEIZ KEINEN RETTUNGSDIENST?

    Sorry, wenn ich schreie, aber dieses fahren-sie-mal-einen-potentiell-lebensbedrohlichen-Notfall-privat-ins-Krankenhaus macht mich zum Tier! Die meisten Ratschläge, die ich von dir gelesen habe, waren echt gut, aber das ist ja wohl mal völlig daneben. Man bringt einen Notfall nicht zum Arzt, sondern den Arzt zum Notfall.

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  2. Meine Mutter hatte im Frühjahr dieses Jahres einen Herzinfarkt.

    Die erste Frage des Notdienstes aber war die Versicherungskarte. Da ich aber nicht in der Wohnung mitwohne und meine Mutter zusätzlich zu dem Infarkt auch noch einen einen Mini-Hirnschlag mit anschließender Kurzzeitamnesie hatte, wußte sie dann auch nicht, wo die Karte sein könnte (gut, das mit der Amnesie hat dann erst der Neurologe festgestellt). Trotzdem!

    Hab dann die blöde Karte doch noch finden können. Da war der Sanitäter endlich zufrieden gestellt *argh*

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  3. @Sebastian: normalerweise hast Du recht – und wir haben ja einen Rettungsdienst. Aber: die Dame kommt gerade vom Notfall – hockt sozusagen noch beim Verwandten im Wagen, sie rasch zurückzufahren ist wahrscheinlich schneller als: aufhängen, Notdienst anrufen, die fahren dann hin (wenn man Pech hat und nicht erwähnt dass es ein Herznotfall ist, ist wahrscheinlich nicht mal ein Arzt dabei sondern „nur“ Sanitäter, dann fahren sie wieder ins Spital. Ausserdem haben die im Notfall ja schon ihre Daten und Unterlagen, muss also nicht alles nochmals angegeben und aufgenommen werden ..

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  4. @Pharmama: Dieser Artikel ist zwar schon ein wenig älter, trotzdem braucht’s zu deinem Kommentar noch einen Nachtrag: «nicht mal ein Arzt dabei sondern „nur“ Sanitäter» gibt es in der Schweiz nicht, der Sanitäter ist oft mind. so gut wie der Arzt, oft sogar massiv besser als alle Hausärzte. Im Gegensatz zu einigen Nachbarländern dürften die Rettungsdienste hier in der Schweiz den Leuten medizinisch auf sehr hohem Niveau helfen, was sie auch gut machen.

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    1. Hallo Martin, Du hast natürlich recht – und ich will die Sanitäter auch gar nicht abwerten. Ich konnte schon ein paarmal miterleben, wie gute Arbeit die leisten. Und schnell sind sie auch noch!

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