Prozente

Kundin (zur Drogistin): „Sie arbeiten in der Drogerie? Dann haben Sie ja, wenn Sie etwas für sich einkaufen auch 30%?“

Drogistin: „Eigentlich sind es eher 25“ *

Kundin: „Wissen Sie, meine Kollegin arbeitet auch in einer Drogerie. Wenn sie mir etwas besorgt, bekomme ich bei ihr 30%, bekomme ich die von Ihnen auch?“

Drogistin:  „Äh, Nein.“

Kundin: „Weshalb nicht?!“

*Anmerkung: Inzwischen sogar noch weniger, die Begegnung ist schon ein Zeitchen her.

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Frosch-Sprung-Test

Die Aufgabe scheint einfach: Man lasse die Frösche die Seite wechseln.

Aber: die Frösche können nur vorwärts springen und entweder 1 Hop oder ein Über-Hop (über einen anderen Frosch) machen.

Wer schafft’s? – Und in wievielen Versuchen?

Viel Spass!


Wenn nicht beim Arzt, dann in der Apotheke

Ich wundere mich immer wieder über die Leute, die mit einem Rezept in die Apotheke kommen und keine Ahnung haben, was der Arzt ihnen da aufgeschrieben hat.

„Muss ich das nehmen?“ und: „Für was ist das?“ sind Fragen, die darauf hindeuten oder manchmal auch: „Ist das alles?“ -Ja, weil der Rest auf dem Rezept war die Beschreibung, wie man es anwenden muss.

Was ich auch gar nicht mag ist, wenn der Patient keine Zusatzversicherung hat und der Arzt schreibt ein NLP Produkt auf – etwas das eben nicht von der Grundversicherung übernommen wird. Das, obwohl es in manchen Fällen durchaus Varianten gäbe, die übernommen werden.

Und wer bekommt dann den Ärger darüber ab? Der Arzt? Kaum. Wir sind es. Unter gewissen Umständen kann ich es ersetzen, manchmal aber auch nicht.

Ziemlich schwierig sind auch homöopathische Mittel, die Anwendung ist oft so individuell, dass nur der Verschreibende Arzt auf die Frage: „Für was ist das?“ antworten kann. Es gibt es zwar ein paar allgemeine Antworten, aber die beste ist wohl: „Was für ein Problem haben sie denn?“ Und dann zu sagen: „Für das, für Sie.“

Und ganz toll dies: die Kundin streckt mir ein Rezept hin und sagt: „Ich will erst wissen, was das ist.“

Ein Blick darauf: Betnovate Creme.

Also sage ich: „Das ist eine Cortisonhaltige Creme – wahrscheinlich haben sie einen Ausschlag?.“

Kundin:Cortison??! Dann will ich es nicht!“

Sagt’s und geht. Das Rezept lässt sie hier.

Und jetzt erklär mir mal jemand, warum sie das den Arzt nicht schon gefragt hat, was er aufschreibt … da hätte sie sich die Gebühr fürs Rezeptausstellen und den Weg zu uns sparen können.

Vorbezugsgrund: Suizidprävention?

Patientin, die ein Rezept hatte für Schlaftabletten und Antidepressiva:

„Ich brauche neue Packungen von beiden, weil ich alles gestern die Toilette heruntergespült habe … als Vorsichtsmassnahme, damit ich nicht auf die Idee komme, sie alle gleichzeitig zu nehmen um mich umzubringen.“

Ummm klar. Lassen Sie mich nur rasch den Arzt anrufen für ein neues Rezept … und vielleicht eine kontrollierte Abgabe, ok?

Und: wann sagten sie ist der nächste Termin bei ihrem Psychologen?

Zufriedenkeitsumfrage

Zum Qualitätsmanagement-System gehört auch, dass man gelegentlich Umfragen macht, wie zufrieden (oder unzufrieden) die Leute mit der Arbeit in der Apotheke/Drogerie sind … und wo sie noch Verbesserungspotential sehen.

2 Wochen lang haben wir einen mehrseitigen Fragebogen verteilt, mit der Aufforderung, ihn doch bitte zurückzubringen. Die Umfrage war anonym – in der Hoffnung, dass dann mehr zurückkommt.

Etwa 600 Bögen haben wir verteilt, etwa 40 zurückbekommen.

Und daraus habe ich diese Erkenntnis gewonnen: Gute Kritik kommt eher zurück als schlechte – was nicht heisst, dass es nichts zu kritisieren gäbe / alle zufrieden sind. Die Unzufriedenen füllen einfach keine Fragebogen aus, schätze ich mal.

Hier ein paar Auszüge (zum Teil natürlich glatte Eigenbeweihräucherung, dass ich sie hier wiedergebe)

Welche weiteren Wünsche / Anregungen möchten sie an diese Apotheke / Drogerie richten?

– Keine, alle TOP!

– Wenn ihre Apotheke übermässig Kundschaft hat, sind zuwenig Verkäuferinnen da, weil sie sich für jeden Kunden fast zuviel Zeit nehmen. Da fehlt es oft an der Flexibilität des Verkaufspersonals auch mal 2 Kunden gleichzeitig zu betreuen. Z.B. Beratung schnell unterbrechen, und kurz die Kasse bedienen.

Das ist ein Wunsch, den ich nicht erfüllen kann. Ein Kunde wird bedient, bis er fertig ist – ausser er/sie nimmt das Telefon oder unterbricht selbst die Beratung. Was würdest Du denken, wenn ich mitten in der Beratung sagen würde_ Moment? Ich kassiere nur rasch bei den beiden nächsten ein?… Das geht vielleicht im normalen Verkauf, aber nie bei Beratung.

– Dass man ein paar Müsterli bekommt, zum Ausprobieren

Ja, ist klar. Gebe ich weiter.

– Ich finde das breite Sortiment sehr angenehm. Das Team ist immer gleichbleibend herzlich und freundlich und das seit Jahren.

Merci!

– Ich bin sehr zufrieden! Das ist nicht nur so beim heutigen Besuch, aus meiner Sicht ein super Team.

– Ich hoffe, sie wird lange bleiben.

Ich hoffe sie meint die Apotheke / Drogerie :-)

– Es ist alles gut und in Ordnung. Bedienung sehr höflich.

Und damit will ich schliessen (für heute) mit einer eigenen Umfrage:

Wie sehr bist Du mit diesem Blog insgesamt zufrieden?

Sehr zufrieden 20 / 16 / 12 / 8 / 4 / 0 unzufrieden

und

Welche weiteren Wünsche / Anregungen möchtest Du an diesen Blog richten?

Na los: widerlegt meine Behauptung von den schlechten Kritiken!

Gefälschte Rezepte -und eine Bitte an die Ärzte

Gefälschte Rezepte scheinen im Moment wieder ziemlich am kommen zu sein. Allein letzte Woche hat meine Kollegin 2 aus dem Verkehr gezogen.

Der erste war klassisch: Rezept aus einer anderen Stadt, für 2 Packungen Schlafmittel, der „Herr“ nur ‚auf der Durchreise’ will selbst bezahlen. Rasches Telefon beim schockierten Arzt bestätigt den Verdacht: Rezept ist gefälscht.

Der Zweite Fall war etwas kniffliger. Rezept vom lokalen Spital für Tramal Tabletten 200mg (ein starkes Schmerzmittel). Aufmerksam wird die Apothekerin, als ihr der Kunde eine Krankenkassenkarte für ein Kind gibt – und das einfach nicht mit der Dosierung auf dem Rezept zusammenpasst. Das Telefon an die Ärztin im Spital zur Abklärung wegen der Dosierung zeigt auch hier, dass das Rezept gestohlen und gefälscht ist. Die Ärztin ist ausserdem recht beeindruckt, weil wir schon die zweite Apotheke sind, die darum anruft – „gute Arbeit“ meint sie.

Bei beiden wurden die Rezepte eingezogen und eine Meldung an das örtliche Gesundheitsamt gemacht, die die Warnung dann an die anderen Apotheken der Gegend weiterleitet.

Aber: das Problem ist, dass Rezepte ziemlich einfach gefälscht werden können – noch einfacher, wenn man Original-Rezepte und Stempel als Grundlagen hat – wie in den beiden Fällen. Darum meine Bitte an die Ärzte – egal, ob im Spital oder in der Praxis: passt auf eure Rezepte auf. Das sind nicht nur Dokumente sondern Wert-papiere für ein gewisses Klientel.

Letztens war ich ja in einer Praxis … und der Arzt hat mich etwa eine Viertelstunde in seinem Behandlungsraum allein warten gelassen – genug Zeit, mir ein paar Rezepte zu nehmen von seinem Schreibtisch und sie mit dem Stempel direkt daneben vorzustempeln.

Ich hab das natürlich nicht gemacht. Was ich stattdessen gemacht habe, ist das Foto oben – und den Arzt nachher auf das Problem hingewiesen.

Also nochmals: haltet Eure Rezepte im Auge!