Ist es doch! … Nein, ist es nicht!

Es kommt eine Kundin in die Drogerie, die nach einem Produkt fragt, von dem ich noch nie gehört habe. Nachdem ich im Computer nachgeschaut und sogar bei meinen Kolleginnen nachgefragt habe, bin ich sicher, dass wir es nicht an Lager haben.

Pharmama: „Entschuldigen Sie, aber dieses Produkt haben wir nicht hier.“

Dann starrt sie mich an, als ob ich ihr etwas vorenthalte. „Nein, sie haben es!“ sagt sie

Dann starrt sie weiter, als ob sie erwartet, dass ich es aus der dünnen Luft herzaubere, wie David Copperfield.

Ich muss sagen, ich finde das etwas irritierend.

Eigentlich ist das, wie wenn jemand zu deinem Haus kommt: „Entschuldigung, ich suche nach Gabi.“

und Du sagst: „Sorry, aber hier wohnt keine Gabi.“

und die Person sagt: „Aber sicher tut sie das!“

Schau, das ist mein Haus. Und ich kenne die Namen der Leute, die hier wohnen. Solange der Goldfisch sich nicht auf einmal Gabi nennt, haben wir hier keine Gabi.

Und genau so ist es manchmal mit gewissen Produkten.

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6 Antworten auf „Ist es doch! … Nein, ist es nicht!

  1. Das passiert bei uns auch des öfteren. Meist fragen die Kunden nach Medkamenten, die sie angeblich telefonisch schon bestellt haben. Wir haben aber nichts für diesen Kunden bestellt. Ich frage dann immer nach: „Sind sie sich sicher , daß sie bei unserer Apotheke angerufen haben?“
    „Aber natürlich, ich komme doch immer nur zu ihnen.“ In diesen Fällen stellt sich dann raus, daß der Kunde in der Nachbar-Apotheke angerufen hat. Und das kommt öfter vor als man denkt.

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  2. Die Geschichte mit Gabi erinnert mich aber an einen uralten Sketch zum Thema „Wie treibe ich meinen Nachbarn in den Wahnsinn“ (ich glaube von Dieter Hallervorden):

    Erst ein paar Anrufe: „Hallo ich möchte gerne Gabi sprechen – wie, die wohnt hier nicht? – sie hat mir doch diese Nummer gegeben!“

    Das wird so lange wiederholt, bis der Angerufene mürbe wird. Dann kommt der Schluß-Anruf: „Hallo, hier ist Gabi, gabs Anrufe für mich?“

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  3. is aber sicherlich lustiger, als das was mir neulich passiert ist..nachts um halb drei klingelt am haus n alki der fragt wie es (meinem nicht vorhandenen) bruder und klaus(den es ebnfals…nicht gibt) geht…*grmlhmpf* ach wie gut dass mir demnächst aus versehen die gieskann vom fensterbrett rutschen wird..soll sich ruhig..(ja noch ein dann drittes mal) nochmal herwagen der typ…

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  4. Da fällt mir ein:

    Eine alte Dame ruft bei mir an und möchte Dr. Sonne sprechen.

    Ich sage ihr sehr freundlich, dass Dr. Sonne hier nicht zu erreichen ist und ich einen privaten Anschluss habe. Sie müsse sich verwählt haben.

    Statt jetzt mit einem „Sorry“ aufzulegen, blafft mich die alte Frau an: Geben Sie mir sofort Dr. Sonne, ich muss ihn unbedingt sprechen, ich bin krank.

    Nachdem ich ihr das zweite Mal sage, dass dies ein privater Anschluss ist, wird sie sehr böse und schreit mich an: Das kann überhaupt nicht sein, ich habe ihre Nummer von meinem Hausarzt bekommen – und das ist Dr. Sonnes Nummer. Sie nennt mir meine Nummer und wirft mir vor, ich würde sie „verarschen“. Wenn Sie mir nicht sofort Dr. Sommer geben, dann ist hier aber was los!!!

    Ich versuche, ihr zu sagen, dass ihr Arzt sich mit der Nummer geirrt hat, dies hier sei meine Nummer und ich habe sie schon seit 30 Jahren.

    Ich merke, die Dame ist schon sehr alt und sie wird immer unsicherer und gleichzeitig immer böser.

    Gewöhnlich hätte ich schon lange mit einem passenden Satz aufgelegt.

    So versuche ich ihr zu erklären, was geschehen ist und frage Sie, ob ich ihr helfen kann, die richtige Nummer zu finden, damit sie den Arzt anrufen kann.

    Jetzt wird sie aber richtig böse: Ich solle mich gefälligst nicht um ihre Angelegenheiten kümmern und sofort aus der Leitung gehen, sie wolle Dr. Sonne sprechen – ihr Arzt würde sich nicht irren.

    Huch – da habe ich doch schon so lange Jahre die falsche Nummer…. sie legt wütend auf.

    Wer ruft wohl innerhalb der nächsten 5 Minuten noch 3 x an?

    Tja – ich bin aber auch ein böses Mädchen… mit so einer geklauten Nummer….

    Selten eine so wütende alte Person gesprochen, die sich beharrlich weigerte, meine Informationen zu akzeptieren.

    Ich war ein wenig verstimmt – und irgendwie hat sie mir ganz schön leid getan..

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  5. @Svenja: ich könnte ihr ja sagen: wenn sie’s finden, bekommen sie’s zu 50% günstiger…
    aber dann würde sie mir wohl das Lager und die Schubladen durcheinanderbringen auf der fruchtlosen Suche.

    @chris: Neee, ehrlich? und dann kommt er noch ein zweites Mal? Reden hilft da wohl kaum, aber mit der Giesskanne könntest Du Erfolg haben.

    @Hevora: Nummernklau? Verarschung? Der Arzt hat immer recht? Du beweist da erstaunliche Geduld, aber ich denke mit Logik ist bei der Frau nicht beizukommen. Vielleicht hättest Du einfach sagen sollen: „Ja, tut mir leid, der Arzt hat jetzt eine neue Nummer und die ist …

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