Tausendernötli

Ich glaube es existiert keine andere Währung mit einer Note mit derart hohem Wert. Nicht die Zahl drauf, sondern der monetäre Wert – die xmillionen Noten aus Zimbabwe ist ja nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt ist. Dagegen hat man mit 1000 Schweizer Franken mit einem Stückchen violettem Papier den Gegenwert von – etwa 290 Laib Brot oder 710 l Benzin oder 20 Pullovern …

Im normalen täglichen Leben braucht man so einen Tausender kaum. Natürlich, wenn man ein Auto kauft und bar zahlen will, oder vielleicht ein Velo, dann macht es Sinn so was mitzunehmen. Aber ich sehe so häufig vor allem ältere Menschen, die solche Noten im Portemonnaie (oder neudeutsch: Portmone) haben – und das finde ich einfach … unmöglich.

Ich selbst würde mich kaum getrauen mit soviel Geld auf die Strasse zu gehen … und es noch jedesmal wenn man Geld aus dem Portemonnaie nimmt zu zeigen. Und noch schlimmer finde ich die, die dann mit so einer Riesennote zahlen möchten!

Wieso? Na, ein durchschnittlicher Verkauf ist so um die 20 Franken. Das bedeutet, ich müsste auch etwa 980 Franken Rückgeld geben – und ehrlich: soviel habe ich nicht immer in der Kasse, v.a. wenn ich nachher in der Lage sein muss noch anderen Rückgeld zu geben.

„Sorry, das kann ich im Moment nicht annehmen. Gehen sie doch zur Bank zurück (von der sie den Tausender bekommen haben) und fragen sie nach handlicheren Noten.“

Merci!

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6 Antworten auf „Tausendernötli

  1. Hallo Pharmama,

    ich weiß, der Beitrag ist schon älter, aber ich bin gerade beim Stöbern im Archiv hier gelandet und will den Kommentarzähler mal etwas nach oben drehen ;)

    Deinem ersten Satz muss ich widersprechen. Es gab auch 1000-DM-Scheine, es gibt auch 500-€-Scheine – beides dürfte einen ähnlichen Wert haben. (Na ja, etwas weniger als 1000 Schweizer Franken.) Außerdem gibt es laut Wikipedia Dollar-Noten bis 100.000 $ – als gültige Zahlungsmittel, aber nicht offiziell im Umlauf. Siehe: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es auch andere Währungen mit großen Banknoten gibt.

    LG Kati, die immer wieder gern bei dir liest

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  2. Also DM (Deutsche Mark) ist ja nicht mehr aktuell – und 500 Euro sind (grob) etwa 750 Franken – also weniger. Und wenn die 100.000 $ Noten nicht offiziell im Umlauf sind …. stimmt die Aussage dann nicht doch irgendwie?

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  3. Hallo Pharmama

    Es gibt immer noch alte Menschen, die sich die AHV direkt vom Pöstler auszahlen lassen. Dies dann in grossen Noten, er kann ja auch nicht ganze Pakete mit Geld mit sich herumtragen. Entweder haben diese alten Menschen niemanden, der ihnen z.B. ein Postcheck-Konto einrichtet, oder sie sperren sich vehement dagegen, weil sie das echte Geld in der Hand haben wollen.

    Ich weiss noch wie viel Überzeugungskraft ich damals anwenden musste um meine alte Mutter von den Vorzügen eines Postcheck-Kontos zu überzeugen *lächel*.
    Liebe Grüsse
    Elfe

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  4. Hiho,

    wir haben bei der Einführung des Euros nicht ohne Grund bei der 500 Euro Note aufgehört. Wobei das ja auch schon 745 CHF entspricht.

    Interessanterweise gab es beim US-Dollar bis 1969 1.000er, 5.000er und sogar 10.000er Noten, die jedoch irgendwann aus dem Umlauf genommen wurden (War wohl wirklich zu unpraktisch). Ausserdem gibt es eine 100.000 Dollar Note, die sich jedoch nie im Umlauf befand.

    Viele Grüße,

    Marcel

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  5. Ah, Elfe, DAS könnte die Erklärung sein für diese Unsitte, denn das mit den Riesennoten sehe ich wirklich praktisch nur bei den älteren Leuten. Merci für den Hinweis!

    @Marcel: das mit den Dollarnoten wusste ich noch gar nicht! Sehr interessant.

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