Nicht sooo gross …

Der Patient ist etwas irritiert darüber, dass seine Salbe nicht so lange hielt (Mengenmässig) wie die Apothekerin geschätzt hat:

„Ich soll es 2 Wochen lang einmal täglich anwenden, und jetzt ist 1 Woche vorbei und sie ist schon fast leer!“

Die Apothekerin fragt also nach: „Wie gross ist denn die Fläche auf der sie die Salbe anwenden müssen?“

Kunde: „Nicht so gross. Es ist mein Penis.“

Es kreucht und fleucht …

Ein Mann kommt in die Apotheke mit so einem Gefrierbeutel, den er mir unter die Nase hält: „Was ist das?“

*Das* – sind diverse Maden die sich immer noch lebhaft winden.

Pharmama: „Das sind Maden. Wo haben sie die her?“

Mann: „Aus unserer Küche. Seit ein paar Tagen finden wir immer wieder eine Menge von diesen Dingern … keine Ahnung wo die her kommen. Haben sie mir etwas dagegen?“

Pharmama:  (denkt IIIgitt) „Nun, ich kann ihnen einen Insektenspray geben, aber sie müssen herausfinden, wo die Maden herkommen.“

Mann: „Ich weiss wirklich nicht woher.“

Pharmama: „Also meistens sind es irgendwelche Lebensmittel. Reis, Flocken, irgendwo in den Vorräten … oder vom Abfall … sie müssen alles herausnehmen und durchschauen.“

Mann: Aber wir haben schon geschaut, wir finden nichts! Ausserdem sind wir erst seit 3 Monaten in dieser Wohnung.“

Pharmama: „Nun, irgendwo kommen sie her. Vielleicht müssen sie auch hinter die Einbauschränke versuchen zu schauen und die Ritzen überall aussprühen…“ (denkt, es könnte auch irgendwo eine tote Maus liegen oder so)

Mann: „Aber: wir haben schon geschaut …“

Die Drogistin hat zugehört und springt mit ein:

Drogistin: „Also beim Suchen können wir ihnen nicht helfen. Hier ist der Spray. Räumen sie die Schränke aus, putzen sie sie aus, sprayen sie sie ein, vor allem auch die Ritzen und kontrollieren sie jedes Lebensmittel einzeln, bevor sie es wieder hineinstellen. Wenn sie irgendwo drin Fäden sehen –wie Spinnweben – dann ist es befallen.“

Brrrr….

Am Schluss wollte er den Beutel noch bei uns lassen … ich habe ihm dann gesagt, er soll ihn bitte draussen entsorgen.

Die falsche Anwendung (7)

Für einmal eine blatante Kopie – aber ich finde es einfach zu gut.

Gefunden auf dem Blog eines amerikanischen Arztes: Grumpy Doc

Hier die Übersetzung:

Die Geschichte von einem Rezept für Nuva Ring (ein Gummiring mit Hormonen zur Verhütung, den man einmal monatlich in die Vagina einbringt).

Das Rezept war ausgestellt für Nuva Ring, 1 po qD, das bedeutet in der amerikanischen Rezeptsprache: 1 Ring EINZUNEHMEN 1 x täglich.

Was noch erschreckender ist, als der Apotheker in die Praxis des Frauenarztes telefonierte um das abzuklären, seine Arztgehilfin (oder Sekretärin oder was auch immer) mit ihm angefangen hat darüber zu streiten, wie man den Nuva Ring denn korrekt anzuwenden hat.

Ich kann es mir vorstellen:

Jenny: „Hey, Suzy? Was kaust du da?“

Suzy: „Das ist mein neuer Verhütungs-Kau-Gummi!“

Jenny: „Wow! Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.“

Suzy: „Jaaa. Es ist irgendwie gummig und du würdest nicht glauben was der Idiot in der Apotheke mir erzählt hat, was ich damit tun soll! Schon noch gut habe ich beim Arzt angerufen und gefragt, wie man ihn richtig benutzt!“

Ausnahmsweise – klar?

Eine junge Frau kommt in die Apotheke: „Ich brauche die Pille, weil ich heute wieder anfangen muss, habe aber kein Rezept mehr.“

Ich sage: „Wenn sie wissen welche, kann ich ihnen für 1 Monat ausnahmsweise eine Packung geben, ABER sie müssen in der Zeit zum Frauenarzt gehen, ein neues Rezept machen lassen.“

Frau: „Ja ja.“

Ich dokumentiere die Abgabe als Notfallabgabe ohne Rezept. Sie bekommt die Packung, zahlt und geht.

1 Monat später ist sie wieder hier und will wieder eine Packung. Zufälligerweise erwischt sie wieder mich, aber eigentlich macht das kein Unterschied, da wir anhand der Dokumentation sehr wohl sehen, wenn jemand wiederkommt – und ich habe Anweisung gegeben, dass einmal ok. ist, das nächste Mal will ich aber Papier sehen!

Pharmama: „Entschuldigung, aber ich habe ihnen letzten Monat gesagt, dass es AUSNAHMSWEISE war und dass sie zum Arzt müssen. Jetzt bekommen sie keine neue Packung von mir.“

Junge Frau (offensichtlich in Diskussionslaune): „Aber der Arzt stellt immer nur ein Rezept für ein paar Monate aus !“

Pharmama: „Sie könnten ihm sagen, er soll es als Dauerrezept für ein Jahr machen.“

Junge Frau: „Aber das kostet immer, wenn ich zum Arzt gehe!“

Pharmama: „Ja. Das tut es bei mir auch. Trotzdem gehe ich, weil -das Pillenrezept ist nur das eine, das andere ist die Kontrolluntersuchung.“

Junge Frau: „Dann bekomme ich wirklich keine? Aber ich habe jetzt keine mehr!“

Pharmama: „Nun, ich habe es ihnen das letzte Mal deutlich gesagt. Nein. Sorry. – Sie können immer noch in den Notfall vom Spital gehen, wenn ihr Arzt keinen Termin frei hat …“ (Nicht dass das günstiger wäre).

…zum Glück hat sie dann mit Diskutieren aufgehört. Ich hatte schon jemanden, der mir dann vorwerfen wollte, dass es meine Schuld ist, wenn sie jetzt schwanger wird (äh, hallo: die Kondome sind gleich dort drüben, dafür brauchen sie kein Rezept) … in dem Fall hätte sie von mir nämlich eine (kleine) Standpauke über Verantwortung und Eigenverantwortung bekommen. Auch die Pille ist nicht ganz ungefährlich (wie sich in der Yasmin-Diskussion letzthin wieder gezeigt hat) und nicht umsonst ist sie Rezeptpflichtig. Dass man einmal vergisst rechtzeitig wieder zum Arzt dafür zu gehen, kann ich verstehen, aber … eben.

Das „Grippchen“

Da spricht doch endlich einmal einer deutliche Worte:

„Der Virus-Typ A (H1N1) ist nicht gefährlich, die Schweinegrippe etwas weniger gefährlich als die typische saisonale Grippe, die jedes Jahr zu erwarten ist … Das ist und bleibt ein Grippchen!

So sagt nicht irgendwer, sondern der Pariser Medizin-Professor und Abgeordnete Bernard Debré.

Aber ich habe ja schon vorher gesagt: keine Panik!

Die Super-Grippe kommt wahrscheinlich schon noch irgendwann, aber dies hier ist sie nicht.

Leicht übertragbar aber nicht gerade gefährlich, das ist die Schweinegrippe.

Sehr gefährlich aber nicht leicht übertragbar, das ist die Vogelgrippe.

Beides in Kombination, also leicht übertragbar und gefährlich, das wäre übel. Aber eben: nicht diese „Grippette“.